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Gemeinsames Haushaltskonto – wie Partner davon überzeugen?

l0os7getreGtexn hat die Diskussion gestartet


Da sich das forum hier schon des öfteren als gute ideenschmiede erwiesen hab, bitte ich euch wieder einmal um mithilfe und rat. ;-)

Wie in einen meiner fäden schon zu lesen war, bin ich vor ca. einem dreiviertel jahr ins minus gerutscht. Mittlerweile hat sich meine situation ganz ordentlich gebessert und ich habe einiges an tipps, die mir gegeben wurden, umsetzen können. :)^

Wos leider noch ein bisschen hapert sind die lebensmitteleinkäufe. In den letzten jahren war es so, dass ich 90% aller lebensmittel bzw. aller alltäglichen dinge, die man im haushalt braucht, eingekauft und auch bezahlt habe, weil mein freund durch seine inso kaum geld hatte, seinen lebensunterhalt zu bestreiten. Nun hat er sich gottseidank gut erholt und kann mehr zu unserem gemeinsamen leben beisteuern. Trotzdem hat es sich so eingebürgert, dass immer noch 80% aller einkäufe ich tätige und auch bezahle. Er gibt mir schon hin und wieder geld, aber die kosten werden eben nicht wirklich aufgeteilt. ":/

Um dem entgegenzuwirken, denke ich nun daran, mit meinem partner ein gemeinsames haushaltskonto zu eröffnen, wo beide jeweils am anfang des monats einen bestimmten betrag X einzahlen, mit dem alle lebensmittel- bzw. haushaltseinkäufe bestritten werden sollen.

Klingt ja alles schön und gut, werdet ihr nun sagen, aber jetzt kommt der haken, bei dem ich jetzt schon weiß, dass es sich spießen wird und ich in einen streit mit meinem freund geraten werde.

Mein freund (auch in einem meiner fäden zu lesen ;-) ) hatte vor einem jahr eine magenbypass-op, wodurch er nur noch den bruchteil der essensmenge zu sich nehmen kann wie vor der op.

Und sein argument wird sein, dass er nicht bereit ist, die hälfte der lebensmittel zu bezahlen, wo er doch so wenig nur noch isst. Irgendwie logisch, aber irgendwie auch wieder nicht. Denn es geht ja nicht nur um lebensmittel, sondern auch um dinge wie zahnpasta, klopapier usw.

Ist es denn nun gerecht, von ihm weniger zu verlangen, weil er weniger große portionen isst als ich oder ist das blöde? Man muss dazu sagen, dass mein freund zu den hauptmahlzeiten zwar weniger isst, aber dafür zwischendurch immer wieder mal snackt, was ich wiederum nicht mache. Es ist also wirklich haarspalterei, wer denn von uns beiden nun mehr geld für essen benötigt, aber ich weiß, dass mein freund darauf herumreiten wird. Und ich möchte mich vor unserem gespräch nun schon mit argumenten "wappnen", damit wir das konstruktiv angehen können.

Ich möchte gerne ein gemeinsames haushaltskonto, weil ich dann einfach mehr überblick habe, wieviel geld wirklich für lebensmittel draufgeht und weil auch mein freund dann endlich sieht, wieviel ein gemeinsamer haushalt kostet.

Wie soll ich es angehen, was kann ich ihm vorschlagen? Bitte um eure tipps. @:) @:) @:)

Antworten
PSonyfqransxe


Hi,

das Problem kenn ich... Ich hab auch einen Mann, der n "Igel in der Tasche" hat – mehr als sparsam... Wir haben das aufteilt – wir verbrauchen zu zweit jeden Monat 400€ – Die 400€ kommen zum 1. des Monats auf kein Konto, sondern in unser Haushalts-Portemonnee – aus diesem Portemonnee wird dann alles bezahlt. Einkäufe / Lebensmittel und auch Drogeriebesuche... Teure Dinge, wie z.B. ne Tagescreme für 20€ (war jetzt nur ein Beispiel) zahl' ich dann doch aus meiner eigenen Tasche... Klappt soweit ganz gut... Aufteilung bei uns: 400€ = 250€ von ihm, 150€ von mir... Vielleicht auch ne Lösung für Euch! Alles, was am Ende des Monats über bleibt, wird entweder drin gelassen, für den kommenden Monat, oder in den Pizza-Lieferservice gesteckt ;-) Alles, was über den 400€ ist, wird dann halb/halb geteilt – sind dann aber höchstens mal 20 oder 30€ – kommt auch nicht oft vor...

SVhelby: T.


Wie soll ich es angehen, was kann ich ihm vorschlagen?

Jeder kauft und bezahlt die Dinge die man braucht selbst, oder ihr richtet ein Haushaltskonto ein.

vlillakuEnterpbunt03


Spontan fällt mir ein, eine "Bar-Kasse" zu machen und versuchen so oft es geht gemeinsam einkaufen zu gehen und alles was gekauft wird, wird nur aus dieser Kasse gezahlt. So seht Ihr Beide, was "drauf" geht und was nicht.

Es geht dann nur das, was "da" ist... und sollte was "über" sein, kann man sich ja gemeinsam belohnen...

Einzeln teilen würde ich es nicht... das hab ich mit meinem Ex gemacht, war ziemlich anstrengend- und unterm Strich nutzlos... denn im sturen-Bock-überzeugen bin ich genauso gut wie im Klavier – Weitwurf ;-D

CCorneblixa59


Du könntest ihm ja mal klarmachen, daß er ja auch sein Teil an Lebensmitteln verbraucht, einfach damit er genug Kalorien zu sich nimmt. Führ doch einfach mal ein paar Tage lang Buch darüber, was er so ißt, und dann zeig ihm das Blatt hinterher! Ich wette, da guckt er aber!

Grundsätzlich ist ein Haushaltsbuch eine gute Idee, besonders wenn du noch separate Spalten für verschiedene Dinge machst. Z. B. eben gerade die Non-Food-Sachen, wo eben doch wesentlich mehr zusammenkommt als er denkt!

CPranbk1


Hallo losgetreten

Also erst einmal möchte ich dazu sagen, dass ich persönlich es ziemlich kindisch finde, wenn man versucht , bei allen anfallenden Kosten, diese möglichst gleichmässig aufzuteilen. Erstens ist das Kinderka... und zweitens sind dadurch natürlich Querelen und Streitigkeiten vorprogrammiert.

Ich möchte gerne ein gemeinsames haushaltskonto, weil ich dann einfach mehr überblick habe,

Das ist in meinen Augen Blödsinn, sorry, da es ein Haushaltsbuch,welches man daheim führt, den gleichen oder gar besseren Effekt hat.

Mit gerecht aufteilen ist das immer so eine Sache, da es immer mehrere Faktoren gibt, die dieses beeinflussen. Z.B. Wer verdient mehr, wer zahlt die Miete, Nebenkosten, Urlaub, Essen gehen, Reparaturen,Kleidung etc.etc.?

Um es gerechter zu machen, führe ein Haushaltsbuch, in dem Du Deine Ausgaben täglich aufschreibst. Diese kannst Du dann, Deinem Freund schwarz auf weiss zeigen, wo dann schneller ersichtlicher wird, was Du erstens monatlich so ausgibst und zweitens, was davon so ca. Ihr beide oder auch nur er alleine verbraucht.

Wenn er erst mal sieht, was da so monatlich zusammen kommt, was Du also so ausgeben musst, dann wird auch sein Verständniss darüber wachsen, sich ja doch ev. mehr daran zu beteiligen. Aber wie schon geschrieben, man sollte halt immer alle anfallenden Faktoren berücksichtigen und aber auch nicht versuchen, nun bei jeder Gelegenheit, das Haar in der Suppe zu suchen, sprich alles auf Heller undPfennig, falls du verstehst, denn sonst geht daran auch nur noch die Beziehung daran zu Grunde.

Ihr müsst Euch gemeinsam einigen und das geht am besten, wenn Euch beiden klar ist, was jeweils der andere in welcher Form auch immer dazu schon beisteuert und da hilft ein Haushaltsbuch schon recht gut!

J8ori


Eigentlich sollte es ja in einer Partnerschaft kein Problem sein, auch solche Dinge anzusprechen. Es geht ja hier nicht darum, jemanden zu übervorteilen, sondern eher die Kosten gerecht zu verteilen.

Vielleicht kannst Du für eine gewisse Zeit ganz genau Buch führen über alle Ausgaben, die Du tätigst. Du schreibst also jede Ausgabe mit Produkten und Betrag auf, vielleicht sogar in drei Spalten (nur für Dich, nur für ihn, für gemeinsam). Dann kannst Du ihm schwarz auf weiß vorlegen, wie die Ausgaben aussehen, die Du bisher immer so großzügig übernommen hast. Und überzeugst ihn damit, dass ein gemeinsames Konto für Gerechtigkeit sorgt.

Sqmajragda uge


Ganz früher hatte ich einen Freund, der genauso bescheuert war darauf zu bestehen, dass wir unsere Lebensmittel getrennt einkaufen und auch entsprechend im Kühlschrank aufteilen. Wehe, mein Kram war mal aufgebraucht und ich habe mir ne Scheibe Käse von ihm genommen!

Heute weiß ich, wie gestört das eigentlich ist, wenn man Bett und Tisch teilt, sich aber bei solchen Sachen verhält wie in einer WG.

Wenn ihr eine Partnerschaft habt, dann ist es ein Geben und Nehmen. Jeder gibt was er/sie kann, und das sollte dann auch nicht gegeneinander aufgewogen werden, alles andere hat doch mit einer Liebesbeziehung nicht mehr viel zu tun.

Die Idee mit dem Haushaltskonto ist gut, allerdings scheint ihr beide mit Geld nicht gut umgehen zu können (falls der Anschein trügt, sorry), wenn das Konto ins Minus rutscht, habt ihr den Salat und keiner will dafür verantwortlich sein. Daher: Jeder gibt einen Festbetrag in eine Kasse, die bei euch zu Hause steht, ich hoffe mal, dass dahingehend Vertrauen und Ehrlichkeit genug besteht, damit nur abgesprochene Einkäufe zu erledigen, die dann in ein Haushaltsbuch eingetragen werden. Das, was jeder in die Haushaltskasse einzahlt, sollte prozentual über sein Einkommen berechnet werden, so dass jemand, der mehr verdient, auch mehr belastet wird.

Wenn er sich sträubt sich an den gemeinsamen Ausgaben entsprechend seinem Einkommen zu beteiligen, ist er einfach nur ein Schnorrer.

P?onyfRrIanse


"Alles für sich selbst bezhalen" finde ich auch blöde – dann stehste an der Kasse, und teilst dann alles in "seine" und "deine" Lebensmittel??!! Das wäre mir zu blöd...

H[ope>zwerg3nae(schxen


Ich bin absolut für ein Haushaltskonto. :-D

Wir haben uns eingerichtet, als wir damals zusammen gezogen sind und sind mittlerweile echt froh drum. Damals fand es meine bessere Hälfte auch unnötig, denn wir wechseln uns ja mit den Einkäufen ab, war seine Aussage. Nachdem er aber dann eingesehen hat, dass die Summen jede Woche unterschiedlich sind und z. B. nicht jede Woche Getränke oder Waschmittel anfallen, war er einverstanden. Wir haben uns ne Bank gesucht, die nen kostenloses Girokonto führt, 2 EC-Karten bekommen und haben darauf bestanden, dass wir keinen Dispo wollen. Denn die EC-Karte hat jeder von uns im Geldbeutel und so sind auch schnelle Einkäufe möglich, ohne das ich erst den Haushaltsgeldbeutel oder so einpacken muss und jeder von uns kann Einkaufen gehen.

Wir haben uns noch angewöhnt, dass wir tatsächlich den Kassenbon mitnehmen und der wird einfach in die Küche gelegt. Dann sieht der Andere was gekauft wurde, wir haben nen Überblick und es gibt kein böses Erwachen beim Blick auf den Kontostand.

Von unserem Haushaltkonto geht auch Miete, Strom usw. ab und alles was wir im Monat nicht verbrauchen, bleibt auf dem Konto. Denn es kommen sicher Geburtstagsgeschenke für die Familie, die nächste Werkstattrechnung fürs Auto oder Urlaub.

Simara|gdaxuge


Ja, so was ist auch blöd. Wie gesagt, ich habe das vor vielen vielen Jahren erlebt und mitgemacht und greife mir mittlerweile nur an den Kopf, wie doof ich war. Ich hielt das für korrekt. Rechnerisch war es das auch, aber mit Partnerschaft hat das nichts zu tun.

Zu einer Partnerschaft gehört für mich, dass jeder das beiträgt, was er kann und man füreinander da ist. Daher eben auch prozentuale Anteile einzahlen. Und nicht anfangen aufzurechnen, wer mehr von dem oder dem verbraucht.

vfill1akuVnter3bunut03


Wie es manchmal so schön beschrieben "Kinderk..." ist, finde ich hier nicht...

Wenn sie, wie geschrieben 80% der Einkäufe zahlt... sind das bei 100€ nur 20€ die er zahlt. Das finde ich offen gesagt mehr als dreist! Würde er allein leben, würde er mit 20€ hinkommen??

Und wenn man schon "gute Argumente" für ein klärendes Gespräch braucht, dann sagt das schon sehr viel aus!!

Bei meinem Ex war dies auch ein Teil, der zur Trennung geführt hat... ich hatte den Schnorrer schlechthin im Haus! Da mag das meinetwegen auch krank klingen, wenn man sich gemeinsame Kosten teilt... aber irgendwann bin ich selbst am finanziellen Ende und stehe mit hoher Wahrscheinlichkeit allein auf weiter Flur! Bei Geld MUSS irgendwann der Spaß aufhören- spätestens dann, wenn ich selbst fertig bin!

CFrankx1


Wie es manchmal so schön beschrieben "Kinderk..." ist, finde ich hier nicht...

Wenn sie, wie geschrieben 80% der Einkäufe zahlt... sind das bei 100€ nur 20€ die er zahlt. Das finde ich offen gesagt mehr als dreist!

Da hast Du mich wohlleider etwas falsch verstanden villakunterbunt03

Was Du schreibst ist vollkommen richtig, aber ich meinte mit Kinderk... die Situation an sich, also dass es überhaupt so weit gekommen ist, mit der offensichtlich ungerechten Verteilung, wie auch des eigentlichen Verständnisses für mehr Gleichheit.

D8arkhred'Sunqshinxe


Ich finde auch, dass in irgendeiner Weise eine Aufteilung stattfinden muss. Und zwar prozentual nach Einkommen.

Klar, Kosmetikartikel, die jetzt nur ich nutze, zahle ich selbst. Wegen dem bissi Duschöl, Toilettenpapaier und Zahnpasta mache ich mich jetzt nicht bockig. Drogerieeinkäufe zahle prinzipiell ich :-D

v>illakuYnter bunt03


Was Du schreibst ist vollkommen richtig, aber ich meinte mit Kinderk... die Situation an sich, also dass es überhaupt so weit gekommen ist, mit der offensichtlich ungerechten Verteilung, wie auch des eigentlichen Verständnisses für mehr Gleichheit.

Dann war ich wirklich leicht daneben |-o Deiner Erklärung stimme ich vollkommen zu :)_

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