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Heizt ihr? Der große Heizfaden

T\wistHerSistexr


Für Holzscheite benötigst du nicht zwingend einen Produzenten- es reicht u.U. auch eine einfache Kettensäge oder eine Axt oder ein Scheitspaltgerät.

Dafür braucht man aber auch den dem entsprechenden Wald. Ich glaube nicht, dass man mit der Axt in den Wald gehen darf um sich einen Eiche zu fällen.

Daer kQleiOne xPrinz


Zum Wald sagte ich "Polderholz". Das kannst Du Dir vom Eigentümer kaufen, zerkleinern und nach Hause bringen.

TQwistOerISistexr


Den Begriff "Polderholz" kenne ich leider nicht.

Wir kaufen unsere Meterscheite schon gespalten und sägen sie dann auf 25 cm, meißt Buche und Eiche. Fichte macht mir beim Verheizen zu viel Dreck.

DHer k^leinye Prinxz


Polder- oder auch Polterholz ist Langholz, das in Wäldern an gut erreichbaren Wegrändern aufgestapelt ist. Es ist gefällt, entastet, ausgeputzt, aber nicht geschält. Dieses Holz bzw. solche Stapel (Polder) kann man vom Eigentümer, meistens Forstamt, kaufen, festmeterweise. Das geht normalerweise am Telefon, oder man geht mit dem zuständigen Holzmann in den Wald, schaut sich die Polder an (da liegen ja verschiedene Mengen, und vor allem verschiedenes Holz) und sagt, welche man haben will. Die werden dann gleich mit der Sprühdose markiert und gehörten somit Dir.

Alles weitere organisierst Du, also spalten, evtl. auf Meterstücke kürzen, verladen und nach Hause bringen, oder gleich auf Ofenlänge kürzen, was die bessere Lösung ist, aber zum Stapeln nicht so gut geeignet. Auf diese Weise hast Du dann irgendwann ofenfertiges Holz, für ein paar Euro pro Ster oder SRM (Schüttraummeter).

Wenn Du das Holz selber hast, wirds natürlich noch billiger, brauchst aber Platz. Erstens muss das Holz wachsen und zweitens müssen ausreichende Mengen wo lagern können. Lagern musst Du ja immer die dreifache Jahresmenge, damit Du kontinuierlich hinreichend getrocknetes Holz in ausreichender Menge hast.

In beiden Fällen (Polderholz kaufen/eigenes Holz verheizen) bist Du aber zu nahezu 100% unabhängig von irgendwelchen Irren, die meinen, ohne Ende am Preisrad drehen zu können. Die einzige Abhängigkeit besteht dann im Polderholzfall darin, dass der Waldeigentümer etwas die Preise erhöhen könnte. Das ist aber, im Vergleich zur OPEC lächerlich.

Heizt man mit Pellets, ist die Abhängigkeit schon wieder eine Stufe größer, weil da zu viele im Produktionsprozess mit drinstecken, die alle reich werden wollen. Diese Abhängigkeit ist aber immer noch viel geringer als jene vom Öl oder Gas.

Wenn Du dann noch für eine anständige Photovoltaikanlage sorgst, Dir das Brauchwasser von der Sonne aufheizen läßt, es aus dem Boden holst und Dein Abwasser selbst klärst, können Dir Stadtwerke einerseits und der verkackte Nahe Osten andererseits den Buckel runter rutschen ;-D

h{exexT.


Aber nur wenn die stadtwerke mitspielen und du auch ein wenig kleingeld investieren kannst, dann allerdings lohnt sich die investition relativ schnell. Das holz beim waldbauern kaufen ist eine gute idee, nur wer hat schon die beziehungen oder auch möglichkeiten für einen ordentlichen und kostengünstigen transport. Wir haben ein ganz anderes problem nämlich unser abwasser muß gesammelt werden und je nach menge 1-2 x im jahr abgesaugt und entsorgt werden, das kostet auch einige NOK und macht im winter ev. viel spaß ;-D

D-er +k|l!eine- Prxinz


Es kommt natürlich auf die Entferunung an. Aber in der Regel kauft man das Polderholz natürlich so nah an der eigenen Haustür wie möglich, eben um teure Transporte zu vermeiden. Wenn Ihr das Holz bei einem benachtbarten Bauern kauft, dann wird der Euch das auch spalten, auf Meter sägen (oder anders, wie Ihr wollt) und für wenig Geld nach Hause liefern.

Wieso muss Euer Wasser abgesaugt und entsorgt werden? Ist das Sondermüll?

Ich kläre hier biologisch, und das geklärte Wasser (mindestens so rein wie aus der städtischen Kläranlage, nur ohne Chemie) kann ich zum Gießen verwenden und als Brauchwasser für die Klospülung usw.

Mein geklärtes Wasser reicht mir aber natürlich nicht zum Gießen, vielmehr sammle ich alles erreichbare Regenwasser, sodass ich mit Regen- bzw. geklärtem Wasser gießen kann. Ganz ohne Kalk oder Chemie.

hEexexT.


Wir klären wie hier überwiegend üblich nicht selbst, sondern sammeln unser abwasser. In Deutschland haben wir unser brauchwasser auch gesammelt und entsprechend verwendet, hier tun wir das auch, außerdem haben wir einen eigenen brunnen für unser wasser.

Unser holz kaufen wir wie in Deutschland auch bei einem waldbauern der es in großen netzen (gespaltet 1m lang) anliefert, sägen und hacken müssen wir dann selber.

Dzer kOleinFe Prinz


benachtbart *Lol* Sorry dafür ;-D

h4exe0T.


Es gibt auch bauern mit nachtbar ;-D ;-D

D2er klgeinne 5Prxinz


Ja aber zum Wassersammeln braucht Ihr dann doch riesige Behälter, damit der Abholer nicht jede Woche kommen muss ???

hnexReT.


Eine große klärgrube mußten wir anlegen, fassungsvermögen der tanks etwa je 5000 l

DTer kle+ine PVrinz


Das ist mir alles völlig rätselhaft. 5 m³. Auch wenn es mehrere sind, sagen wir 10. Also 50 m³.

Wenn Ihr zu zweit seid, und jeder am Tag nur 200 L Wasser verbraucht, sind die Behälter nach 125 Tagen voll. Es kann doch nicht alle 2. 3 Monate der Tankwagen kommen. Außerdem kann der gar keine 50 m³ transportieren, noch nicht mal 20. Also muss der monatlich kommen. Nä, das übersteigt meinen Blond-Quotienten.

Bzri/anx65


Zum Thema Holz:

1. Pellets

Das Pellets-Potenzial in Deutschland ist faktisch bereits weitgehend ausgeschöpft. Im zertifizierten Wald darf Holz mit weniger als 7 cm Stamm-/Astdurchmesser dem Wald nicht entnommen werden (im Stamm sind etwa 95% der Energie, aber nur etwa 5% der Nähr-/Mineralstoffe des Baums, in der Krone gerade umgekehrt, deshalb sollte sie im Wald verbleiben). Da das meiste des anfallenden Stammholzes entweder Nutzholz ist oder als Scheitholz verheizt wird, bleibt für Pellets nicht mehr viel übrig. Folge: Pellets werden inzwischen aus Skandinavien und Russland (Sibirien) importiert. Ob das nachhaltig ist, darf bezweifelt werden.

2. Selbst Holz machen:

Nicht jeder hat

– Platz für Scheitholz (wegen der Trocknung zwei bis drei Jahresmengen)

– die notwendige Ausrüstung zum Holz machen (außer einer Säge wird auch weiteres Werkzeug benötigt, ferner Schutzkleidung; bei guter Ausrüstung ist man schnell in einer Preisregion ≥ 1000 €); das geht bis hin zu einem entsprechenden Auto mit Anhänger

– einen Sachkundenachweis (Sägekurs/"Kettensägenführerschein").

Für meinen Scheitholzbedarf rechne ich pro Winter mit mindestens drei bis vier Arbeitstagen (wobei ich nicht mit 8-Stunden-Tagen, sondern eher mit 10 Arbeitsstunden rechne – zur eigentlichen Arbeit kommt die Pflege der Motorsägen hinzu). Dabei arbeite ich keine Flächenlose ("Reisschlag") mehr auf, sondern kaufe nur noch Polterholz (genaue Bezeichung: "Brennholz lang").

SRtuf)enz*aehlxer


Ich hab ja schon mal geschrieben, besonders Hauseigentümer sollten in die Heizkosten die Abschreibung der Anlage in die Rechnung mit aufnehmen. Schreibt man eine 10.000 € teure Anlage über 20 Jahre linear ab, dann entstehen allein dadurch Kosten von 40€/Monat. Das reicht bei vielen Heizanlagen noch gar nicht. Und so muss man auch die Kosten für eine Ausrüstung zum Holz machen einbeziehen + die Zeit, die man mit dem persönlichen Nettolohn ansetzen sollte. Oben drauf kommen Kaminkehrer, Wartung + Reparatur usw. - heutzutage richtig schön teuer.

Bezieht man das alles ein, wird man mit einer Gasheizung oder Fernwärme in einem Mehrfamilienhaus fast immer weit günstiger heizen.

sRens}ibelmxan


Das Pellets-Potenzial in Deutschland ist faktisch bereits weitgehend ausgeschöpft

Woher hast du diese Information?

Da das meiste des anfallenden Stammholzes entweder Nutzholz ist oder als Scheitholz verheizt wird, bleibt für Pellets nicht mehr viel übrig.

Pelletts werden schon lange (eigentlich von Anfang an) zu erheblichen Anteilen aus Abfällen, z.B. aus Sägemehl, welches vorher anders entsorgt werden musste, hergestellt.

Nicht jeder hat

– Platz für Scheitholz (wegen der Trocknung zwei bis drei Jahresmengen)

Naja, soviel Platz erfordert das auch wieder nicht- zudem ist der Platzbedarf für Holz unmittelbar an den jährlichen Heizenergiebedarf gekoppelt, der wiederum von der Bauqualität des Hauses und dem Nutzerverhalten bestimmt wird.

Wer besonders hohen Platzbedarf für sein Holz hat, sollte sich vielleicht zunächst Gedanken um die Qualität seines Hause machen.

– die notwendige Ausrüstung zum Holz machen (außer einer Säge wird auch weiteres Werkzeug benötigt, ferner Schutzkleidung; bei guter Ausrüstung ist man schnell in einer Preisregion ≥ 1000 €); das geht bis hin zu einem entsprechenden Auto mit Anhänger

– einen Sachkundenachweis (Sägekurs/"Kettensägenführerschein").

Kann man so machen, muss man aber nicht so machen. Hänger kann man auch leihen, jedes normale Auto kann Zugmaschine sein- da muss man nichts zukaufen. Einen Sachkundenachweis werde ich die nächsten 50 Jahre nicht machen ...

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