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Formaldehyd - Erfahrung mit Sanierung?

ipnna.nna hat die Diskussion gestartet


Liebe Forumsteilnehmer,

hat hier jemand Erfahrung mit der Sanierung von (fest eingebauten) formaldehydhältigen Möbeln? Wie kann man sich schützen bzw. wie kann man eine Formaldehydbelastung medizinisch abklären lassen? Danke im voraus!

Antworten
NkeuevrMmatxt


Ich würde erst einmal messen lassen, wie hoch die Belastung überhaupt ist, und zwar

1. Aktuell in den Möbeln

2. In der Atemluft.

Hierfür gibt es Fachleute, aber bitte keine mit "Pendeln" und "Ruten", sondern solche, die die Belastung quantitativ messen können und auch in Relation zu natürlichen Mengen setzen können.

Auch wenn die Möbel aus Spanplatten oder ähnlichem bestehen, dürfte das meiste doch längst ausgedunstet sein, und die aktuelle Belastung eher gering sein. Normalgesunden Menschen wird aus neuen Möbeln heutzutage kaum noch Gefahr drohen. Anders sieht dies mit besonders empfindlichen Menschen aus (Asthmatiker u.ä.)

TBhor


ausdünsten kann das jahrelang. aber wie Matt sagte, sowas sollte man messen lassen. Es soll auch Teststreifen dafür geben, die Formaldehyd anzeigen durch Farbänderungen aber nicht sehr genau

Aber mach dich erstmal nicht verrückt. Die heutigen Spanplatten werden mit geringem bis garkeinem Anteil an Formaldehyd verarbeitet. Das Formaldehyd war übrigens ein Ausgangsbestandteil des Klebers, der die Späne der Spanplatte zusammenhält. Dazu benutzt man heut andere Substanzen bis hin zu Eiweiß, das keine Schadwirkung hat.

Das Formaldehyd kann man "absperren" durch eine Lackierung, beschichtung, überkleben mit gasundurchlässigen Materialien: rohe Platten z.B. mit Halbölfirnis, Lacke drüber, Bauspanplatten mit Alu- oder Plastiktapeten. Nur nicht vergessen, daß dann auch die Platten nicht mehr atmen können.

Ansonsten für den Nachweis Fachleute, wie Holzchemiker ranholen oder anschreiben. Eine gute Adresse ist das Institut für Holztechnologie in Dresden. Die beraten dich auch umfassend.

MIin+tonr45


hmm

Scheinbar weißt du je welche Möbel mit F. belastet sind.

Sieht gut aus und war teuer........

Belastetes Material rausreissen u. entsorgen. Lüften u. mit

Mundschutz arbeiten.

F. geht nie aus den Materialien raus. Überlackieren od. Überkleben

bringt nicht viel.

F. alleine wird dich evtl. nicht töten u. dgl. - deine Mitbewohner

auch nicht. Aber in Verbindung mit anderen üblichen Schadstoffen

in Baumaterialien, Lebensmitteln, Zahnmaterialien usw. wird evtl.

doch mal einer leicht in die Knie gehen - Erschöpfung,, Konzentrationsmangel . Begründung: Seit meiner letzten Grippe

fühle ich mich nicht ..... - aber das Fass mit Schadstoffen ist

übergelaufen - dann wird dir kein Doc mehr helfen können - außer

Reden !!!!

Ich kenne viele Umwelterkrankte, jeder hat seiner eigene

Geschichte. Vorher waren sie alle Gesund.

T!hhor


sorry Minton, ich hatte Einlick in entsprechende Untersuchungen. Die zeigen schon, daß Sperrschichten was bringen. Da mußt du schon den Ingenieuren glauben.

Aber wegwerfen ist schon besser, wenns geht. Mundschutz ist überflüssig, es sei denn du hast professionelle Atemschutzfilter.

Verbaute Baumaterialien kannst du nicht immer rausreißen. Mach das mal bei einem Fertigteilhaus, hihihi. Da bleibt dann nur die Tapete übrig bzw. das tapezierte Ständerwerk. Dort kann man, falls notwendig nur Folie drübertackern. Zumindest hält das dann die Konzentration niedrig.

FLorumz_Fexe


auch ne Frage

da ihr gerade beim Formaldehyd seid.

Wie lange dunsten eigentlich Holzdecken aus??

Tuhyor


normales Holz, also keine Spanplatte, enthält kein Formaldehyd. Spanplatten werden nach emissionsklassen eingeteilt. Viele moderne Bauspanplatten enthalten kein oder kaum welches. Ich hab bei mir im Haus viel davon verbaut, ohne Probleme. Man riecht nix, obwohl ich ne "Chemikernase" habe ;-)

Wenns ausdünstet hängt es davon ab, wie es eingebaut wird. Kann es schnell raus, hat man nach paar Wochen, Monaten Ruhe - aber bei Geruchsbelastung. Sperrt man es ab durch Lacke, Tapeten, Folien, dauert es länger aber oft im nicht bemerkbarem Maße. Bei reichlich Lüften (was man sowieso macht, bleibt der Gehalt in der Luft gering, ist ungefährlich.

Wie gesagt - nicht verrückt machen. Zur Not messen, oder messen lassen

M intxon45


Naturholz

enthält Formaldehyd. Selbst die Möbel vom Bio-Tischler !!!!!

Holz bzw. Möbel längere Zeit in den "Backhofen" stellen - dann

geht F. raus.

Bei Fertighauswänden sind selbstverständlich auch die Tapeten

zu entsorgen. Obwohl alles ja soooooo teuer mal war.

Formaldehyd:

Formaldehyd ist eine sogenannte potenzierende Chemikalie. Andere halogenisierte Kohlenwasserstoffe werden durch Formaldehyd aus ihren Depots (Fettgewebe) freigesetzt. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Formaldehyd stehen außer Frage. Formaldehyd ist z.B. in: Spanplatten, Farben, Lacken, Klebern, Kleidung, Textiltapeten, Gardinen, Parketversiegelungen, Laminat-Parketboden, Tabakrauch, Korkböden.

Spanplattenbezeichnungen wie E1, E2, E3 geben den Formaldehydgehalt an:

- E1 - Spanplatten : max. 0,1 ppm

- E2 - Spanplatten : max. 1,0 ppm

- E3 - Spanplatten : max. 2,3 ppm

- E0 - Spanplatten : nicht ungefährlicher, da Isocyanate eingesetzt werden !

3-6 gerauchte Zigaretten in einem normalen Wohnzimmer ergeben eine Überschreitung des BGA-Richtwertes von 0,1 ppm Formaldehyd. Tolerierbarer Wert ca. 0,025 ppm (Sensible reagieren auch schon bei dieser Menge!).

Tqhoxr


Formaldehyd kommt auch natürlich vor, stimmt, allerding in geringen Mengen. Aber Naturholz halte ich trotzdem für unbedenklich. Das kommt als Tischlerware eh nicht frisch zur Verarbeitung sondern wird dampf- oder luftgetrocknet. Da dürfte das meiste raus sein. Guck dir mal ein Sägewerk an. Man riecht auch absolut nix.

S4aara)h2n000


man kann Formaldeyhd messen. Es gibt den sogenannten Dräger-Test. Den kann man in der Apotheke bestellen.

Das ist so ein Teil, das hängt man genau 2 Stunden lang an eine Lampe und kann dann daran ablesen, ob der Formaldehydgehalt der Luft erhöht ist. Es ist absolut idiotensicher. Wenn der Test dann ergibt, der Wert ist erhöht, kann man nochmal genau von einem Umweltamt oder Bauberater nachmessen lassen.

Aber zur ersten Orientierung ist der Test eine gute und preiswerte Alternative. Aber man darf nicht vergessen, daß auch Laminat Formaldeyhyd ausstrahlen kann, nicht nur Möbel.

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