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Mein tägliches Leid im Amt

BbürosutuhlakrTobatin hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich war bisher eine "stille Leserin" aber nun habe ich mich doch angemeldet um mir einiges von der Seele zu schreiben.

Meine Name ist Manuela und ich bin 28 - bald 29 ;-) - Jahre alt. Vor 6 Jahren habe ich mein Verwaltungsstudium beendet und arbeite seither im öffentlichen Dienst als Beamtin. Im Grunde könnte ich mich glücklich schätzen, denn ich habe einen abwechslungsreichen Job, bin relativ frei in meiner Arbeit (also keine stumpfe Vorgangsbearbeitung) und habe einen krisensicheren Job - ich muss mir niemals Sorgen darüber machen irgendwann ohne Job dazustehen. Das Gehalt ist nicht gerade sooooo hoch, aber ich kann ganz gut davon leben.

Trotzdem bin ich total unzufrieden mit meiner Arbeit und die Unzufriedenheit wächst auch noch von Tag zu Tag. Ich war immer ein Mensch, der etwas erreichen wollte und seinen "Fußabdruck" hinterlassen wollte wenn ihr versteht was ich meine. Ich war schon in der Schule eine von den Ehrgeizigern, war fleißig und wollte unbedingt immer ERFOLG haben und gute Noten bekommen (sogar ganz ohne Druck von den Eltern ;-D ). Ich wollte immer vorne dabei sein. Natürlich hat das nicht immer geklappt aber ich habe mich nie unterkriegen lassen und trotz dem ein oder anderen Rückschlag habe ich irgendwann das erreicht was ich wollte.

Dass ich zur Verwaltung gegangen bin war eher "Zufall", aber das warum und weshalb spielt hier eigentlich keine Rolle. Ich tue mich auch nach den vielen Jahren in der Verwaltung schwer damit, dass Fleiß und Leistung hier anscheinend nichts oder nur sehr wenig zählen. Eine gute Beurteilung und damit eine Beförderung erhalten die, die am längsten dabei sind - selbst wenn deren Arbeitsqualität schlechter ist. Man sagt dann, dass sie "halt jetzt mal dran sind" mit der Beförderung. Nichts von wegen "Erfahrung" oder "Leistung" - nur sie sind "halt jetzt mal dran". %-|

Mir ist natürlich schon klar, dass die Verwaltung halt so ist und ich alleine daran nichts ändern kann, aber irgendwie kriege ich es nicht in meinen Kopf rein dass es anscheinend egal ist ob ich mich in meinem Job anstrenge oder nicht: ich werde so oder so nach einer bestimmten Zeit befördert - dann wenn ich halt "dran bin". Vor 1 Monat waren die letzten Beurteilungen und obwohl ich total viel ackere und von meinem Chef auch immer wieder für meine Berichte gelobt werde und er mich bei Entscheidungen auch das ein oder andere mal um Rat fragt (was ja auch bedeutet dass er meine Arbeit schätzt) hat der Kollege der alle 2 Wochen und direkt vor und direkt nach seinem Urlaub und bei anstrengenderen Besprechungen stets eine plötzliche "Kurzzeiterkrankung" hat (und was "chronisches" hat er nicht) eine wesentlich bessere Beurteilung erhalten.Weil er halt 1,5 Jahre länger in der Verwaltung tätig ist und nun "dran" ist.

Es macht mich irre, dass ich so viel arbeiten und leisten kann wie ich will und offensichtlich immer eine schlechtere Beurteilung für meine Arbeit bekomme als ein Kollege der nur 1 Woche länger in der Verwaltung tätig ist und eventl. sogar 3 Stunden Kaffeepause am Tag macht. Versteht ihr was ich meine? Ich bin bereit viel zu arbeiten und tue das auch, ich bin motiviert und will meine Arbeit so gut wie möglich erledigen und mein Chef lobt mich auch das ein oder andere mal vor anderen aber es ist total demotivierend wenn man dann eine "mittelmäßige" Beurteilung erhält und vielleicht der faule Kollege der sich vor jeder Arbeit zu drücken versucht dann aber befördert wird und man diesen auch noch beglückwünschen soll. Ich gönne wirklich jedem eine gute Beurteilung, aber wenn ich sehe dass leistungsschwache Kollegen sich einen feinen Lenz machen, man die Arbeit praktisch für sie mit machen muss, die Chefs den Faulpelu einfach hinnehmen und der faule Kerl dann trotzdem nach einer bestimmten Zeit befördert wird während andere und u. a. ich seine Arbeit mitmachen müssen dann finde ich das unfair.

Wenn ich daran denke wie lange es noch bis zu meiner Pension ist, dann gruselt es mich richtig! Ich mag meine Aufgabe, meinen Job, aber ich tue mich einfach schwer damit dass in der Verwaltung Leistung kaum was zählt - eigentlich so gut wie nichts. Klar, gelobt wird man dann, aber bei der "Leistungsbeurteilung" (und ja, die heißt wirklich so!!!) schaut man dann dumm aus der Wäsche... ":/

Wenn ich nun nochmal vor der Entscheidung stehen würde in die Verwaltung einzutreten oder was anderes zu machen: ich würde was anderes machen! Nicht weil die Arbeit bei der Verwaltung langweilig und öde ist, sonden weil ich merke dass ich gegen diese starre Verwaltungsorganisation nicht ankommen kann - egal wie viel ich leiste und wie gut ich bin. Mittlerweile bin ich so weit dass ich mich in der Arbeit frage: "wozu arbeiten? Wozu sollte ich mir hier denn den A*** aufreißen und was tun? Dadurch komme ich auch nicht schneller voran." Im Prinzip steuere ich auf eine sogenannte innere Kündigung zu. Und dann noch fast 40 Jahre bis zur Pension?! Wie soll ich die bloß überstehen?

Eure Manu

Antworten
LYian%-Jxill


Wenn du jetzt schon so unzufrieden bist mit diesem Job, solltest du tatsächlich überlegen, ob du nicht noch umsattelst auf einen Beruf, der dir die nächsten 40 Jahre mehr Spaß bereitet. Kommt gelegentlich vor, dass man sich falsch entschieden hat bei der Berufswahl; in allen Berufen, nicht nur in der öffentlichen Verwaltung.

m>arvcomjarcoxs


Ich kann Dir keine Lösung anbieten aber eiwas mehr an Erfahrung in einigen berufsfeldern in der freien Wirtschaft - und meine Erfahrung ist ," da draußen" ist es nicht automatisch anders und so, dass tatsächliche Leistung belohnt wird. Ich habe es zu oft erlebt, dass Leute nicht aufgrund von Fähigkeit oder Engagement weitergekommen oder befördert worden sind, Abteilungen leiten usw. - nein es ist der mit der größten Klappe der weiterkommt. Bevor Du etwas grundsätzliches entscheidest, überleg welche Vorteile Du jetzt hast.

Mach doch auch mal krank oder länger pause , wenn es sowieso keinen Unterschied macht.Und bevor Du ganz gehst, rate ich Dir schon, alles auszureizen was an Möglichketen gibt ohne den beamtenstatus zu verlieren, sei es Versetzung Weiterbildung etc. liebe grüße

BIürostuhllakr;obatixn


Mir ist schon klar, dass ich in der freien Wirtschaft vielleicht mehr verdienen würde, aber dafür auch auf das ein oder andere verzichten müsste (Beamtenstatus). Auch in der Wirtschaft ist nicht alles Gold was glänzt. Und dass da auch nicht unbedingt immer diejenigen die die Leistung bringen weiterkommen ist mir bekannt.

Mir fällt es nur so unglaublich schwer diese Organisation der Verwaltung, diese "Lebensweise" dort zu akzeptieren. Irgendwie lebte ich immer nach dem Prinzip wer sich antrengt und Leistung bringt, wird belohnt und bekommt gute Noten bzw. eine gute Beurteilung und kommt dementsprechend weiter. Es will einfach nicht in meinen kopf reingehen, dass es völlig egal ist ob ich viel leiste oder nicht - ich würde so oder so nach einem bestimmten Zeitraum befördert. {:(

Ich gebe zu dass ich ein ehrgeiziger Mensch bin und unbedingt Erfolg im Beruf haben möchte. Ich habe schon versucht diesen Ehrgeiz auf eine Sportart oder was anderes zu übertragen, aber das hat nichts gebracht. Die meiste Zeit verbringt mal jeden Tag halt doch auf der Arbeit und nicht im Verein oder sonst irgendwo.

Selbst wenn ich mich vesetzen lassen würde und ein anders Aufgabengebiet betreuen müsste, würde ich nicht zufriedener sein. Das Problem ist ja nicht die ART der Arbeit - die gefällt mir ja - sondern dass sowas wie Einsatz, Leistung, Engagement in der Verwaltung offensichtlich völlig wurscht sind. Selbst wenn ich den ganzen Tag nur aus dem Fenster schauen würde, würde ich irgendwann eine gute Beurteilung bekommen. Dann, wenn ich halt "dran" bin. Irgendwie kann ich mir dieser ganzen Situation nicht so recht umgehen...

BFürost(uRhlakKrobatxin


@ marcomarcos:

Blau machen? Das ist eigentlich nicht meine Art. Ich bin eh sehr selten krank und habe max. 1 Schnupfen im Jahr - das ist nun aber auch schon wieder über 1 Jahr her... In den letzten 2 Jahren war ich keinen einzigen Tag krank. Ich glaube auch nicht dass ich das "blau machen" so richtig genießen könnte, denn ich würde mich da eh nicht aus dem Haus trauen weil ich Angst davor hätte dass ich zufällig irgendwem von der Arbeit über den Weg laufe ;-) Und zu Hause wird es im Laufe des Tages auch langweilig.

E@hemaligeTr Nutz{er (#V540992)


Könntest Du dir vorstellen, in künftigen Situationen gegen deiner Meinung nach ungerechtfertigte Bewertungen und Beförderungen rechtlich vorzugehen?

L^ian-Jxill


Es will einfach nicht in meinen kopf reingehen, dass es völlig egal ist ob ich viel leiste oder nicht – ich würde so oder so nach einem bestimmten Zeitraum befördert. {:(

In welchem Bundesland wird man denn noch automatisch befördert? Hier in Bayern jedenfalls nicht. Vielleicht solltest du nach Bayern wechseln, da sind Beförderungsstellen knapp und man muss sich um jede Beförderung bewerben, auch wenn man eine gute Beurteilung hat ;-) .

Lqira~n-Jixll


...nur so als kleine Herausforderung, meine ich ;-) .

n@immOerLnied4licxh


Vor 6 Jahren habe ich mein Verwaltungsstudium beendet und arbeite seither im öffentlichen Dienst als Beamtin. Im Grunde könnte ich mich glücklich schätzen, denn ich habe einen abwechslungsreichen Job, bin relativ frei in meiner Arbeit (also keine stumpfe Vorgangsbearbeitung) und habe einen krisensicheren Job - ich muss mir niemals Sorgen darüber machen irgendwann ohne Job dazustehen. Das Gehalt ist nicht gerade sooooo hoch, aber ich kann ganz gut davon leben.

Öhm, reicht dir das nicht? ":/

Sind wir doch mal ehrlich, du hättest es schlechter treffen können. Nur befristete Verträge, sich die Hacken krummlaufen für einen Hungerlohn von dem man trotzdem nicht leben kann, unbezahlte Überstunden jeden Tag und wenn du krank bist lässt man dich fallen wie eine heiße Kartoffel. Chronischer Personalmangel, Arbeitssicherheit wird mit Füßen getreten und das Arbeitsrecht ebenso. Heutzutage würden sich viele alle 10 Finger ablecken für so eine Arbeit wie du sie hast.

Selbst wenn ich den ganzen Tag nur aus dem Fenster schauen würde, würde ich irgendwann eine gute Beurteilung bekommen. Dann, wenn ich halt "dran" bin. Irgendwie kann ich mir dieser ganzen Situation nicht so recht umgehen...

Siehs mal andersrum: Du bekommst irgendwann eine gute Beurteilung und musst nicht den Buckel dafür krumm machen.

Irgendwie lebte ich immer nach dem Prinzip wer sich antrengt und Leistung bringt, wird belohnt und bekommt gute Noten bzw. eine gute Beurteilung und kommt dementsprechend weiter.

In meinem Job bekommen die Guten noch mehr Arbeit und Verantwortung aufgehalst weil sie die anderen mitziehen müssen. Meine Beurteilung war recht gut, davon kann ich mir aber auch nichts kaufen. Ich bekam nur einen Brief in dem mir mitgeteilt wurde wieviel Geld ich mehr verdienen würde, würden wir denn mehr Geld für die Beurteilung bekommen.

Ich bin bereit viel zu arbeiten und tue das auch, ich bin motiviert und will meine Arbeit so gut wie möglich erledigen und mein Chef lobt mich auch das ein oder andere mal vor anderen aber es ist total demotivierend wenn man dann eine "mittelmäßige" Beurteilung erhält und vielleicht der faule Kollege der sich vor jeder Arbeit zu drücken versucht dann aber befördert wird und man diesen auch noch beglückwünschen soll. Ich gönne wirklich jedem eine gute Beurteilung, aber wenn ich sehe dass leistungsschwache Kollegen sich einen feinen Lenz machen, man die Arbeit praktisch für sie mit machen muss, die Chefs den Faulpelu einfach hinnehmen und der faule Kerl dann trotzdem nach einer bestimmten Zeit befördert wird während andere und u. a. ich seine Arbeit mitmachen müssen dann finde ich das unfair.

Glaub mir, das ist fast überall so.

Bleib wo du bist, mach deinen Job und verabschiede dich von dem Gedanken dass diejenigen belohnt werden die sich besonders anstrengen. ;-)

B+ürost;uhla8kxrobaxtin


@ Lian-Jill:

Da ich bei einer Bundesbehörde arbeite geht das leider nicht. Schon von einer Bundesbehörde in eine andere Bundebehörde zu wechseln ist sehr schwierig und klappt nur selten und wenn dann dauert sowas teilweise Jahre - von einer Bundes- in eine Landesbehörde wechseln ist da so gut wie unmöglich.

@ Fruchtalarm:

Was sollte es denn bringen wenn ich gerichtlich gegen eine ungerechte Beurteilung vorgehe? Wie will ich denn "beweisen" dass ich ungerecht beurteilt werde? Offiziell handelt es sich ja immer um "Leistungsbeurteilungen" und man kriegt für diverse Eigenschaften (soziales, fachkenntnis usw.) Noten. Nur dass das Ergebnis von vornherein feststeht und die Noten dann nur entsprechend vergeben werden damit es unterm Strich passt. Selbst wenn ich der sozialste Mensch auf der WElt mit dem allergrößten Fachwissen wäre, würde ich nur z.B. eine 3 für die jeweiligen Eigenschaften bekommen weil ich ja als Gesamtergebnis nur ein "durchschnittlich" bekommen darf/kann. Versteht ihr? Und selbst der totale Eigenbrödler der vn tuten und blasen keine Ahnung hat bekommt irgendwann was "soziales" und "fachkenntnis" angeht eine bessere Note - einfach damit sein Gesamtergebnis dann besser ist, wenn er mit der Beförderung "dran" ist.

Vor Gericht glaube ich aber nicht dass irgendwer von den Führungskräften das so zugeben würde, dass es intern so gemacht wird, dass nicht die LEistung entscheidet sondern lediglich wie lange jemand bei der Verwaltung dabei ist.

@ nimmerniedlich:

Das versuche ich ja! Mir ist bewusst dass es mir eigentlich gut geht, dass ich durchaus schlechter dastehen könnte. Aber wie würde es dir denn gehen, wenn du 9 Stunden am Tag in der Arbeit bist und merkst dass du anfängst deine Verwaltung langsam aber sicher zu hassen. Einfach weil du das Gefühl hast keine Chance gegen die starren Regeln zu haben, sich nie irgendwas verändert und wenn dann dauert es teilweise Jahre. Und diese Jahre können seeeeeehhhhhhhr lang sein. Und auch 9 Stunden können an einem Tag seeeehhhhhr lang sein. Und wenn ich an die nächsten 40 Jahre denke, dann graust es mir davor. Noch 40 Jahre mit so einer starren Struktur leben...ich merke ja jetzt schon wie die Verwaltung meine Motivation und meinen Arbeitswillen bricht. Klingt blöd, aber ich habe wirklich das Gefühl dass die ehrgeizige und fleißige Manuela langsam aber sicher der Vergangenheit und Frustration weicht.

nXimmezrniedplicxh


Aber wie würde es dir denn gehen, wenn du 9 Stunden am Tag in der Arbeit bist und merkst dass du anfängst deine Verwaltung langsam aber sicher zu hassen. Einfach weil du das Gefühl hast keine Chance gegen die starren Regeln zu haben, sich nie irgendwas verändert und wenn dann dauert es teilweise Jahre. Und diese Jahre können seeeeeehhhhhhhr lang sein. Und auch 9 Stunden können an einem Tag seeeehhhhhr lang sein. Und wenn ich an die nächsten 40 Jahre denke, dann graust es mir davor. Noch 40 Jahre mit so einer starren Struktur leben...ich merke ja jetzt schon wie die Verwaltung meine Motivation und meinen Arbeitswillen bricht. Klingt blöd, aber ich habe wirklich das Gefühl dass die ehrgeizige und fleißige Manuela langsam aber sicher der Vergangenheit und Frustration weicht.

Das hab ich seit 16 Jahren. Man redet und redet und redet und irgendwann stellt man sich einfach vor die nächste Wand und redet mit der. Die hört wenigstens zu.

Bei mir ist das immer so phasenweise. Irgendwann geht's mir wieder besser und dann läufts auch wieder.

m?arc*omjarcxos


Kannst Du dich nicht für eine zeit beurlauben lassen ? dann könntest Du was anderes ausprobieren - könntest Du vielleicht das ganze in eine positve Richtung lenken indem Du Dich z.B. politisch engagierst ?oder Irgendwas wo Du erstmal ein zweites standbein bekommst ohne die Sicherheit Deines Jobs aufgeben zu müssen. so habe ich das mit dem blaumachen auch gemeint - nicht um zu hause zu sitzen sondern um die zeit konstruktiv zu nutzen. genauso kannst Du auf Teilzeit gehen usw. und hast Freiraum - um was anderes auszuprobieren.

oder gibt es Möglichkeiten sich nochmal weiterzubilden auf einem gebiet was dich interessiert. ich wüsste so einiges , wenn ich in Deiner Situation wäre und ich selbst habe diese Möglichkeit nicht weil ich es mir nicht leisten kann ín meinem Job.

L]ian -Jizll


Aber wie würde es dir denn gehen, wenn du 9 Stunden am Tag in der Arbeit bist und merkst dass du anfängst deine Verwaltung langsam aber sicher zu hassen. Einfach weil du das Gefühl hast keine Chance gegen die starren Regeln zu haben,

Du sprichst hauptsächlich von deiner Unzufriedenheit, was die Aufstiegsmöglichkeiten bzw. die dienstliche Beurteilung angeht.

Wie sieht es denn mit deiner Arbeit aus, macht die auch keinen Spaß? Kannst du dich nicht zusätzlich in der Personalvertretung einbringen, um ein bisschen mehr hinter die Kulissen blicken zu können und Vorurteile abzubauen?

Die meisten, die bei uns über ihren Job jammern, tun das, weil sie wenig Einblicke haben und keine Lust, sich ein differenzierteres Bild zu machen bzw. keine Lust, die Dinge mitzugestalten.

"Die Verwaltung", das bist du doch selbst zu einem gewissen Teil.

E|hemaliger PNutzcer (#54x0992)


Vor Gericht glaube ich aber nicht dass irgendwer von den Führungskräften das so zugeben würde, dass es intern so gemacht wird, dass nicht die LEistung entscheidet sondern lediglich wie lange jemand bei der Verwaltung dabei ist.

Du kannst für dich ja mal "Protokoll" darüber führen, wann Du positives Feedback von deinen Vorgesetzten bekommst. Das ist 'ne ganz simple Methode, um (zukünftig) ein mit dem bisherigen Feedback nicht gerade kompatibles Zeugnis zu erschüttern. Deine Chefs müssen nicht zugeben, dass sie bei den Zeugnissen mauscheln, es reicht schon, wenn sie zugeben, wann und wie sie dich gelobt haben (und das abzustreiten wäre ziemlich dumm...). Erfolgreiche Klagen gegen ungerechtfertigte Bewertungen und Konkurrentenklagen im Beamtenrecht gibt es wie Sand am Meer.

Ich frage mich allerdings, ob Du nach deiner letzten Beurteilung den verantwortlichen Vorgesetzten darauf angesprochen hast, dass Du mit der Beurteilung nicht einverstanden bist. Diese typische Behörden-Mentalität gibt es m.E. auch gerade deshalb, weil alle es mit sich machen lassen.

c:haoxt


Hir bestätigt sich fast das Vorurteil, Beamte sind Caffe trinkende Sesselfurzer. ]:D zum Erstaunen sind nicht alle so. Schön, dass es Menschen gibt wie du liebe TE @:) :)* :)_ :°_ :)D

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