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Betrüger im Studium – wie damit umgehen?

WDafterlxi2


Ich habe DEN ultimativen Umgang mit sowas: total viel lernen und Schleimer-Profliebling sein. ;-) Dagegen kann kein Mensch anspicken, und wenn er den Superspicker hat! ;-D

OoraqngeCEanyxon


Das solche Leute im Job garantiert scheitern habe ich übrigens anders erlebt. Sie haben es schließlich lange genug perfektioniert, sich um kritische Aufgaben herumzulavieren.

Das kann ich teilweise bestätigen. Ich erlebe diese Leute im Job ebenfalls als erfolgreicher, allerdings nicht weil sie sich um kritische Aufgaben herumzulavieren versuchen, sondern weil sie lösungsorientierter und eigenständiger arbeiten.

D#umxal


OrangeCanyon

Ich erlebe diese Leute im Job ebenfalls als erfolgreicher, allerdings nicht weil sie sich um kritische Aufgaben herumzulavieren versuchen, sondern weil sie lösungsorientierter und eigenständiger arbeiten.

Das gilt dann aber doch eher für die kreativen "Lösungen". Fotografieren von Readern o.ä. gehört da ja nicht zu.

O/rangIeCaNnyxon


@ Dumal

Was verstehst du unter kreativen Lösungen?

D3umaxl


OrangeCanyon

Ich dachte zum Beispiel an ein Foto das ich vor kurzem gesehen habe: Da hat jemand das Etikett einer Flasche neu designt und umgeschrieben. An so etwas dachte ich.

D3extxa


Zu meiner Zeit durfte man nur den Füller auf dem Tisch haben, wenn Arbeiten geschrieben wurden. Wer spicken wollte, mußte sich diese Dinge in die Handinnenflächen schreiben oder versuchen auf der Tischplatte irgendwo unterzubringen, also draufzuschreiben. Die waren bei uns derart vollgekritzelt, dass es schon möglich war, da ungesehen was unterzubringen. Allerdings konnten das immer nur kleine Infos in Stichworten sein, und bis man sowas dann mal untergebracht hatte, konnte man es eh schon auswendig.

Die Schummelmethoden von heute mit Handy usw. finde ich schlecht. Ich würde solche Absolventen nicht mehr ernst nehmen, wo derart viele Möglichkeiten für die Betrug möglich sind. Warum werden Smartphones während der Prüfung nicht verboten?

Bei uns war es noch so, dass während der Arbeiten der Lehrer durch die Reihen ging...da fielen dann auch so einige Betrüger auf, die direkt "ihr Werk" abgeben konnten und die Arbeit mit 6 bewertet wurde.

D;extxa


für die Betrug = für den Betrug ;-D

(Der Satz sollte ursprünglich anders aufgebaut werden.)

GHuckyx068


Diese "Spickzettel" bestehen übrigens teilweise aus sämtlichen Unterlagen des Semesters inkl. Übungsaufgaben mit Lösungswegen, die mit dem Handy abfotografiert und auf dem Klo nachgelesen werden. Besondere Leistung steckt da nicht immer dahinter.

Einen solchen Spickzettel halte ich für höchst unpraktisch. Wer die Nerven hat die kompletten Unterlagen unter den Bedingungen, nach der gemerkten Aufgabe zu durchsuchen, der bekommt meinen Respekt.

Man sollte auch bedenken, das ein Hinweis, auf hier läuft was falsch, von den Professoren (oder später auch Chefs) auch als Kritik an sich selbst aufgefasst wird und einem da selten Dankbarkeit widerfährt. Nun gut Duckmäusertum ist auch nicht gerade vorbildhaft.

Ob anonyme Hinweise nun die feine Art sind? Ich denke sie werden, aus verschienden Gründen, oft nicht wetr verfolgt.

m?n&ef


Ich erlebe diese Leute im Job ebenfalls als erfolgreicher, allerdings nicht weil sie sich um kritische Aufgaben herumzulavieren versuchen, sondern weil sie lösungsorientierter und eigenständiger arbeiten.

Das konnte ich noch nie beobachten.

S.ta'lfyr


Ich wüsste nicht wo einen das tangieren sollte. Entweder man selbst erbringt die geforderte Leistung, oder eben nicht. Ob andere spicken oder nicht ändert ja an der eigenen Note nichts.

Abgesehen davon ist dieses reine Auswendiglernen sowieso total überbewertet.

Die wirkliche Leistung zeigt man doch, wenn Spicken gar nicht möglich ist, sondern man sich den vorliegenden Sachverhalt selbst erschließen und bewerten muss. Alles, was man spicken kann, sind Zahlen, Daten, Fakten, Formeln etc. die man letztlich gar nicht auswendig können muss, weil sie ohnehin irgendwo verschriftlicht sind.

S'irT_elemgark


Ob andere spicken oder nicht ändert ja an der eigenen Note nichts.

das kommt, wie gesagt, darauf an. Je nach Benotungsverfahren kann das schon etwas ändern.

w]eihnaachtsstern|chexn3


gab es eien prof. von dem bekant war, das seien Klausuren, aus alten Klausuren zusammengesetzt waren.

Einer meiner Dozenten gibt oft mehrere Semester hintereinander die gleichen Klausuren raus bzw. benennt die Prüfungsfragen in der Stunde vorher. Zudem hört er währenddessen mit dem Ipod Musik und verlässt von Zeit zu Zeit den Raum.

Wer da nicht spickt, ist selbst Schuld (ich zum Beispiel). Dennoch fallen viele der Spicker-Kandidaten in meinem Studium irgendwann eben doch zurück. Alles eine Frage der Zeit.

Aber was solls – wenn ich doch auch ohne Spicker gute Noten zustande bringe, sollte mir das reichen. Mich da über andere aufzuregen kostet nur unnötige Kraft und Nerven und das ist es einfach nicht wert.

SUilbeMrmonqdaugxe


Zweithandy...Dritthandy...und wo hat man die ganzen Handys am Körper ? Halt ja...die deponiert man natürlich vorher woanders ]:D

Ich muß meine Antwort wohl etwas revidieren, zu "meiner Zeit" gabs noch keine Handys. Zumindest noch keine Smartphones.

Allerdings: es wurden auch schon Doktorarbeitgen nach Jahren (!) aberkannt..."Gottes Mühlen mahlen lagsam"

ANiysanax89


Das kann ich teilweise bestätigen. Ich erlebe diese Leute im Job ebenfalls als erfolgreicher, allerdings nicht weil sie sich um kritische Aufgaben herumzulavieren versuchen, sondern weil sie lösungsorientierter und eigenständiger arbeiten.

Also weißt du von all diesen Leuten, dass sie zu Schulzeiten und Unizeiten gespickt haben? Also ich frage im Beruf nicht mehr meine Kolllegen danach. Schon gar nicht das gesamte Team.

Und was genau ist an der Benutzung eines Spickers so lösungsorientiert und eigenständig? Wenn ich mir vor der Prüfung den Stoff auf Karteikarten schreibe und die dann einfach wegpacke oder in meinen Ärmel schiebe... wo genau liegt der Unterschied? Außer, dass die einen sich selbst das nicht zutrauen und betrügen? Ich sehe höchstens charakterliche Unterschiede. Aber sicherlich keine Unterschiede im Sinne von Intelligenz

LI.vanPxelt


Hachja, der Betrug an der Uni...

In meinem ersten Studiengang gab es auch solche Experten und das hörte bei den Klausuren nicht auf: da gab es einen CP-Anteil, der fachfremd studiert werden musste, ich "dumme" hab mir das dann nach Interesse und Sinnhaftigkeit ausgesucht, die Experten danach, ob die Anwesenheit kontrolliert wurde und die Seminarleistung aus einer Hausarbeit bestand. Da wurde sich dann also eingetragen und zu gegebener Zeit eine passende, gekaufte oder kopierte Hausarbeit eingereicht. Ne Menge CPs, Arbeitsleistung = 0, gelernt: ebensowenig. Aber gut durchs Studium gekommen!

Da fragt man sich dann schon, was der Sinn der ganzen Veranstaltung ist.

Klar kann man nun argumentieren, dass die halt schlauer waren, sich ihre Kapazitäten besser eingeteilt haben und das ja auch eine Kompetenz ist.

Meine persönliche Erfahrung und persönliche Meinung ist aber, dass das vorallem Leute aus Akademiker-Haushalten waren. Also den Uni-Betrieb von Haus aus kennen und sich dann da eben mit dem Ziel eines Abschlusses da geschickt durchmauscheln. Wirklich etwas lernen ist da gar nicht im Vordergrund.

"Naive" Arbeiterkinder, die tatsächlich durch eigene Leistung auf die Uni gekommen sind (nicht durch bezahlte Nachhilfe, ein Gutstellen oder Druckausüben auf Lehrer/Schule und zuletzt noch durch einen Anwalt, um an den Studienplatz zu kommen – oder anderen Wegen, die man als Unifremder gar nicht kennt), haben da eher weniger die Tendenz zu. Die denken, dass an der Uni wirklich was gefordert/geleistet wird und versuchen, die Anforderungen durch Eigenleistung und ggf. "ehrliche Arbeit" – wie zu Hause vorgelebt – zu erfüllen.

Ehrlich sind die "Dummen" und die Dummen sind ehrlich. Und so erhalten sich unsere "Eliten".

Wie man damit umgeht? Gelassenheit. Und manchmal muss man sich eventuell tatsächlich sogar anpassen. Wenn Dozenten zu viel fordern, dies auch ansprechen – auch mit dem Argument, dass so Studierende geradezu zum Betrug gezwungen werden, weil das Geforderte anders kaum zu erbringen ist.

Aber sich keinesfalls durch die anderen stressen lassen. Dafür ist das (ehrliche) Studium doch schon stressig genug.

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