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Kompletter Neuanfang nach Studium

cCleaXbeg9innxt


(Innen)architektin, Industriedesignerin: :)^ Momentan meine Favoriten. Ich habe die letzten Tage mit zahlreichen Recherchen, Tests zugebracht und die Vorschläge, die ich hier bekommen hab mit einbezogen. Diese 2 kristallisieren sich besonders heraus...

Floristin, Tischlerin, Agrarbereich: Auch spannend, wäre (nur) eine Option mit anschließender Selbstständigkeit! Aus Verdienstgründen möchte ich lieber nicht angestellt in einem Ausbildungsberuf sein.

Die restlichen Vorschläge sind entweder gar nichts für mich oder eher als Hobby.

PROBLEM: Architektur..... Die vermeintlich brotlose Kunst. Was ich darüber lese klingt alles andere als rosig. Verdienst und Jobchancen eher mau. Dafür alles aufgeben?!

cnle abelginnt


Und die Zeit, um für sich herauszufinden, was nur gerade mal eine Laune war und was Bestand hat. Auch, welche Veränderung Bestand hat.

Du hast so recht. Mein Bauch spürt, dass ich noch Zeit brauche und dass sich schon was tut. Der Kopf will dem Bauch die Zeit nicht geben ;-) . Er fragt sich eher: Wann soll ich denn endlich ins richtige Berufsleben einsteigen? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich noch Erfolg im Job haben werde, wenn ich erst so spät anfange? Ist es sinnvoller erstmal zu arbeiten und eine neue Ausbildung erst in ein paar Jahren in Angriff zu nehmen? Hast du total den Verstand verloren? usw.

E]hemSali%ger4 NutzMer (#=544761)


PROBLEM: Architektur..... Die vermeintlich brotlose Kunst. Was ich darüber lese klingt alles andere als rosig. Verdienst und Jobchancen eher mau.

Also ich muss sagen, dieses Bild von Architektur als brotlos mit schlechtem Verdienst und Jobchancen hatte ich bisher nicht. Ich kenn mich mit Architektur nicht besonders gut aus. Ich verbinde aber damit ein gutes Einkommen und hohes soziales Ansehen. Manche haben aber vielleicht andere Maßstäbe. Oder die Schwankungsbreite bei den Architekten ist breit.

Dafür alles aufgeben?!

Jetzt bin ich mal neugierig: was würdest du denn alles aufgeben? Und nochmal: warum aufgeben? Gibt es keine Möglichkeit, das eine zu reduzieren, ohne es aufzugeben, und dafür Platz für etwas anderes zu schaffen, das aber das alte nicht komplett verdrängt?

a}nachMien


ja, in der architektur ist es nicht einfach. (ich bin selbst eine.) immer weniger öffentliche aufträge, zig mitbewerber bei wettbewerben (100 projekte bei einem offenen wettbewerb in österreich sind keine seltenheit...). weil kollegen selbst wenig verdienen (honorarwettbewerb, nur 20-30% der planungsleistungen von architekten erbracht) werden auch die mitarbeiter schlecht bezahlt (nicht angestellt, freie dienstverträge etc.) architekturberuf selbst unterscheidet sich sehr von dem, was an universitäten gelehrt wird, was man als student macht. an den unis: 90% entwerfen, in der praxis, auch als selbständiger: maximal 5%. der rest ist auch trocken: detailplanung, abstimmung mit gesetzen und normen, kostenschätzungen, sich mit bauherren herumplagen etc.

also@cleabeginnt: trotz meiner eher ernüchternden einschätzung – würde ich, wenn ich 27 wäre, schon diesen anderen, beschwerlichen und unsicheren weg gehen. ich habe seit ich 29 bin als architektin gearbeitet, aber eigentlich wollte ich in die forschung. jetzt bin ich 50 und meine diss ist fertig, akademische karriere mehr als ungewiss. :=o aber eines weiss ich heute: wäre ich mutiger (und hätte ich früher bessere finanzielle voraussetzungen) – wäre es für mich besser, diesen weg schon früher eingeschlagen zu haben. und noch etwas: wirtschaftswissenschaften würde ich an deiner stelle zumindest kurz ausprobieren. denn, das studium unterscheidet sich enorm von der praxis, so meine eigene erfahrung.

i4rgenud.wie_andJers


Das trifft es ganz gut. Mein Studium macht mich nicht zur Astronautin, Bierbrauerin oder Ingenieurin. Und DAS ist das Problem. Ich weiß nämlich, dass ich anders qualifiziert sein will, was anderes KÖNNEN will. Vielleicht will ich Schneiderin sein und Kleider nähen. Vielleicht im Gartenbau tätig sein (nicht im Büro sondern am Beet).

Ich oute mich hier auch mal als Wiwi-Kollegin die ihr Studium fast fertig hat (und die sich auch niemals vorstellen könnte, in so einer trockenen Bank-Verwaltung zu arbeiten).

Allerdings bringe ich bereits 10 Jahre Berufserfahrung in anderen Bereichen mit. Und ich kann dir nur dringend ans Herz legen, such dir eine Arbeitsstelle in einem Bereich, der dich halbwegs interessiert und mach das andere als Hobby! Eventuell verdienst du als Wiwi sehr bald genug, dass du noch nicht mal Vollzeit arbeiten musst, sodass du noch mehr Zeit für deine anderen Interessen hast. Die ganzen romantischen Berufsbeschreibungen der kreativen, handwerklichen Tätigkeiten haben NICHTS mit der Realität zu tun! Als Wiwi kennst du diesen ganzen Produktionsfunktionen-Kram. Du bist dann nichts weiter als ein Produktionsfaktor. Du kennst auch die Sache mit den Konkurrenzmärkten mit dem Preis und der Menge aus der Theorie. Lass dir gesagt sein, in der Praxis läuft heutzutage der Faktor ZEIT immer mehr dem Faktor Preis den Rang ab! Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr sehr belastend sein kann, wenn du unter immensem Zeitdruck kreativ sein musst!

Ich liebe die Natur wahrscheinlich mindestens genau so sehr wie du! Ich lebe inmitten der Natur. Auch ich träume manchmal davon, den Tag mit Pflanzenanbau zu verbringen. Aber es ist schon besser, sowas als Hobby zu machen. Oder bestenfalls kannst du halt deine Arbeitszeit verkürzen und dir nebenbei eine kleine Selbstständigkeit aufbauen mit was kreativem. Kannst ja dann Sachen entwerfen, herstellen und vielleicht über einen Onlineshop verkaufen?

Ich habe gelesen dass dich Mode interessiert. Du könntest ja versuchen in den Einkauf eines Modehändlers zu kommen. Oder Einkauf in einem Baumarkt oder so. Man kann mit Wiwi-Studium schon sehr sehr viel machen.

Ich würde dir aber echt raten, zumindest erst mal in die Praxis einzusteigen, denn Ausbildung und tatsächliche praktische Tätigkeiten haben nie wirklich viel miteinander zu tun. Die Berufsbeschreibungen werden anfangs oft überbewertet. Erstens ist in der Praxis vieles ganz anders als es vorher geschrieben steht, und zweitens sind die Tätigkeiten des Berufs auch nur ein Teil des Gesamtpaketes. Wichtig ist auch, dass man mit den Kollegen auskommt, dass man sich im Gebäude wohlfühlt, dass die Sozialleistungen stimmen usw. In der Berufswahlphase lässt man solche Dinge immer total außen vor...

:)* @:)

NTordJix84


such dir eine Arbeitsstelle in einem Bereich, der dich halbwegs interessiert und mach das andere als Hobby!

Genau das hätte ich auch gesagt. Ich kann nur sehr eingeschränkt verstehen das Menschen mit Gewalt die Erfüllung im Job suchen wollen. Hobby als Beruf geht sehr oft in die Hose, eben weil das Hobby dann keinen Spaß mehr macht sondern eine lästige Pflicht zum Miete bezahlen sein kann.

Sieh den Job als etwas das dir dein Leben und deine Hobbys finanziert und setz dort andere Schwerpunkte. Besser einen Job machen der bloß "ok" ist und bei dem die Sozialleistungen, Arbeitszeiten und das Betriebsklima gut sind als einen bei dem man sich zeitlich und/oder finanziell aufreibt, dafür aber seinen "Traum" erfüllt und zum Alptraum macht.

c)leTabepgi7nnxt


Hallo entschuldigt, dass ich so lange nicht geantwortet habe. Ich war regelrecht abgetaucht und bin mit so etwas wie einer neuen Erkenntnis wieder aufgetaucht *:)

Falls noch jemand mitliest:

Ich glaube mein Problem ist größer als ich es bisher wahrgenommen hatte und geht über einen gewünschten Richtungswechsel hinaus. ":/

Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin habe ich Riesenangst:

Vor dem Ende des Studiums (ich schiebe den Beginn meiner Abschlussarbeit schon seit geraumer Zeit vor mir her {:( :°( ).

Vor dem Start ins Berufsleben, weil ich das Gefühl habe nichts (leisten) zu können. Auch wenn man als Berufsanfänger immer ein unbeschriebenes Blatt ist. Auch nach x Jahren Studium.

Es ist ist mehr das Gefühl sich total verausgabt und nun keine Kraft mehr zu haben. Für gar nichts!

Ich vegetiere tagein tagaus vor mich hin. Treffe niemanden, esse kaum, habe an nichts mehr Spaß. Die Suche nach einem Richtungswechsel (oder auch nach meiner Bestimmung) hat mich ein paar Wochen zum Brennen gebracht; sie schien wie eine Lösung.

Aber jetzt bin ich in einem Loch... Depression?! (quarterlife) Krise? :-/ :-|

ObneOBnly


Mach bloß nicht den Fehler, ein Formtief als große Sinnkrise zu sehen. Ausgebrannt habe ich mich auch schon mal gefühlt. Es ist kein gutes Gefühl, aber bleibe bitte auf dem Boden der Tatsachen!

Du musst dir ein Leben finanzieren und mit deinem Studium hast du die besten Möglichkeiten dazu. Du kannst richtig viel Geld verdienen und kannst trotzdem genug Freizeit haben, um deinen geliebten Hobbies nachzugehen. Ich spiele auch gerne mein Instrument. Will ich das von Beruf aus machen? Nein danke. Der Verdienst wäre wenn überhaupt ein Bruchteil zu meinem.

Außerdem : Pass bloß auf deinen Lebenslauf auf mit Auszeiten, Umorientierung, etc.

g)ato


OneOnly

:)= :)^

Ich kann mich dem nur anschließen. Anstatt zu schauen, was du Neues machen kannst, solltest du erst mal schauen, was du mit deinem bisherigen Qualifikationen machen könntest. Alleine Branche, Unternehmensgrösse und Ort wirken sich erheblich auf das Aufgabengebiet eines Jobs aus. Du interessiert dich für Mode? Such dir ein Modeunternehmen. Du liebst die Natur? Schau nach Unternehmen die Erlebnisreisen organisieren. Klar machst du nichts absolut fachfremdes, aber du bist näher an deinen Interessensgebieten dran. Bei kleinen Unternehmen kannst dann vielleicht mal fachfremde Themen betreuen und dann bist du schneller in deinem Traumjob als du mit neuer Ausbildung und Berufserfahrung sein kannst.

A`niticgone


Heut Nacht nur kurz, morgen werde ich erstamla alles lesen.

Das Problem dabei: Die Berufe für die ich mich jetzt so lange und mühsam qualifiziert habe, will ich nicht mehr ausüben.

Wie gehe ich denn jetzt am besten vor? Wie finde ich den "richtigen" Weg? Wie finde ich heraus, ob ich lieber Ingenieurin, Modedesignerin oder Köchin sein will?

Kleiner Zusatz:

Ich bin 27 und fühle mich irgendwie auch zu "alt" für ein neues Studium. . Nochmal 5-6 Jahre ohne geregeltes Einkommen? Ich weiß nicht...

Ich bin Mitte 40 und weiß noch nicht wirklich, was ich den Rest meines Lebens wirklich machen will. ":/

Studieren kann man inzwischen nebenberuflich und auch per Fernstudium. Nebenberuflich mache ich gerade – den Master wohl am ehesten per Fernstudium.

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