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Raushalten oder Kollegin "warnen"

Caho:upettZe_gFxinnian hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Unsere Chefs haben eine Festangestellte gesucht, die ein paar komplizierte Aufgaben in der Kanzlei übernehmen sollte. Sie haben jemanden eingestellt, die gerade aus der Ausbildung kommt und von keiner der genannten Aufgaben bisher irgendwas gelernt hat. Sie haben sie genommen, weil sie von allen am günstigsten war (das ist bei uns die komplette Firmenpolitik – hauptsache billig!). Nun ist sie knapp einen Monat da und manche Angestellten haben den Chefs gesagt, dass sie das nicht kann und nicht so schnell lernt wie sie es gern hätten. Manche Dinge konnten ihr auch nur theoretisch gezeigt werden, die Praxis muss sie dann ganz allein machen, weil die Sachbearbeiterin schon lange weg ist, wenn die Aufgabe ansteht. Das war natürlich ein extra Anreiz sie schlecht zu machen.

Jedenfalls wollen die Chefs sie jetzt wieder rausschmeißen. Nach nicht mal einem Monat und ohne ihr eine angemessene Zeit zur Verfügung zu stellen. Die Chefs werden sie so knapp wie möglich rausschmeißen, ohne das Gesetz zu brechen natürlich. Von den Angestellten hat ihr auch niemand was gesteckt, alle wissen bescheid, aber keiner sagt ihr, dass sie vielleicht doch lieber wieder Bewerbungen schreiben sollte.

Ich bin am überlegen, ob ich ihr etwas sage. Es tut mir so leid für sie. Sie ist kürzlich mit ihrem Freund in eine größere Wohnung gezogen, muss irgendwie die Wohnung halten... Würdet ihr ihr etwas stecken oder euch raushalten?

Antworten
SRilberAmo8ndauDgxe


Wäre ein "wir versuchen, der Kollegin zu helfen" auch eine Option ? Einmal aus Fairness und zum anderen: Vielleicht wird gar keine neue Kollegin mehr eingestellt sondern die Chefs denken, das könnt ihr übrigen ja machen ?

Und auch ansonsten: Fairer wäre es schon wenn du was sagen würdest.

aSnderrs_alsB_andxere


Sie wird es doch merken, dass sie die Erwartungen nicht erfüllen kann.

Ich bin am überlegen, ob ich ihr etwas sage.

Dass sie rausgeschmissen wird, ist ja noch nicht offiziell. Und du willst nun "nachhelfen" und Fakten schaffen?

Du könntest das Problem ihr gegenüber vielleicht in eine Frage packen: "Ist der Chef eigentlich zufrieden mit Ihnen?"

C_houp,ette_xFinnixan


Nein, ein "wir versuchen der Kollegin zu helfen" gibt es nicht mehr. Unser Arbeitsklima ist grausig, ich habe das Gefühl, dass besonders die, die es angeleiert hat sich diebisch freut, dass die Kollegin wieder rausgeschmissen wird. :-/

Ich gehe die meisten Tage aufgrund des Klimas mit Bauchschmerzen zur Arbeit, bin selbst so überlastet, dass ich teilweise einen halben Tag lang nicht mal eine Pipi-Pause einlegen kann und krieche auf dem Zahnfleisch. Und die anderen sind derzeit auch überlastet, größtenteils würden sie aber auch gar nicht helfen wollen, weil man besser lästern und tratschen kann, wenn jemandem nach so kurzer Zeit gekündigt wird.

Die Kollegin wurde bereits für zwei andere Kolleginnen eingestellt, die zum Ende 2014 gehen. D.h. es müsste auf jeden Fall noch jemand eingestellt werden.

Ich weiß, dass es fair ist. Als sie bei uns angefangen hat und so glücklich und froh war (pfff), habe ich ihr den Tipp gegeben, sich weiter zu bewerben. Mittlerweile ist sie auch nicht mehr zufrieden, muss u.a. auch ständig länger arbeiten, weil die Chefs ihre Arbeiten verzögern, aber ob sie sich weiter bewirbt weiß ich nicht.

C!hHoyupette_F@innian


Anders:

Doch, es steht fest. Nur wurde noch keine Kündigung geschrieben. Alle wissen bescheid (von den Chefs) nur sie selbst nicht.

-

Sie wird das nicht merken, weil sie nicht schlecht ist. Nur kommt sie frisch aus der Ausbildung und kann einige Dinge nicht und die lernt man nicht nach einem mal vorzeigen. Der SB und den Chefs geht das aber alles nicht schnell genug.

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Wieso will ICH denn nachhelfen??

h!ag-tzysxja


ich schließe mich der frage an, warum ihr nicht alle zusammen haltet und der kollegin bei der einarbeitung unter die arme greift.

wenn sie wirklich schwerer von begriff sein sollte, als erwartet und eure chefs sich niemanden im team leisten können oder wollen, der deutlich unterm üblichen leistungsniveau liegt, ist die entscheidung wirtschaftlich verständlich. genau für dieses überprüfen, ob die konstellation so passt, wurde ja die probezeit geschaffen.

wurde denn unverblümt gesagt, man würde sie jetzt bald rausschmeißen oder war es nicht ein "wenn sie sich nicht langsam seitgert, werden wir uns von ihr trennen müssen."?

das mit der miete ist sicher traurig, allerdings weiß man ja nun allgemein auch um die probezeit und deren risiken.

sollten eure chefs echt nur auf billig achten, dann bewahrheitet sich hier wohl der spruch, dass der, welcher mit peanuts füttert, eben schnell von affen umgeben ist.

S0ilber-mondbauge


weil man besser lästern und tratschen kann, wenn jemandem nach so kurzer Zeit gekündigt wird.

Ja wenn die Leute nicht von Zwölf bis Mittags denken

Du könntest das Problem ihr gegenüber vielleicht in eine Frage packen: "Ist der Chef eigentlich zufrieden mit Ihnen?"

Ja, das wäre eine Möglichkeit. Wobei...es gibt Chefs die sagen 5 Monate lang nix und dann *peng*

CshoWupetrte_Finxnian


hag_tysja, siehe meine oberen Postings, die haben sich wohl überschnitten. @:)

Sie wird definitiv rausgeschmissen. Die Chefs warten nur noch die extrem harte Zeit ab, die wir jetzt grad haben, in der wir jede Hand brauchen können.

Das mit den Peanuts und den Affen stimm so. Die achten wirklich nur aufs Geld, und wenn sich jemand beschwert heißt es nur, dass es genug arbeitslose ReNos gibt, die gerne unseren Job übernehmen würden. :°(

Momentan ist das arbeiten dort zum kotzen.

a.nders_al"s_andxere


Unser Arbeitsklima ist grausig

Alle wissen bescheid (von den Chefs)

Einerseits "vertrauensvolle" Zusammenarbeit, adererseits grausiges Klima?

Ich habe mir abgewöhnt, ungefragt die Position anderer (hier: Chefs) zu vertreten. Weil ich es denen kaum recht machen kann. Und weil sie sich vielleicht doch noch anders entscheiden.

Wenn die Kollegin nicht ganz dumm ist, wird sie eine Bemerkung in der allgemeinen Form "es macht Sinn, sich in der Probezeit weiter zu bewerben" verstehen.

a0nders_aDls_anderxe


der spruch, dass der, welcher mit peanuts füttert, eben schnell von affen umgeben ist.

hag-tysja

Muss ich mir merken :)^

h|ag-Ntysxja


ok, dann würde ich, da ich da mit bauchweh und überarbeitung ganz fix auch das weite suchen würde, die kollegin auf nen kaffee einladen und ihr sagen, was da los ist.

wohlgemerkt, ich würde aber umgehend auch auf jobsuche gehen. sowas tu dir nicht freiwillig an. deine nerven kosten auch was. @:)

Cjhoupe9tte_Finxnian


Einerseits "vertrauensvolle" Zusammenarbeit, adererseits grausiges Klima?

Vertrauensvoll? Nur weil die Chefs mitlästern und solche Spielchen witzig finden, spricht das noch lange nicht für vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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wohlgemerkt, ich würde aber umgehend auch auf jobsuche gehen. sowas tu dir nicht freiwillig an. deine nerven kosten auch was.

Ja, manchmal kann ich auch nicht mehr. Ich bin bereits locker auf der Suche. Ich rede es mir selber aber auch arg schön, weil es mir anders unmöglich wäre überhaupt dort aufzukreuzen. Ich sitze mit einer lieben, älteren Kollegin im Zimmer und wir beide halten uns aus dem ganzen Schei... raus so gut es geht, deshalb ist es erträglich. Aber oft bekommt man zwischendrin Lästereien mit, die die eigene Person betreffen. Wir sind alle so Anfang bis Mitte 20, nur wenige sind älter, und besonders die eine bringt da eine unheimliche Unruhe rein und versucht jeden schlecht zu machen. Mich auch häufig, weil die Chefs mit meiner Arbeit sehr zufrieden sind. Sie versucht mich andauernd schlecht zu machen, bei Kolleginnen und Chefs.

Als ich einmal in den Urlaub (!) gegangen bin, hat sie jedem erzählt ich käme nicht mehr wieder, weil ich kündigen wolle.

Ich bin da nur noch nicht weg, weil ich weiß, dass ich bei den Chefs sehr großes Ansehen genieße und hoffe, dass es sich finanziell auszahlt, wenn meine direkte Kollegin in einem Jahr (freiwillig ;-) ) dort aufhört. Aber ich frage mich immer öfter, ob es das wert ist und muss mich immer öfter zwingen morgens aufzustehen. :-/

KUadhdidyxa


Ich würde nichts sagen, denn zum einen sind es ungesicherte und vertrauliche Informationen.

Die ist so jung und ganz neu im Job dabei, meinst Du nicht, dass sie sich da verplappert? Meinst Du, das würde Dir zum Vorteil gereichen?

Außerdem kann sich in einigen Wochen oder Monaten die Meinung der Chefs noch ändern, das sind schließlich keine Fakten, die Du zu berichten hättest. Fakt ist, dass die Chefs sehr kostengünstig/geizig planen und dass die Kollegin grade nicht gut klar kommt, Fakt ist, dass sie die Arbeitskraft einer nicht passenden Mitarbeiterin bis zum letzten Tag ausnutzen würden bevor sie sie kündigen – aber um zu wissen, ob die sich weiter so lala schlägt (und eben nicht so steigert, dass man sie behalten will), bräuchte man eine Kristallkugel.

Besitzt Du eine?

Sag nichts.

~~~~~~~~

ABER ich würde der Dame mit Rat & Tat zur Seite stehen. Vielleicht gibt es ja handfeste Sachen, bei denen Du helfen kannst, vielleicht eher allgemeinere Sachen.

Z.B. wie sie da am besten klar kommt mit den Kollegen etc., aber ich würde das nicht so situationsbezogen machen (bietet sich in einem verlästerten Betrieb nicht an) sondern allgemeiner, also nicht Namen nennen, sondern Verhaltensweisen oder Muster und wie man am besten da klar kommt.

Falls sie überhaupt zugänglich für derartige Gespräche ist, würde ich irgendwann mal sagen, dass ich mich erst am 1. Tag NACH der Probezeit in einem Job sicher fühlen würde mit meinen Verpflichtungen und dass es eben nicht unüblich ist, dass es am letzten Arbeitstag herauskommt, dass es doch nicht gereicht hat mit der Zufriedenheit seitens der Arbeitgeber.

Oder falls Du smalltalk-mäßig ihr von anderen Leuten erzählen kannst, bei denen das passiert ist ("Meine Freundin...") ist das weniger offensichtlich.

Konkrete Hilfe bei den Arbeitsaufgaben anbieten (falls Du die Sachkenntnis hast) und ansonsten generelle Schützenhilfe, evt etwas durch die Blume, das wäre da mein Weg.

Man weiß nie, was kommt, vielleicht haben Deine Kollegen & Chefs in Deiner Probezeit genauso über Dich geredet und Du hast es nur nicht mitbekommen, bevor nicht mehr Zeit verstrichen ist, kann man da von keinerlei Fakten reden, nur von Meinungsbildern.

SlunfloCwer_73


Konkret etwas sagen würde ich nicht. So sehr ich menschlich Dein Bedürfnis verstehen kann. Es ist nicht Deine Aufgabe, es ist alles nicht offiziell.

Was bleibt, ist einfach auf Sachebene zu helfen. Irgendwie. Vielleicht auch mal checken, welche Kollegen Du ins Boot holen kannst.

Und (wie Kadhihya schrieb):

Man muss sich IMMER bewusst sein, dass es eine Probezeit gibt und man da sehr schnell raus sein kann. Ich habe in 6 Jahren 3x einen Job in der Probezeit wg. Krankheit verloren und DAS Risiko ist mir sehr bewusst.

CFhou_pett>e_FHinnioaxn


Hm... Das ist alles so schwer zu beschreiben, was bei uns in der Firma abgeht... Ich hab ein bisschen Angst hier offen zu schreiben, falls doch mal einer der Kollegen rein zufällig mitliest und die einen oder anderen Fakten wiedererkennt.

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Offiziell ist es nicht, wenn man das Wort "offiziell" mit einer schriftlichen Kündigung vergleicht. Es ist aber insofern offiziell, als dass die Chefs zu den/allen anderen Mitarbeitern gehen und sagen "Das wird nix, die ist raus." Und zwar genauso wortwörtlich.

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Kadidhya, das was du ansprichst sind auch meine Bedenken: Was ist, wenn sie sich an die Kollegen/Chefs wendet und nachfragt und dabei dann rausplaudert, dass sie es von mir hat? :-|

Ich könnte ihr mit einem Teil der Aufgaben helfen, was das Wissen angeht (obwohl ich selber nicht sehr viel mehr Erfahrung in ihrem Bereich habe als sie), aber mir fehlt die Zeit. Und zwar nicht à la "Dafür müsste ich fünf Minuten länger bleiben" sondern wirklich "Kannst du dir eine Pipi-Pause bis zum Mittag leisten". Ich krieche selber auf dem Zahnfleisch. Ich hatte kürzlich eine Woche Urlaub, davon merk ich nichts mehr. Und wenn sie sie ersetzen, müssen sie das bis Ende 2014 getan haben. Wir haben September. Das wird doch garantiert wieder nix gescheites und am Ende müssen wir anderen es ausbaden...

Ein paar Geschichten könnte ich natürlich erzählen oder ein wenig nachbohren. Aber spätestens wenn sie die Kündigung in der Hand hält, wird sie die Anspielungen verstehen und sicher auch schnaggeln, dass jeder bescheid wusste. Ist das nicht sogar irgendwie noch schlimmer?

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Sunflower, die einzige Kollegin, die mir helfen würde, gehört selber zu denen, die sie für nicht fähig halten. Außerdem möchte diese Kollegin auch kündigen. Es wollen alle weg. Die einen werden schwanger, die anderen kündigen. Es ist zum ko... momentan. :°(

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Bzgl. der Probezeit habt ihr natürlich beide Recht. Aber ob ihr das klar ist? Gut, ich bin nicht ihre Mutti, aber ich kenne die Art der Chefs länger als sie und die ist so haarig, dass man manche Geschichten kaum glaubt, würde man sie nur erzähl bekommen. :-/

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