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Mein tägliches Leid im Amt

m3arEipo=sa


An eine Beurlaubung habe ich bereits mal gedacht und habe mich sogar mal näher darüber informiert. Ich könnte unbezahlt freigestellt werden, aber da ist schon das erste Problem: unbezahlt.

Was hast Du denn erwartet? Dass man Dich während der Beurlaubung weiterbezahlt? Das könnte man dem Steuerzahler wohl kaum plausibel machen.

Vielleicht könntest Du ein Sabbatjahr machen?

Ansonsten finde ich, dass Du auf sehr hohem Niveau klagst. Ich kenne es so, dass man sich auf eine freie Planstelle in einer höheren Besoldungsgruppe bewerben kann, wenn man die Voraussetzungen für die Übernahme der ausgeschriebenen Aufgaben hat und dies bereits unter Beweis gestellt hat. Dann kommt die dienstliche Beurteilung und das Auswahlverfahren – das tun sich viele nicht an und verzichten auf eine Beförderung.

L(ian-Jxill


Ich verstehe das Gejammere auch icht so recht. Einereits beklagt sie, dass sie ohne die geringste Anstrengung automatisch weiterkommt und das keine Herausforderung an ihren Leistungswillen stellt, andererseits beklagt sie die in ihren Augen für das berufliche Fortkommen nicht ausreichende Beurteilung.

m0arip6osHa


Gegen eine nicht zutreffende Beurteilung kann man durchaus vorgehen. Ich kenne es so, dass der Dienstleistungsbericht besprochen wird, bevor die endgültige Version geschrieben und unterschrieben wird. Bei der Gelegenheit kann man durchaus darauf hinweisen, wenn etwas vergessen wurde bzw. zu knapp oder fehlerhaft gehalten ist.

Weil er halt 1,5 Jahre länger in der Verwaltung tätig ist und nun "dran" ist.

Es macht mich irre, dass ich so viel arbeiten und leisten kann wie ich will und offensichtlich immer eine schlechtere Beurteilung für meine Arbeit bekomme als ein Kollege der nur 1 Woche länger in der Verwaltung tätig ist und eventl. sogar 3 Stunden Kaffeepause am Tag macht. Versteht ihr was ich meine?

Was denn nun – 1,5 Jahre oder eine Woche? %-|

Im ÖD zählt die Dienstzeit als Qualifikation, aber das ist nur ein Kriterium. Die Beurteilung Die Leistungen übertreffen die Anforderungen in besonderem Maße können von noch so vielen Dienstjahren nicht übertroffen werden.

A[nQdrusxch


Dann hattest du wohl Glück oder in deiner Verwaltung ist es anders geregelt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit dass man in den ersten 5 Jahren befördert wird praktisch bei 0. Früher wird man nur mit gaaaanz viel Glück befördert – z.B. wenn man zufällig an einer Dienststelle ist wo es sonst niemanden der eigenen Besoldungsgruppe gibt der dienstälter ist (und man somit bei der Beurteilung keine "Konkurrenten" hat).

Glück war das nicht, sondern gute Leistung. Die wird immer honoriert – sofern dies möglich ist. Bei Beamten ist dies nunmal leider nicht möglich, da gibt es vorgeschriebene Wege, der Aufstieg in höhere Besoldungsgruppen ist erst nach gewissen Zeiten möglich. Das hätte dir aber auch schon klar sein müssen, als du dich drum beworben hast. Ich habe damals eine Beamtenstelle abgelehnt – eben weil ich genau das vermeiden wollte.

CfoteCStauvxage


irgendwie bleibt doch doch dieser Ehrgeiz nach vorne zu wollen. Karriere machen zu wollen.

Bist du in A9/ A10 und willst "Karriere machen"?? Oder hab ich da was falsch interpretiert?

L^ian`-Jill


Vermutlich ist sie durch die erste Regelbeförderung erstmal automatisch in A10 gelandet und nun strebt sie nach A11, was eine bessere Beurteilung erfordert hätte.

Also für die still mitlesenden Kritiker der Beamtenschaft:

Hier sind dann duchaus erst die am Zug, die sich schon länger bewährt haben. Beförderungen im Vorfeld als Anreiz für noch zu erbringende Leistung (wie es die TE gerne hätte) gibt es auch im öffentlichen Dienst nicht, dazu sind die Beförderungtellen allenorts zu knapp.

Dass es dann trotzdem Einzelne gibt, die bereits in jungen Jahren schneller befördert werden, wie die TE ebenfalls beklagt, beweist aber doch wiederum, dass es möglich ist, durch Leistung weiterzukommmen. Dass das nicht bei jedem der Fall sein kann, der sich rein persönlich als der/die Beste einschätzt, ist auch klar. Entscheidend ist, was die beurteilenden Vorgesetzten von einem halten.

B}ür$ostuhlankrobatxin


@ Lian-Jill:

Nein, ich bin durch die erste REgelbeurteilung nicht automatisch in A10 gelandet - ich hänge noch immer bei A9 fest und das wird bis zur nächsten Beurteilung auch weiterhin so bleiben.

Ich habe auch nirgends geschrieben dass ich eine Beförderung im Vorfeld als Anreiz für noch zu erbringende Leistung haben möchte. Ich werde von meinem Chef regelmäßig für meine Arbeit gelobt - auch vor Kollegen, ich habe mich für einige Dinge im Amt freiwillig bereit erklärt diese für alle Beschäftigten zu organisieren, bei einem personellen Engpass habe ich in diesem Frühjahr freiwillig für 4 Wochen in einer anderen Abteilung ausgeholfen und habe nebenher noch meine normale Arbeit erledigt (und dabei jede Menge Überstunden machen müssen), ich habe im vergangenen Jahr sogar eine Leistungsprämie erhalten und die bekommt noch lange nicht jeder Beschäftigter hier im Amt. Das einzige was ich möchte ist, dass ich eine Beurteilung bekomme, die auch wirklich meine "Leistung" widerspiegelt und nicht das komplette Gegenteil. Auf der einen Seite werde ich gelobt, bekomme die Leistungsprämie und kriege vom Chef u.a. z.B. ein Schreiben in dem er mir für die Organisation und mein Engagement für eine Veranstaltung offiziell seinen Dank ausspricht. Und das Resultat: eine miese Beurteilung mit der Begründung dass ich halt noch nicht "dran" bin...

mvarZiposxa


Und das Resultat: eine miese Beurteilung mit der Begründung dass ich halt noch nicht "dran" bin...

... was sich nicht unbedingt allein am Dienstalter festmachen muss.

BKüro{stu`hlaJkrobatxin


@ mariposa:

Doch, das war nämlich die Begründung. Ich bin noch nicht "dran", weil es noch Kollegen gibt die länger in der Verwaltung sind und erst noch befördert werden müssen.

Mag sein, dass es bei anderen Verlwatungen mit der Beurteilung anders gehandhabt wird, aber bei meiner wird da wirklich strikt nach Dienstalter vorgegangen. Je länger man beschäfigt ist, desto besser die Beurteilung (vorausgesetzt man kriegt kein Disziplinarverfahren oder sowas).

mLar'ipo]sa


Okay, Bewährung im Dienst kenne ich nur als ein Hilfskriterium von vielen bei Beförderungen, aber das mag bei euch anders sein.

Kann man daraus nun auch folgern, dass Du diejenige mit der kürzesten Dienstzeit bist?

Wie sieht es denn mit einer anderen Stelle aus? Versetzung in eine andere Abteilung oder an eine ganz andere Dienststelle?

_)PSarvxati_


Vielleicht musst du einfach mal zwischen der Realität und der reinen Formalität unterscheiden. Du scheinst deine Arbeit sehr gut zu machen und wirst dafür auch oft gelobt. Deine Kollegen und dein Chef mögen und schätzen dich. DAS sollte der Maßstab für dich sein. Nicht das, was dein Chef auf ein Stück Papier geschrieben hat. Was er anscheinend auch nur gemacht hat, weil es formell nicht anders ging. Ich würde das nicht persönlich nehmen. Vergiss den Wisch und hake die Sache ab.

n<orgdi9c-hxh


Meines Erachtens ist das was Dir fehlt ganz einfach Wertschätzung für das was Du leistest, für Dein Engagement und die Energie, die Du in Deine Arbeit steckst. Ich glaube daß die jeder von uns mehr oder weniger erwartet und auch braucht. Wenn es die nicht gibt und stattdessen andere diese Wertschätzung erfahren, die vielleicht viel weniger leisten und ganz einfach nichts weiter sind als älter oder länger dabei, dann verstehe ich schon, wenn man das einfach sehr ungerecht findet und sich dagegen wehrt und auflehnt.

Ich meine aber auch, daß es dafür eine Grenze geben muß und daß die Hauptsache sein sollte, daß Dir die Arbeit inhaltlich Spaß macht und Du mit den Kollegen um Dich herum klarkommst. Letztlich stellt sich für mich die Frage, warum Du arbeitest und was daran Dich motiviert. Natürlich ist es sicherlich auch, um Geld zu verdienen und um sich bestimmte Dinge leisten zu können. Ich glaube aber daß es zunehmend wichtig ist, ein Stück weit bei der Arbeit auch sich selber zu verwirklichen, das was einem wichtig ist, daß einem die Arbeit inhaltlich Spaß macht, daß man gestalten kann und Verantwortung hat und Dinge oftmals auch so entscheiden kann, wie man sie für richtig hält. Das ist etwas ganz anderes als bloßes Geld verdienen. Und wenn es vor allem das ist, was zur Motivation beiträgt und nicht das Geld verdienen oder die eigene Karriere, so meine ich daß es das Wesentliche ist und der Kern dessen, was auch unsere Motivation ausmacht. Es ist letztlich die Arbeit selber und die Möglichkeit, sie so auszuüben, daß man beruhigt in den Spiegel schauen kann und mit seiner eigenen arbeit und wie man sie gemacht hat zufrieden sein kann. Das ist schwer genug, zumal wenn man ehrgeizig ist und einigermaßen perfektionistisch. Aber ich glaube daß die Motivation aus einem selber kommen muß und nicht so sehr von außen kommen sollte, schon deshalb, weil man Lob, Wertschätzung und Karriere nur sehr begrenzt steuern kann.

-xLaPerUla-


Ich habe auch eine Zeit lang in der öffentlichen Verwaltung gearbeitet und für mich relativ schnell entschieden, dass die Arbeitsweise da (Arbeibeitsabläufe, Potenziale zu Erkennen und zu Nutzen,Bereitschaft Prozesse zu optimieren, Karriereentwicklungsmöglichkeiten etc.) (natürlich kann ich nicht für alle öffentlichen Verwlatungen sprechen) mich sehr demotiviert und ich dort nicht weitere 40 Jahre verbringen kann und möchte. Aus deiesem Grund habe ich mich dann auch für ein Studium außerhalb dieser Schiene entschieden.

Ich kann deine Meinung bzw. deine Gefühlslage daher wirklich nachvollziehen. Allerdings gibt es meiner Meinung nach nur zwei Optionen. 1. du findest dich damit ab und arrangierst dich damit, versucht deine Motivation aus anderen Dingen zu ziehen, oder 2. du gehst. Wobei es dir in der freien Wirtschaft nicht zwingend besser ergehen muss, auch wenn die Chancen nicht schlecht stehen. :)_

Bcürostu*hlakrobDatin


@ nordic-hh:

Natürlich ist es so, dass die Arbeit auch Spaß machen sollte. Aber wenn ich sehe, dass Kollegen die weniger leisten, vielleicht sogar noch ständig fehlen und für die dann u.a. ich die Arbeit mit machen muss efördert werden während ich mit einer miesen Beurteilung abgespeist werde, dann ärgert mich das enorm. Vorallem auch wegen der lahmen Begründung von wegen "dienstälter". Da geht es nicht darum, dass jemand besser ist, kompetenter ist, nachweislich mehr Erfahrung und Wissen hat - es geht nur darum wer dienstälter ist.

Ich wohne in einer der teuersten Städte Deutschlands und bei Beamten gibt es ja leider keinen "Ortszuschlag" sondern man verdient überall gleich viel. Gerade weil es hier sehr teuer ist was Miete und sonstige Lebenserhaltungskosten betrifft, möchte ich natürlich unbedingt MEHR verdienen :)z Schließlich will ich mir ja auch mal mehr leisten können. Das alles ist u.a. auch ein Grund warum ich mich so in meine Arbeit hänge und Ehrgeiz habe - ich will möglichst schnell befördert werden und mehr verdienen um mir ein "besseres Leben" leiste zu können. Und so eine Beförderung macht monatlich schon den ein oder anderen Euro aus. Da regt es einen natürlich enorm auf, wenn man dann wegen komischen inoffiziellen Regelungen und aus nicht nachvollziehbaren Gründen dann keine Beförderung zugesprochen bekommt.

BDürostouhlakroxbatin


@ -LaPerla -:

Ich habe schon das ein oder andere Mal über eine Kündigung nachgedacht, aber diese Idee immer wieder verworfen. Im Grunde gefällt es mir in der Verwaltung ja sehr gut, die Arbeit ist interessant und abwechslungsreich. Das Einzige ist, dass ich mich - wie beispielsweise bei den Beurteilungen - blockiert fühle und den Eindruck habe dass ich nichts dagegen ausrichten kann oder nichts tun kann um meine Situation irgendwie zu verbessern. Außerdem habe ich den Eindruck dass Fleiß, Ehrgeiz und Arbeitsmoral nicht belohnt sondern irgendwie sogar "ausgenutzt" wird um die Faulheit und/oder Unfähigkeit anderer Kollegen wieder auszugleichen. Ich will damit nicht sagen dass alle außer mir in der Verwaltung faul sind, aber einige wenige Kollegen gibt es hier schon die hier eine extrem ruhige Kugel schieben und jeder Art von Stress aus dem Weg gehen (Krankmeldung wenn Besprechungen anstehen, Krankmeldung wenn Dienstreisen anstehen, Weigerung auf eine Fortbildung zu fahren weil es ja nicht zumutbar ist über 1 Stunde mit der Bahn zu fahren um an die entsprechende Fortbildungsstätte zu kommen, Kaum eine Bearbeitung von Vorgängen usw.) aber gleichzeitig bei Beurteilungen auf ihr "Recht" beharren befördert zu werden und eine gute Beurteilung wegen ihrem Dienstalter zu bekommen

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