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Gibt es den Ingenieur-Fachkräftemangel?

S9asWcUhimxki hat die Diskussion gestartet


Die (frisierte) Arbeitslosenquote ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren, der Jobmotor läuft und an den Hochschulen sind so viele Ingenieur-Studenten wie noch nie eingeschrieben. Und trotzdem gibt es Fachkräftemangel...

Ich bin jetzt im Master (VT M.Sc.) und werde demnächst auch in den Beruf einsteigen (vorausgesetzt ich promoviere nicht mehr), habe aber in letzter Zeit ein leicht mulmiges Gefühl, weil das Feedback fertig studierter Ingenieur-Kollegen nicht so rosig klingt, wie man nach dem Fachkräftemangel-Hype allgemein erwartet hätte...

Daher würden mich eure Erfahrungen und die eurer Bekannten interessieren, inwiefern das von den Medien generierte Bild mit der Realität übereinstimmt :)z

Grüße *:)

Antworten
n2euhiPer5007


Klar werden Ingenieure gesucht, mach soch mal die Zeitung auf!

natürlich suchen die 30 jährige mit 20 Jahren Berufserfahrung... ;-)

B arcUeloVnetxa


Knappe Antwort: Ja gibt es, aber nur in ganz bestimmten Fachrichtungen und da auch nur in ganz bestimmten Spezialisierungen. Dem ret gehts wie allen anderen Arbeitnehmern auch.

RBuxt


Zu Deiner Frage: Ingenieure aller Fachrichtungen werden gesucht.

Schau mal in die VDI Nachrichten – [[http://www.vdi.de/]]

Viele Stellenanzeigen – [[http://www.ingenieurkarriere.de/]]

Karriereberatung – [[http://www.vdi-nachrichten.com/Management-Karriere/Karriereberatung-Heiko-Mell]]

Lies die Karriere-Beratung, dann siehst Du wie viele Fehler gemacht werden und die Folgen für die weiteren Berufsweg.

Denk dran, wenn wir die Ingenieure nicht hätten, würden wir heute noch vor der Höhle hocken und versuchen Feuer zu machen.

Viel Erfolg

s$ensiTbexlman


natürlich suchen die 30 jährige mit 20 Jahren Berufserfahrung...

:)z

Zusätzlich sollte der Ingenieur 30 Spezialgebiete aus dem FF beherrschen, für 1000€ im Monat 14 h täglich arbeiten, aber erst, wenn er 10 Jahre kostenloses Praktikum hinter sich hat ...

Da so wenige Ingenieure diese Anforderungen erfüllen, sind sie stark gesucht- daher rührt der Fachkräftemangel überwiegend ... ]:D ]:D

Dem Rest geht's wie allen anderen Arbeitnehmern auch.

So ist es wohl ...

Inwiefern das von den Medien generierte Bild mit der Realität übereinstimmt

Zahlreiche Medien sind für die Tonne (sofern aus Papier ist deren Wert ihr Heizwert).

Ein Glück, dass ich damit nichts unmittelbar zu tun habe (OK, meine älteren Kinder haben damit schon gewissermaßen zu tun ...)

-BLlaPherlxa-


Klares nein, wird alles durch die Medien hochgepusht, ist zumindest mein empfinden.

Im meinem Freundes und Bekanntenkreis haben einige Ings ihr Studium letztes bzw. dieses Jahr beendet (alle noch mit Diplom!). Mit ordentlichen Noten, Auslandspraktika etc. der erste hatte seinen Job nach 7 Monaten, die anderen brauchten noch länger oder Suchen noch... :|N

In den Medien klingt es eher so als werden die Ings so händeringend gesucht, dass man sich quasi aussuchen kann wo man anfängt zu arbeiten, hat meiner Meinung nach mit Realität nichts zu tun, und mussten die Jungs auch ganz schnell lernen, da war die Frustration gleich doppelt groß . :(v

.

-NLa@Perlxa-


guck mal hier:

[[http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-03/studie-fachkraeftemangel-ingenieure]]

AalphaZxulu


Ob es da nun den großen Mangel gibt weiß ich nicht, aber alle meiner älteren Kommilitonen die gerade ihre Bachelor oder Master Arbeit schreiben haben bereits einen Job für danach.

U%mweljtschüNtzerxin


Zumindest Bauingenieure werden nicht gesucht.

Auch Maschinenbau ist schwierig.

Da kenne mehr mehrere Leute die Arbeitslos sind oder jetzt in anderen Bereichen arbeiten.

Tfo-m77HxH


Zum Thema "Fachkräftemangel" eine kurze, generelle Anekdote von einem Kollegen (promoviert, Pharma-Branche):

Er hatte nach 3 Jahren Tätigkeit bei einer internationalen Pharma-Firma den Wunsch sich zu verändern und sah sehr gute Chancen für sich auf dem Jobmarkt (Stichwort: "Fachkräftemangel").

Nach sehr vielen Bewerbungen wurde er auch zweimal zum Interview eingeladen, bekam aber in keinem Falle die Stelle und fand nach etwa einem Jahr einen Job der sowohl von der Bezahlung als auch vom Inhalt weit unterhalb der Stelle ist die er freiwillig gekündigt hat.

Ich selber war aktiv involviert als wir für unsere Firma einen neuen Akademiker gesucht haben. Wir haben > 150 Bewerbungen bekommen und die 5 vielversprechendsten Kandidaten zum Interview eingeladen. Am Ende gaben wir niemanden den Job und mussten ihn 6 Monate später nochmals ausschreiben. Auch wir beklagten uns, dass wir "keine guten Leute" finden (obwohl von den 150 sicher 50% auf dem Papier den Kriterien entsprachen).

Fazit: selbst wenn es ein Mangel gibt, heisst es nicht dass die Firmen jeden mit einem entsprechenden Abschluss einstellen. Es heisst oft eher, dass es zwar Leute mit Abschluss gibt, diese aber nicht die geforderten Zusatzqualifikationen mitbringen (zBsp.: Social-skills, wie im Falle meines Kollegen).

mJon#d+s{tUe|rne


Dieses Geschreibsel vom Fachkräftemangel ist einfach nur frustrierend. In Fachgebieten, für die niemand ausgebildet ist, werden immer Leute gesucht – logisch. Nützen tut Dir das nichts.

Bei dem Versuch, die Lücken in der Ausbildung zu schließen, hinken die Hochschulen der Wirtschaft hinterher. Die Wirtschaft läuft den neuesten Zukunftstechnologien nach. Der ewige Fachkräftemangel besteht in den Zukunftstechnologien. Wenn sich eine Zukunftstechnologe als Seifenblase entpuppt, läuft man der nächsten hinterher.

"Händeringend" werden Arbeitskräfte immer gesucht, wenn die Arbeitsbedingungen schlecht sind, oder wenn es niemanden gibt, der die Stellenanforderungen erfüllt. Menschen mit abgeschlossenen Ingenieurstudium und ohne Berufserfahrung gibt es zu tausenden. Da gibt es sicherlich keinen Mangel. >:(

ihstdoc9hM-istsxowas


@ Tom77HH

Also bei 150 Leuten ist die Firma selbst schuld wenn sie niemanden finden. Wenn da schon 50% der Qualifikation entsprechen, ist es Statistisch schon fast unmöglich das keiner dabei war der die Stelle hätte ausfüllen können. Und im Mittel werden die Bewerber ein halbes Jahr später nicht anders sein. Die kommenden 150 Profile werden genauso aussehen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Da scheint "keine guten Leute finden" eher ein Luxusproblem zu sein. Aber für die die einen Job suchen kann das ein Richtwert sein, man muss mitunter schon ne Menge Bewerbungen schreiben und 150 ist noch keine Garantie für nen Job.

s`ensizbel-maxn


Früher war es mal üblich, neue Leute einzuarbeiten- ohne voher tausend kostensparende Prraktika absolvieren zu müssen. Die Ausbildung gereichte, um die Stelle zu bekommen. Zusatzqualifikationen wurden während der Arbeitsvertragszeit durchgeführt.

Heute glauben "ganz kluge Leute", es wäre ganz toll, Menschen mit Bedingungen zu suchen, die kaum erfüllbar sind- und stellen nicht ein- ich glaube, diese Verfahrensweise wird sich innerhalb der nächsten 10-15 Jahre bitter rächen. Viel Spaß. Wer gute Leute haben will, muss gut qualifizieren und gut bezahlen ...

Jaens FLovexr


Es gibt keinen Fachkräftemangel, die Firmen sind nur zu faul, junge Berufsanfänger in das Fachgebiet einzuarbeiten und werben lieber jemanden für teures Geld von der Konkurrenz ab.

Es gab mal eine interessante Reportage, wo gezeigt wurde, dass die Ingenieursgehälter in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt liegen und sogar Ingenieure über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden. Dies spricht gegen einen Fachkräftemangel.

TAhruxd


Ich bin Ingeniuerin, mit Diplom. Nach dem Studium habe ich 7 Monate gebraucht, bis ich überhaupt eine Stelle bekommen habe. Aber nicht als Ing, sondern für ein Verkäufergehalt :-/ Entweder es hiess, ich hätte keine Praxiserfahrung (65 Wochen Praxis im Studium zählen nicht) oder ich wäre überqualifiziert oder sie könnten es sich nicht leisten, mich zu bezahlen (und das ohne Gehaltsvorstellung meinerseits). Mir kann keiner mehr erzählen, es würden qualifizierte Leute in D fehlen. Die meisten wollen sie nur nicht bezahlen.

Eingearbeitet werden musste ich bei der Stelle nicht, das meiste erschloß sich mir selbst. Bei den Fortbildungen, an denen ich teilnehmen musste, langweilte ich mich, da dort nichts neues für mich vermittelt wurde, ich kannte schon alles aus dem Studium. Im Job wurde ich komisch angeschaut, wenn ich Aufgaben selbstständig erledigte ohne großartig was erklärt zu bekommen. Ich brauche nicht zehn Aufforderungen und Lösungsmöglichkeiten. Da reicht vom Chef ein: das sieht nicht gut aus und ich kümmere mich dann drum.

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