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Nach Vorstellungsgespräch nur Absagen, demotiviert

lgerjcheFnzungxe


ein paar unsortierte Gedanken:

1) zum Thema Studium: "schüchtern, zurückhaltend" und "schriftlich begabt", das sind normalerweise in der Tat Indikatoren, dass ein Studium angezeigt sein könnte. Aber zusätzlich bedarf es für ein Studium einer intrinsischen Motivation und die kann ich hier nicht erkennen. Daher halte ich die Ablehnung des Weges Studium der Threaderstellerin für richtig.

2) Anfänglich schriebst Du, Dir sei eine Ausbildungsstelle bei KIK angeboten worden, die Du ablehntest, weil "Ich will doch nicht bei KIK landen". Diese Grundhaltung halte ich für verkehrt. Ich kann nichts zur Ausbildungsqualität bei KIK sagen, aber dass die Billigheimer grundsätzlich schlecht sind, stimmt mit Sicherheit nicht. Und dass dort die Arbeitsbedingungen für die ungelernten Hausfrauen, die sich ein paar Euro dazuverdienen wollen, schlecht sein mögen, lässt sich nicht zwingend auf die Arbeitsbedingungen für Auszubildende übertragen. Ein Schulfreund von mir hat eine Ausbildung bei Lidl gemacht und schwärmte davon in höchsten Tönen, es war wohl im Vergleich mit dem, was er von Beruffschulkollegen erfuhr, die bei anderen Händlern lernten, sehr anstrengend und fordernd, aber auch gut bezahlt und insbesondere hat er dort viel mehr und besser gelernt als die meisten anderen bei anderen Händlern, die Qualität der Ausbildung war bei diesem Billigheimer viel besser als bei alteingesessenen Fachhändlern.

3) Du schriebst von der Befürchtung, durch die Entscheidung für eine bestimmte Ausbildungsstelle Deinen Berufsweg für die nächsten 40 Jahre festzulegen. "Ich will halt nicht im Supermarkt landen… und das dann noch für 40 Jahre…" Auch dies ist eine die Realitäten verkennende Einstellung. Jobs auf Lebenszeit gibt es heute nichtmal für die, die dies unbedingt wollen. Nichts spricht dagegen, nach der ersten Ausbildung eine zweite aufzusatteln, doch noch zu studieren, sich fachfremd zu bewerben. Die Ausbildung ist ein Einstieg ins Berufsleben, aber noch kein Abschluß des Neulernens und Neuorientierens. Mein Schulfreund aus 2), der bei Lidl gelernt hat, arbeitet übrigens inzwischen bei einer Versicherung. Eine gute Freundin hat Schneiderin gelernt und ist jetzt Filialleiterin einer Kantine. Ich hatte mich im Studium auf Medizintechnik spezialisiert und arbeite nun im Bereich Eisenbahn und Logistik.

Mache Dich frei von dem Gedanken, dass die jetzige Entscheidung eine Entscheidung fürs Leben ist und deshalb 100% perfekt sein müsste.

Speziell der Buchhandel ist derzeit im großen Umbruch, so dass vermutlich Du auch mit Deiner Wunschausbildung Dich im Berufleben noch öfter umorientieren müsstest.

4) Ehe Du ein weiteres Jahr Lücke in Deinem Lebenslauf hast oder Dich mit Aushilfsjobs durchschlägst, wäre ein FSJ die bessere Alternative. Dies könnte auch für Deine Persönlichkeitsbildung sehr hilfreich sein. Bei mir liegt der Zivildienst schon lange zurück, aber ich erinnere mich, wie sehr ich vorher noch Kind war und wieviel erwachsener ich durch den Zivildienst geworden bin. Und wie es anderen Mitschülern ähnlich ergangen ist.

Auch Dir könnte das FSJ helfen, Ängste abzulegen, Schüchternheit abzulegen und allgemein erwachsener und selbstsicherer zu werden.

w@intePrso,nne 0x1


Eine gute Freundin hat 20 Jahre im Bchhandel gearbeitet... dann wurde es immer schelchter und zum Schluss hatte sie keine Chance mehr in den Buchhandelsläden zu arbeiten, in der 20 jahre als gute, zuverlässige Kollegin geschätzt wurde.

Daher hat sie dann mit 40 Jahren noch ein Studium begonnen, da sie an die Stadt (Großstadt wegen der Kinder/Familie) gebunden war.

Hat zwar lange gedauert,das Stdudium aber nun hat sie einen neuen Abschluss, eine gute Stelle gefunden und startet noch mal neu durch.

xjYuUnaxx


@ mori.

Vielen lieben Dank :) Werd deine Ratschläge beherzigen.

@ wintersonne_01

Ja, vielleicht war es nicht so passend, dass ich die Frau gefragt habe, ob Sie mich das nicht schon mal gefragt hat, aber wieso sollte ich denn eine Frage beantworten, wozu ich bereits was gesagt habe? Das erschien mir in dem Moment unsinnig. Und was ich auf die Frage, wie ich mir meinen Chef vorstelle, geantwortet habe, möchte ich lieber nicht sagen. Das ist mir peinlich. Es war hoffentlich nichts Schlimmes, aber sehr überlegt war es auch nicht. Ich wusste auch anfangs gar nicht, was ich sagen soll, aber die Frau meinte dann, ich solle das mal auf einen Lehrer beziehen… hmja. ^^ Dass ist auch so was, worüber ich mir noch nie Gedanken gemacht habe. Man kann sich seinen Chef doch eh nicht aussuchen, wenn der so ist, dass alles gut ist, dann umso besser und wer er halt nen eher schwieriger Mensch ist, muss man ja auch damit klar kommen. DAS habe ich nicht gesagt, nicht, dass das wer falsch versteht. Genau wie die Frage, was mir in einem Team am wichtigsten wäre… Ich glaube, ich habe irgendwas gesagt mit Harmonie und Kompromissbereitschaft gesagt oder so. Ich weiß es gar nicht mehr genau, darüber habe ich mir auch noch nie Gedanken gemacht. ^^ Oder was ich erwarte, wie Kollegen sind oder so was. Seine Kollegen kann man sich ja auch nicht aussuchen … Ach, ich weiß auch nicht. Für mich ist das halt nicht so wichtig, ich such einfach ne Ausbildung und ob das Umfeld dann scheiße ist oder nicht, dass kann ich mir ja nicht aussuchen bzw. weiß es nicht wirklich vorher… Keine Ahnung, ob das hier jetzt auch wieder falsch rüber kommt, bestimmt. Ne andere Frage war auch, wie ich mit Kritik umgehe.

Da habe ich irgendwas gesagt von wegen, dass zwar niemand gerne kritisiert wird, aber dass das ja auch immer ein Ansporn sei, sich zu verbessern und einem schon helfen würde, wenn man gesagt bekommt, was man falsch macht. Oder so… Ich erinnere mich auch gar nicht mehr an alles… :l Mir schwirrt so viel durch den Kopf, sorry.

Was sagt man denn bei solchen Fragen? War halt das erste Mal, dass man mich das gefragt hat. Soll ich mir etwa auf jede potenzielle Frage ne Standardantwort meinerseits überlegen und irgendwann kenn ich dann alle Fragen der Personaler und hab auf jede die "perfekte" Antwort? Ich weiß ja nicht… Gärtner? Haha. :l Ich glaube eher nicht. Ich habe so schon Rückenprobleme und kann generell Pflanzen und so was gar nicht unterscheiden, dass wäre ja ähnlich, als wenn ich als totale Kochniete Köchin werden würde. Kreativ bin ich auch nicht und handwerklich begabt ebenfalls nicht. ^^ Sieht schlecht aus. Ne, mich kann keiner mitnehmen und ich KANN hier wie gesagt auch so nicht weg. Und für die 50km kostet eine Strecke 20€, sooooo viel ist das ja auch nicht, aber die habe ich auch gerade nicht :-D Ich schick das per Mail, wird ja wohl auch klappen und warte dann…

Auch für dich noch mal, da ich mich hier ja oft wiederholen muss, da der Thread schon so viele Seiten hat: Das Einkommen meiner Eltern bzw. die Rente meines Vaters ist zu hoch, daher bekommt er keine Kosten vom Arbeitsamt erstattet, weswegen er ja immer meckert, dass alles zu teuer ist. Und ob ich BAB bekomme, weiß ich erst, wenn ich die Ausbildungsvergütung kenne und weiß, wie viel Miete ich zahlen muss, da das von beidem abhängt. Wohngeld gibt’s in meinem Fall irgendwie nicht, habe ich mal gelesen.

Aber danke für deinen Beitrag.

@ LilaLina

Ich mache das auch gleich, ich habe nur noch nicht mal was gegessen und würde das gerne erst erledigen. Und gerade bin ich ja schon wieder hiermit beschäftigt. ^^

Meine Bewerbungsunterlagen hat sich niemand angeguckt. Ich habe nur mal ne Freundin gefragt, ob sich das Anschreiben gut liest und so was. Was die Kosten angeht: s.o. in meiner Antwort für Wintersonne, ich habe das extra noch markiert, damit ich mich nicht noch in einem Beitrag wiederholen muss. So wurde mir das halt gesagt.

@ Antigone

Ähm…. <_< Mein"alles viel zu weit weg" bezieht sich auf DEINEN STUDIUMSVORSCHLAG "Bachelorstudium Buchhandel/Verlagswirtschaft". Himmel. NICHT auf ne Ausbildung im Buchhandel oder Verlag… Ich habe auch nie gesagt, dass ich neben der Ausbildung einen Nebenjob machen möchte, um genügend Geld zu haben. Dafür hat man doch gar keine Zeit…. Und ich suche nicht nur nach Plätzen in Wohnnähe, nochmals, sondern im Umkreis von 200km. Wenn ich in NRW wohne, isses ja wohl klar, dass ich nicht nach Ausbildungen in Bayern oder im Osten gucke… Bei manchen Leuten habe ich das Gefühl, sie lesen nur, was sie lesen wollen bzw. interpretieren es auf eine vollkommen andere Weise. Ich weiß, deine Beiträge sollen eigentlich mir helfen, aber momentan regen sie mich eher auf. Aber schön, wie du auch ansonsten gar nicht mehr auf das eingehst, was ich dir sonst noch als Antwort geschrieben habe.

@ lerchenzunge

Erstmal danke, dass noch jemand bezüglich Studium auf meiner Seite ist.

Sorry, aber mag sein, dass das scheiße rüberkommt, aber ich persönlich bin mir für Kik echt zu schade. Dann doch lieber gar nichts und erstmal weiter suchen. Wie kommt das denn bei Leuten an? Wer macht denn Abi und landet dann dort? Also nein. Sorry, wenn das echt mies ist, aber ich habe auch eine Ehre… Außerdem will ich eigentlich Buchhändlerin werden und nicht direkt Einzelhandelskauffrau, allein deswegen fand ich das Angebot schon nicht okay. Vor allem dachte ich mir so: "Ach, denkt die Berufsberaterin jetzt, für Kik wird es schon reichen?" Ich fand das irgendwie beleidigend, dass sie mir das zugesendet hat. Und bitte macht mich jetzt nicht nieder für meine Haltung…

Und nein, ich möchte kein FSJ … Muss ich das auch noch näher ausführen?

Aber danke, du hast einige interessante Sachen geschrieben, ich denk darüber nach…

****************************

Erst gibts hier so ne "Pro Studium" Fraktion, die ich schon nicht verstehe und jetzt kommt "Nein, keinen Nebenjob!!!" Warum denn nicht?...

sEens#i4belmaxn


wieso sollte ich denn eine Frage beantworten, wozu ich bereits was gesagt habe? Das erschien mir in dem Moment unsinnig.

Es ist nicht deine Aufgabe zu beurteilen, warum Derjenige, der dich einstellen möchte, eine Frage in ähnlicher Form wiederholt- das kann schnell "klugscheißernd" rüberkommen. Kann es sein, dass du die Fragestellungen nicht hinreichend differenziert hast, und der Fragesteller eigentlich andere Aspekte zu einer ähnlichen Fragestellung erwartete?

Es gibt zwei Formen von Besserwisserei: Der eine weiß es in der Tat besser (und kann das sachlich begründen) und der andere glaubt nur, es besser zu wissen, ohne tatsächlich das notwendige Wissen zu besitzen. Die zweite Form von Besserwisserei ist sehr unangenehm (insbesondere, wenn sie selbstherrlich und ohne selbstkritisches Reflektieren rüberkommt)

AQntiQguone


xYunax

Bei manchen Leuten habe ich das Gefühl, sie lesen nur, was sie lesen wollen bzw. interpretieren es auf eine vollkommen andere Weise.

Das Gefühl habe ich bei dir allerdings auch.

Ich weiß, deine Beiträge sollen eigentlich mir helfen, aber momentan regen sie mich eher auf. Aber schön, wie du auch ansonsten gar nicht mehr auf das eingehst, was ich dir sonst noch als Antwort geschrieben habe.

Tja, wer so denkt bei der Ausbildung zu seinem Wunschberuf:

Und ich suche nicht nur nach Plätzen in Wohnnähe, nochmals, sondern im Umkreis von 200km.

Ob Studium oder Ausbildung ist egal, es geht darum in die Pötte zu kommen, damit du nicht in zwei Jahren auch noch keinen Ausbildungsplatz hast.

Ich könnte auf deine vorige Antwort eingehen, aber wozu? Dann drehen wir uns in ein paar Tagen noch im Kreis.

Und wenn ich dir schreibe, dass ein Umkreis von 200 km zu wenig sein könnte für die Wunschausbildung, willst du wieder nicht hören.

Ich habe versucht, dir andere Blickwinkel aufzuzeigen. Da dich meine Beiträge aufregen, verzichte ich darauf, meine Zeit hier zu investieren.

Viel Glück @:)

E~llag"ant


Soll ich mir etwa auf jede potenzielle Frage ne Standardantwort meinerseits überlegen und irgendwann kenn ich dann alle Fragen der Personaler und hab auf jede die "perfekte" Antwort?

Es gibt bestimmte Fragen, die werden gerne gestellt, auf die habe ich mir schon immer ne Antwort vorher zurecht gelegt.

Je nach Größe des Unternehmens werden auch Fragen über das Unternehmen selbst gestellt, also vorher informieren! Wurde sogar mal bei einem Nebenjob gefragt, ob ich den Slogan wüsste, wer für die Werbung macht etc.

Da du ja gerne liest, besorg dir mal ein Buch über Bewerbungstipps. Hab eins für Bewerbungen und eins für Vorstellungsgespräche. Richtet sich zwar an Hochschulabsolventen, aber Vorstellungsgespräch ist Vorstellungsgespräch. Da geben die Tipps, was man auf solche Standardfragen antworten kann. Schau dir mal das Inhaltverzeichnis an, find das Buch sehr gut. Ebenso das für die Bewerbung an sich, da kann man auch viel falsch machen.

Bei den Schwächen steht zB als Tipp:

1. Schritt: Nennen Sie die Schwäche in einem Satz und benutzen Sie Relativierungen (beispielsweise: manchmal, ab und zu, gelegentlich, es kommt vor, früher).

2. Schritt: Geben Sie ein Beispiel dafür, wie sich die Schwäche in der Vergangenheit bemerkbar gemacht hat.

3. Schritt: Legen Sie dar, was sie getan haben, um Ihre Schwäche in den Griff zu bekommen

Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch wurde ich zB gefragt, was mir im Studium am meisten Spaß gemacht (bei dir eben in der Schule). Warum ich das studiert habe (bei dir dann, warum du den Beruf lernen willst). Was gegeben sein muss, damit mir ein Job Spaß macht.

Und als ich mich vor 10 Jahren um einen Ausbildungsplatz beworben hab, noch diese Fragen zusätzlich: wo ich mich in 5 Jahren sehe, was ich mache, wenn ich die Ausbildungsstelle nicht bekomme, wann der Euro eingeführt wurde, welche Länder zuletzt der EU beigetreten sind, wer an deutschlands Spitze steht...

Musste auch manchmal Bewerbungstests machen, schriftliche. Bei einer kleinen Firma, mit 6 Leuten, sogar mal nen Mathetest ;-D :-o Erst stellte der Chef mir noch normale Fragen, dann legte er mir das Aufgabenblatt hin und ich musste das lösen, ohne Taschenrechner natürlich. Und alleine, also stand nicht unter Beobachtung, bzw war schon im gleichen Raum mit dem Chef aber er stand zumindest nicht hinter mir oder saß daneben und sah zu. Das waren Minus- und Plusaufgaben... Dabei hab ich mich da auch nur für ein Praktikum beworben.

Bei den meisten Firmen aber wo ich mich beworben habe, wurden keine speziellen Fragen gestellt, das war dann aber schon nach dem Studium und die Firmen auch klein, also keine Personaler. Da haben die eher von selbst über die Firma erzählt und dann gefragt ob ich noch Fragen hätte (immer Fragen aufschreiben und stellen!) und dann musste ich meistens ne Übung machen. Mal schnell ne Werbeanzeige umbauen. Oder eine Visitenkarte gestalten. Dann folgte Probearbeiten.

lzerQchenzBunge


1)

sondern im Umkreis von 200km. Wenn ich in NRW wohne, isses ja wohl klar, dass ich nicht nach Ausbildungen in Bayern oder im Osten gucke…

das finde ich keineswegs "klar". Es stimmt zwar, dass die meisten Auszubildenden eher wohnortnah einen Platz suchen, aber der "normale" Auszubildende mit mittlerer Reife ist noch minderjährig, ein Kind, Du bist ein halbes Jahrzehnt älter. Die meisten Abiturienten, die ein Studium beginnen, sind jünger oder in Deinem Alter und ziehen quer durch Deutschland oder sogar ins Ausland zum Studienort. NRW ist doch verkehrsmäßig gut angebunden, da solltest Du mindestens noch Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz in Deinen Suchkreis mitaufnehmen.

2)

Man kann sich seinen Chef doch eh nicht aussuchen, wenn der so ist, dass alles gut ist, dann umso besser und wer er halt nen eher schwieriger Mensch ist, muss man ja auch damit klar kommen. DAS habe ich nicht gesagt, nicht, dass das wer falsch versteht.

Warum eigentlich nicht? Es gibt vielleicht bessere Antworten, aber definitiv auch sehr viel schlechtere Antworten. Es würde zumindest zeigen, dass Du nicht in einer "Rosa-Pony-Wir-haben-uns-alle-lieb"-Traumwelt lebst. Wohingegen die Antwort auf "Teamarbeit" "Harmonie und Kompromissbereitschaft" eher auf eine solche Unreife schließen lässt.

3)

aber ich persönlich bin mir für Kik echt zu schade. Dann doch lieber gar nichts und erstmal weiter suchen. Wie kommt das denn bei Leuten an? Wer macht denn Abi und landet dann dort? Also nein.

a) wie etwas bei Tante Gertrud oder Oma Erna oder bei den Nachbarn im 3. Stock ankommt, darauf darfst Du keine Rücksicht nehmen. Wichtiger ist es schon, wie es nach drei Jahren nach abgeschlossener Ausbildung bei anderen potentiellen Arbeitgebern ankommt. Mir wäre nicht bekannt, dass eine Ausbildung bei Kik da schändet.

b) Wer macht denn Abi und landet dann auf Aushilfsjobs? Eine Ausbildungsstelle bei KIK (oder sonstwo) ist auf jeden Fall besser als ein weiteres Jahr arbeitlos bzw. mit Aushilfsjobs zu verbringen. Zumal nach zwei Jahren Pause Deine Chancen auf dem Markt nicht besser werden.

c) Die Qualität der Ware oder der Umgang mit Aushilfen bei den Billigheimern wie Kik, Lidl etc. sagt keineswegs etwas über die Qualität der Ausbildung dort aus. Ich kenne die Ausbildung bei Kik nicht und will Dich auch nicht zwingen dorthin drängen, aber gerade solche großen Ketten sind einfach strukturell oft in der Lage, sehr gut auszubilden, jeden Ausbildungsinhalt auch in der Praxis lehren zu können, im Gegensatz zu kleinen Händlern, die oft nicht die Zeit, die Möglichkeiten haben, ihre Auszubildenden überall reinschnuppern zu lassen oder bei denen bestimmte Ausbildungsinhalte in der Praxis nie vorkommen und die der Auszubildende dann mühsam theoretisch ohne Unterstützung erlernen muss.

Der Umgang mit 400-EUR-Hausfrauen-Aushilfen sagt nichts über den Umgang mit Auszubildenden: die 400EUR Kraft ist Verschleißmaterial, aber die Auszubildenden, bei denen baut man sich den Nachwuchs für Laufbahnen, die werden rangenommen, in die wird aber auch investiert! Für die, die in solchen Ketten in der Ausbildung gut sind, stehen oft sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten offen!

w>inZtersoynne 01


Also ich finde, dass du dich immer rechtfertigst... das musst du doch gar nicht, denn letztendlich entscheidest doch nur du, was du aus deinem Leben machst.

Du hast doch den Tread sicher nicht nur zum Frustablassen (ist ja auch mal verständlich) eröffnet, sondern um ev. neue Sichtweisen zu bekommen.

Ich fände es unglaublich schade, wenn du dich aus deiner momentanen Situation nicht lösen könntest.

Willst du ewig zu Hause wohnen und dir deinen nölenden Vater anhören. Denn jetzt bin ich mal ganz ehrlich:

er müsste dich viel mehr unterstützen, dir Vorschäge machen, dich emotional aufbauen, an der Ideenfindung beteiligt sein

und ganz klar: deine Eltern, wenn sie so viel habe, dass du keine Unterstützung finanziell bekommst sind verpflichtet dir deine Ausbildung (ja ja ich weiß Studium darf ich nicht schreiben, obwohl auch ich die Idee mit Leipzig ganz toll fand :)= .. Bachelor in 3 Jahren, damit kannst du sicher auf Dauer mehr anfangen als mit "nur" einer Lehre) zu finanzieren.

Suche weiter entfernt als 200 km, zieh dort hin, deine Eltern müssen die Wohnung bezahlen und was du so zusätzlich brauchst... darauf hast du einen Anspruch und du bist auch kein undankbares Kind, wenn du das von ihnen einforderst.

Du wirst in einer neuen Stadt neue Freunde kennenlernen, dich verändern ... und das kann doch alles nur gut und besser sein, als in der Situation zu bleiben, in der du jetzt bist.

Übrigens vielleicht kannst du dort in eine Laientheatergruppe gehen, so hat meine Tochter ihre Schüchternheit überwunden. War sehr befreiend für sie.

Und ehrlich mal, wenn du ein Abi geschafft hast, kannst du auch mehr als "nur" Verkäuferin oder Regaleinräumerin als Aushilfsjob erreichen.. du musst es dir nur zutrauen und einfach ins kalte Wasser springen, glaub mir du schaffst das. :)z mach dir nicht so viele Gedanken wie es wird: bin ich da alleine, kann ich mir nicht vorstellen.. das ergibt sich alles mit der Zeit, man kann und sollte nicht alles gedanklich planen.. du kannst nur gewinnen ;-)

(und bitte glaube mir, ich habe ja auch alle Beiträge hier gelesen, die meisten meinen es nur gut und wollen dich auf keiner Weise beleidigen oder so.... und manchmal braucht es ja auch den gutmeinten Tritt in den A....) oder eben ehrliche Worte :)_

xMYunYax


@ sensibelman

Man hat mir aber tatsächlich genau die gleiche Frage gestellt und als ich das gefragt habe, ob man das nicht schon mal gefragt hätte, wurde mir auch gesagt, ich hätte Recht, nachdem noch mal nachgeguckt wurde in den Notizen und irgendwas mit, ich hätte wohl ne rasche Auffassungsgabe oder so. Das klang für mich nicht so, als hätte man es mir übel genommen. Ich meinte das ja nicht böse oder so… war nur sehr verwirrt…

@ Antigone

Ohman. Du liest das jetzt ja eh nicht mehr, aber ich bin eh zu müde, um jetzt erneut wieder dasselbe erklären zu müssen (warum 200km Umkreis ausreichen muss) insofern spar ich mir das jetzt bei dir. Vielleicht besser so.

@ Ellagant

Auf so Fragen wie "Was sind ihre Schwächen/Stärken?; Wo sehen sie sich in 5 Jahren? Warum möchten Sie diesen Beruf ergreifen?" habe ich ja ne Antwort. Aber wie ich mir meinen Chef vorstelle? Was ich von Kollegen erwarte? Wie wichtig mit Teamarbeit ist? Nunja. Die Fragen wurden mir halt zum ersten Mal gestellt, deswegen hatte ich da keine "vorbereitete" Antwort und (s.o.) war wohl etwas unglücklich…

Aber danke für deine Antwort. :) Ich guck mal, was ich davon umsetze…

@ lerchenzunge

Meinem Vater gefällt es schon nicht, wenn die Ausbildung, für die ich mich bewerbe, ~180km weit weg ist, dass ist ihm schon zu weit. Wenn ich nur in NRW ne Ausbildung suche, komme ich immerhin mit 28,50€ pro Bahnfahrt hin, dank dem NRW-Ticket. Wenn es in Niedersachsen ist und nahe an NRW, geht das auch noch… Mein Vater würde mir sonst was erzählen, wenn ich in Hessen oder so ne Ausbildung suche und dort mit der Bahn hinfahren muss und dann die Zugfahrt 50€ oder noch mehr kostet, ich dann noch Probearbeiten müsste, wo die Zugfahrten dann noch mehr kosten usw. Er kriegt ja wie gesagt nichts erstattet und ich fühle mich immer miserabler wegen den ganzen Kosten. Außerdem ist nen Umzug im Umkreis von 200km schon nicht billig, man denke an Transporter oder so, die ganzen Möbel, Umzugskartons usw. wie soll das denn bei 400km sein?... Allein die Spritkosten… Es geht nicht darum, dass ich zu faul bin, umzuziehen oder lange mit der Bahn zu fahren, aber finanziell ist das alles halt echt schwierig und ich weiß ja wie gesagt nicht mal, inwiefern ich mir überhaupt eine Wohnung leisten kann, da sind Umkreis 200km schon gewagt, weil ich da ja auch umziehen müsste… in den meisten Fällen.

(…)

Wie, das hätte ich sagen sollen, dass man sich seinen Chef/Kollegen nicht aussuchen kann? Um Gottes Willen, das hätte ich niemals, ich dachte, mit so was schießt man sich selbst ins Bein. Und was soll ich bitte sonst sagen auf die Frage, was mir an Teamarbeit wichtig ist, antworten? (was nicht "unreif" ist?) Und zu dem Rest: Also ich gehe definitiv nicht zu Kik! Würde ich niemals tun, egal, wer mir hier noch positive Argumente bringt…

@ wintersonne 01

Ich habe ja auch das Gefühl, ich müsste mich dauernd rechtfertigen. Vor allem all diesen "Mach ein Studium!" Leuten. Und ich versteh auch nicht, was an einem halben bis ganzen Jahr Aushilfsjob so falsch sein soll, bis ich ne Ausbildung finde….

"er müsste dich viel mehr unterstützen, dir Vorschläge machen, dich emotional aufbauen, an der Ideenfindung beteiligt sein."

Das macht er sowieso nicht und das will ich auch nicht, habe keine gute Beziehung zu meinen Eltern, auch einer der Gründe, wieso ich hier weg will.

"Suche weiter entfernt als 200 km, zieh dort hin, deine Eltern müssen die Wohnung bezahlen und was du so zusätzlich brauchst."

Ich glaube nicht, dass mein Vater das mitmacht, auch wenn er vielleicht das machen müsste… ihm ist es ja wie gesagt lieber, ich mach hier in der Nähe was bzw. finde was und kann zuhause wohnen bleiben, um Kosten/Mühen zu sparen. Aber danke für deinen Beitrag, ich versuch jetzt erstmal, die Bewerbung für die Buchhandlung noch schnell loszuschicken und guck mal was draus wird… Sonst halt Aushilfsjob und mal gucken, was es nächstes Jahr so gibt...

t\he oshado:wgxirl


Wenn ggf. doch ein weiterer Umkreis in Frage kommen könnte: Bei Lünebuchin Lüneburg ist noch ein Ausbildungsplatz für 2014 zu vergeben.

lTercheVnz,unge


1) zur Frage "Teamarbeit" ein Link

[[http://www.semica.de/de/branchennews/semica-aktuell/news-detail/article/bewerbungsfrage-der-woche-was-bedeutet-teamarbeit-fuer-sie.html Bewerbungsfrage der Woche: "Was bedeutet Teamarbeit für Sie?]]

Auf der Seite gibt es auch noch Erläuterungen zu diversen anderen bewerbungsgesprächs-typischen Fragen.

2) zur Entfernung:

a) ein Umzug wird durch den Umfang, nicht durch die Entfernung kompliziert. Ob Du nach Packen und Beladen des Transporters und vor Ausladen nun 2-3h (200km) oder 4-6h (400km) hinter dem Steuer des Transporters sitzt, macht praktisch keinen Unterschied

b) so groß muss der Umzug aber auch nicht sein, Du kannst Dir ja eine möblierte Wohnung oder ein WG-Zimmer suchen, dann brauchst Du keine Möbel zu transportieren. Aber sogar in eine leere Bude kann man erstmal klein umziehen. Ich bin zu Beginn des Studiums in eine Wohnung umgezogen, wo nur Küche und Bad eingerichtet waren, und habe den anfänglichen Umzug trotzdem nur mit einer PKW-Ladung gemacht, alles wirklich wichtige kann man in einem PKW unterbringen. Anderes habe ich mir dann später bei Heimatbesuchen kofferweise nachgeholt bzw. nach Kassenlage später zugekauft.

c) die Kosten für Heimfahrten mit der Bahn sind dank Quer-durchs-Land-Ticket und Schönes-Wochenend-Ticket ja praktisch auf 44 EUR gedeckelt, solange man die Tour mit Zügen des Nahverkehrs schaffen kann. Alle Orte, von wo Du Freitag abend nach Dienstschluß gestartet noch vor Mitternacht im Elternhaus ankommst bzw. zu denen Du Sonntag nachmittag nach Kaffee noch zu gesitteter Zeit ankommst, sind doch kein Problem. Frankfurt-Münster schafft man beispielsweise im Nahverkehr in 5h problemlos.

d) abhängig von Deinem Wohnort gibt es oft ja auch sehr preiswerte Fernbusverbindungen

e) Du wirst mit einer Ausbildungsstelle ja auch etwas verdienen. Wenn Du einen Teil davon für Heimfahrten einplanst und ausgibst, ist das doch in Ordnung

f) Ausserdem lehrt die Erfahrung, dass die Zahl der Heimfahrten schnell abnehmen wird. Du wirst am neuen Ort neue Freunde kennenlernen, den Ort erkunden wollen oder auch einfach mal allein in Ruhe ein Wochenende zum Ausspannen verbringen wollen. Ich erinnere das noch von der Uni: im ersten Semester fuhren fast alle (auch ich) fast jedes Wochenende zu den Eltern, aber spätestens ab dem zweiten Semester pendelte sich das auf höchstens ein Heimatbesuch pro Monat ein.

d!eviliJndisTguixse


Wie hoch die Fahrtkosten sind, hängt unter anderem ja auch davon ab, wie oft du überhaupt nach Hause fährst. Das mußt du ja nun wirklich nicht jedes Wochenende!

Für kurzfristiges Wohnen gibt es z.B. möblierte Zimmer und/oder Zwischenmiete. Da fällt überhaupt kein Umzug an, du packst bloß einen großen Koffer.

Zu den BEwerbungsfragen: Auswendig gelernte Standardantworten sind natürlich nicht gut. Dein Gegenüber achtet u.a. darauf, ob du wirklich die Frage beantwortest, die gestellt wurde. ABER trotzdem solltest du mögliche Fragen zu Hause schon mal durchdacht haben. Wichtig ist, sich klarzumachen, WARUM man dir diese Frage wohl stellt.

Beispiel Teamarbeit: "Harmonie" ist eine Nullantwort (wer wünscht sich schon Streit im Team), die zeigt, daß du mit Teamarbeit entweder keine Erfahrung hast oder jedenfalls nicht bewußt damit umgehst. "Ich bin gut in Teamarbeit" behauptet heute jeder, aber was heißt das? Wodurch wird es im Team harmonisch? Durch welches Verhalten kannst du dazu beitragen? Erfahrungen dazu hast du sicher gemacht, wenn in der Schule Gruppenarbeit gefordert war. Zum Beispiel: Klare Aufgabenverteilung; jeder macht seinen Teil auch wirklich, statt nur die anderen machen zu lassen; Wertschätzung dessen, was jeder tut; gemeinsame, abgesprochene Vorstellung vom Endergebnis.

Was wünschst du dir vom Chef, was von Kollegen? Du kannst es dir nicht aussuchen – trotzdem bin ich sicher, daß du auf Dauer nicht mit JEDEM Verhalten klarkommen würdest. Was müßten Chef und Kollegen an sich haben, um dir jedenfalls nicht das Leben zur Hölle zu machen? Aus deiner Antwort läßt sich einerseits manches über dein eigenes voraussichtliches Verhalten schließen (wenn dir z.B. Ehrlichkeit wichtig ist, wirst du wahrscheinlich auch besonders ehrlich sein). Andererseits sieht man an der Antwort auch, ob du dir irgendeine Vorstellung vom Berufsleben machst.

Was das Jobben in einfachen Tätigkeiten angeht: Davon ist in Deutschland dringend abzuraten! In den Schul-oder Semesterferien ist es o.k., ansonsten gilt: Jede Tätigkeit, die du für ca. 6 Monate ausübst, setzt den Standard dafür, wie man dich in Zukunft einordnet. In anderen Ländern ist das anders, da heißt es "arbeiten ist immer besser als nicht arbeiten". In Deutschland gilt das Prinzip "einmal Putzfrau, immer Putzfrau". Schwachsinnig, aber es ist so. Das ist der Grund, warum so viele Menschen mit akademischen Abschlüssen sich jahrelang ausbeuten lasten und an Unis kostenlos arbeiten: Oft hätte man die Möglichkeit, statt dessen z.B. als Bürokraft zu arbeiten und Geld zu verdienen; dann kommt man aber nie wieder in eine akademische Laufbahn hinein. Dasselbe gilt für andere Abschlüsse: Hast du erst mal zwei Jahre als Regalauffüllerin gearbeitet, wird dich kaum noch jemand ausbilden wollen.

Das hat einerseits mit Statusdenken zu tun.

Andererseits ist auch was Nachvollziehbares daran: Es zeigt, daß du dir anscheinend keine Gedanken über deine Zukunft gemacht, sondern nur Zeit totgeschlagen hast. Du hättest dich in dieser Zeit ja auch irgendwie weiter qualifizieren können. Beispielsweise per FSJ (bzw. BuFDi), als Au Pair, durch Praktika oder durch Arbeiten in dem Bereich, in dem du auch eine Ausbildung anstrebst.

C!hosupe:tte_FDinnixan


Liebe TE, ich wollte dir nicht schildern wie toll ich meinen Beruf finde, sondern dass man manchmal einfach falsche Vorstellungen von einem Beruf hat und vielleicht über den Tellerrand hinausschauen muss (wie ich selber damals!). @:)

Meine Motivation u.a. anhand der Bewerbungsanzahl festlegen zu wollen, finde ich aber auch unfair. Ich sagte doch bereits: Hätte es mehr passende Stellen gegeben, hätte ich mich auch beworben, aber es gab nicht mehr als 6 oder 7 für diesen Beruf(...)

In einem Beruf für den es so wenig Lehrstellen gibt (übrigens habe ich mich für die Sparte auch mal interessiert, in meiner Stadt gab es sogar eine Buchhandlung, die ausbildet – allerdings sprachen für mich persönlich andere Gründe dagegen :-( ) muss man flexibel sein und kann sich mit einem "schlechten" Abi (deine Aussage) nicht darauf versteifen genau den Job zu bekommen. Wobei, natürlich kann man das, aber du erlebst ja gerade was dabei rauskommt: Du hast Lücken im Lebenslauf, aber was viel schlimmer ist, ist, dass du total down und demotiviert bist. Lücken sind kein K.O.-Kriterium, aber wenn es einem schlecht geht und man unmotiviert ist, dann strahlt man das in der Regel auch aus.

Dass ich bereits sagte, dass ich nicht wusste, ob ich überhaupt mein Abi bekomme und vielleicht hätte wiederholen müssen und insofern mich schlecht für irgendwelche Berufe hätte bewerben können, erst recht für welche, wofür man Abi braucht, zählt bei dir nicht als Argument oder was?

Jein – natürlich ist das für dich persönlich wichtig. Dem zukünftigen Arbeitgeber würde ich das aber nicht auf die Nase binden. Du bist dabei dein Abi zu machen, also sage/schreibe das auch so. Wenn es dann doch nicht klappt, dann ist das eben so. Wenn du aber vorher einen vernünftigen Eindruck gemacht hast, ist das vielleicht gar nicht mehr so schlimm und er nimmt dich trotzdem.

Vielleicht irre ich mich ja auch, aber ich glaube du bist allgemein sehr ehrlich, oder? Eben wie im Beispiel mit dem Supermarkt-Job oder bezogen auf dein Abi?

Das Zitat von mir, was Antigone da gebracht hat, mit dem Buchhandel aussterben etc. ist aus nem GANZ anderen Thread, wo ich mal was zur Weltbild Problematik geschrieben hatte und auch schon etwas länger her ist, das hat jetzt hiermit überhaupt nichts zutun!

Ach so, sorry, das wusste ich nicht.

Sorry, aber ich fühle mich etwas angegriffen, weil du mich anscheinend falsch verstehst oder nicht verstehen magst bzw. Dinge in den falschen Kontext bringst.

Hm, ich habe noch einmal darüber nachgedacht, was und wie ich es geschrieben habe.

Ich bin mit der Azubine aus unserer Kanzlei befreundet, die jetzt grad ihre Prüfung geschafft hat. Sie hat nur gerade eben so bestanden und leider keine neue Stelle gefunden, musste ALG anmelden und hat jetzt sofort eine Maßnahme reingedrückt bekommen. Sie darf jetzt 3x die Woche zum Bewerbungstraining gehen und muss dort ihre Bewerbungen schreiben. Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn sie so einen Job wollen würde, auf den im Jahr unter 10 Plätze fallen. Ich denke die würden ihr ganz schon Druck machen, sie müsste andere Stellen annehmen oder würde Geld gestrichen bekommen. Ich bin ganz ehrlich – ich hatte die Geschichte im Hinterkopf, als ich hier geschrieben habe und habe mich wahrscheinlich emotional einfach hinreißen lassen.

Ich wollte dich nicht angreifen oder dir deinen Traumjob madig machen, daher entschuldige ich mich bei dir, wenn ich unfair war!

BeellOa93x3


Ich möchte auch mal hierzu etwas schreiben, aber ich habe nicht alle Seiten gelesen, nur so überflogen..

Ich habe deine Meinung gegenüber kaufmännischen Berufen auch immer geteilt. Ich war grottenschlecht in Mathe und BWL und hab mir gedacht, was ich in so einem Beruf soll. Aber eigentlich ist es so, dass du sowas nur in der Berufsschule machen musst und dann wars das. Ob dann 4 oder 5 ist auch egal. Bei z. B. Groß- und Außenhandelskauffrau ist es nicht so extrem und du hast viel Auslandskontakt, sprich Sprachen.

Ich glaube Fremdsprachenkorrespondentin wurde auch mal erwähnt. Ich mache diese Ausbildung und selbst wenn du arg schüchtern bist: es ist nicht so schlimm wie du dir das vorstellst. Ich habe auch ganz schrecklich schüchterne in der Klasse, und sie kriegen es hin. Manchmal muss man sich seinen Ängsten stellen. In stinklangweiligen Bürojobs ohne Marketing kannst du sitzen und nicht reden. Aber ob das wirklich das Richtige ist anstatt ein bisschen zu quatschen?

Mittlerweile wäre ich um JEDEN Job froh, den ich bekommen würde. Egal ob Kik (ich finde Kik eigentlich auch blöd, aber besser als eine Lücke im Lebenslauf. Und ob ich jetzt bei nem Billigdiscounter an der Kasse stehe oder bei Kik ist ja auch egal..) Meine Mutter meint immer, man soll froh sein wenn man überhaupt was bekommt. Mittlerweile weiß ich das sie Recht hat.

Ach und noch was... Bei mir in der Stadt gibt's ein Arbeitsamt und da hatte ich auch mal ein Berufsberatungsgespräch. Danach konnte ich mir mehrere Berufe vorstellen (Hauptsache etwas) und habe tonnenweise Blätter von der Agentur bekommen, die in der Nähe sind und suchen.

xTYunHax


@ lerchenzunge

Danke für den Link, den guck ich mir mal an… Naja, ob man nun 500km fahren muss und dafür die Strapazen auf sich nimmt und die Spritkosten oder nur 180km ist ja schon nen Unterschied. Mein Vater würde niemals so weit einen Transporter für mich fahren..

Wie schon mehrmals gesagt: WG möchte ich nicht und ich hätte eh nicht viele Möbel, 1 Bücherregal, 1 Kommode und vielleicht noch ein Schrank und/oder ein Tisch, Bett müsste ich neu kaufen, dass kann man nicht transportieren bzw. abbauen, ist eh schon halb kaputt … und die vielen Umzugskartons müssten ja halt auch wo rein, weil wenn ich umziehe, dann ganz mit allem, was mir gehört, weil ich habe keinerlei Pläne, hier jemals wieder herzukommen. Wer redet denn von Heimfahrten? Ich nicht. Falls du dachtest, dass meinte ich mit den Kosten für Zugfahrt, hast du da was falsch verstanden, ich bezog mich nur auf Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche und Probearbeiten. Falls ich hier wegkomme, bin ich weg. Kein Bedarf, meine Eltern zu besuchen, ich verstehe mich wie gesagt nicht gut mit denen. Wobei die es sich sicherlich nicht nehmen lassen werden, mal bei mir vor der Tür zu stehen… Ich bin froh, wenn ich die nicht mehr sehen muss. Auch einer der Gründe, warum ich kein Problem habe, auf emotionaler Ebene, hier wegzuziehen.

@ devilindisguise

Auch du hast mich anscheinend falsch verstanden, siehe Antwort an lerchenzunge. Ich plane keine Heimfahrten. – Danke für den mittleren Teil, also was Teamarbeit usw. angeht, ich setz mich mal damit genauer auseinander. – Der Rest: Ja, toll. Aber was soll ich denn machen? Wenn ich dieses Jahr nun mal keine Ausbildung finde, wonach es ja sehr aussieht, soll ich jetzt auch keinen Nebenjob machen, weil man mich dann ne Ecke stellt oder was? … ja klar. Also lieber untätig weiterhin zuhause, sicher. Ich komm mir schon so Hartz-IV mäßig vor. Und von zwei Jahren als Regalauffüller redete ja auch niemand, eher so 6 Monate oder so… Manche Ausbildungen fangen ja auch im Frühjahr an. Ich kann mir doch jetzt keinen Ausbildungsplatz herzaubern. Und jetzt komm nicht wieder einer mit Studium, dazu habe ich mich bereits deutlich geäußert. FSJ und so kommt nicht in Frage, Au-pair und so was erst recht nicht und weitere Praktika geht auch nicht, zumal ich als Praktikant im Buchhandel eh nicht viel lerne, mein Vater würde mir den Kopf abreißen, wenn ich jetzt noch mal nen unbezahltes Praktikum mache, wo wieder Kosten entstehen… Ich hatte jetzt eigentlich fest vor, wenn das mit Ausbildung 2014 nichts wird, halt nach nem Nebenjob zu fragen, damit ich überhaupt mal was mache… und jetzt darf ich so was lesen…

@ Choupette_Finnian

Hä? "Du bist dabei dein Abi zu machen, also sage/schreibe das auch so. Wenn es dann doch nicht klappt, dann ist das eben so." – Meinst du jetzt, ich hätte damals, also letztes Jahr, so was schreiben sollen? Weil ich habe mein Abi… oder versteh ich jetzt was falsch? und mein Abischnitt ist bei 3,0… von daher: schlechtes Abi. Mir wäre damals niemals eingefallen, so was zu schreiben, der Pessimist in mir dachte sich nur: "Ach, das wird eh nix". Umso besser war es dann, also ich dann doch zu den Prüfungen zugelassen wurde… und es alles irgendwie funktioniert hat. Und ich möchte mich jetzt nicht schon wieder wiederholen, was den Rest angeht bzgl. Bewerbungen zu dem Zeitpunkt usw.… Kann sein, dass ich in Vorstellungsgesprächen zu ehrlich bin, ich bin halt die meiste Zeit im normalen Leben ruhig und behalte meine Meinung für mich bzw. denk mir meinen Teil und in solch anderen Momenten isses dann halt ungewöhnlich für mich, wenn man mich mal nach meiner Meinung fragt bzw. Interesse an meiner Person hat… meine beste Freundin meinte mal Folgendes dazu, ich zitiere: "Wenn du beim Vorstellungsgespräch sagst, du kannst das und das super, obwohl das deiner Ansicht nach nicht stimmt, befürchtest du, dass man genau die und die Fähigkeiten dann auch von dir erwartet. Du willst die Ansprüche an dich gering halten. Das ist der Grund warum du nich "lügen" willst." Hmja… stimmt wohl. Ansonsten: Schon okay, ist nur alles etwas viel im Moment, vor allem diese ganzen verschiedenen Meinungen hier und alles… bin ich nicht gewohnt, soviel Resonanz.

@ Bella933

Ich denke mir aber: Lieber erstmal abwarten und Nebenjob irgendwo als Ausbildung bei Kik. Und ich bin eigentlich nur gut in Englisch, nicht Sprachen an sich, aber nen Job, wo man auch noch in Fremdsprachen viel reden muss, wäre glaube ich gar nicht geeignet für mich… Dann doch lieber langweiliger Bürojob. Berufsberatung und so habe/hatte ich alles, aber hilft nicht viel.

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Ich habe im Übrigen vorhin noch ne Bewerbung an eine Kette weggeschickt, so last-minutemäßig, immerhin besser als nichts. Und ich habe ne Antwort von der einen Filiale, wo ich ja lange gehört hatte, die haben mir nach meiner Email meine Bewerbung zurück geschickt, haben sich für wen anders entschieden. Wie überraschend … Immerhin habe ich meine Sachen wieder bekommen, ist ja auch nett. Ich glaube, ich such einfach mal nen Nebenjob, wenn meine Eltern wieder da sind...

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