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Etwas muss sich ändern – nur was?

aMnfa>ngmit^fre{ude hat die Diskussion gestartet


Hallihallo!

ich mache mir schon seit längerem gedanken über mehrere dinge in meinem leben, mit denen ich nicht ganz zufrieden bin. einige davon sollten sich eigentlich ändern, bzw. ich sollte etwas daran ändern, aber ich bin derzeit wie gelähmt im angesicht der vielfalt der probleme.

ich danke erstmal jedem, der sich die zeit und mühe nimmt, meinen sermon durchzulesen und ggf. zu kommentieren. mir geht es primär darum, mir selbst mal die gedanken aus dem kopp zu schreiben und vielleicht auch darum, mal eine andere sicht auf die dinge zu bekommen.

tut mir leid, wenn es etwas unübersichtlich werden sollte – genauso ist es leider im moment. %:|

fangen wir mal mit dem beruflichen an.

im moment studiere ich geschichte und politik auf lehramt. wenn ich mich richtig dahinter klemme, kann ich in 2-3 semestern fertig sein. klingt erstmal gut, allerdings ist bei mir seit längerem die luft raus. mittlerweile bin ich in semester 14 oder 15 und es scheint sich wie kaugummi dahin zu ziehen. hinzu kommen anhaltende zweifel darüber, ob ich mir den lehrerberuf wirklich vorstellen kann. alle sagen zwar immer, ich kann dann mit dem lehramt ja beides, also sowohl lehrer werden, als auch irgendwo im geisteswissenschaftlichen oder journalistischen bereich tätig werden, aber mir fehlt da irgendwo die förderung durch meine uni. beispielsweise bekommen hiwi-jobs meist bachelor-studenten, weil es dort heisst, man müsse diese unterstützen, da wir lehrämtler später mal nen sicheren job hätten und die bachelor-leute ja nicht. auch ansonsten läuft bei uns an der uni so einiges falsch, aber das ist jetzt nicht thema hier. die derzeitige perspektive – noch 2-3 semester harter arbeit vor mir und dabei gut 4-5 hausarbeiten aus vergangenen semestern, die ich noch nachreichen muss – gefällt mir ganz und gar nicht. dazu muss ich sagen, dass ich 27 bin und langsam einfach gern die "ausbildung" hinter mir hätte, um einfach ein wenig geld zu verdienen und nicht meinen eltern auf der tasche liegen zu müssen. das ist auch etwas, was mich enorm wurmt, weil ich einfach gern ein wenn auch nur bescheidenes einkommen hätte, das ich mir irgendwie selbst erarbeitet hätte oder das via bafög oder ähnliches zustande gekommen wäre. es geht mir nicht ums grosse geld, sondern einfach darum, dass ich mir ja auch mal neue klamotten oder alle paar jahre eine kleine reise zur entspannung bezahlen wollen würde. im moment ist beides nicht drin. daher spiele ich schon lange mit dem gedanken, alles hin zu schmeissen und etwas anderes zu studieren. interessehalber ginge es bei mir dann mehr in richtung altorientalistik oder ur- und frühgeschichte. wäre ich nochmal 20 und hätte das abi frisch in der tasche, würde ich mich wohl eher für solch einen studiengang entscheiden.

ein weiteres problem stellt wohl meine mangelnde perspektive dar. die meisten leute, die studieren, tun dies, weil sie irgendeinen job ausüben wollen. ich wollte meine gesamte kindheit und jugend immer nur eins: geschichte studieren. dazu ging es nach der grundschule aufs gymnasium, dazu machte ich abitur und nun bin ich im studium, es läuft ganz anders, als ich es mir erträumt habe und bin da auch ein wenig enttäuscht.

versteht mich nicht falsch – lehrer zu sein stösst mich nicht ab. ich habe in mehreren praktika erlebt, dass mir der job eigentlich liegt und auch spass macht. aber es ist eher ein feeling, wie im hotel, wo man sich beim frühstück über die frisch gebackenen weissmehlbrötchen freut und an die mehrkornbrötchen, die man eigentlich vielleicht lieber gehabt hätte, gar nicht denkt. verständlich? ;-D

im grunde habe ich jetzt also die möglichkeiten, entweder das studium durchzuziehen, dann refrendariat zu machen und dann weiter zu sehen. vielleicht nochmal studieren, vielleicht lehrer werden. auf jeden fall hätte ich dann etwas in der hand und hätte die letzten 7 jahre auch nicht umsonst die uni-bank gedrückt. oder ich werfe es hin und fange nochmal von vorn an, altorientalistik oder ur- und frühgeschichte auf BA. mit der frage im raum, was ich nach dem BA mache und welche beruflichen aussichten ich dann hätte und auch mit der frage im raum, wie ich das ganze finanziere (gilt es bafög-mässig als zweitstudium oder nicht?).

zu dem ganzen kommen im moment auch noch familiäre probleme.

meiner oma geht es zunehmend schlechter, sie baut mental ab und das ist was, was mir im moment mehr nahe geht, als ich es mir eingestehe. die demenz hat nochmal einen ordentlichen schub getan und ich glaube, so langsam oder sicher sind ihre tage gezählt. wie gesagt geht mir das sehr nahe. sie ist für mich der liebste und netteste mensch auf der welt, den ich kenne und irgendwie hatte ich immer gedacht, dass sie eben im hintergrund "da" wäre, wenn es wichtige stationen in meinem leben gäbe, wie hochzeit, kinder kriegen oder derartiges.

mit meinen eltern läuft es derzeit auch ganz und gar nicht gut. meine mutter ist auch schon länger krank und sie können es sich eigentlich nicht mehr leisten, mich durchzufüttern. vor kurzem haben sie mir dann klipp und klar gesagt, dass ich mir eine andere möglichkeit suchen muss, mein studium zu finanzieren.

im grunde komme ich mit meinen eltern halbwegs gut zurecht, aber das auf-der-tasche-liegen vergiftet doch sehr das klima zwischen uns, was mich auch sehr traurig macht. es gibt im moment eigentlich kein anderes gesprächsthema, was mich auch traurig macht, da mir meine "normalen" eltern einfach auch irgendwo fehlen, die sich früher mal für meinen alltag interessiert haben oder einfach so mal mit mir gequatscht haben und zu denen ich auch mal mit schwierigeren fragen kommen konnte. geht derzeit alles nicht.

dazu kommen bei mir auch noch gesundheitliche probleme.

zum einen habe ich hashimoto und bin daher ziemlich angefressen. es ist extrem schwierig, einen guten arzt zu finden, bei dem man vernünftig behandelt wird. zum anderen habe ich starken vitamin d-mangel. mittlerweile nehme ich selbst vitamin d, um dem entgegen zu wirken, aber das geht natürlich auch aufs geld.

hinzu kommt noch ein ganzer haufen anderer krankheiten und zipperlein, die mir grade nicht einfallen. im grunde genommen komme ich grade körperlich total am ende vor.

auch nervlich bin ich am ende. habe schlafprobleme und kann nur dank baldrian halbwegs gut schlafen. ausserdem nehme ich johanniskraut, weil es mir empfohlen wurde und hoffe, dass mein blues sich da in den nächsten wochen verbessert.

im grunde bin ich immer nur am "machen", habe mir nie eine pause gegönnt. erstes landesabi in hessen 2007 gemacht, dafür im 12. und 13. jahrgang hart gelernt. zum teil 60-70 zeitstunden pro woche nur mit schule beschäftigt, davon allein 50 schulstunden wöchentlich. danach war ich schon im eimer, wollte mal pause machen, vielleicht ein FsJ, vielleicht ein paar monate urlaub, vielleicht auch mal sowas wie work und travel. wurde mir von den eltern ausgeredet, wichtig ist ja nur, dass man arbeitet und geld verdient. also gab es nichtmal den eigentlich versprochenen abi-urlaub, sondern ich "durfte" meine eltern 2 wochen nach meck-pomm begleiten. danach gings dann erstmal ans studieren und gleich nach dem ersten semester war ich so ausgebrannt, dass ich im zweiten krank machen und einen psychologen aufsuchen musste. ab dem dritten ging es dann wieder – auch weil meine eltern mich immer wieder dazu drängten. zwischendurch habe ich dann nochmal mit einem kumpel in prag urlaub gemacht – war wunderbar, aber mittlerweile ist das auch wieder über 2 jahre her.

wie gesagt mittlerweile fühle ich mich in meinem studium und auch in meinem ganzen privatleben einfach ausgebrannt und habe nur noch das gefühl, benommen den leuten ihre bedürfnisse zu erfüllen. das geht so weit, dass ich mich mittlerweile nichtmal mehr entspannen kann. ich bin rund um die uhr geistig angespannt, immer am denken. wenn ich das tue, was mich früher oft entspannt hat, klappt es meist nicht. wenn ich meine lieblingsserien gucke, schalte ich nach 10 oder 20 minuten aus, weil ich mich nicht auf die handlung konzentrieren kann, weil mir so viel anderes durch den kopp geht. genauso bei so ziemlich allen anderen tätigkeiten in meinem leben. %:|

auch in der beziehung sind die auswirkungen bemerkbar.

zum einen leidet derzeit meine libido. meine freundin sitzt neben mir oder wir kuscheln, aber ich komme einfach nicht in fahrt, weil ich nicht abschalten kann. zum anderen führen wir eine fernbeziehung. sie in berlin, ich in hessen. die fahrerei mit fernbussen ist mörderisch und bringt mich noch mehr an meine grenzen, bzw. darüber hinaus. hinzu kommt noch die frage nach meiner beruflichen zukunft und der lokalen verortung des lebensmittelpunktes. sie lebt in einer grossstadt und ich bin einfach – das fällt mir umso mehr auf, desto öfter ich in berlin bin – bin einfach kein grossstadtmensch. sie fühlt sich dort aber wohl. um bei ihr zu sein würde ich dann ja auch gerne in die nähe von berlin ziehen, quasi in den speckgürtel. das problem ist nun eben nur folgendes: in berlin kann ich kein lehramt studieren, ergo müsste ich dort so oder so neu anfangen, entweder mit lehramt oder mit altorientalistik. umgekehrt habe ich hier beides (lehramt in kassel, altorientalistik in göttingen) direkt vor der nase. ich stehe also vor der entscheidung, ob ich in ihre stadt ziehe und sozusagen alles bisherige aufgebe, auch meine verwandtschaft noch weiter von mir weg hätte und etwas studiere, bei dem ich noch nicht weiss, ob es finanziell überhaupt drin wäre. hinzu käme dann noch, dass ich für einen umzug im moment einfach überhaupt kein geld habe. notgedrungen würden das vielleicht die eltern zahlen. aber da würde ich mich wieder schuldig fühlen.

und hinzu käme auch, dass ich im moment so krank bin, dass ich nicht weiss, wie ich das alles hinkriegen soll. ???

insgesamt sitze ich also ganz schön in der patsche.

danke euch fürs lesen. wie gesagt, ich freu mich über eindrücke, meinungen und alles andere! @:) *:)

Antworten
Chi~nnamoxn4


Falls du es nicht lesen willst, kein Problem. Ich hatte nur das Bedürfnis, dir die Möglichkeit zu geben, zu lesen, was ich sage. Aber auch wirklich nur, wenn du es auch möchtest!

Wenn ich du wäre, würde ich alle Zelte abbrechen. Du bist hier in deinem Hamsterrad, schon dein Leben lang, wirst immer kränker. Das kann nicht gut sein. Abstand wäre gut, denke ich. Spontan hätte ich eine komische Idee, vielleicht ist sie total blöd, vielleicht aber auch gut: Die große Reise wird nicht finanzierbar, auch wirst du nach einem Abbruch nicht einfach entspannen und Abstand nehmen können, dafür wird das Jobcenter sorgen. Vielleicht könntest du aber raus aus deiner Stadt, etwas weg. Vielleicht, und nur vielleicht, könntest du nach D gehen und dich um deine Oma kümmern. Du könntest ja dann mit ihr zusammen im Haus von HJ oder R wohnen, wer es jetzt eben war, wo sie bis zuletzt gewohnt hat. Du hättest dann immerhin eine Bleibe, wärest weg von allem, hättest eine gute Ausrede für den Abbruch, nämlich den Pflegefall in der Familie und es wäre dort auch schön ruhig und ländlich. Außerdem hättest du noch etwas Zeit mit deiner Oma. Natürlich gäbe es aber auch ein paar Nachteile: Zum Beispiel kann es auch wieder sehr an die Substanz gehen, einem geliebten Menschen beim Sterben zuzusehen. Auch wäre die Frage, was passiert, wenn du irgendwann wieder ins Berufsleben und dort weg willst. So viel dazu.

a2nfOangmigtfrexude


habs gelesen. ;-)

hm, deinen vorschlag kann ich wohl kaum umsetzen. pflegen heisst ja das ganze programm und ich kann mir nicht vorstellen, sie zu waschen, rund um die uhr zu betüddeln und, und, und. ich meine, ich hab schon schwierigkeiten damit, wenn ich mal meinen vater "untenrum" waschen soll. das dann auch bei der oma? %:|

ich glaube, das würde auf dauer mehr probleme aufwerfen, als lösen.

Cninna"mion4


Okay, war ja auch nur so ein Gedanke. Es ist gut, wenn du für sich selbst weißt, dass du das nicht willst. Das macht ja sonst auch keinen Sinn :)* .

C2inGnamoxn4


Trotzdem denke ich, dass du irgendwie mal raus musst. Die Frage ist bloß – wie?

C,innahmoxn4


P.S.: Ein FSJ könntest du doch eigentlich immernoch machen, oder nicht?

alnfangm?itfreuxde


Trotzdem denke ich, dass du irgendwie mal raus musst. Die Frage ist bloß – wie?

ja, ich denke, da denkst du richtig. ;-)

ich bräuchte echt mal eine längere phase, in der ich aus dem hamsterrad raus komme. über das wie mache ich mir eben gedanken und weiss selber nicht, wie genau.

fürs FsJ bin ich wohl zu alt meines wissens. bzw. ich bin im moment körperlich und geistig auch gar nicht dazu in der lage 6 tage die woche morgens um 5 aufzustehen, um dann z.b. im altersheim oder kindergarten mit anzupacken. %:|

BTambiaen#e


Ohje.... ":/

Aber mal Respekt für deinen "Kassensturz"!

insgesamt** sitze ich also ganz schön in der patsche.

Naja...es gibt Schlimmeres! Du bist erst 27 und kannst versuchen das Ruder wieder an dich zu reißen!

Du hast erkannt dass es so nicht weitergeht, also musst du was ändern.

Trotz Wehwehchen und privater Problematik solltest du dir meiner Meinung nach Prioritäten setzen! Konzentrier dich nicht auf das was du nicht kannst, sondern auf das was dir praktisch möglich ist. Es ist nunmal im Leben nötig (außer du willst dich in die soziale Hängematte begeben) für den Lebensunterhalt zu arbeiten. Mit einer gescheiten Ausbildung ist es bestimmt einfacher.

Du könntest die Pobacken zusammenkneifen und dein Studium Stück für Stück "abarbeiten". Hausarbeit für Hausarbet. Prüfung für Prüfung. Aber ich befürchte du hast im Moment nicht die mentale Stärke dafür.

Wenn du mein Sohn wärst, würde ich dir zu einem halben Jahr Uni-Pause raten. Wäre das möglich? Allerdings NUR wenn du in dieser Zeit einen geregelten Vollzeitjob findest. Jeden Tag von sechs, seben,ach oder neun bis drei, vier oder fünf einen geregelten Tagesablauf, Arbeit, Feierabend, Wochenenden, Urlaubstage. Ich bin mir sicher,es würde dir gut tun, dein egenes Geld zu verdienen, dein Selbstwertgefühl stärken und dir den richtigen Blick dafür öffnen warum es sich lohnt, dich durch dein Studium zu arbeiten! Verstehst du?

Du hast leider keine Ausbildung, aber es findet sich bestimmt was. Bei uns in der Verwaltung zB werden regelmäßig Studenten für ein paar Monate als Aushilfen eingestellt. In der Vorweihnachtszeit gibt es bestimmt was.

In dieser Zeit hast du auch die Möglichkeit dich zu entscheiden ob du weiter auf Lehramt studieren willst oder ob du was anderes machen willst.

Ich finde du solltest es dir als oberstes Zel setzen, deine Brötchen selber zu verdienen.

Ich hoffe für dich, du wirst Geschichte und Orientalistik nur dann studieren, wenn dein Lebensunterhalt zuverlässig gesichert ist.

Eine meiner Nichten hat Geschichte studiert und auch erfolgreich abgeschlossen. (leider nicht auf Lehramt). Sie war von diesem Studium nicht ab zu bringen. Es hat ihr Spass gemacht aber es ernährt sie nicht. Weil sie damit noch keine Arbeit gefunden hat und bis jetzt noch keinen Cent verdient hat, hängt sie jetzt mit viel Mühe und diversen Jobs ein zweites Studium (ich glaub Wirtschaftsing) an. Es zieht sich wie Kaugummi und dieses inteligente Mädchen tut mir leid. Zum Teil holt sie Essen von der Tafel, obwohl ihre Eltern ihr die Miete zahlen.

Mehr fällt mir jetz dazu nicht ein. Ich wünsche dir einen klaren Kopf und ganz viel Kraft! :)*

WWaterxli2


Mönsch, anfangmitfreude, da haben wir echt ganz schön viel gemeinsam.. beruflich gesehen... sogar die Semesterzahl und so...

Also ich würde erstmal sagen: zieh das durch mit den 2-3 Semestern, mach fertig. Du bist schon "älter" und studierst schon so lange und mit dem Lehramtsabschluss steht dir doch dann ALLES offen. Nur fertig machen solltest du, einfach weil du schon soviel reingesteckt hast.

Da es mir auch so geht: Geschichte, endlos viele Semester, will eig. Althistoriker werden statt Lehrer, aber auch mal Geld für Urlaub haben... also mein Plan ist so: Fertig studieren (evtl. bin ich schon fertig wenn Klausur geschafft, spätestens März...) und dann schleunigst dieses doofe Referendariat machen (ja, ich will was mit GESCHICHTE arbeiten, und zwar lieber Lehramt als gar nichts, wofür die Chancen ohne Lehramt sehr hoch sind, machen wir uns nichts vor!) und dann möchte ich promovieren. ;-D

Das kannst du ja auch mit dem Lehramtsabschluss. :)z

Ansonsten wüsste ich nicht, was man im Bereich Geschichte auf Anhieb so machen kann. ":/ Für Museum und Co. gibts ja alles Extraausbildungen. Ne Bekannte von mir studiert jetzt z.B. Altorientalistik nachdem sie den Master in Alte Geschichte hat. ":/ Aber man kann nich ewig studieren. Bei mir ist es z.B. so, dass ich nebenbei in einem Callcenter arbeite. Das ertrag ich keine weiteren 6-7 Semester. :|N

Ich würde manchmal gern noch was in Richtung Informatik machen, scheint gesucht zu sein im historischen Bereich und macht mir echt Spaß.

Wieso kriegst du eig. noch BaföG? Im 14. Semester? Wieso geht das bei mir nicht? ":/

Hmm, wenn du noch UFG/AOR studieren willst, kannste da nicht nen Master direkt machen? Also wenn man einen Master/Staatsexamen hat, kann man doch einen Master draufsetzen oder? An meiner Uni gab es schon völlig Fachfremde Bachelors, die direkt in den Antike-Master konnten, weil sie Vorkenntnisse und Interesse mitbrachten und der Master mal nicht überlaufen ist. Latein ud Griechisch: iiiihhhh! ]:D

Ein Tipp noch, wie du das Studium schaffen kannst: schreibst du am Ende Examen? Dann klopp einfach bei den Hausarbeiten nur schnell was hin, damit die weg sind und lern für dein Examen, wo die Noten zählen. Mir nützen meine doofen Hausarbeten gar nix, da ich in den Abschlussprüfungen nur 3er und sowas hab. %-| Mach deine Hausarbeiten in einem Semester schnell fertig und reiß dir kein Bein aus und lern lieber in Ruhe für wichtige Noten.

Wegen mal raus: hab neulich gelesen, man kann bis 30 in Australien Work and Travel machen. Einfach hinfliegen, so ein Visum vorher besorgen und dann auf Farmen arbeiten etc.

Jetzt sind doch "Ferien", mach doch einfach mal 2 Wochen frei oder hast du Abgabetermine? Wenn ja, dann geh dir mal einen Krankenschein holen und schick den dem Prof und gib deine Hausarbeit dann später ab. Musst du noch Seminare etc. besuchen, oder "nur" noch die Hausarbeiten schreiben?

W1aterxli2


P.S. Man kann evtl. andere Studiengänge als Master in einen Bachelor umschreiben lassen. Mit einem Bachelor in Politik und Geschichte kannst du bestimmt einen Master in UFG machen, vielleicht mit der Auflage, dass du z.B. noch zwei Semester "Übergang" studieren musst oder sowas. Also vielleicht kannst du deine bisherigen Scheine nehmen und dich damit in UFG Bachelor einschreiben und musst dann nur noch 3-4 Semester statt 6 Semester oder sowas. Es gibt doch Schlüsselqualifikationen, Wahlbereiche und sowas, wo du Latinum, Politik etc. schön verwursten kannst. Zwischen Hessen und Berlin gibts DEFINITIV mindestens eine Uni, wo du sowas veranstalten kannst. Erkundige dich doch da mal.

ainfanXgmiqtfreudxe


@ bambiene:

Wenn du mein Sohn wärst, würde ich dir zu einem halben Jahr Uni-Pause raten. Wäre das möglich? Allerdings NUR wenn du in dieser Zeit einen geregelten Vollzeitjob findest. Jeden Tag von sechs, seben,ach oder neun bis drei, vier oder fünf einen geregelten Tagesablauf, Arbeit, Feierabend, Wochenenden, Urlaubstage. Ich bin mir sicher,es würde dir gut tun, dein egenes Geld zu verdienen, dein Selbstwertgefühl stärken und dir den richtigen Blick dafür öffnen warum es sich lohnt, dich durch dein Studium zu arbeiten! Verstehst du?

im grunde würde mir das sicher helfen, aber im moment wüsste ich nichtmal, in welchem bereich ich da nach einem job suchen sollte. ":/

lange stehen kann ich z.b. nicht. für alle anderen jobs, die hier in der stadt in frage kämen, bin ich auf der mathematisch-technischen schiene nicht gut genug.

es gibt mit sicherheit jobs, die mich reizen würden, aber ich weiss eben auch nicht, ob ich es packe, 5 tage in der woche jeden morgen zur arbeit zu gehen.

Du hast leider keine Ausbildung, aber es findet sich bestimmt was. Bei uns in der Verwaltung zB werden regelmäßig Studenten für ein paar Monate als Aushilfen eingestellt. In der Vorweihnachtszeit gibt es bestimmt was.

wie genau komme ich denn an so einen job? ":/

ich meine, gehe ich da zum jobcenter oder wende ich mich direkt an firmen? wenn ja, an welche firmen?

und wie macht man deutlich, dass man einen job in der verwaltung und z.b. nicht im lager sucht, ohne als weichkeks rüber zu kommen?

@ waterli2:

Da es mir auch so geht: Geschichte, endlos viele Semester, will eig. Althistoriker werden statt Lehrer, aber auch mal Geld für Urlaub haben... also mein Plan ist so: Fertig studieren (evtl. bin ich schon fertig wenn Klausur geschafft, spätestens März...) und dann schleunigst dieses doofe Referendariat machen (ja, ich will was mit GESCHICHTE arbeiten, und zwar lieber Lehramt als gar nichts, wofür die Chancen ohne Lehramt sehr hoch sind, machen wir uns nichts vor!) und dann möchte ich promovieren. ;-D

alte geschichte :)^

ja, im groben hatte ich auch lange zeit diesen plan im kopp: erstmal fertig studieren, dann als lehrer arbeiten, nebenher promotion machen und dann iiiirgendwann vielleicht mal den quereinstieg an die uni.

bei mir ist aber schon seit längerem der wurm drin. zum einen finde ich mein zweitfach politik so grottig. weiss nicht, ob es an der uni liegt oder am fach generell. mit wissenschaftlichkeit hat das oft nix am hut.

zum anderen fühle ich mich so sehr beschult. %-| man muss irgendein modul machen und hupsalla, für das modul bietet unsere uni nur eine veranstaltung an, da muss man dann rein. da sitzt oder steht man dann mit 60 anderen eng gedrängt in einem für maximal 15 ausgelegten seminarraum und es herrscht anwesenheitspflicht. und das bei einem thema, das einen eher minimal interessiert.

wie ist das denn an deiner uni? gibts da wenigstens mehr auswahl?

Ansonsten wüsste ich nicht, was man im Bereich Geschichte auf Anhieb so machen kann. ":/ Für Museum und Co. gibts ja alles Extraausbildungen. Ne Bekannte von mir studiert jetzt z.B. Altorientalistik nachdem sie den Master in Alte Geschichte hat. ":/ Aber man kann nich ewig studieren. Bei mir ist es z.B. so, dass ich nebenbei in einem Callcenter arbeite. Das ertrag ich keine weiteren 6-7 Semester. :|N

naja, du kannst damit bei den medien arbeiten oder aber irgendwas, was mit dem zweitfach zusammenhängt. ich mach ja politik, da würden sich z.b. parteien oder dergleichen als arbeitgeber anbieten.

eine weitere möglichkeit wäre die gedenkstättenpädagogik. da kann man als quereinsteiger vielleicht auch iwie rein.

aber als reiner althistoriker ist es sicherlich schwierig, in deutschland was zu finden. ich denke, da findet man tendenziell eher im süden und westen was. oder man versucht es bei entsprechenden vereinen.

Wieso kriegst du eig. noch BaföG? Im 14. Semester? Wieso geht das bei mir nicht? ":/

ich hab zwischendrin mal für ein paar semester bafög bekommen und danach dann nicht mehr wegen der zwischenprüfung, die mir fehlte (und immernoch fehlt).

ich hab zwar module, die darüber hinaus gehen, aber eben nicht die, die die modulprüfungsordnung vorgibt. %-|

ich weiss aber nicht, wie das jetzt wäre, wenn ich wechseln würde. also z.b. andere stadt, neue uni, dort dann z.b. bachelor und master of education machen oder altorientalistik studieren. dort würde ich dann möglicherweise weiter bafög kriegen.

Hmm, wenn du noch UFG/AOR studieren willst, kannste da nicht nen Master direkt machen? Also wenn man einen Master/Staatsexamen hat, kann man doch einen Master draufsetzen oder? An meiner Uni gab es schon völlig Fachfremde Bachelors, die direkt in den Antike-Master konnten, weil sie Vorkenntnisse und Interesse mitbrachten und der Master mal nicht überlaufen ist. Latein ud Griechisch: iiiihhhh! ]:D

das wusste ich nicht, dass man dann direkt den master draufsetzen kann. ;-D

muss mich da mal informieren, ob das geht. ich hatte schon befürchtet, ich muss dann erstmal durch den BA.

Ein Tipp noch, wie du das Studium schaffen kannst: schreibst du am Ende Examen? Dann klopp einfach bei den Hausarbeiten nur schnell was hin, damit die weg sind und lern für dein Examen, wo die Noten zählen. Mir nützen meine doofen Hausarbeten gar nix, da ich in den Abschlussprüfungen nur 3er und sowas hab. %-| Mach deine Hausarbeiten in einem Semester schnell fertig und reiß dir kein Bein aus und lern lieber in Ruhe für wichtige Noten.

ist bei mir nicht ganz sooo einfach. manches geht ein, manches nicht. steht in der MPO, die auch munter alle 2-3 semester geändert wird. heisst, mittlerweile gehen sachen ein, die zu beginn noch nicht eingingen. %-|

aber ja, im grunde hast du recht und ich sollte einfach irgendeinen rotz raus kloppen, hauptsache bestanden, wenn die note nicht eingeht.

hab ich ja im grunde bisher auch oft so gemacht. doof nur, dass jetzt die HAs anstehen, die wirklich wichtig sind und auch eingehen. %:|

Wegen mal raus: hab neulich gelesen, man kann bis 30 in Australien Work and Travel machen. Einfach hinfliegen, so ein Visum vorher besorgen und dann auf Farmen arbeiten etc.

hm, klingt eigentlich nach ner tollen sache.

ich frag mich da aber wieder nach dem geld. ":/

ich hab eigentlich immer, schon seit ich denken kann, versucht, mir was zurück zu legen. für den führerschein, den angelschein oder eben mal für nen ausgedehnten urlaub oder work und travel. problem: ich wurde und werde von meinen eltern finanziell beschnitten, wo es nur ging. wenn ich mal 300-400 euro sauer erspartes auf dem sparbuch hatte, musste ich die abliefern.

heisst, im grunde beschränkt sich mein vermögen im moment auf das, was ich auf dem konto habe und da bin ich im minus, wenn meine eltern mir nicht montag was anweisen.

heisst also, ich kann nicht work und travel machen, weil ich nichtmal genug kohle beisammen hab, um mir klamotten für die zeit oder das flugticket zu leisten.

Jetzt sind doch "Ferien", mach doch einfach mal 2 Wochen frei oder hast du Abgabetermine? Wenn ja, dann geh dir mal einen Krankenschein holen und schick den dem Prof und gib deine Hausarbeit dann später ab. Musst du noch Seminare etc. besuchen, oder "nur" noch die Hausarbeiten schreiben?

ich hab jetzt ferien und muss auch erstmal nichts wichtiges abgeben. klar, 4-5 hausarbeiten, aber ob ich damit etwas länger warte, tut auch nix mehr zur sache.

ich mache mir jetzt auch erstmal ein paar freie wochen. :)z

meinste in den zukünftigen semestern?

ich muss die hausarbeiten abgeben plus noch in einige veranstaltungen plus das, was dort eben an prüfungsleistungen anfällt.

C\innuamon4


es gibt mit sicherheit jobs, die mich reizen würden, aber ich weiss eben auch nicht, ob ich es packe, 5 tage in der woche jeden morgen zur arbeit zu gehen.

Und wenn du "nur" halbtags arbeitest? Besser als nix und 4 Stunden am Tag oder 2 – 3 Tage die Woche voll hältst du ja vielleicht besser durch... Ich weiß es nicht, musst du wissen.

Bei IKEA arbeiten zum Beispiel auch oft studentische Aushilfen an der Kasse, da hat man dann auch den Vorteil, dass man nicht vor 9, oft nicht mal vor 10 Uhr früh anfangen muss zu arbeiten ;-) . Kann dann aber halt auch mal spät werden...

wie genau komme ich denn an so einen job? ":/

ich meine, gehe ich da zum jobcenter oder wende ich mich direkt an firmen? wenn ja, an welche firmen?

Ich denke, beides ist möglich, aber tendenziell würde ich mich immer erstmal bei der Firma direkt bewerben.

und wie macht man deutlich, dass man einen job in der verwaltung und z.b. nicht im lager sucht, ohne als weichkeks rüber zu kommen?

Du musst dich da doch überhaupt nicht rechtfertigen. Reichst einfach eine Bewerbung als Aushilfe in der Verwaltung ein. Wenn die dich dann ins Lager stecken wollen, lehnst du eben dankend ab. Geht die doch gar nichts an.

dort würde ich dann möglicherweise weiter bafög kriegen.

Das würde ich aber vor einem Wechsel unbedingt mit dem dort ansässigen Amt klären!

WDaterzliI2


wie ist das denn an deiner uni? gibts da wenigstens mehr auswahl?

Ja gibt schon Auswahl und so extrem voll ist es im Master/höheren Semester auch nicht mehr. Vorlesungen Alte Geschichte/Mittelalter sind immer am Anfang einigermaßen voll, dann ab Woche fünf 10 Studis + 15 Rentner, ohne Sch... :-X

Angebot ist manchmal doof und manchmal gehts. Es kommt sehr drauf an, bei welchem Dozenten man was hat, Thema ist mir da eher nicht so wichtig bzw. ich find vieles interessant. Ich mein "Frühes Griechenland" klang total blöde (bin ein Römer ]:D ) aber war z.B. eins der besten Seminare ever, total interessant und nützlich.

Anwesenheitspflicht wird sich hier einermaßen erfolgreich gesträubt, ich hatte außer in Seminaren mit Leistungsschein aber eh nie eine.

Alte Geschichte ist halt recht leer, alle hassen es. Da sind dann nur reine Althistoriker im Seminar, die anderen Lehrämter stürzen sich auf Didaktik (naja, manche wollen ja Lehrer werden und denken pratisch ;-)) oder auf Zeitgeschichte, was sich bei uns wegen der Ausrichtung des Didaktikprofs überschneidet. Im Mittelalter schreibt kaum einer seine Abschlussarbeit oder so. Ich bin so ein bisschen ein Parasit, ich wurde schon von den Althistorikern quasi halb adoptiert. ;-)

das wusste ich nicht, dass man dann direkt den master draufsetzen kann. ;-D

Doch, manchmal schon. Bei AOR aber vielleicht weniger, weil man "Akkadisch I und II" sicherlich nicht einfach mal weglassen kann. Lernste ja net alleine... ]:D Aber bei UFG kann man vielleicht schon das Latinum, einen Mittelalterschein und eine moderne Sprache oder sowas ganz gut verwursten, so dass man ein paar Semester spart.

heisst, im grunde beschränkt sich mein vermögen im moment auf das, was ich auf dem konto habe und da bin ich im minus, wenn meine eltern mir nicht montag was anweisen.

Hmm, ist auch doof, wenn die Eltern immer zahlen und dann knausrig. Aber gut, bei Leuten wie uns vielleicht verständlich... ":/ Deshalb arbeite ich auch, aber ich schätze, da ich das schon immer tu, studier ich auch deshalb so lange. Geld bleibt trotzdem nich über.. jetzt hatte ich gehofft, mal was zu haben, aber was is: musste mich zurückmelden, nix mit Vollzeitarbeit, da Prüfung vermutlich verkackt. :-( Sicher auch dank Arbeiten... es ist scheiße... aber naja, die anderen Prüfungen hab ich alle beim ersten Mal geschafft. :-)

Ich drücke mich vor der Neuzeit, da mach ich nur was man muss... :=o Deshalb habe ich auch schon ein Jobproblem... weil die suchen oft Führer im DDR-Museum oder bei irgendwas mit 19. Jh. , nur davon habe ich so dermaßen keinen Schimmer, dass es übelst Arbeit wäre, sowas zu arbeiten. Und mir ja auch wirklich gar nix bringt und mir nicht wirklich Spaß machen würde, obwohl es was mit Geschichte ist. Ich mein man sagt ja nich "Herr Prof. X, ich möcht ne Doktorarbeit über Alexander den Großen schreiben" und im Lebenlauf steht dann "2014-2015 Führer im DDR-Alltagsmuseum". Was bringt das, außer komischen Blick von Prof. X? Da müsste dann schon stehen: "Sommer 2015 Varusschlacht ausgebuddelt". ;-)

Hmm, wegen den Hausarbeiten etc. mach dir doch nen Plan. Ein Monat pro Hausarbeit > 5 Monate. Naja, dann mach 6. Schon biste damit durch. Und dann noch die restlichen Veranstaltungen und Prüfungen. Wieviel musst du immer schreiben pro Hausarbeit? Und bei der dritten oder so wird es auch schon viel leichter gehen. Und man muss ja auch nich perfekt sein, die meisten Profs bei uns wollen nur die Formalien richtig haben, ich habe da ein Schema F. Gut ist immer: Publikation vom Prof lesen und gucken, wie der das macht. Meine Examensarbeit war die reinste Katastrophe aber trotzdem gut.

CSotemSauv~agxe


oder ich werfe es hin und fange nochmal von vorn an, altorientalistik oder ur- und frühgeschichte auf BA. mit der frage im raum, was ich nach dem BA mache und welche beruflichen aussichten ich dann hätte und auch mit der frage im raum, wie ich das ganze finanziere

Ich hab mich beim Lesen auch gefragt, was du mit solch einem Studium anfangen solltest. Solange du das nicht weißt, solltest du keinesfalls was Neues anfangen.

Deine Eltern kann ich da grad irgendwie verstehen. 15 Semester ver-studiert, und jetzt überlegst du dir ernsthaft, was anderes zu studieren? Muss es denn unbedingt ein Studium sein? Gibts nicht eine andere Möglichkeit für dich, finanziell endlich auf eigenen Beinen zu stehen? Vielleicht liegt dir das Studieren einfach nicht, wenn du dadurch so ausbrennst (was ich eher ungewöhnlich finde, nach meinem Empfinden brennt man eher durch Schichtarbeit oder massiv Überstunden aus als durch ein Studium)?

es gibt mit sicherheit jobs, die mich reizen würden, aber ich weiss eben auch nicht, ob ich es packe, 5 tage in der woche jeden morgen zur arbeit zu gehen.

Hm, das sieht so aus, als ob dir da deine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung machen würde. Ich glaub es hat keinen Sinn, weiter auf irgendeinen Job hinzuarbeiten, der genau das erfordern würde. Überleg dir, was dir noch einigermaßen Spaß machen würde und wie du da hinkommst. Es mag hart sein, das vor sich selber zuzugeben, aber auf Lehramt fertig studieren, Referendariat, Promotion, oder jetzt ein anderes brotloses Studium anfangen – das wird doch nichts.

zum einen finde ich mein zweitfach politik so grottig. weiss nicht, ob es an der uni liegt oder am fach generell. mit wissenschaftlichkeit hat das oft nix am hut.

zum anderen fühle ich mich so sehr beschult. %-|

Äh sorry, das kann ja wirklich nicht das Hauptproblem sein. Ich fand einen Teil meiner Ausbildung auch bescheuert und überflüssig, na und? Da muss man halt durch, und danach sucht man sich einen Job, der einem einigermaßen Spaß macht.

eine weitere möglichkeit wäre die gedenkstättenpädagogik.

Das ist doch viel zu speziell. Es hat überhaupt keinen Sinn, sich an deiner Stelle auf sowas zu kaprizieren.

Weißt du was, ich hab das Gefühl, du traust dich noch nicht so recht, der Realtität GANZ ins Auge zu sehen. Du hast ein Studium gewählt, dass nicht zu dir passt. Du hast Eltern, denen es jetzt irgendwann mal reicht mit deiner Studiererei – bei 15 Semestern auch nicht ganz unerwartet. Es fällt dir kein Ersatzstudium ein, das dir Spaß macht, mit dem du relativ schnell fertig wirst, und das dir irgendwas für einen späteren Job bringt. Du hast gesundheitliche Probleme, die dich zusätzlich zurückwerfen und behindern. Ich glaub, auch wenn es sehr schwer ist, du musst nochmal ganz unten zu denken anfangen: Was gibt es für einen Job, für den du die Ausbildung bewältigen kannst, der dich wenigstens nicht belastet und nervt, und der dir genug Geld bringt um selbstständig zu leben?

g3retxa_


ich finde es auch seltsam, dass dich nur das studium so belastet. studieren, ohne arbeiten zu müssen, ist doch eigentlich echt nicht so wild. ich fand meine ersten semester (ohne jobben, ohne kind) echt locker. dazu zwei fragen: 1. hast du gesundheitlich alles abchecken lassen? außer hashimoto?

2. ist das studieren vielleicht wirklich nicht das richtige für dich?

an deiner stelle würde ich auf keinen fall ein neues studium beginnen. du bist mit 27 zwar nicht mehr ganz jung, aber du kannst dich immer noch für ausbildungen bewerben. gäbe es da etwas, was dich interessiert?

das mit deiner oma tut mir leid. das ist echt hart.

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