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Ich bin so neidig auf das Geld der anderen

ApntigWone


Als sehr kopflastiger Mensch mache ich mir viele Gedanken über meine Zukunft und vor allem über meine finanzielle Situation danach. Ich werde höchstwahrscheinlich den Lehrerberuf ergreifen und habe damit durchaus positive Berufsperspektiven.

Reich wird man als Lehrer nicht, aber im Verhältnis zur Arbeitszeit, verdient man überdurchschnittlich gut.

Wenn du ein sehr kopflastiger Mensch bist, hast du dir doch sicherlich vorher überlegt, warum du auf Lehramt studierst und was du später damit anfangen möchtest.

Selbst wenn du Medizin studieren würdest, gäbe es immer Ärzte, die mehr verdienen würden, als du. ;-)

KUadhWidya


Altes Foren-Gesetz: das, was den TE selbst stört, ist ein Problem. Das, woran sich die Mitlesenden stören, ist unglaublich amüsant und nicht die Tinte wert.

LriMan-$Jill


Könnte vielleicht jemand die Überschrift zu neidisch editieren? Ich kann das gar nicht sehen, das macht mich wahnsinnig... %:|

Womöglich kommt die TE ja aus dem österreichischen Sprachraum.

keleilner3_dr%achPensxtern


Hallo liebe TE, wenn du schon so ein kopflastiger Mensch bist, dann würde ich an deiner Stelle überhaupt nicht drüber nachdenken, ob du mal weniger verdienst als deine Rechtsanwalts -und Medizinstudienkollegen sondern mich vielleicht mal mit der Realität beschäftigen :=o .

Vielleicht ist es ja bei euch in Österreich anders, aber hier sieht die Realität leider schon seit einiger Zeit folgendermaßen aus:

Fertig studierte Lehrer bekommen sehr häufig überhaupt keinen Job mehr. Einzig an der Mittelschule (früher Hauptschule) sieht es noch ganz gut aus, aber damit kommen viele Lehrer überhaupt nicht klar, außerdem muss man, je nach vorigem Studium, noch 2 -4 Semester an sein Gymnasial- oder Realschullehramtsstudium dranhängen um dort überhaupt unterrichten zu dürfen. Und dann gibt es natürlich Fächerkombis, die einen Einsatz an der Mittelschule sowieso unmöglich machen, z.B. Sprachen. Wenn es mal einen Job gibt, ist der sehr oft nur noch auf ein Schuljahr befristet, d.h. in den Sommerferien ist man erst mal arbeitslos und weiss nicht, ob man im neuen Schuljahr was Neues kriegt. Verbeamtet wird nur noch ein äußerst geringer Prozentsatz aller Lehrer.

Falls es dich tröstet: auch bei den angehenden Medizinern und Anwälten sieht es nicht wirklich besser aus, auch da gibt es ganz viele, die keine Arbeit finden und sich aber z.B. keine eigene Praxis/ Kanzlei leisten können.

Also studiere doch erst mal zu Ende und schau, was das Leben für dich so bringt, bevor du auf ungelegte Eier neidisch bist.

Ckomraan


Womöglich kommt die TE ja auch dem österreichischen Sprachraum.

Jetzt muss ich aber klugscheißen :-p ! Zuständig für Rechtschreibvorgaben im deutschen Sprachraum ist der "Rat für deutsche Rechtschreibung". Das schließt Österreich mit ein.

Auszug aus dem Regelwerk: "Länderspezifische Wörter (Austriazismen und Helvetismen) werden jedoch

verzeichnet, sofern sie in Österreich beziehungsweise in der Schweiz als standardsprachlich gelten."

Und siehe da: neidig taucht nicht auf :-D

Ich hoffe, dass der nächste hier nicht anfängt, bayerisch zu schreiben |-o

LKian-J[il*l


Aahh... ich hatte ihren Beitrag auf der vorhergehenden Seite nicht gelesen und einfach geraten. Sollte nicht heißen dass das richtig ist, sondern nur, daass das dort im Dialekt vorkommt.

ASnt%igxone


neidig laut Duden:

[[http://www.duden.de/rechtschreibung/neidig]]

gOretax_


@greta_ dein Kommentar bezüglich meines Wortes "neidig" - "Ich kann das gar nicht sehen, das macht mich wahnsinnig..." finde ich doch etwas übertrieben.

Ich will nur klarstellen, dass das in Österreich ein durchaus gängig verwendetes Adjektiv ist. Aber ich verstehe dich schon ein bisschen, weil wir Ösis werden auch wahnsinnig, wenn wir auf Piefke treffen, die mit Ausdrücken wie "Plastiktüte", "Geldbörse" oder "Blumenkohl" um sich werfen...

tut mir leid. ich wusste das nicht. hab was dazu gelernt.

ich bin bei sprache einfach so, sehr zum leidwesen meiner mitmenschen. ich weiß, dass ich da etwas übertreibe...ich hab übrigens auch lehramt studiert :-)

M;ovemfbexr


Eines vorweg, ich will hier keinen verärgern. Das ist nicht meine Intension hinter meinen Beiträgen. Aber ich entdecke gerade die Chatkultur und bin restlos begeistert. Ich hole mir meine Beratung sonst immer von mir nahestehenden Freunden. Aber bei gewissen Themen interessiert es mich einfach was andere davon halten. Alters-, Geschlechts- und Länderunterschiede inklusive.

Danke Lian-Jill für die mutige Verteidigung meines österreichischen Dialekts.

greta_ Ich habe es nicht persönlich genommen, aber mein bester Freund ist auch so ein Grammatikritter und darüber streiten wir uns auch oft ;-)

kleiner_drachenstern Ja, ich verstehe deine Einwände nur zu gut und das alles lässt sich unter einen Satz zusammenfassen: Es wird nicht besser werden. Aber wie du am Ende richtigerweise geschrieben hast, einfach mal fertig studieren und dann sehen, was passiert.

Bei uns in Österreich ist es zumindestens so, dass man auch mit den tollkühnsten Fächerkombinationen Jobs bekommt. Die sind dann halt irgendwo im Hinterland, wo ich den Dialekt auch nicht mehr verstehe o.O aber ich bin zuversichtlich. Es wird sich schon was arrangieren lassen :)

kDleineRr_dr0achensxtern


Ich will bitte was lernen!

Was heißt denn

"Plastiktüte", "Geldbörse" oder "Blumenkohl"

bei euch ??? ??

j$ust_cloolkinjg?


Wo bitte ist das denn der Fall?

In Österreich. Da gibt es einen Zuschlag für Supplierstunden, weshalb manche unserer Lehrer sich jede nur mögliche unter den Nagel gerissen haben, während andere lieber zugunsten der Freizeit weniger machten. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man in Deutschland beliebig Supplierstunden "aufgebrummt" bekommen kann, ohne Ausgleich ... sind ja schließlich Überstunden ???

Falsch. Es gibt eine Pauschale die "gratis" abzuleisten ist. Genau das gilt auch für Konferenzen. Das sind sogenannte "B-Stunden" die gemacht werden müssen/denen begewohnt werden muss, aber nicht im Stundenplan stehen. Und ja, "C-Stunden" gibt es auch noch. Erst Stunden die über diese Pauschale hinausgehen (Supplierungen, wenn man einen Direktor hat der überlange Konferenzen hält hat man eben Pech) werden auch bezahlt.

Und zu Movember, im AHS/BHS Bereich bekommst du in Wien vielleicht leicht einen Job, am "Land" sieht es schon anders aus, bei der Pflichtschule sind immer noch Wartezeiten von 2 und mehr Jahren absoluter Standard.

j'ust_\lookinxg?


"Plastiktüte", "Geldbörse" oder "Blumenkohl"

Plastiksackerl, Geldtasche, Karfiol.

RKheMlia


Ich oute mich auch mal als *neidisch*, auf den Verdienst anderer Leute.

Besonders auf die Berufsanfänger (Gesellen) die mit einer 35 Std.-Woche mehr verdienen als ich und kaum Verantwortung tragen.

Meine Arbeitswoche hat 40 - 60 Std. In Schichten. Ich bin in einer Leitungsfunktion und habe über 20 Jahre Berufserfahrung.

Ja, ich bin neidisch >:(

Ich würde mir mehr Gehalt wünschen. Dafür studiere ich nebenbei, mit einem Zeitaufwand von nochmals 25 Stunden im Schnitt.

Wenn ich fertig bin, werde ich nicht höllisch mehr verdienen. Aber, es würde reichen, dass ich entweder meine Arbeitszeit reduziere oder aber mir z.B. eine Bügelhilfe odef Haushaltshilfe leiten kann.

Also ist es eigentlich eher doch so, dass ich auf die Freizeit anderer neidisch bin. Um nichts auf der Welt würde ich mit Ingenieuren, Lehrern oder Ärzte tauschen wollen.

Und ich finde es gar nicht schlimm, auch mal neidisch zu sein. Ich kenne niemanden, der mit seinem Leben restlos glücklich ist, bzw. keine Wünsche hat.

Übrigens finde ich das Wort "neidig" wirklich niedlich. Nie vorher gehört ;-)

n#igex84


Movember, vielleicht hilfts dir wenn du mal auf die Menschen schaust, die viel weniger verdienen als du später mal?

Da wirds ja sicher auch genug in deinem Umfeld geben?

DsespWerate0x1


Jetzt muss ich als unstudierte, "ältere" Frau doch mal fragen, in welchen Dimensionen die Neidischen unter euch denken? Über welche Höhe des Monatseinkommens reden wir denn hier? Und was genau tut ihr, um dieses Ziel zu erreichen?

Ich persönlich wusste immer, dass ich auch mal "viel Geld" verdienen wollte. Als gelernte Fleischereifachverkäuferin ein lustiges Unterfangen ]:D . Mit Ende zwanzig dann auch noch als alleinerziehende Mutter wurde es immer spannender... Mit Anfang dreissig habe ich mich dann selbstständig gemacht, da ging es bergauf, aber an Freizeit war überhaupt nicht mehr zu denken. Mit vierzig habe ich dann nochmal komplett die Branche gewechselt und bin sehr schnell da gewesen, wo ich sein wollte, mein Plan ging auf. Ich muss immernoch sehr viel arbeiten, aber ich kann es mir einteilen, und ich kann mir eigentlich alles leisten, was ich möchte. Und ich habe den coolsten Job der Welt 8-)

Davon abgesehen kenne ich gar kein Neidgefühl, denke aber, dass eine Prise davon durchaus sehr anspornend sein kann. Man darf sich nur nicht von diesem Gefühl auffressen lassen.

Wie meine Oma immer sagte: "Unter jedem Dach ist ein Ach..."

Und zu den engagierten Lehrer(innen) unter euch: Hut ab! Euren Job könnte ich definitiv nicht machen, die Nerven hätte ich einfach nicht. Und ich gönne euch jeden einzelnen Urlaubstag @:)

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