» »

Mein tägliches Leid im Amt

_'ParvMati_


Im Grunde sollte man doch schon im vornherein wissen, dass in der öffentlichen Verwaltung starre Strukturen herrschen. Wieso hast du dich dann darauf eingelassen? Aber gut, jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen... Wenn du so unzufrieden bist und dir nicht vorstellen kannst weiter in der Verwaltung zu arbeiten, dann gehe das Risiko ruhig mal ein und mach was anderes. Ich habe mich auch von der öffentlichen Verwaltung verabschiedet. Das war die beste Entscheidung die ich je treffen konnte. Allerdings war ich nicht verbeamtet und mir hat, im Gegensatz zu dir, der Verwaltungsbereich keinen Spaß gemacht bzw. mich nicht erfüllt. Musst du halt wissen, ob du auf den Beamtenstatus verzichten willst und auf einen Job, den du im Grunde gerne ausübst.

WqarmJach&ixne


Also ich arbeite auch bei einer Bundesbehörde, allerdings nicht als Beamtin sondern als Angestellte. Befristete Verträge seit Jahren. Wird immer um 1 Jahr verlängert.

Das was Du da beschreibst kenn ich ganz genau. Das liegt nicht an der Verwaltung, sondern am öffentlichen Dienst im Allgemeinen. Auch der Grund, warum ich in die freie Wirtschaft wechseln will. Egal, wieviel Leistung man bringt, es wird nicht anerkannt. :|N

Ich bin bei mir in der Abteilung sozusagen auch der "Depp vom Dienst". Ich bin für Fachfragen aller Kollegen zuständig, ich kümmere mich um Sonderfälle, ich bin für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Ausbildung von Azubis zuständig etc.. kümmere mich so ziemlich um alles. Dann stand meine Beurteilung an und mein Chef hat einfach die Beurteilung von letztem Jahr kopiert. Ich sprach ihn drauf an und beschwerte mich, aber von ihm kam nur das ich froh sein solle, dass überhaupt drinsteht das ich auch Sonderaufgaben mach (nichts konkretes). Note war durchschnittlich. Außerdem bekommen wir LOB (Leistungsorientierte Bezahlung) und unser Chef hat auch einfach mal bei durchschnittlich eingruppiert. In anderen Abteilungen ging es auch zu einem "sehr gut". Zu mir sagte er, dass könne er nicht machen, dass würde uns nicht so zustehen.

Beide Male war ich beim Personalrat und keine Hilfe war zu erwarten. "Das ist halt nunmal so" und "Sie wissen ja wie er ist" und "Jetzt ist es zu spät, können wir nicht mehr ändern". Und das schon seit Jahren.

Ich hatte mich auf eine andere Stelle beworben. Bessere Bezahlung und Festvertrag. Eine Andere wurde genommen (die beides schon hatte) und das nur, weil sie schon ein bisschen länger als ich da ist. Fachlich hätte ich aber mehr überzeugt.

Ich kenne das ganze Spielchen also und werde definitiv wechseln. Entweder auf Landesebende oder Stadt. Oder einfach freie Wirtschaft. Mal sehen.

@:)

BTürosItuhlakurobxatin


Danke für eure Versuche mich aufzumuntern!

Im Grunde mag ich meinen Job - er ist verantwortungsvoll, abwechslungsreich und interessant. Ich kriege nur nicht in meinen Kopf dass es in einer (oder auch nur meiner - das weiß ich nicht) Verwaltung vollkommen egal ist ob ich arbeite und wieviel ich arbeite. Selbst wenn ich mich total abrackere habe ich bei Beurteilungen und Beförderungen keinen Vorteil demjenigen gegenüber der den ganzen Tag nur Solitär am PC spielt um es mal krass auszudrücken. Ich bin wie gesagt schon immer ehrgeizig und fleißig gewesen und natürlich will ich auch in der Verwaltung vorankommen - ich will auch hier "Karriere" machen und dass ich machen kann was ich will und trotzdem hintenan stehen MUSS kann ich einfach nicht verstehen und akzeptieren. Das geht einfach nicht in meinen Kopf rein versteht ihr?! Wo gibt es sowas denn, dass man bei Nichtstun und Rumsitzen trotzdem irgendwann befördert wird obwohl jedem anderen Kollegen und Chef klar ist dass derjenige z.B. ein fauler Sack ist ???

Natürlich wusste ich dass in einer Verwaltung klare Stukturen herrschen, aber dass sie SO starr sind und man gegen die Sätze "das war aber schon immer so" und "weil es halt so ist" total machtlos zu sein scheint habe ich nicht erwartet. Natürlich habe ich meinem Chef auch gesagt dass ich die Beurteilung ungerechtfertigt finde, aber er meinte nur, dass halt "nicht mehr drin war" aber ich bei der nächsten Beurteilungsrunde bestimmt befördert werde - da wäre ich dann ja dran. OMG - sollte mich das etwa trösten? Ích bin sauer wegen der mittelmäßigen Beurteilung, aber ich bin auch sauer weil mein Einsatz und Fleiß völlig umsonst ist und auch nicht geschätzt wird. Ich habe eher langsam den Eindruck dass ich hier der Depp vom Dienst macht der sich für ein laues "gut gemacht" vom Chef den A*** aufreißt und hintenrum von den anderen ausgelacht wird.

An eine Beurlaubung habe ich bereits mal gedacht und habe mich sogar mal näher darüber informiert. Ich könnte unbezahlt freigestellt werden, aber da ist schon das erste Problem: unbezahlt. Mehr als 3 Monate Beurlaubung wäre nicht drin und dann wären alle meine Ersparnisse aufgebraucht. Und blöderweise gibt es da auch noch so eine komische Regelung, dass ich in dieser Zeit nirgends anders beschäftigt sein darf (zumindest nicht mehr als 10 Stunden pro Woche und das auch nur mit Genehmigung) - was soll ich also bitte tun, wenn ich beurlaubt bin und nix über 10 Stunden irgendwo machen darf um Geld zu verdienen. Das ist doch bescheuert!

Wie ihr wohl merkt bin ich ziemlich unzufrieden - nicht unzufrieden mit der Arbeit an sich sondern mit der Verwaltung. Aber meinen Beamtenstatus möchte ich nun nicht mehr aufgeben bzw. traue ich mich das auch nicht. Ich bin nun 29 Jahre alt und außer dem öffentl. Dienst kenne ich nichts! Ich wüsste auch gar nicht was ich anderes machen sollte... :-| Wie komme ich nur aus diesem Teufelskreis raus? Wie kann ich in der Verwaltung beschäftigt bleiben und endlich akzeptieren dass sich mein Ehrgeuz und Fleiß nicht lohnt? Warum kann ich meinen Ehrgeiz nicht einfach abstellen?

LUian-Jxill


Wo gibt es sowas denn, dass man bei Nichtstun und Rumsitzen trotzdem irgendwann befördert wird

Na, offenbar in deiner Behörde.

Wie kann ich in der Verwaltung beschäftigt bleiben und endlich akzeptieren dass sich mein Ehrgeuz und Fleiß nicht lohnt?

Man könnte den Eindruck haben, du arbeitest in Berlin ;-) . Nur von dort habe ich jemals solche Zustände gehört.

CYoPteS=auvagxe


Ich kenne das so, dass man, wenn man gut qualifiziert ist (was hast du denn für eine Ausbildung?), gute Leistung bringt und ehrgeizig ist, in einer "Verwaltung" ebenso Karriere machen kann wie in der freien Wirtschaft, nur praktischerweise ohne dabei Existenzängste haben zu müssen.

_-ParvPatix_


Wie komme ich nur aus diesem Teufelskreis raus? Wie kann ich in der Verwaltung beschäftigt bleiben und endlich akzeptieren dass sich mein Ehrgeuz und Fleiß nicht lohnt? Warum kann ich meinen Ehrgeiz nicht einfach abstellen?

Vielleicht kannst du an anderer Stelle deinen Ehrgeiz besser einsetzen, z.B. im Sport. Oder du machst neben deiner Arbeit noch ein Fernstudium.

Ansonsten musst du einfach akzeptieren lernen, dass dein Fleiß und Ehrgeiz auf der Arbeit nichts wert ist. Dann mache eben auch nur das nötigste, wenn mehr Engagement nicht gefragt ist. Verlieren kannst du da anscheinend eh nix.

DOeIxtxa


@ Bürostuhlakrobatin

Ich habe denselben Job wie du, nur im mittleren Dienst. Aber da läuft es genauso ab. Wenn dich die Vorgehensweise bei den Beförderungen stören, sehe ich echt schwarz für dich.

Warum bist du nicht zufrieden, einen so sicheren Job zu haben? Sehe es doch positiv: wenn du mal chronisch krank werden solltest und dein Wettrennen, ständig die Beste sein zu wollen, nur noch verlieren kannst, dann wirst auch du befördert "wenn du dran bist".

D{e<xwta


stören=stört

A|nMdruxsch


Ich arbeite auch bei einer Bundesbehörde, bin in deinem Alter, allerdings Angestellte, habe im mittleren Dienst begonnen und bin jetzt (nach 13 Jahren inkl. Ausbildung) im gehobenen. Meine Beurteilungen waren allesamt meiner Leistung entsprechend. Das Endergebnis (quasi die Gesamtnote) entsprach nie dem, was die gesamte Beurteilung wirklich ausgesagt hat, da es auch bei uns Quoten gibt und eben auch die Aussage, dass man mit meinem Alter noch gar nicht DIE besondere Note erzielen kann. Die Worte neben der Note sagten jedoch etwas ganz anderes (viel besseres) aus. Das war immer das Wichtigste.

Allerdings gibt es eben auch den kleinen, aber meiner Meinung nach wichtigen Unterschied zwischen uns: Du bist Beamtin, ich Angestellte. Und Beamte haben nun leider immer noch einen festgelegten Weg vor sich. Du wirst irgendwann zwangsläufig eine Beförderung bekommen, zwangsläufig in den Besoldungsgruppen aufsteigen – unabhängig von Deiner Leistung. Da liegt wahrscheinlich der Knackpunkt.

Ich kann mir tatsächlich alles erarbeiten, weil es eben keinen vorbestimmten Weg gibt. Wenn ich die entsprechende Leistung bringe, kann ich vielleicht irgendwann einen Job machen, der außertariflich bezahlt wird.

Es gibt bei uns die Möglichkeit für Beamte der In-sich-Beurlaubung, was sie zu Quasi-Angestellten mit allen Vor- und Nachteilen macht. Informier Dich doch mal darüber, vielleicht bietet das andere (bessere) Chancen? Beamte haben eigentlich nur noch den Vorteil der Unkündbarkeit. Auf eine gute Pension kannst Du in Deinem Alter nicht mehr zählen, das wird es sicherlich nicht mehr lange geben. Ich habe mich damals ganz bewusst gegen eine Beamtenlaufbahn entschieden.

A&ndruJsxch


Achso, kleine Ergänzung, um zu zeigen, dass im öffentlichen Dienst durchaus Leistung zählt: Ich habe schon anderthalb Jahre nach dem Ende meiner Ausbildung die erste Beförderung bekommen. Es geht also durchaus.

D<e8r `Astroxnom


Hallo "Manuela",

also, ich bin zwar kein Beamter aber auch in einer Art "Verwaltung" beschäftigt (im Prinzip auch öffentlicher Dienst) und das schon seit über zehn Jahren. Ich denke ich kann dich verstehen, zwischen den Zeilen meine ich aber auch gelesen zu haben, dass du zwar unzufrieden bist, aber andereseits doch diesen Job gerne weitermachen möchtest...?

Ich denke dazu folgendes (auch weil ich schon verschiedene Weiterbildungen, die man ja auch, bzw. gerade im öffentlichen Dienst regelmäßig geboten bekommt, besucht habe): Du magst jetzt, in deinem noch ziemlich "jugendlichen" Alter, mit dem Job nicht ganz zufrieden sein. Die Arbeit ist aber ja zum Glück nur ein Teil des Lebens – und so ein Arbeitsplatz, wie du ihn jetzt hast gibt dir eher als ein stressiger Job in der freien Wirtschaft, dich auf anderen Gebieten zu entfalten... Jetzt vielleicht erstmal Hobbies, Sport, etc., später dann bestimmt aich Familie und so weiter. Du hast eigentlich viele Möglichkeiten. Allerdings, ich verstehe dich auch, dass du genervt bist an deinem Arbeitsplatz, hatte selbst ähnliche Phasen. Allerdings kann sich das (sogar ohne dein Zutun) ganz schnell ändern. Ich habe jetzt andere Kollegen, andere Chefs und auch andere Aufgaben als noch vor 8 Jahren und das hat sich einfach so entwickelt. Auch innerhalb eines Amtes kann man mal versetzt werden und andere Aufgaben und Kollegen bekommen. Außerdem – dein beschriebener Ehrgeiz sollte sich noch auszahlen. Es gehen immer wieder Leute in den Ruhestand oder eben woanders hin. Wenn du es dir zutraust, bewirb dich einfach mal auf eine Stelle eine Stufe höher. Dann wird automatisch der Punkt kommen, an dem es nicht mehr eintönig ist oder du dich unterfordert fühlst. Und dann ist auch der Punkt gekommen, an dem du in so einer Verwaltung (entsprechende Mitstreiter vorausgesetzt) etwas verändern kannst und wo sich Kreativität wieder auszahlt. (Auch wenn ich den Mut dazu bisher nicht hatte). "Durchhalten" wäre meine Empfehlung ... =)

Der Astronom

E hemaIliUger Nu+tzer +(#544761)


Ich wüsste auch gar nicht was ich anderes machen sollte... :-|

Wie wäre es mit selbstständig arbeiten. Dort ist man 1:1 davon abhängig, was man selbst schafft und leistet. Zumindest diesem Ziel kommst du da vielleicht näher als dir lieb ist.

Wie komme ich nur aus diesem Teufelskreis raus? Wie kann ich in der Verwaltung beschäftigt bleiben und endlich akzeptieren dass sich mein Ehrgeiz und Fleiß nicht lohnt? Warum kann ich meinen Ehrgeiz nicht einfach abstellen?

Ich finde, das wäre richtig schade. Wenn "das System" auch noch die fleißigen und ehrgeizigen Beamten auf Mittelmaß zurechtstutzen würde. Weil sich Idealismus ja doch nicht lohnt.

Was gibt's als Möglichkeiten: z.B. einen Ausgleich in einem Ehrenamt. Oder in einer Familie zuhause. Etwas, das Selbstverwirklichung für dich bedeutet. Und wo du diese Energie, die du hast, rauslassen kannst und dafür Anerkennung bekommst.

Ich habe auch gerade so eine Diskussion auf Arbeit (Automobilindustrie, kurz vor Übernahme aus der Probezeit ist das danach als Stammmitarbeiter auch eine ziemlich sichere Kiste): Herr Silom, passen sie sich an das System an, denn das System wird sich nicht an Sie anpassen. Ich möchte halt mit meinem Idealismus das System ein kleines bisschen in die aus meiner Sicht richtige Richtung verändern.

lNucky-llorenxzo


Hallo Manuela,

wenn ich Dich recht verstehe habt ihr in eurer Arbeitsgruppe/Sachgebiet o.ä. alle Stellen, deren Wert höher ist, als eure persönliche Eingruppierung. Also zum Bsp. die Stelle hat einen A11 Wert und du hast dort nach der "Ausbildung" mit A9 angefangen. Weiterhin darf immer nur eine bestimmte Quote pro Jahr befördert werden (oder es müssen Quoten für A9/A10/A11 eingehalten werden) und befördert wird immer nur derjenige mit der besten Beurteilung (oder die besten 2 ... 3).

Da ist es natürlich frustrierend, wenn die Beurteilungen immer genau so passend ausfallen, dass sie zufällig dem Behördenverhalten (immer schön der Reihe nach) entsprechen und scheinbar nicht die wirkliche Leistung der Beurteilten widerspiegeln.

Aber gerade wenn es da über mehrere Stufen geht hast Du die Sicherheit, dass Du diese ersten Hürden deiner persönlichen Karriere mit Sicherheit nimmst. Das ist schonmal ein riesen Vorteil gegenüber den Behörden, wo man sich für jeden "Sprung" bewerben und einem Auswahlverfahren stellen muss. Irgendwann ist aber dann doch vermutlich der Zeitpunkt gekommen, wo Du das Ende auf deiner jetzigen Stelle erreicht hast. Und genau hier würde ich an Deiner Stelle ansetzen. Bei der Besetzung von Beförderungsstellen, auf die du dich doch dann sicher bewerben musst, geht es nicht mehr unbedingt "der Reihe nach". Da zählt dann schon eher die Leistung. Wenn du die Zeit jetzt nutzt, um Zusatzqualifikationen zu erwerben, hast du dann sicherlich endlich die Chance die "Solitärspieler" zu überholen.

Also mal das Fortbildungsprogramm deiner Behörde durchstöbern. Wird bei euch irgend eine Zusatzausbildung (BWL/EDV) besonders gern gesehen/gefördert? Sonderprojekte, bei denen man ausserhalb der "Line" mitarbeiten kann. Mach es. Dadurch merken auch die übernächsten Vorgesetzten, dass es Dir ernst ist.

Der ö.D. ist nicht für seine Flexibilität und Spontanität bekannt (wenn dann noch Beamtenrecht dazu kommt, geht gar nichts mehr). Also nicht über das System jammern und versuchen es zu ändern sondern sich die Vorteile des Systems zu nutze machen.

Biüros/tuhla6k}robatin


@ lucky-lorenzo:

Bis ich mich auf einen "höherbewerteten Dienstposten" so richtig überhaupt bewerben kann muss ich mind. 1 mal befördert werden (bei uns sind A9 und A10-Stellen "gebündelt", d.h. auf die A11-Stellen muss man sich dann bewerben und bis dahin kann man auf seinem Posten mit den entsprechenden Aufgaben eigentlich trotz Beförderung sitzen bleiben).

Natürlich ist mir bewusst dass ich im Grunde einen guten Job habe und das Beamtentum durchaus seine Vorteile hat. Das kann man ja nicht abstreiten ;-) Aber es ist irgendwie unbefriedigend wenn ich weiß dass von mir als Beamtin eigentlich kein Engagement und Einsatz gefordert ist bzw. das einfach nicht "gesehen" wird bzw. honoriert wird. Irgendwie habe ich den Eindruck dass ich dann einfach nur die Zeit bis zur Pension "absitzen" würde und diese Vorstellung gefällt mir irgendwie nicht... Klar, manch einer findet es unglaublich toll so ein Leben zu haben und fühlt sich in dieser Vewaltung pudelwohl, aber so sehr ich auch bisher versucht habe mich zu ändern (mir ist ja nicht erst seit heute klar wie die Verwaltung tickt – das weiß ich schon seit ca. 4 Jahren sehr genau) irgendwie bleibt doch doch dieser Ehrgeiz nach vorne zu wollen. Karriere machen zu wollen. Weiterkommen zu wollen.

Und noch 40 Jahre jeden Tag ins Büro zu gehen und dort die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes "abzusitzen" ist doch nicht gerade befriedigend. Auch wenn man sich außerhalb der Arbeit noch ein Hobby sucht – man muss ja trotzdem die Zeit im Amt rumbringen. Und so komisch wie es wohl klingt, aber irgendwie weigere ich mich diese Vorurteile gegenüber Beamten zu erfüllen *g* Klar gibt es bei Beamten die "faulen Säcke" mit Ärmelschonern usw. aber es gibt auch ganz viele durchschnittliche Leute die ihre Arbeit normal machen und dann gibt es die Leute die halt auch wirklich den Laden etwas in Schwung bringen wollen (zu denen ich mich bisher noch zählen würde – trotz des enormen Gegenwinds und der wachsenden Vermutung dass eh alles nichts bringt).

@ Andrusch:

Dann hattest du wohl Glück oder in deiner Verwaltung ist es anders geregelt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit dass man in den ersten 5 Jahren befördert wird praktisch bei 0. Früher wird man nur mit gaaaanz viel Glück befördert – z.B. wenn man zufällig an einer Dienststelle ist wo es sonst niemanden der eigenen Besoldungsgruppe gibt der dienstälter ist (und man somit bei der Beurteilung keine "Konkurrenten" hat).

@ Lian-Jill:

*g* Nein, in Berlin sitze ich nicht. Kann demnach auch nicht beurteilen wie es da so läuft und ob es dort genauso ist wie bei meiner Verwaltung.

L]ianU-Jxill


Bis ich mich auf einen "höherbewerteten Dienstposten" so richtig überhaupt bewerben kann muss ich mind. 1 mal befördert werden (bei uns sind A9 und A10-Stellen "gebündelt", d.h. auf die A11-Stellen muss man sich dann bewerben

Das ist nahezu überall so. Du wirst einmal automatisch nach A10 befördert (entsprechend der Prüfungsnote früher oder später), dann beginnt sich bereits die Spreu vom Weizen zu trennen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH