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Betrüger im Studium – wie damit umgehen?

jnust_lxooHkxing?


Für einen gut gemachten Spickzettel (und ich rede hier von der Papierform) gibt es von meiner Seite durchaus Respekt. Und ganz ehrlich, bei einer Prof beim Studium hatte ich auch welche, einfach weil das Thema absolut theoretisch und reines Auswendiglernen war. Das aber sicherheitshalber über 1000 Seiten. Da gabs einfach ein paar Dinge die nichtmal im Ansatz in meinen Kopf hinein wollten. (Und ganz ehrlich, was Herr XY vor 150 Jahren zu Erziehung und Schule gesagt hat, hat in meinem heutigen Leben reichlich wenig Bedeutung.)

Ansonsten, besonders bei Plagiaten würde ich vorsichtig werden. Jemand der mit mir im Team gearbeitet hat zieht mich da mit, sollte der Prof doch mal kontrollieren. Da würde ich eher zum Prof gehen und um ein anderes Team oder ein Einzelthema bitten. Ob man den tatsächlichen Grund sagt ist zum Überlegen, aber man kann immer allgemein bleiben und sagen "Die Methoden der mit mir im Team arbeitenden Person/en sind mit meinen nicht kompatibel."

dbkexst


"Naive" Arbeiterkinder, die tatsächlich durch eigene Leistung auf die Uni gekommen sind (nicht durch bezahlte Nachhilfe, ein Gutstellen oder Druckausüben auf Lehrer/Schule und zuletzt noch durch einen Anwalt, um an den Studienplatz zu kommen – oder anderen Wegen, die man als Unifremder gar nicht kennt), haben da eher weniger die Tendenz zu. Die denken, dass an der Uni wirklich was gefordert/geleistet wird und versuchen, die Anforderungen durch Eigenleistung und ggf. "ehrliche Arbeit" – wie zu Hause vorgelebt – zu erfüllen.

Nanana, da projezierst du aber ganz schön viel hinein.... ;-)

Ich würde mich als Arbeiterkind bezeichnen und trotzdem wähle ich meine Kurse nach Erwartungswert der Note und nicht immer nur nach Interesse.

Das hat auf der anderen Seite auch was mit Effizienz zu tun und Effizienz ist wichtiger als irgendwelchen Uni-Kram den ich eh schon längst wieder vergessen habe.

Was mich wirklich verwundert:

Dass es tatsächlich an manchen Hochschule so zu geht! Bei mir ist es immer recht streng und wir werden verpflichtend vor jeder Prüfung auf unsere Mitwirkungspflicht beim Aufdecken von Täuschungsversuchen aufmerksam gemacht.

Das man Prüfungen so Bestehen kann! Viele sagen hier "Es geht ja nicht darum wer den besten Spicker schreiben kann", ich finde aber auch: An der Uni sollte es auch nicht darum gehen wer am Besten Auswendiglernen kann!

W*ate/rlxi2


Abgesehen davon ist dieses reine Auswendiglernen sowieso total überbewertet.

Die wirkliche Leistung zeigt man doch, wenn Spicken gar nicht möglich ist, sondern man sich den vorliegenden Sachverhalt selbst erschließen und bewerten muss. Alles, was man spicken kann, sind Zahlen, Daten, Fakten, Formeln etc. die man letztlich gar nicht auswendig können muss, weil sie ohnehin irgendwo verschriftlicht sind.

Ja, so sehe ich das allerdings auch. Ich muss auch Jahreszahlen lernen (als Historiker, aber ehrlich, die lerne ich nicht, die "huschen so nebenbei in den Kopf". Weil ich ehrlich gesagt beim Lernen andere Probleme hab, als das genaue Geburtsdatum von Napoleon. Das seh ich mir vor der Prüfung an, merk es mir 1 Stunde für die Prüfung und dann ist es weg (gut, das von Napoleon nun grade nicht, aber das von Kaiser Wilhelm sicherlich... :=o ). Also wenn ich DAMIT noch was reißen will, dann wirds eh nix. :|N Und die sachen, einem die 1,irgendwas bringen, passen nicht auf den Spicker...

Ich behaupte, wer nicht grade ne Anatomieklausur durchkreuzeln muss, der muss seinen Lernstoff verstanden haben und kritisch damit umgehen können und dafür muss er auch Wissen haben, auch oft mehr, als er offiziell lernen muss. Und wenn er das nicht hat, dann bringt ihm Spicken überhaupt gar nichts, weshalb er es dann auch gerne tun kann, da er eh durchfällt. ;-)

dekQexst


Ich behaupte, wer nicht grade ne Anatomieklausur durchkreuzeln muss, der muss seinen Lernstoff verstanden haben und kritisch damit umgehen können und dafür muss er auch Wissen haben, auch oft mehr, als er offiziell lernen muss.

:)^

Wenn ichs mir auch momentan wieder andersrum wünschen würde ;-D

NDamja


Alle eure beschriebenen Sachen sind ein echtes Argument für open book Klausuren. Gibt es leider viel zu selten. Oder noch besser, wie letztens erlebt: open Notebook Klausur.

Das muss halt dann so gestellt sein, dass es auch mit den Unterlagen anspruchsvoll ist.


Alternativ gestaltet man die Klausuren mit Zeit-Überhang Erläuterung für die denen das nichts sagt: Die Klausur ist nicht darauf ausgelegt, vollständig in der gegebenen Zeit gelöst zu werden. Dementsprechend kriegt man dann aber schon mit z.B. 80% der Punkte eine 1,0.. Wer 5 Minuten aufs Klo geht um zu spicken verliert dadurch mehr Punkte als er durch das, was er noch weiß wenn er zurück im Prüfungsraum ist gewinnt.

Ich finde Überhang-Klausuren eh gut, da kann man das raussuchen, was man weiß.


Ich selbst habe ein einziges mal in der Uni gespickt. Die Klausur lief darauf hinaus die richtige Formel zu wissen und die gegebenen Werte einzusetzen. Ich hatte mir vorher einen Zettel mit den wichtigsten Formeln geschrieben – nicht zum spicken, sondern weil ich auf die Weise lerne – und den in der Tasche, weil ich ihn vor der Klausur nochmal durchgeschaut hatte.

Und dann war da diese Frage, und ich wusste genau, die vorletzte Formel rechts unten ist die, die ich brauche. Nur wie sie geht wusste ich nicht mehr.

Kurzum: Ja, es hat geklappt. Nein, es war nicht gut für meine Nerven. Ich bin bei sowas so nervös, dass es mir am Ende vermutlich nichts bringt.

LCivermpool


Ich behaupte, wer nicht grade ne Anatomieklausur durchkreuzeln muss, der muss seinen Lernstoff verstanden haben und kritisch damit umgehen können und dafür muss er auch Wissen haben, auch oft mehr, als er offiziell lernen muss.

eyyyy ;-D

Ich verfolge den Faden schon seit Beginn und hab in meinem Kopf schon diverse Möglichkeiten durchgespielt, wie man in unseren Klausuren schummeln kann und mir fällt keine ein, die wirklich sinnvoll/effizient wäre. Für Spickzettel ist der Stoff definitiv zu umfangreich. Das wär so bisschen Nadel-im-Heuhaufen-Prinzip.

Für Toilettenpausen sind die Klausuren zu kurz. Bei 90 s pro Frage kommt man schon ohne Pinkelpause zeitlich oft ins Schwimmen und da fällt auch jeder auf, der es nicht schafft 30 – 45 Minuten ohne Toilette auszuhalten. Könnte mich auch nicht errinern, dass bei den Klausuren schonmal jemand ne Toilette aufgesucht hat.

Wird sicher Leute geben, die in irgendeiner Form schonmal Notizen in der Klausur hatten und damit 1-2 Punkte gutmachen konnten Natürlich praktisch, wenn es die zwei Punkte sind, die zwischen bestehen und nichtbestehen entscheiden aber ganze Klausuren erschummeln ist definitiv nicht drin. Auch wenn man Anatomieklausuren durchkreuzen muss ;-) und sogar hier gibts Dinge zu verstehen. Macht sowohl das Auswendiglernen als auch das Lösen der Klausur leichter. Sorry, da motzt grad meine Medizinerehre^^

Ich muss zugeben, dass ich auch schonmal einen langen Hals gemacht hab. Im ersten Semester, bei der bisher einzigen Klausur in der man tatsächlich was schreiben musste. Ansonsten scheint es mir tatsächlich in meinem Studium keinen praktikabelen Weg zu geben, wirklich effizient zu spicken.

Ob und wie anderen in meinem Semester durch die Klausuren kommen, weiß ist nicht. Ist mir auch egal. Mich interessiert nur, dass ich durchkomme. Ist natürlich einfacher gesagt, wenn man MC-Klausuren schreibt. Da gibts eben nur richtig oder falsch und es Vergleich mit den Komilitionen bzw. die subjektive Bewertung durch die Prof. fällt weg.

b$la\ckhe)art*edqueen


Ich muss zugeben, dass ich auch schonmal einen langen Hals gemacht hab

Meine Erfahrung ist: Die Mitstudenten haben meistens auch nicht mehr Ahnung als man selbst. Einen langen Hals mache ich schon öfter, aber was meine armen Augen da teilweise lesen mussten, hat mich eher darin bestärkt NICHT abzuschreiben ]:D

d$kes t


Einen langen Hals mache ich schon öfter, aber was meine armen Augen da teilweise lesen mussten, hat mich eher darin bestärkt NICHT abzuschreiben ]:D

Erst heute wieder Klausur geschrieben: Der nächste Kommilitone war ca 3 Meter neben mir oder 3 Meter vor mir.....

Und so läuft das immer bei uns, mindestens zwei Plätze frei, mindestens eine Reihe bleibt jeweils frei....

So nen langen Hals kann also nur ne Giraffe machen ;-D

LxiverMpoxol


Meine Erfahrung ist: Die Mitstudenten haben meistens auch nicht mehr Ahnung als man selbst. Einen langen Hals mache ich schon öfter, aber was meine armen Augen da teilweise lesen mussten, hat mich eher darin bestärkt NICHT abzuschreiben ]:D

;-D ;-D ;-D ]:D

Ich musste damals im zweiten Semester die Klausur mit den Erstsemestern mitschreiben. Genauer gesagt die allererste Klausur der Erstsemester. Meine Vorbereitungszeitdank diveser anderer (wichtigerer) Sachen: wenige Stunden. Vorbereitungszeit der Komilitionen: mehrere Stunden am Tag über mehrere Wochen.

Da dürfte wohl bei denen deutlich mehr hängengeblieben sein als bei mir.

Aber im Endeffekt hab ich auch nur kurz 2-3 Mal rübergelinst und genau eine Sache abgeschrieben. Die hätte mich auch nicht gerettet. Aber ich wollte keine Lücken lassen und zu der Frage wusste ich irgendwie keine Antwort. |-o :=o Hab dann auch noch einen kleinen "Lösungstanz" aufgeführt, damit mein Zweitsemesterkomilitonen auch etwas von meiner Spionageaktion hatte.

LYoRrdZ Hodng


Als ich noch Dozent war wurden Klausuren nach Möglichkeit im Audimax geschrieben, so dass eben die oben erwähnte Reihe Abstand und 2 Sitze Abstand da waren.

Handy war da erst im Kommen, da hatten nur wenige Smartphones, das ist heute anders. Wir haben Ausweise kontrolliert, damit keine einen anderen schickt um die Klausur zu schreiben.

Es wurde Buch darüber geführt wer wann zum Klo war und drauf geachtet dass nie 2 Leute gleichzeitig gingen. Überfiel einen Studenten nach dem Klobesuch ein Schreibrausch dann wurde dieser genauer beobachtet. Dass man Spicken da nicht zu 100% unterbinden konnte ist mir klar, aber all zu einfach hatten sie es nicht. Und die aufgaben waren auch in einem Umfang dass man das nicht eben in einer Pinkelpause nachschlagen konnte.

Handyempfang gab es im Hörsaalgebäude eh keinen, WLAN auch nicht.

An und für sich könnte man welche die Betrügen einfach ignorieren, nur sind die Betrügereien im großen Stil hat das auch Auswirkungen auf die eigene Zensur bzw. deren Wert. Da ist Notenmäßig ja der mit der ehrlichen 2 schlechter als der mit der gschummelten 1.

-tLaP2erlax-


Naive" Arbeiterkinder, die tatsächlich durch eigene Leistung auf die Uni gekommen sind (nicht durch bezahlte Nachhilfe, ein Gutstellen oder Druckausüben auf Lehrer/Schule und zuletzt noch durch einen Anwalt, um an den Studienplatz zu kommen – oder anderen Wegen, die man als Unifremder gar nicht kennt), haben da eher weniger die Tendenz zu. Die denken, dass an der Uni wirklich was gefordert/geleistet wird und versuchen, die Anforderungen durch Eigenleistung und ggf. "ehrliche Arbeit" – wie zu Hause vorgelebt – zu erfüllen

Diese Aussage halte ich für sehr fragwürdig %-|

Die Entscheidung ob man spickt oder nicht, muss immer noch jeder für sich selbst treffen. Ich bin auch keine Heilige und habs auch schon mal getan, zumindest in der Schule |-o Allerdings konnte ich mich auch nur richtig über Klausurergebnisse freuen die nur meiner eigenen Leistung geschildert sind und nicht auf Grund eines Spickzettels.

In der Uni war das bei uns gar nicht (oder nur sehr schwer?) möglich zu spicken, da waren die wie die Geier ;-D Auf Toilette durften wir nur in (ab) 90min Klausuren, und dass auch nur mit Begleitung vor die Kabinentür (also ich könnte da nicht pinkeln!).

Das Bespiel mit Klausuren mit Zeit-Überhang, find ich auch nicht optimal. Klingt für mich ein bisschen nach "wünsch dir was-2. Da kann man ja ordentlich auf Lücke lernen. Der Notenschnitt generell müsste dadurch doch viel besser werden und ich halte es nicht für sinnvoll wenn nacher alle mit einer 1,0 rausgehen. ":/

Krass find ich, dass die bei euch anscheinend ganze geklaute Hausarbeiten einreichen und dass das keiner merkt %-| Spricht ja nicht gerade für die Uni :|N

Nva!mja


Das Bespiel mit Klausuren mit Zeit-Überhang, find ich auch nicht optimal. Klingt für mich ein bisschen nach "wünsch dir was-2. Da kann man ja ordentlich auf Lücke lernen. Der Notenschnitt generell müsste dadurch doch viel besser werden und ich halte es nicht für sinnvoll wenn nacher alle mit einer 1,0 rausgehen. ":/

Notenverteilung meiner letzten Klausur mit Überhang: Durchschnitt gesamt: 2,408

Ist für eine Wahlfach-Klausur am Ende des Bachelorstudiums jetzt kein übermäßig guter Schnitt.

11,565%

17 K.

1.0 sehr gut

9,524%

14 K.

1.3 sehr gut

10,204%

15 K.

1.7 gut

13,605%

20 K.

2.0 gut

6,122%

9 K.

2.3 gut

17,007%

25 K.

2.7 befried.

9,524%

14 K.

3.0 befried.

8,163%

12 K.

3.3 befried.

3,401%

5 K.

3.7 ausreic.

5,442%

8 K.

4.0 ausreic.

4,082%

6 K.

4.3 nicht a.

,68%

1 K.

4.7 nicht a.

12,92%

19 K.

5.0

,68%

1 K.

Rücktritt mit anerkanntem Grund

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