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Berechtigte Angst vor Überforderung oder nur faul?

h%awke\ye00x7


Happy Banana, ist schon okay. Ich habe ja um eure Meinung gebeten. Ich wollte nur verdeutlichen, warum deine Ideen bezüglich betreutem Wohnen bei mir nicht umsetzbar und nötig ist.

Heute soll ich wieder arbeiten und die Nacht war schrecklich, Angst, Anspannung, das Gefühl von Depressionen. Und morgen den ganzen Mist noch mal und noch viel länger. Ich halte das nicht aus, selbst mein Körper zeigt mir, dass er nicht will und den Stress nicht aushält. Und das, obwohl ich im Moment noch frei habe und noch nicht in Ausbildung bin. Morgen werde ich der Familie mitteilen, dass ich kündige. Die drei Jahre gehe ich dann halt an meine Rücklagen, nach der Ausbildung kann ich diese ja wieder aufbauen.

Noch vier Mal arbeiten sowie garantiert noch sechs Mal kurzfristig einspringen, dann ist es geschafft. Und selbst das ist mir in Anbetracht der Tatsache, dass die Leute so anstrengend sind, eigentlich zu viel.

SvilKbermondHau2ge


sowie garantiert noch sechs Mal kurzfristig einspringen,

Dann kannst du ja gleich üben, "nein" zu sagen.

hJaw(kveye0x07


Oh ja, das muss ich auch... Dabei bin ich ein Mensch, der generell nicht Nein sagen kann und es allen recht machen will %-| .

Heute findet das Gespräch statt und ich hab echt Angst vor der Reaktion der Familie. Die sind es nicht gewöhnt, wenn etwas nicht nach ihrer Nase läuft und werden dann recht schnell persönlich und ausfallend.

Gestern ist zwar wieder mal was vorgefallen, was meinen Entschluss nur bestätigt hat, gleichzeitig sind meine Eltern nicht so wirklich begeistert über meinen Entschluss. Da kommt dann wieder das "Es-allen-rechtmachen-wollen-Gen" hervor :(v

M$ilkyy_e77


Steh zu deiner Entscheidung.

Willst du freiwillig wo arbeiten wo die Leute dir gegenüber persönlich und ausfallend sind?

Da musst du dir selbst mehr wert sein!

So eine Behandlung musst du dir nicht freiwillig antun.

Spar dir deine Nerven für die schulische Ausbildung und belaste dich nicht mit diesen Leuten.

Du hast Rücklagen, also ein finanzielles kleines Polster.

Du musst dich nicht für ein bisschen Geld quälen lassen

Im schlimmsten Fall leidet die Ausbildung dann und im allerschlimmsten Fall musst du die Ausbildung wegen psychischer Überlastung abbrechen.

MXiljkyX_e77


Das allerwichtigste ist, es sich SELBST recht zu machen!! :)z

Man strahlt das dann auch aus dass man voll hinter seiner Überzeugung steht und andere akzeptieren es dann besser

SPilGbermointdauge


Da kommt dann wieder das "Es-allen-rechtmachen-wollen-Gen" hervor

Falsch. Sie wollen es nicht allen rechtmachen sondern allen anderen Leuten die nicht zur Familie gehören.

wenn sie es DIR rechtmachen wollten würden sie nämlich anders reden...zumal ich wetten möchte, wenn du mit den Eltern des Kindes super zurecht kämst würdest du vielleicht nicht mal übers kündigen nachdenken, allenfalls übers reduzieren

h)awke~yQec007


So, ich habe der Familie angedeutet, dass ich wohl aufhören werde oder zumindest massiv reduzieren werde, für mehr reichte mein Mut nicht %-| Selbst das fand die Familie schon unmöglich und sie sind ziemlich unhöflich geworden :(v

Ich hasse mich selbst, dass ich nicht den Mut habe, das Ganze einfach zu beenden. Nein, im Gegenteil, ich quäle mich selbst für diese, sorry, unmögliche Familie, und riskiere meine Gesundheit, weil mir einfach der Mut fehlt. Wie blöde kann man sein.

Nächste Woche soll ich zwei ganze Tage auf das Kind aufpassen und mit ihm Städtetrips durch ganz Deutschland unternehmen (Kind reist so gerne). Ich habe mich aber nun am Knie verletzt und kann und soll nicht viel Laufen, ehe die Diagnose steht, das wird aber erst nächste Woche der Fall sein. Das hab ich der Familie mitgeteilt, sie meinten nur, dein Pech, das Programm steht, zieh das gefälligst durch. Und ich blödes Etwas sage ja, weil ich sie nicht noch wütender machen will, obwohl ich genau weiß, dass das so ziemlich sehr dämlich ist %-| War ein Arbeitsunfall und sie haben mir nicht erlaubt, zum Arzt zu gehen, weil ich ja arbeiten musste. Bin dann nach meiner Arbeit ins Krankenhaus

Wie wenig kann man sich eigentlich selbst wert sein?

M}olliCenchxen


@ hawkeye007

Wie wenig kann man sich eigentlich selbst wert sein?

Das frag ich mich allerdings auch.

An Deiner Stelle würde ich

- sofort kündigen,

- einen Arzt Dir attestieren lassen, dass Du Deinen Nebenjob bis zum Wirkungsseintritt der Kündigung nicht mehr ausüben kannst.

MbollienKchen


@ Happy Banana

Wenn es so ist, dass das (erwachsene) Kind den Eltern, wie Du es so schön formulierst, "die Haare vom Kopf frisst" und sich an die Eltern klammert, dürften die Eltern einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen haben, dass das Kind überhaupt so geworden ist. Dann haben sie dafür, solange bis das Kind dann doch auf eigenen Beinen steht (was es dann vermutlich eher nicht den Eltern verdankt, sondern mühsam selbst dafür sorgen muss), auch gerade zu stehen. Mein Mitleid mit den Eltern, die "ja schon so viel durch haben" mit dem Kind, hält sich da eher in Grenzen.

KSapuzi;nerkrerssex2


@ hawkeye007

Den ersten Schritt hast Du ja schon gemacht :)^ .

Niemand hat das Recht Dich zu etwas zu zwingen, das Dir nicht gut tut.

Ich halte, wie hier auch schon geschrieben, Ausbildung + Therapie für mehr als ausreichend, alles andere wäre bestimmt eine Überlastung. Das Wichtigste ist doch eine abgeschlossene Ausbildung.

Ich habe mich mit dem Thema noch nicht ernsthaft befasst, aber es ist wohl so, dass Deine Eltern verpflichtet wären, Dich währned der ersten Ausbildung finanziell zu unterstützen.

Bafög-Anspruch hast Du nicht, hast Du geschrieben, aber vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten? Guck mal hier, vielleicht gibt es da eine Möglichkeit?

[[http://www.babrechner.arbeitsagentur.de/]]

Wie sieht es mit Wohngeld aus?

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es bald schaffst, Deinen Eltern die ganze Wahrheit zu sagen . Bleib dabei, dass es Dir nicht gut tut und letztlich Deine Gesundheit gefährdet und die brauchst Du aber, um die Ausbildung durchzustehen.

Viel Kraft für Dich!

:)*

ShilsbermKondaGuge


sag mal hawkeye007 hast du schon einmal einen Thread über diese Babysitter-Eltern gestartet ? Arbeitsunfall...hast du keinen Vertrag, arbeitest du schwarz und die schieben jetzt Panik, Ärger zu bekommen ? (Musst nicht antworten, ist nur ein Gedankengang)

An Deiner Stelle würde ich

- sofort kündigen,

- einen Arzt Dir attestieren lassen, dass Du Deinen Nebenjob bis zum Wirkungsseintritt der Kündigung nicht mehr ausüben kannst.

Mollienchen

Aber selbstverständlich ! Willst du noch riskieren, nimmer laufen zu können ? Das Kind wird keinen seelischen Schaden davontragen ! Ausserdem gibts Babysitter wie Sand am Meer (nur vielleicht keine die sich ausnutzen lassen)

Auch deine Eltern – also "wenigstens" die Verletzung müssen sie doch respektieren wenn ihnen deine seelische Gesundheit schon egal ist !

Übrigens, als Erzieherin wirst du auch mit einer "gewissen Sorte" Eltern zusammenkommen, jedenfalls kannte ich früher mal zwei Erzieherinnen (städischer und Waldorf-Kiga) :=o

S.iwl}berCmZondaXuge


Achja – und kündigen: Schriftform, Kündigungsfrist einhalten (nach dem Gesetz müsste es der 30.09.sein) und gar nicht mehr diskutieren !

So, ich habe der Familie angedeutet, dass ich wohl aufhören werde oder zumindest massiv reduzieren werde,

Wenn du "nur" reduzierst hört der Sch... nie auf denke ich.

g;retxa_


ich würde an deiner stelle sofort schriftlich kündigen und kein einziges mal mehr hingehen. lass dich krank schreiben, falls du eine kündigungsfrist hast. sei dir selbst doch mal ein bisschen mehr wert, himmel nochmal! wozu sich nochmal beleidigen lassen??

L]3ANA


2@hawkeye007

Ich glaube, unsere Situationen sind nicht ganz unnähnlich. Ich arbeite auch für Privatpersonen.

Mir geht es ähnlich wie dir, nur dass ich eigentlich nicht so behandelt werde.

Meiner Meinung nach ist da die Grenze sehr schwierig zu setzen. Man tretet in einen normalerweise völlig intimen Bereich fremder Menschen, erlebt Dinge, die nur einseitig ablaufen (in dein Privatleben schauen die ja nicht). Hinzu kommt, dass man oft keine klaren Regeln hat, generelle Arbeitsrechte fallen oft unter den Tisch. Und deswegen machen viele Leute, die sich Putzfrauen, Babysitter, Gärnter, Hausmeister ect halten mit einen den Depp.

Viele denken, ich bezahle, deswegen hat alles zu laufen wie ich das will. Wenn du es nicht machst, machen es eben andere. Einen Rat kann ich dir nicht geben, denn auch ich kann keine Grenzen setzen, keine Ahnung warum man so gehemmt ist in dieser Branche. Aber ich denke, es dauert einfach noch eine Weile bis das Maß voll ist.

Irgendwann schmeißt du alles hin. Ich will dir nur sagen, mach das anständig.

Wie andere schon gesagt haben, kündige und lass dich bis zur Kündigungsfrist krank schreiben. Du musst da nicht mal mehr persönlich hin, schicke das ganze per Einschreiben und geh nicht mehr ans Telefon. Wie sieht es mit Bezahlung aus? Bekommst du nur die Stunden bezahlt, die du tatäschlich arbeitest oder hast du ein festes Gehalt? (Nicht, dass sie dir den restlichen Lohn nicht ausbezahlen).

Du bist volljährig, ich weiß allerdings, dass es schwer ist, sich in dem Alter selbstverantwortlich zu verhalten. Oft gibt es Kinder, die mit 18 noch erzogen werden (Ich hatte zum Beispiel immer noch gefragt, wie lange ich denn Ausgang habe |-o ) So verhält es sich mit allen anderen Entscheidungen auch, man hat sich jahrelang darauf verlassen, dass die Eltern einem sagen, was man tun kann und was nicht, was richtig ist und was falsch und das ist eben nicht mit 18,19,20 abgestellt. Das ist wie alles andere ein Prozess in dem man reinwächst. Man muss ja nicht grundsätzlich ein schlechtes Verhältnis haben, wenn die Eltern mit eigenen Entscheidungen nicht einverstanden sind, aber das muss man erst lernen auszuhalten, dass man eben eigenverantwortlich handelt. Deine Eltern übrigens genauso. Deswegen kann ich deine schlechte Gewissen gegenüber Autoritätspersonen (Chef, Mutter, Vater, Ausbilder) schon verstehen. Aber setze dich deswegen nicht unter Druck, ich finde alle anderen Entscheidungen klasse von dir und ich denke, da du als erwachsener Mensch noch nicht gefestigt bist, reicht das auch vollkommen aus, welche Ziele du dir gesetzt hast.

h\awk_eyQe00x7


L3ANA, du schreibst mir aus der Seele. Da ist so viel Wahres dran! Ich werde nie wieder in einem Privathaushalt arbeiten, ich bin dafür zu gutmütig, denke ich.

Ich habe nicht mal einen richtigen Vertrag mit den Eltern, was hat man dann für Kündigungsfristen? Ich denke, ich werde nur noch schriftlich mit ihnen kommunizieren, sonst werde ich wieder "rückfällig"

Meine Eltern sehen es jetzt zum Glück langsam, aber sicher ein, meinen aber, ich solle zumindest die zugesagten Termine noch einhalten, damit man mir nichts nachsagen kann. Ich denke mal, ich werde den Eltern sagen, dass ich mich nur aufs Sofa setzen kann und NICHTS mit dem Kind machen kann, außer darauf aufzupassen, dass er keinen Mist macht. Aber nichts in Richtung Sport oder Ausflüge. Vielleicht schmeißen die Eltern mich dann ja selbst raus^^

Mollienchen, ja meine Eltern haben ziemlich dazu beigetragen, dass ich so geworden bin, wie ich bin, selbst mein Therapeut ist immer wieder erschüttert. Dazu kommt, dass ich schon als Kind seltsam, außerhalb der Norm, schwierig und Außenseiter war. Ich vermute, dass da noch mehr hinter steckt (Richtung Asperger-Syndrom), Diagnostik beginnt demnächst.

Silbermondauge, nee, ich glaube, ich hab hier noch nichts über diese Eltern geschrieben. Einen Vertrag habe ich zwar nicht, bin aber bei der Minijob-Zentrale gemeldet, arbeite also nicht schwarz. Es ging den Eltern darum, dass ich gefälligst zu arbeiten habe, Panik hatten, die glaube, ich nicht, da ich ja gemeldet bin. Ging ihnen nur gegen den Strich %:|

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