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Kann ein Arzt wegen zu viel Arbeit krankschreiben?

wyin terson1ne 0x1


Um mal auf deine Frage zurückzukommen..du wirst nicht krankgeschrieben, weil du soviel arbeitest. Ein Arzt kann dich nur krank schreiben, wenn du krank bist. Für deine Probleme mit der Firma ist er nicht zuständig....

Aber wenn du dem dem Arzt sagst, dass du kaum noch abschalten, schlafen kannst, oft Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen..was auch immer an körperlichen Symptomen hast...dich einfach total ausgebrannt fühlst...dann schreibt dich ev. ein guter Arzt krank....

Lass dich krankschreiben und dnn ändere deine Einstellung. Geh nach der Krankheit zu deinem Chef, sage ihm, dass du das nicht mehr leisten kannst und willst und dass du eine Verantwortung für deine Gesundheit hast und der Firma weiterhin gesund zur Verfügung stehen willst....

und dann mach es war: arbeite ordentlich 8 h und dann Feierabend, denn nur dafür wirst du bezahlt. Alles andere ist Ausbeutung...denn den Profit streicht der Firmeninhaber ein!

und was mal in einer Beurteilung stehen wird, kann dir doch egal sein, wenn du weist, wer du bist, was du Wert bist und deine Selbstachtung nicht vom Urteil anderer abhängig ist.

Sorry für die harten Worte, aber ich habe es selber erfahren...man bekommt keinen Dank, wenn man dann krank geworden ist....man ist ersetzbar. Da zählen 20 Jahre nicht, denn die Chefs müssen ja Profit machen, der Laden muss laufen... da sollte man nicht auf Verständnis/Rücksicht/Dankbarkeit oder was auch immer hoffen.

Ich hatte 5 Höhrstürze, wobei mich meine Ärztin konsequent je 3 – 4 Wo krank schrieb..... gute Arbeit ja, aber was gut und ausreichend ist bestimme ich für mich und kein anderer ;-)

cvhaoxt


Irgendwelche Krankheitssymptome den Arzt vorspielen, finde ich nicht sehr konstruktiv. Eher wahrheitsgemäß die Geschichte beschreiben und den waren Leidensdruck angeben, ist immer besser.

wVintersoJnne 0x1


Irgendwelche Krankheitssymptome den Arzt vorspielen, finde ich nicht sehr konstruktiv.

das habe ich nicht gemeint oder geschrieben.... sondern, dass wenn man keine solchen Krankheitssymptome hat, man nicht krank ist und der Arzt nur Kranke AU schreiben darf.

Ich zitiere noch mal mich selbst:

Ein Arzt kann dich nur krank schreiben, wenn du krank bist. Für deine Probleme mit der Firma ist er nicht zuständig....

die Probleme mit dir, mit deiner Kollegin, deiner Arbeitssituation, die dich zunehmend belasten müsstest du dann in einer Beratungsstelle oder mit einem/er Phsychologen/in besprechen.

c1haoxt


Der Arzt wird schon eine gültige Diagnose finden, wo er sie eins bis 2 wochen krankschreiben darf. Depression halt. Weitere krankschreibung ist wohl dann eine Behandlung beim Psychologen, Therapeuten oder gar Klinik. Sie wird sicher nicht wegen problemen auf Arbeit AU geschriben, sondern wegen psychischer Probleme. Was weis ich, wie die Diagnose vom Hausarzt lautet. Verdacht auf Depression mit Panikstörung oder sonst was. Die richtige Diagnose stellt später der Facharzt.

A^rabVelhla_D


Also Depressionen habe ich sicherlich nicht :-o Ich fühle mich halt ausgelaugt, kann gedanklich kaum von der Arbeit abschalten, mit wird manchmal ganz schlecht wenn ich an die Arbeit denke (insbesondere wegen der aktuellen Arbeitssituation und dass ich da so alleine gelassen werde) – ich bin einfach fertig. Aber deswegen hat man doch nicht gleich "Depressionen", oder?! Unter Depressionen verstehe ich jedenfalls sowas wie tiefe Traurigkeit, totale Interesselosigkeit o.ä.

Das ist bei mir ja nicht – ich bin nicht traurig und schon gar nicht ohne ersichtlichen Grund sondern erschöpft/ausgelaugt. Ich habe ja durchaus noch Interesse an der Arbeit aber mir ist klar, dass sich an den Arbeitsbedingungen was ändern muss! Das werde ich auch tun.

A8rabellxa_D


Okay, so langsam entwickelt sich das hier zu einem richtigen Teufelskreis. Ich habe mir zwar fest vorgenommen zum Arzt zu gehen, aber ich schiebe es immer weiter vor mir her. Größtenteils aus falschem Pflichtgefühl und einem "schlechten Gewissen" weil ich ja dann alle im Stich lasse %-|

Meine Kollegin war jetzt wieder eine ganze Weile krank und nun nun hat sie die nächsten 3 Wochen im Urlaub. Ich bin hier nun also wieder komplett alleine und muss alles alleine erledigen – eigentlich wie sonst auch (egal ob die Kollegin da ist oder nicht :-/ ). Eigentlich wollte ich gestern zum Arzt gehen weil ich einfach ziemlich gerädert bin, aber ich dachte mir da gestern morgen wirklich "wenn ich nicht da bin dann ist ja gar niemand da und dann bleibt alles liegen! Wenn jemand anruft, schreibt o.ä. dann ist gar niemand als Ansprechpartner da – das geht doch nicht!" Also bin ich dann doch statt zum Arzt zur Arbeit gegangen. Und heute auch.

Insgeheim weiß ich dass meine Denkweise total falsch ist, aber ich habe tatsächlich ein schlechtes Gewissen wenn ich zum Arzt gehe um mich krankschreiben zu lassen. Da war aber schon immer so: auch wenn ich mit Fieber im Bett lag und mich wirklich elend fühlte hatte ich ein schlechtes Gewissen weil ich nicht in der Arbeit war. Total bescheuert, oder?

Mir. F$orexskin


"wenn ich nicht da bin dann ist ja gar niemand da und dann bleibt alles liegen! Wenn jemand anruft, schreibt o.ä. dann ist gar niemand als Ansprechpartner da – das geht doch nicht!"

Ja und?

Ist das Dein Problem?

Bist Du der Chef?

HYaEnna2hWe


Arabella, was sollen wir dazu noch sagen? Du weißt, was richtig wäre, und tust es trotzdem nicht. Das ist menschlich. Wie jemand, der Diät halten sollte und sich trotzdem die Pommes reinpfeift.

Es ist zu deinem Pflichtgefühl und dem schlechten Gewissen alles gesagt worden, was zu sagen ist. Deine Schmerzensgrenze ist einfach noch nicht erreicht, noch "funktionierst" du. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder du hast eine stabile Psyche, dann wirst du zwar weiterhin am Limit sein, so wie jetzt, aber es wird über Jahre hinweg gutgehen und du wirst zwar unzufrieden, aber weitestgehend gesund bis zur Rente so weiterarbeiten. Ist gar nicht so selten, nicht jeder entwickelt wegen beruflicher Unzufriedenheit gleich Depressionen und Burnout. Viele können sich mit viel Selbstdisziplin und Pflichtgefühl von Wochenende zu Wochenende und Urlaub zu Urlaub durchhangeln, über viele Jahre hinweg.

Oder aber du wirst wegen der Arbeitsbelastung (bzw. deiner Einstellung und Reaktion auf diesen "Druck von Außen") irgendwann richtig krank (so wie ich und viele andere vorher), und wirst dadurch gezwungen, zu reagieren.

TIapxs


@ Arabelle_D

Verabschiede dich mal von dem Gedanken, dass es ohne dich nicht geht. Wenn Du fehlst, wird dein Chef umdenken müssen. Glaub mir, JEDER ist ersetzbar. Wenn Du am Boden liegst, dankt dir NIEMAND für deine Aufopferung.

Auch ich habe es auf die harte Tour lernen müssen.

a=utumMn-like


@ Arabella_D

Du bist wie ich früher. Darum war ich nie krank oder ich ging nie in Urlaub, weil meine Arbeit liegen blieb. Ich hatte offiziell eine sogenannte Hilfe, die sich hochgeschlafen hatte und beim Chef ein Stein im Brett hatte. Er vergötterte sie, obwohl sie wahrhaft dumm war.

So blieb die ganze Arbeit an mir hängen. Sie fiel dann wegen Krankheit einige Monate aus. Arbeitsmäßig hat man nichts gemerkt, dass sie fehlte. Sie bekam halt das Gnadenbrot, wie jeder sagte.

Dein Chef müsste sich jetzt eine Lösung überlegen, wenn du krank wirst. Solange du alles machst, wird sich nichts an deinem Zustand ändern. Deine Kollegin war lange krank, ich hatte auch Kollegen in einem anderen Bereich, die immer eine Woche wegen Grippe zu Hause bleiben konnten und ich blieb nicht einmal einen Tag zu Hause, wenn ich Grippe hatte – eben, weil soviel Arbeit war und sie sonst keiner machte. Das ist ein Teufelskreis.

Wenn du nicht über deinen Schatten springen kannst, nimm dir deine Auszeit, wenn deine Kollegin aus dem Urlaub zurück ist. Dann muss sie deine Arbeit machen.

Taps, Hannah und ich sind einen Schritt weiter als du. Wir sind alle ersetzbar und Dank wirst du am Ende für deinen Einsatz nicht bekommen. Du wirst es noch einige Jahre durchhalten, ständig unzufrieden sein, ständig 200 % geben und am Ende leidet deine Gesundheit darunter.

Schau auf dich, schau darauf, was dir gut tut. Lerne umzudenken. Ist nicht leicht, weil man gerne hilft, weil es einem nicht gut geht, wenn man weiß, dass man noch viele Sachen erledigen muss.

Mache Dienst nach Vorschrift. Lass Arbeit liegen. Bei mir blieb Arbeit liegen, weil ich es nicht mehr schaffen konnte, meinen Vorgesetzten hat das nie interessiert. Ich nahm es gedanklich mit nach Hause und konnte nicht mehr abschalten.

Ist es deine Firma? Nein – wofür also dann dieser Einsatz. Dein Chef bemerkt wohl nicht einmal, dass die andere Kollegin fast nichts macht.

Nur du selbst kannst etwas ändern. Deine Kollegin wird es weiterhin geruhsam angehen lassen, deinem Chef ist dies recht. Von selbst wird sich hier leider nichts ändern.

Apr*abeglla_D


Hallo zusammen!

Ich war Anfang letzter Woche bei meinem Allgemeinsarzt. Ich habe gleich zu Beginn gesagt dass ich unbedingt eine Auszeit von der Arbeit brauche, weil ich mich total überlastet und ausgelaugt fühle. Ich habe ihm erzählt dass ich gedanklich selbst am Wochenende nicht mehr wirklich abschalten kann, mir der Ärger mit der Kollegin und die Tatsache dass ich praktisch ALLES machen muss während sie nur Däumchen dreht und Kaffeekränzchen hält regelrecht Bauchschmerzen bereitet. Ich kann abends ja auch nur noch schlecht einschlafen obwohl ich damit bisher noch nie Probleme hatte und wegen den vielen Überstunden habe ich das Gefühl dass mein Leben nur noch aus Arbeit besteht. Ich habe ihm auch gesagt dass eine REduzierung der Arbeitsstunden nicht möglich ist weil sonst Fristangelegenheiten liegen bleiben müssen und ich dann einen auf den Deckel kriege und einen neg. Stempel aufgedrückt kriegen.

Ich habe ihm dann auch gesagt dass ich das bei meinem Chef schon etliche Male angesprochen habe und es zu keiner Änderung geführt hat und ich auch den Eindruck habe dass es niemanden wirklich interessiert dass ich praktisch für 3 arbeite! Mein Arzt meinte dann dass man wegen Stress und Überforderung grundsätzlich nicht krankgeschrieben wird weil das keine Krankheit im eigentlichen Sinn darstellt. Er legte mir dann nahe mich nach einem anderen Job umzusehen und wenn ich mit meinem jetzigen überfordert bin. Mehr könne er für mich nicht tun.

Ich war danach am Boden zerstört und habe zu Hause erst einmal nur geheult. Ich kam mir vor wie eine Simulantin.

whho_omadex_who


Vielleicht hättest Du beim Arzt noch mehr Deine daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit herausstellen müssen. Scheint bei dem einen oder anderen durchaus auch berechtigterweise zu nutzen.

LzilaLUinxa


Auch wenn es für dich persönlich hart ist, weil du dir eine andere Reaktion versprochen hast - er hat Recht.

Er kann dich krankschreiben, wenn du arbeitsunfähig aufgrund einer Erkrankung bist. Das ist (noch??) nicht der Fall.

Anderer Job, Unterstützung durch den Bertriebsrat, interne Versetzung o.ä. ist absolut nicht möglich?

Chom>ran


Du hast den Fehler gemacht und deinen Arzt als "Betriebsrat" missbraucht. Er ist dafür da, medizinische Diagnosen zu stellen und entsprechende Maßnahmen für die Gesunderhaltung einzuleiten. Aber nicht für die Arbeitsbedingungen.

Du hättest dich auf die Symptome konzentrieren sollen. Wenn es in Richtung Burn-Out geht, dann muss der Arzt handeln. Dafür muss das Stadium aber erreicht sein, dass es krankhaft ist.

Der Arzt hat aber auch nicht gut reagiert, dass er selbst nicht die Auswirkungen weiter erfragt hat o.ä.. Das nur am Rande.

Habt ihr vielleicht einen Betriebsarzt, an den du dich wenden kannst?

Anstatt zu kündigen gibt es aber auch noch eine andere Möglichkeit. Lerne ein Stück weit von deiner faulen Kollegin. Mach die Arbeit nur in dem Maß, wie du sie leisten kannst. Und dann bleibt eben mehr liegen. Dabei musst du ganz klar die Kommunikation zu den Führungskräften und zum Betriebsrat weiterführen und klar machen, dass die Arbeit nicht zu bewältigen ist. So hart es klingt: du überarbeitest dich freiwillig.

Und in Punkto Urlaub: die gesetzlichen Urlaubsansprüche werden im BUrlG festgelegt. In §7(3) ist festgelegt, dass du Anspruch auf mindestens einen Urlaubsblock im Jahr hast, der mindestens aus 12 aufeinanderfolgenden Werktagen besteht. Das sind rund 2,5 Wochen. Wenn der Arbeitgeber das nicht genehmigt, dann müssen er und auch der Betriebsrat mal dringend Nachhilfe im Arbeitsrecht nehmen.

Setz dich durch, du hast auch Ansprüche - nicht zuletzt auf deine Gesundheit. :)^

w)ho_0mad.e_whxo


Sehe ich exakt so wie Comran.

Vielleicht würde ich auch soweit gehen, meine Beschwerden noch mal bei einem anderen Arzt vorzutragen. Dann aber auch wirklich mehr das Gewicht auf Deine Beschwerden körperlicher (Schlaflosigkeit---> da kann man ja dauerhaft auch nicht arbeiten, Bauchschmerzen) und seelischer Art legen (nicht mehr abschalten können, sich nicht mehr konzentrieren können, z. B. den Inhalt von Mails nicht mehr erfassen können).

Habe auch mal von einem Fall gehört, in welchem ein Arbeitnehmer nichts mehr geregelt bekam und dann beim Arzt auf einmal zu weinen anfing, weil er kein Land mehr sah. Bekam die AU.

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