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Kann es so jemanden wie einen totalen Versager geben?

BqürosRtuhlakr^obaxtin hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich komme mal direkt zum Thema: Mein Problem ist, dass ich anscheinend eine totale Versagerin im Leben bin – zumindest fühle ich mich so. Klar, ich habe Abitur und das Studium erfolgreich abgeschlossen, aber sonst?

Ich schaffe es einfach nicht eine dauerhafte Beziehung einzugehen, da nach spätestens 4 Wochen oft das Interesse an mir verloren geht wenn überhaupt mal eins da war – da kriege ich dann die üblichen Sprüche ala "es hat einfach nicht gefunkt" zu hören oder auch mal ein direktes "ich habe halt etwas höhere Ansprüche" zu hören. Mittlerweile bin ich mit meinen 28 Jahren schon 7 Jahre Dauersingle und merke dass ich so langsam auch gar keine Ambitionen mehr habe mich überhaupt nochmal auf einen Mann einzulassen. Wozu denn auch – ich bin ja anscheinend zu langweilig o.ä. und wirkliches Interesse hat eh keiner an mir?! Es heißt ja immer dass man gerade dann jemanden findet wenn man nicht sucht – tja, wirklich suchen tue ich schon seit 1,5 Jahren nicht mehr und seither habe ich nur eine Handvoll Dates gehabt. Und das waren ganz normale Männer, aber denen war ich anscheinend dann doch zu hässlich, zu langweilig oder zu dumm?!? Natürlich habe ich auch mal gefragt warum das Interesse plötzlich erloschen ist, aber dann kommen halt nur die üblichen "es liegt nicht an dir – es liegt an mir"-Phrasen. Dabei ist mir klar, dass es eben schon irgendwie an mir liegen muss.

Auch was Freundschaften angeht komme ich mir wie eine Versagerin vor. Entweder zeige ich zu viel Einsatz in eine Freundschaft und dann wird sich vor mir zurückgezogen (z.B. weil man vermutet dass ich verliebt in ihn oder sie bin und man mir nicht glaubt dass ich es nicht bin) oder man zieht sich vor mir zurück weil ich zu wenig Engagement zeige als die Personen erwarten. Das heißt also, dass meine Freundschaften im Grunde immer nur "Kurzzeit-Freundschaften" sind die im Schnitt nur max. 6 Monate dauern. Und jedes mal wenn ich dann fallen gelassen werd tut mir das sehr weh – vorallem weil ich in den allermeisten Fällen gar nicht weiß weshalb ich als Freundin fallengelassen werde und über die Gründe im Dunkeln gelassen werde.

Und auch im Job ist es das Gleiche. Ich habe mich die letzten beiden Jahre wie blöd bemüht meine Arbeit gut zu machen und habe mich sehr engagiert. Das Resultat: Bei der Liste der Personen die befördert werden könnten, bin ich das Schlusslicht, d.h. alle anderen sind augenscheinlich eher für eine Beförderung geeignet als ich. Und das obwohl ich mich wirklich total bemüht habe und mein Chef auch niemals was negatives zu meiner Arbeit gesagt hat. Erst als mir das Ergebnis der Beurteilung mitgeteilt wurde, kam raus dass ich in seinen Augen anscheinend null Kompetenz habe und das schwächste Glied bin. Warum er mich aber trotzdem 2 Jahre lang ohne Kommentar immer alles hat machen lassen und meinen Verantwortungsbereich nicht abgegeben hat verstehe ich aber nach wie vor nicht... In seinen Augen kann man ja nicht wirklich viel anspruchsvolle Arbeit von mir erwarten und bin ich wohl eher...einfältig. Anders kann ich seine Aussagen und seine Entscheidung nicht interpretieren.

Im Grunde habe ich ja schon Selbstbewusstsein, aber spätestens seit ich weiß dass ich offensichtlich auch im Job versage fühle ich mich nur noch wie ein Stück Dreck. Wie eine totale Verliererin. Wie ein Nichts. Sowohl im privaten Bereich bei Beziehungen und Freundschaften als auch im Beruf habe ich null Erfolg. Mir ist klar dass es irgendwie in fast allen Fällen an mir liegen muss, aber was genau mache ich denn falsch? Selbst wenn ich mal direkt frage habe ich oft den Eindruck dass man mit die wahren Gründe für Ablehnung, miese Beurteilung o.ä. nicht sagen möchte und sich stattdessen hinter diplomatischem blabla versteckt um mich nicht offensichtlich zu verletzen. Aber wie soll ich denn die Chance haben was zu ändern und an mir zu arbeiten, wenn mir niemand sagt was denn genau falsch ist? Ist es mein Verhalten? Oder was ich wie sage? Oder ist es so, dass ich einfach für andere Leute "zu dumm" bin oder so auf sie wirke?

Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt an dem ich wirklich verzweifle. Privat als auch beruflich versage ich am laufenden Band und das führt dazu dass mein Selbstbewusstsein, mein Selbstwertgefühl immer weiter sinkt. Was ist das denn für ein Leben wenn man in jedem Bereich total versagt? Was ist das denn für ein Leben wenn man offensichtlich nur Schwächen aber keine Stärken hat? Was ist das denn für ein Leben wenn man immer das "Schlusslicht" ist so sehr man sich auch bemüht?

Antworten
NZiet[zscQhesNasxe


Hey, mal langsam! Du hast studiert, du hast einen Job. Es gibt ne Menge Menschen, die dich darum beneiden würden. Du bist offensichtlich nicht dumm oder unterdurchschnittlich begabt. Anscheinend bist du einfach nur ein bisschen zu nett, versuchst es allen recht zu machen, keine Fehler, nicht anecken, immer schön kuschen. Ist es so? Vielleicht wirst du deshalb nicht befördert, du machst deinen Job ganz gut, bist aber einfach nicht fordernd genug; das gibts öfter, warum sollte dein Chef dich denn befördern, wenn du doch jetzt alles brav machst, was er von dir will, und Ruhe gibtst, keine Ansprüche stellst...

Entspann dich :) Nicht an allem, was schief läuft, bist automatisch du schuld.

bbur&gfrRaeulexin


Lass dich erstmal :)_ mir geht es ein wenig ähnlich wie dir - teilweise - und ich mag dir gern sagen, dass du nicht allein bist mit solchen Gedanken und Gefühlen. Ich würde gern näher darauf eingehen, aber ich da ich jetzt erstmal zur Arbeit muss, muss das leider bis heute Abend warten @:)

B>ürostfuhlaKkro%batxin


@ NietzschesNase:

Irgendwie habe ich aber den Eidnruck, dass in meinem Leben alles schief läuft - in jedem Bereich. Ich meine es gibt keinen Bereich in meinem Leben wo ich sagen könnte, dass er gut oder zumindest zufriedenstellend läuft. Ich könnte nicht mal eine Aufgabe/Tätigkeit nennen wo ich sagen könnte, dass dies meine "Stärke" ist. Irgendwie habe ich nur Schwächen (kann also etwas gar nicht oder schlechter als andere) oder in wenigen Fällen gerade noch so Mittelmaß.

Ich bin durchaus ein netter und eigentlich auch ehrgeiziger Mensch, aber so weit dass ich mir alles bieten lasse geht es nicht. Ich lasse mir vielleicht etwas mehr gefallen als der "Durchschnittsbürger" aber irgendwann ist bei mir die Grenze auch erreicht und dann sage ich auch was Sache ist - aber natürlich ohne persönlich beleidigend zu werden (sowas finde ich niveaulos wenn man jemanden beschimpft). Das traue ich mich auch bei meinem Chef.

Inwieweit kann man den "fordender" werden? Also wie könnte ich das praktisch umsetzen?

v8anwekidxen


Hallo Manu!

Wenn man deinen anderen Thread liest, hätte man diesen aber nicht erwartet.

Völlig gegensätzlich.

B^ürostuXhlahkrobatin


@ vanweiden:

Nein, die hängen im Prinzip irgendwie zusammen. Der andere Thread betrifft nur das berufliche - hier geht es aber um alles, das berufliche und private.

E5va QREe{lxla


Ich bin durchaus ein netter und eigentlich auch ehrgeiziger Mensch,

Du hast also recht hohe Maßstäbe, denen Du nicht zu genügen scheinst. Wer setzt diese denn? Die Gesellschaft? Deine Erziehung? Welcher "oberste Richter" in Dir sagt denn laufend, dass Du "nicht genügst"? Such mal diese Stimme und guck, wo sie herkommt.

Ziemlich sicher wurde schon als Kind an Dir herumgemäkelt. Ist es so?

vRanw^ei#den


@ Akrobatin

Hier stellst du dich aber als totale Versagerin dar, während man im ersten glaubt, das du richtig gut im Job wärst, was dann hier an Hand der Beurteilung deines Chefs aber wieder negiert wird.

Hätte ich Zeit und besseres Netz, würde ich mal 2 völlig gegensätzliche Aussagen zitieren.

BHüros$tu`hlawkrobxatin


@ Eva Rella:

Ja, es war schon immer schwierig den Ansprüchen meiner Eltern zu genügen. Meine Eltern haben zwar beide "nur" Mittlere Reife aber trotzdem haben sie ziemliche Ansprüche an mich gehabt: Abitur, Studium, verheiratet mit einem Mann mit ordentlichem Einkommen und junge Mutter von mindestens 3 Kindern. Zu einem Lob - ob die Schule betreffend oder irgendwas anderem - ließen und lassen sie sich nur sehr selten hinreißen. Wahrscheinlich um mich nicht zu verziehen und um zu vermeiden dass ich abhebe ;-)

Aber abgesehen davon habe ich auch selber in einigen Bereichen Ehrgeiz - unabhängig von dem was meine Eltern wollen. Ich habe kein Interesse daran mt auf Biegen und Brechen einen Mann mit guten Job zu suchen, den nach 1 Jahr zu heiraten und dann schnell Mutter und Hausfrau zu werden - so wie sich meine Eltern das auch heute noch vorstellen und mich ständig damit nerven. Ich möchte zwar gerne mal eine Familie haben, aber Priorität hat für mich erst mal noch das Berufliche. Ich will zumindest ansatzweise "Karriere" machen und wengstens 1mal in meinem Leben befördert werden - das sind meiner Meinung nach jetzt auch keine total überzogenen Ansprüche. Dass ich bei dieser Beurteilungsrunde keine entsprechende Beförderungsbeurteilung bekommen habe ist das eine und obwohl ich enttäuscht wäre könnte ich das irgendwie akzeptieren, aber wie ich gestern erfahren habe, bin ich das SCHLUSLICHT und das hat mir praktisch den Boden unter den Füßen weggezogen.

B_ürostxuhla>kfrobatxin


@ vanweiden:

Ich habe auch den Eindruck dass ich gut in meinem Job bin. Es kamen auch nie irgendwelche negativen Aussagen vom Chef oder anderen Führungskräften - ich wurde sogar einige Male für meine Arbeit gelobt und das auch mal vor anderen. Aus diesen Gründen habe ich auch immer gedacht dass ich meine Arbeit gut mache.

Gestern habe ich nun allerdings erfahren müssen, dass meine Beurteilung nicht nur schlecht ist sondern ich sogar das absolute Schlusslicht in der Verwaltung bin. D.h. alle Beschäftigten die mit mir "verglichen" werden (also die gleiche Besoldungsgruppe haben) haben besser abgeschnitten. Das hat mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen- Diese Tatsache hat sich gestern angefühlt wie ein Keulenschlag...

vmanwceidexn


Das hat mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen- Diese Tatsache hat sich gestern angefühlt wie ein Keulenschlag...

Kann ich mir sehr gut vorstellen.

Q2uinNtxus


Könnte die Beurteilung eher an einer persönlichen Antipathie seitens der Kollegen liegen? Wäre es nicht so, die Kollegen oder der Chef hätten dir früher bestimmt Bescheid gesagt, dass etwas bei dir in der Hinsicht falsch läuft. So jedenfalls mein Verständnis, von Kommunikation auf der Arbeit. ":/

w0ho_mawde_wxho


Ja, ich könnte mir auch vorstellen, was Quintus sagt. Minderleistungen über einen so langen Zeitraum würde man doch mal kommentieren und eben sagen, dass zu wenig geleistet wird. Das guckt sich doch eigentlich keiner so lange an, ohne was zu sagen.

Q{uin{tNus


Ich hatte, zu Beginn meines Berufslebens auch das Problem, dass meine Kollegen eher hinter meinem Rücken über meine Arbeit geredet haben. Ich selbst wusste es nicht, bis mein Chef mich zu einem Gespräch gerufen hat und mir missverständlich klar machte, dass ich meine Arbeitseinstellung ändern müsse, wenn ich meinen Job behalten will.

Seit dem halte ich es immer so, dass ich das Gespräch mit einer Person suche, wenn ich merke dass etwas schief läuft. Kommunikation ist für mich inzwischen das A und O bei einer funktionierenden Arbeitsgruppe.

B=ürost}uh0lakxrobatixn


@ Quintus:

@who-made-who:

Ich verstehe mich mit meinen Kollegen eigentlich gut. Also es gibt keine Streitereien oder sowas sondern man kommt gut miteinander klar. Irgendeine Antipathie habe ich jedenfalls nie verspürt, aber das heißt nichts - ich dachte ja auch dass meine Arbeit gut ist und offensichtlich ist sie es nicht.

Außerdem haben die Kollegen auf die Beurteilungen sowieso keinen Einfluss, da die Beurteilungen nur von meinem Chef und den anderen Führungskräften "gemacht" werden.

Aber es geht ja nicht nur um die Arbeit. Es geht darum dass ich in wirklich jedem Bereich des Lebens unterdurchschnittlich bin - Dauersingle ob mit oder ohne Bemühung jemanden kennenzulernen, Freundschaften die nie lange halten und wo ich recht schnell fallengelassen werde und Schlusslich auf der Arbeit.

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