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Betrüger im Studium – wie damit umgehen?

LjentiKSrue*ger


Bei uns an der Schule wars auch so eine Art Volkssport zu spicken und dabei immer wahnwitzigere Spickaktionen zu probieren.

Ich muss sagen, das hat mich nur sehr peripher tangiert. Ich weiß nicht was man damit für ein Problem haben kann. Ich hatte jedenfalls immer ein sehr viel besseres Gefühl wenn ich ohne Hilfe eine gute Note geschrieben habe, als wenn ich gespickt habe.

Und wenn sie glaubt mit Spicken könnte sie so viel besser sein/weniger Aufwand haben, soll sie es halt auch machen, es scheint da ja wenig Konsequenzen zu geben, so wie sich das liest.

Ist das denn ein Studienfach in dem man viel auswendig lernen muss? Bei Fächern in denen mehr Transferwissen gefragt wird, sind ja "Spickzettel" oft explizit erlaubt.

Nmova o201x4


Wie gelangt man zu dieser Gelassenheit, wenn man das Gefühl hat, man sei der einzige ehrliche Mensch weit und breit? %:|

Indem man sich die Frage stellt, warum man ehrlich ist. Weil man einfach ein integrer Mensch ist – dann ist man es, unabhängig von anderen, oder "weil man es einfach zu sein hat"? Ist Letzteres der Fall, verlangt man es natürlich auch von allen anderen; aber wie war das mit der Sonne … ? Man kann verlangen, so viel man will, es regnet trotzdem ab und zu. ;-)

S=irTe{lemxark


was man grundsätzlich bedenken muss ist, dass der Notenspiegel Einfluss auf die eigene Note haben kann. Manche Dozenten streben eine Normalverteilung der Noten an und wenn sehr viele ihre Noten durch Betrügereien verbessern kann sich das indirekt schon auf die eigene Note auswirken. Nicht viel, aber stören würde es mich schon.

c]hie1folbatxu


Bei mir an der Uni waren alle Prüfungen mündl. und mind. 30 Min mit Professor und Experte. Da haste keine Chance, wenn de nix weisst.

A-iyanxa89


was man grundsätzlich bedenken muss ist, dass der Notenspiegel Einfluss auf die eigene Note haben kann. Manche Dozenten streben eine Normalverteilung der Noten an und wenn sehr viele ihre Noten durch Betrügereien verbessern kann sich das indirekt schon auf die eigene Note auswirken. Nicht viel, aber stören würde es mich schon.

So geht es doch das ganze Leben. Je früher man damit klar kommt von Menschen umgeben zu sein, die auf Ehrlichkeit nichts geben, umso besser. Man wird die Welt leider nicht ändern können. Später beim Arbeitsplatz ist es doch das gleiche. Da wird auch betrogen, belogen, hinter dem Rücken schlecht geredet, sich selbst mit unfairen Mitteln in den Vordergrund gerückt. Hauptsache Ellenbogen raus. Die werden dann auch meist die Chefs. Was man dann wieder ungerecht finden kann. Ich habs aufgegeben mich darüber aufzuregen. Solange ich noch Achtung vor mir selbst haben kann. Denn das ist mir wichtiger.

EKlla7x1


Vermutlich sind die Dozenten nicht blöd und wissen um die Spickerei. Idealerweise kommen Aufgaben dran, bei denen ein Spicker nicht viel hilft.

Geht es rein um die Wiedergabe von auswendig gelerntem Zeug, so kann ich das Spicken sogar verstehen, weil ich im Auswendiglernen keine spezielle Leistung sehe. Meist ist der Stoff so oder so schnell wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis draußen – also ist es egal, ob er per Paukerei oder Spicker auf das Prüfungsblatt geschrieben wurde.

Geht es um Transfer-Anwendung (was ja eigentlich die wichtige Komponente v.a. im Hinblick auf das spätere Berufsleben ist), hilft ohne vorherige Übung auch das ganze Semesterskript nichts. Und es gibt in solchen Studiengängen dementsprechend auch Prüfungen, bei denen sämtliches Material zugelassen ist.

SQirTeleEmxark


@ Aiyana89

dann kann die Bekannte der TE aber auch guten Gewissens die Ellbogen ausfahren. Je eher die Betrüger lernen, mit so etwas klarzukommen, desto besser. Aber sie muss ja gar keine Namen nennen. Man kann ja auch mal zu den höheren Leuten gehen, die Ansprechpartner für Studentenfragen sind. Uns dort vorbringen, dass es allgemein ein Problem gibt. Das mit der Normalverteilung würde ich dann auch erwähnen, damit klar ist, dass ich legitime Interessen wahrnehme und nicht einfach missgünstig bin.

G{uckyG0x68


[Ironie on]

Die die lügen und betrügen, werden später erfolgreiche Politiker. ]:D

Die die richtig lernen, enden als Fachidiot, in einer schrecklichen Firma.

[Ironie off]

Teilweise herrscht an den Uni's ein richtiges Klima des Betrugs, z.B. gab es eien prof. von dem bekant war, das seien Klausuren, aus alten Klausuren zusammengesetzt waren. Ja dann standen die Aufgaben halt auf der Formelsammlung, man wäre ja fast schon blöd wenn man das nicht machen würde.

Oder dann hatte ich auch den Fall, da war ein fach, das war ziemlich schwer, da haben mien Kumpels gesagt, macht nächstes Semster, wieder der Prof xy, der ist leichter. Ich habe mich durchgekämpft und hatte eine 3, meine Kumpels ein Semster später durchweg eine 1.

Petzen würde ich da auch nicht, macht man sich nur unbeliebt. Ggf. wenn es welche zu arg treiben, kann man die vllt. auflaufen lassen. Aber will man wirklich schuld sein, wenn die deshalb das Studium abbrechen müssen? Denke nicht.

Wenn die gar zu blöd sind, werden sie so wieso scheitern und wirklich ernst wird es dann so wieso erst im Job.

b1lackhekartedqTuxeen


Ich seh es so: Wenn man schummelt, dann bringt man auch seine Leistung. Man geht halt das Risiko ein, dabei erwischt zu werden.

Ist es mir das nicht wert, dann schummle ich nicht.

Ich kenne auch einige Studenten, die zumindest bei einigen Pfürungen geschummelt haben. Ich muss zugeben, dass ich mich das auf der Uni noch nicht getraut habe. Mir ist es das einfach nicht wert. Viele Dozenten und Professoren werde ich im Laufe meiner Unilaufbahn noch öfter vor die Nase gesetzt bekommen, da brauche ich es nicht, dass die mich als Schummlerin im Kopf haben.

Mal ganz davon abgesehen, dass Schummeln auf Dauer eh nichts bringt. Bei Prüfungen, die man einfach nur hinter sich bringen muss macht Schummeln vielleicht eher Sinn, aber insgesamt baut ja doch viel aufeinander auf.

Wenn ich nun eine Vorlesungsprüfung nur durch Schummeln bestanden habe, dann fliege ich spätestens beim darauf aufbauenden Seminar auf die Nase. Oder muss alles nachlernen.

Wer sein Studium auf welche Weise hinter sich bringen will, das ist ja jedem selbst überlassen. Ich finde Schummeln nicht unfair und missgönne auch niemandem, wenn er dadurch gute Noten bekommt. Das hat mit mir und meinen Leistungen ja rein gar nichts zu tun.

Während Prüfungen zur Toilette dürfen wir übrigens nicht. Ausnahmen, also dass jemand abgeben musste, weil er so dringend auf's Klo musste, sind mir noch keine untergekommen.

Für einzwei Stunden wird man wohl seine Ausscheidungen kontrollieren können. Und wenn man Brechdurchfall oder so hat, dann sollte man so und so zuhause bleiben und nachschreiben.

G~ucky1068


Ich wollte auch mal ein Buch raus bringen.

1000 Arten eine Klausur zu bestehen, die wenigsten haben mit lernen zu tun. ]:D

E llya71


Es gibt ja die unterschiedlichsten Klausuren und zudem auch mündliche Prüfungen, Seminare usw. Wer für seinen Studiengang zu dumm und/oder zu faul ist, fliegt an irgendeiner Stelle sowieso auf die Schnauze.

Und die Schlauen, die sich an geeigneter Stelle geschickt das Leben etwas vereinfachen, haben damit vielleicht schon Schlüsselqualifikationen bewiesen (Mut, Kombinationsgabe, Abwägen von Risiken, Realismus etc.).

Wenn das schon so sehr um sich greift, wird manche/r sich auch zu recht sagen, dass man sich letztlich selber bescheisst, wenn man es mit der Redlichkeit und Ehrlichkeit in Klausuren "übertreibt".

bIlackhPeartedFqu8eexn


Es kommt halt wirklich sehr auf die Uni (und auf den Prüfenden) an. Letztens bei einer Prüfung musste jemand sofort abgeben, weil derjenige nur mal kurz während einer Nachdenkpause wo anders hin als auf sein Blatt geschaut hat.

Bei einer anderen Prüfung hatte jemand vergessen seinen Handy abzuschalten. Das Handy hat geläutet BEVOR die Prüfungsbögen überhaupt ausgeteilt wurde. Für den armen Wicht war die Prüfung da auch schon wieder vorbei.

Ob man wirklich Schummeln will ist halt auch immer ne Nutzen/Kosten Abwägung.

aSlkt avixa


Bei mir an der Uni waren alle Prüfungen mündl. und mind. 30 Min mit Professor und Experte. Da haste keine Chance, wenn de nix weisst.

War das echt eine Uni? Und wie viele saßen da so in der Vl? Selbst wenn es nur 50 waren, machts mind. 25 Stunden (ohne Pausen)

E=llax71


Es ist definitiv möglich, Prüfungen so zu gestalten, dass a) Spicker nichts bringen und b) die Aufsichts- und Raumverteilungsbedingungen ein Spicken nahezu unmöglich machen.

Dozenten, die hier lasch vorgehen, nehmen Spicken billigend in Kauf bzw. gestehen erwachsenen Menschen eine diesbezügliche Eigenverantwortung zu.

d;jelaxn


@bruma:

Was deine Freundin machen könnte, wenn sie nicht petzen will (was ja auch eine miese Aktion ist): Einen Brief an die Fachschaft schreiben. Der Brief kann anonym sein (sie sollte angeben, in welchem Semester und grob welchen Veranstaltungen sie ist) und sie sollte darin all ihre Bedenken und Gründe darlegen (hier wurden ja einige geäußert), warum sie ihn schreibt, und dann sagen, dass sie schlicht auf dieses Problem aufmerksam machen will und die FS selbst entscheiden möge, wie sie damit umgeht.

Die haben ja dann je nach Fachbereich öfter Kontakt zu Dozenten, Institutsitzungen etc., dort können sie das dann vortragen, ohne selbst zu petzen, denn sie handeln im Sinne einer Studierenden, die ein Anliegen hat.

Abgesehen sollten Dozenten heutzutage mal auf die Idee kommen, Handies vor Prüfungen einzusammeln %-|

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