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Burn Out vortäuschen?

JHungeG Berg]fee hat die Diskussion gestartet


Hi alle,

ich bin 32, weiblich und arbeite seit Jan in einer Firma (in Österreich; dies zur Info, daß Deutsche Gesetze hier u.U anders sind). Bis vor ca 2 Monaten waren wir zu 2 in der Abteilung, mein Kollege hat dann wg eines anderen Jobs gekündigt. Nun sitze ich alleine da, bekomme Arbeit für 4 aufs Aug gedrückt, ohne jegliche Unterstützung. Besonders 1 Außendienstler ist "Mr. Stressig" – der verlangt immer alles sofort, am besten vorgestern usw. Vor ca 2 Wochen kam er auf die Idee am Fr um 12 mir zu sagen, was bis MO um 12 alles zu tun sei, eine Menge an Arbeit, die nicht mal 5 Leute in dieser Zeit geschafft hätten. Ich bin bei Gott eine arbeitswillige Arbeiterin (ok, ich gebe zu, das ist kein Deutsch*gg*), ich kann auch ranklotzen, aber so etwas geht nicht. Zumal ich noch 5000 andere Sachen hätte tun sollen. Ich war dann auch an besagtem Montag krank und die ganze letzte Woche – Magen-Darm-Geschichte – und was ist? Besagter Kollege ruft mich an, wenn ich wiederkomme, es sei viel zu tun. Daß er in dieser Zeit gar nichts getan hat, ja die ganze Arbeit, die ich für letzte Woche vorbereitet hab (Sprich Termine und Angebote) "gecancelt", so daß ich alles nochmal machen darf. Begründung: Es sei ihm zu viel geworden, Anbote zu schreiben (welche?? Hab eh alle ich vorbereitet) und zu Terminen zu fahren. Mein Argument, daß er das von mir ähnlich verlange (sprich Angebote schreiben, Termine vereinbaren, Kundendaten qualifizieren, Recherche usw.) hat er abgetan – das sei nicht so wild. Zudem wurde auf mein mehrfaches Drängen, doch eine weitere Kraft einzustellen nicht wirklich reagiert, bzw erst spät – im August kommt wer (der mir, ohne jegliche Erfahrung noch vorgesetzt wird und mehr Gehalt bekommt – das weiß ich, ich war beim Vorstellungsgespräch dabei). Die ganze Streßsituation hat mir auf die Gesundheit geschlagen, siehe oben, Magen-Darm, zudem ist mein HWS wieder akuter geworden – nachdem ich 5(!!!) Monate komplett schmerzfrei war. Ich habe dann meine Kündigung eingereicht. Schließlich muß ich auf meine Gesundheit achten – und irgendwie gings nimmer – auch mein Schatz meinte, daß es besser so sei, zumal ja wir Kinderwunsch haben und was will ein Kind mit einer Mama, die am Boden ist?. Immens hat mich auch geärgert, daß ich im Krankenstand angerufen wurde, ohne Frage wies gehe nur über die Arbeit geredet wurde, was denn alles zu tun sei, und man mir meinen bereits im April eingereichten und genehmigten Urlaub für Mo&Di dieser Woche einfach raushauen wollte.

Die Kündigung hat mir zwar psychisch gut getan, meinem Nacken gehts seither wieder gut, ich konnte auch die Unternehmung mir meiner Freundin im Urlaub gut genießen. Aber: Gestern in Arbeit gings wieder los wie oben "Das und Das und das bis heut mittag". Okay, das waren Sachen, die nicht mal meine Abteilung betreffen, für die sich aber niemand zuständig fühlt(e) und Sachen, die am Freitag letzter Woche schon erledigt hätten sein müssen – aber die niemand gemacht hat, denn die "Junge Bergfee" macht das ja eh.

Ich hab die Nase gestrichen voll. Nun überlege ich, ob ich mich wg BurnOut krankschreiben lassen soll, ich hab das Gefühl, daß ich zwar noch keines habe, aber direkt drauf hinsteuere...

Was meint ihr?

LG

Antworten
EEdge} of x17


Nun überlege ich, ob ich mich wg BurnOut krankschreiben lassen soll, ich hab das Gefühl, daß ich zwar noch keines habe, aber direkt drauf hinsteuere...

Nun, es wird ein Arzt entscheiden müssen, ob er dich deshalb krank schreibt. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn von "krank schreiben lassen" die Rede ist, so als könne man mit fertiger Diagnose zum Arzt gehen und quasi eine Bestellung für den Krankenschein aufgeben. Aber bei einigen scheint das ja auch tatsächlich so zu funktionieren. Wie dem auch sei, vortäuschen würde ich nichts, sondern die Situation ganz genau so schildern. Du hältst den Stress nicht aus, das ist wohl schon ein Grund, dich für eine Weile rauszunehmen. Aber wie soll es langfristig weitergehen? Dieser Arbeitsplatz ist offensichtlich nichts für dich.

DxieKr9uem9i


ein Burnout als kassische Diagnose gibt es nicht, es ist ein Erschöpfungszustand mit Depressiven Bestandteilen. Eine einfache Krankschreibung, ohne Therapieplan der Erkrankung wirst du wohl nicht bekommen.

DkieKSruxemi


Aber wie soll es langfristig weitergehen? Dieser Arbeitsplatz ist offensichtlich nichts für dich.

Ich habe dann meine Kündigung eingereicht

EJdge$ ofx 17


Oh! Großes Sorry @:) Ich dachte, das bezieht sich auf eine andere/vorherige Stelle, hab ich völlig falsch verstanden, tut mir leid, keine Absicht @:) Halte ich auch für die richtige Entscheidung :)^ Alles Gute :)*

NTord8ix84


Wie dem auch sei, vortäuschen würde ich nichts, sondern die Situation ganz genau so schildern. Du hältst den Stress nicht aus, das ist wohl schon ein Grund, dich für eine Weile rauszunehmen.

Genau so würde ich es auch machen. Zwischen Arzt und Patient muss nunmal ein Vertrauensverhältnis herrschen und da muss man auch mal solche Dinge ansprechen können. Ärzte sind keine Unmenschen, die wissen oftmals selbst wie es ist wenn man dem Druck kaum noch standhält.

Deswegen: Dem Arzt die Situation so schildern wie sie ist, nichts dazu erfinden und nichts weglassen.

Tdhis "Twilighnt Gardxen


ich würde mich wohl an deiner stelle auch krankschreiben lassen.

aber da gibt es doch andere krankheiten, oder je nach arzt kann man es auch mit der wahrheit versuchen, um vlt 2x1 woche krankgeschrieben zu werden.

burnout (ausser du gehst tatsächlich in diese richtung) ist ja auch was, was dann therapeutisch geklärt werden müsste/sollte.

lieber magen darm, rücken etc.

JEunge 0Bergfxee


Magen-Darm hatte ich letzte Woche...

das mit dem "krankschreiben lassen" hätt ich schon so ausgelegt, daß ich davor mit meiner Ärztin rede, ihr alles schildere ---

k4oboldixne44


Man wird mich steinigen....bin ich ganz sicher ]:D ....aber

Wieso kann man nicht die verbleibende Zeit(gekündigt wurde ja) mit Anstand hinter sich bringen? Für die ganzen Überlegungen , wie man sich am besten jetzt noch freie Tage verschafft...habe ich doch wirklich nur noch den Kopf geschüttelt.

Die Te schreibt, das sie seit nunmehr rund 2 Monaten den Arbeitsaufwand allein bewältigen muß. Gut, das kann verdammt an die Grenzen gehen...völlig normal. Aber..warum weist man diverse Streßmacher nicht...hier den Mr. Stressig....mal in seine Schranken? Man kann nicht mehr als arbeiten...aber man soll doch bitte diese Mißstände dann auch ansprechen.

Dann schreibt sie, im AUgust bekommt sie Verstärkung. Also mußte doch lediglich ein Zeitraum von rund 3 Monaten als Einzelkämpfer überbrückt werden. Sind 12 Wochen. Davon 1 krank...und bissi Urlaub. Und nun der Plan...ich mach krank.

Sorry Leute.....wenn das die Einstellung zu Arbeit ist....Gute Nacht

J0unge WBerxgfee


tja, ich habs dem Mr. Stressig mehrfach gesteckt – ohne Erfolg.

Die Verstärkung ist – das habe ich beim Vorstellungsgespräch mitgekriegt – auch in erster Linie da, die "feinen" Sachen zu machen...(man hat ihr zugesichert, nur drauf achten zu müssen, daß die anderen die Arbeit machen – mach ich ja eh %-| %-| ) und ein bißl recherche...

3 Monate als One-womanshow sind heavy, wenn man für 4 Außendienstler Angebote, termine, Recherche und noch 50000 Kinkerlitzchen machen muß, die gar net ins eigene Aufgabengebiet fallen, was aber tapfer ignoriert wird..

Ich mach krank- herrje, mir gings gestern auch wieder lausig, Appetitlosigkeit usw... In all den Arbeitsjahren vorher war ich 2,5 tage(!!!) im Krankenstand....jetz 1 Woche am Stück – nicht mal zu Schulzeiten hab ich das geschafft, außer bei Masern. Das muß doch einen Zusammenhang ergeben

AzleHonor


Könntest du nicht einfach nach dem Motto "Stumpf ist Trumpf" das abarbeiten was zu schaffen ist .. und was nicht geht bleibt halt liegen?

Die können ja drängeln wie sie wollen ... zaubern kannst du halt nicht und wenn denen das nicht langt sollen sie dir halt kündigen ... "huch, geht ja gar nicht"

JOung~e Biergfxee


Das klingt mal gut :) Danke

mzond+ssternxe


@ koboldine44

Man wird mich steinigen....bin ich ganz sicher

Da hast Du Dich geirrt. Ich teile die Meinung von crowl ([[http://www.med1.de/Forum/Cafe/580712/19814167/ Welche Wörter/Phrasen gehen euch auf die Nerven?]])

KzadhSidyxa


Nun, es wird ein Arzt entscheiden müssen, ob er dich deshalb krank schreibt. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn von "krank schreiben lassen" die Rede ist, so als könne man mit fertiger Diagnose zum Arzt gehen und quasi eine Bestellung für den Krankenschein aufgeben.

Auch wenn ein Gesundheitszustand vorliegt, der eine Krankschreibung rechtfertigt, ist es die Entscheidung des Arbeitnehmers, ob er sich unfit zur Arbeit quält oder ob er sich vom Arzt untersuchen und dann krank schreiben lässt.

Vor jeder Krankschreibung ist diese Entscheidung zu treffen, und manche Arbeitnehmer wenden sich dann in schwierigen Arbeitssituationen an ein Forum; ätzende Kommentare sind da wirklich das letzte, was der TE braucht. Aber manche Leute müssen sich eben immer als Super-AN profilieren.

whhite #mag5ic


Ich bin aber auch der Meinung, das man sich den stress nicht aufladen muss.

Bei mir war auf Arbeit eine ähnliche Situation über 3 Monate, da eine Kollegin aussfiel und Chef und zweite MA dauernd außer haus waren. ich habe normal abgearbeitet, was abzuarbeiten ist und das war es. Weder haben ich mich stressen lassen, noch habe ich mir Stress gemacht.

Man muss sich nur durchsetzen. Und ich bin auch das unterste Muckel vom Dienst.

Wenn mr. Stressig stresst, dann eben klipp und klar sagen. "Ich kann nicht mehr als arbeiten. Wenn sie es schneller wollen, dann stellen sie noch jemanden ein."

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