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Ab wann reicht es?

D4schungKelkin?d23x4 hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite momentan seit über 10 Wochen neben dem Studium. Klar, das Leben ist kein Ponyhof, aber ich merke langsam das ich neben meinen anderen Aufgaben fürs Studium und privaten Problemen echt kein Land mehr sehe.

Ich habe nachts ständig Alpträume, schlafe schlecht, stehe morgens schlecht gelaunt und mit der Gewissheit auf, dass ich dort wo ich arbeite vor 16 Uhr nicht wieder raus komme und danach noch für die Uni ackern muss.

Ich bin schon mal wegen Überlastung zusammen gebrochen und habe Angst, dass es irgendwann wieder soweit ist, wenn es so wie jetzt weiter geht.

Die Arbeit ist psychisch sehr belastend, da ich in einem sozialen Bereich arbeite und dort sehr viel abverlangt wird. Mein Arbeitsvertrag läuft noch 5 Wochen, aber ich fühle mich jetzt schon sehr ausgebrannt.

Ab wann und wie merke ich, dass es wirklich nicht mehr geht? Und an wen wende ich mich dann? Mit meinem Hausarzt habe ich da eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ab wann merkt ihr, wenn es zu viel wird und wie? Und wie zieht ihr die Notbremse?

Antworten
DEschunZgeWlkind23x4


Bin ich zu sensibel?

N]umb2er Of RThe jBeast


Ich habe nachts ständig Alpträume, schlafe schlecht, stehe morgens schlecht gelaunt und mit der Gewissheit auf, dass ich dort wo ich arbeite vor 16 Uhr nicht wieder raus komme und danach noch für die Uni ackern muss.

Ich bin schon mal wegen Überlastung zusammen gebrochen und habe Angst, dass es irgendwann wieder soweit ist, wenn es so wie jetzt weiter geht.

Die Arbeit ist psychisch sehr belastend, da ich in einem sozialen Bereich arbeite und dort sehr viel abverlangt wird. Mein Arbeitsvertrag läuft noch 5 Wochen, aber ich fühle mich jetzt schon sehr ausgebrannt.

Was musst du denn genau machen, was dich so "ausbrennt"? Sind es die Aufgaben an sich, ist es die Menge der Aufgaben, ist es die Arbeitszeit, sind es vielleicht auch die Kollegen?

Ab wann und wie merke ich, dass es wirklich nicht mehr geht? Und an wen wende ich mich dann? Mit meinem Hausarzt habe ich da eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ab wann merkt ihr, wenn es zu viel wird und wie? Und wie zieht ihr die Notbremse?

Wann es nicht mehr geht, wirst du schon merken. Ja, ist ne doofe Antwort, aber jeder Mensch hat nunmal eine andere Toleranzgrenze. Inwiefern hast du mit deinem Hausarzt schlechte Erfahrungen gemacht? Hat er dich nicht ernst genommen? Hat er dir nutzlose "Tipps" gegeben? Was spricht dagegen, wenn du dir einen anderen Hausarzt suchst?

SQunflowter_7x3


Sind es die Anforderungen des Jobs - oder sind es auch Anforderungen, die NUR DU an Dich selber stellst? Was hast Du aus dem vorherigen Zusammenbruch gelernt?

In einem Job erst um 16 rauszukommen ist letztlich normaler Alltag. Dass danach auch noch Anforderungen auf Dich zukommen, ist auch nicht ungewöhnlich - und v.a. ist das Ende absehbar. Es ist ja letztlich für Dich erstmal eine Umstellung, d.h. die Doppelbelastung ist neu und es dauert halt immer, bis man sich an sowas gewöhnt. Ich bin bspw. anfangs erfahrungsgemäß oft kaputter als nach einiger Zeit.

Wichtig auch:

Sich nicht weiter reinsteigern mit Unlust und negativen Gedanken. Statt ständiges Grausen auch mal auf kleine positive Dinge achten. Sich bewusst kleine Auszeiten nehmen und schöne Dinge tun. Das ist meine Notbremse als jemand, der aktuell drei Jobs jongliert und seit Monaten keinen wirklich freien Tag hatte (auch nicht am WE). Ansprüche an sich reduzieren, zu erledigende Dinge kritisch hinterfragen auf Notwendigkeit und erforderlichen Perfektionismus. Ausreichend schlafen, ausreichend und gesund essen. Bei Schlafproblemen rechtzeitig VOR der angepeilten Schlafenszeit mit Lernen, Unikram etc. aufhören. Halbe Stunde lesen, Musik hören, TV laufen lassen. Abschalt-Rituale einführen.

Warnsignale:

Sind wohl individuell und Du solltest für Dich entscheiden, wann es nicht mehr geht.

wQintemrsonnxe 01


Mal eine ganz klare Frage: musst du neben dem Studium arbeiten oder ginge es auch irgendwie ohne (vorallem finanziell).

Wenn ja: würde ich dir ganz klar raten, höre auf mit dem arbeiten, konzentriere dich auf dein Studium, mache einen guten schnellen Abschluss...

Nicht jeder ist wirklich dieser starken Doppelbealstung gewachsen, dein Körper zeigt es dir, was geht und was geht nicht.. das ist seh individuell...höre auf dich und dein Gefühl, überlaste dich nicht :°_ ...denn wenn du zusammenbrichst, ist ja auch niemanden damit geholfen.

C1rankx1


Noch 5 Wochen sind ein überschaubarer Zeitraum. Was ist nach den 5 Wochen, nur noch Studium oder neuer Job?

Egal wie stessig es auch sein mag, Du solltest versuchen, auch immer wieder einmal , kleine Auszeiten zu nehmen, auch wenn Du glaubst, die Zeit dafür überhaupt nicht zu haben.

Sunflower hat das schon gut geschrieben, dem ich nur beipflichten kann!

Das schlimmste überhaupt ist, wenn sich Deine Gedanken nur noch um Deine Probleme drehen, was ein wahrer Teufelskreis ist und dann besonders Deine Befindlichkeiten negativ beinflusst, also Schlafstörungen, Konzentration, Lustlosigkeit und Verzweifliung.

Jeder Mensch hat nun mal unterschiedliche Belastungsgrenzen und somit darfst Du Dich dann eben auch nicht unter Druck setzen oder gar mit anderen vergleichen.

Macht Dir Dein Studium überhaupt Spaß, also ist es das, was Du auch noch immer möchtest, also in Bezug auf Deine weitere Zukunft? Viel mir no soeben ein, da es nicht selten auch Studierende gibt, die eigentlich nicht wirklich studieren wollen, es aber trotzdem tun.

SNunfxlo@werK_73


Achja:

Dauerhaft ein offensichtlich normaler Job (40 Stunden?) und Studium sind wirklich keine Lösung. Auch nicht, wenn man neben dem Studium Geld verdienen MUSS.

DVs7chuJngelk~ind234


Ich versuche mal einige Fragen zu beantworten. Sollte ich irgendetwas vergessen haben, bitte meckern.

Ich muss momentan neben dem Studium arbeiten, da es finanziell nicht anders geht. Wie es dann wenn ich den Master mache wird, weiß ich noch nicht. Aber sicher muss ich dann auch nebenher arbeiten.

Mein Hausarzt nimmt Überlastung aus psychischen Gründen nicht ernst. Am Ende war es so schlimm, dass ich sobald ich körperliche Symptome hatte als psychisch abgestempelt wurde. Deshalb möchte ich wechseln. (den Hausarzt)

Was mich belastet ist die lange Arbeitszeit, samt umfangreicher Aufgaben und irgendwo auch die Kollegen. Mein Chef, mit dem ich in einem Raum sitze ist ein Egotier. Den ganzen Tag erzählt er mir, wie toll er war, als er das gleiche wie ich studiert hart, dass er seine BA Arbeit noch nebenbei geschrieben hat (neben Arbeit und Studium) und protzt wie toll er doch ist. Ich werde manchmal echt bald wahnsinnig. So nach dem Motto: Hab dich mal nicht so. Was ich toller Mensch alles packe. Meine Kollegin simst den ganzen Tag nur mit ihrem Handy rum und die ganze Arbeit bleibt dann an mir hängen.

Ich sags mal so: Wenn ich die kommenden 4 Wochen heil überstehe, brauche ich bis zum Ende des Jahres um mich zu erholen.

S1unfl|ow.er_7x3


Ja Mensch, dann lass' Deinen Chef, den Ober-Blender, doch labern. BA-Arbeit neben Job & Studium? Ja das ist doch Studium, was ist daran spektakulär?

Was trifft DICH an den Protz-Kommentaren so, dass sie Dir nicht am Popo vorbeigehen? Denn das sollten sie.

W2aterxli2


Wie lange musst du da eigentlich arbeiten? Morgens bis 16 Uhr klingt nach Vollzeit. Daneben noch studieren ist natürlich fast unmöglich und Freizeit ist dann erst recht nicht drin.

Das liegt dann auch nicht an dir. Wenn du neben Studium Vollzeit arbeitest, dann machst du "zweimal Vollzeit", da brauchen wir über Überforderung nicht reden. Da wäre jeder überfordert.

BA-Arbeit neben Job & Studium? Ja das ist doch Studium, was ist daran spektakulär?

Naja, man schreibt auch nicht 5 Jahre lang ne BA-Arbeit. Und ne BA-Arbeit bedeutet in der Regel, dass man Zeit hat, nur diese (sorry: läppische 30-40 Seiten...) Arbeit zu schreiben und eben zu dieser Zeit normalerweise nicht noch was anderes "studieren" muss, wenn man gut geplant hat. Deshalb ist ja das 6te Semester z.B. dafür reserviert. Und bei so einer Arbeit kollidiert ja zeitlich nix, weil man in der Einteilung frei ist. Es ist überhaupt kein Ding, eine Hausarbeit etc. neben einem Vollzeitjob zu schreiben (weil es zeitlich auch begrenzt ist). Ein Studium mit Anwesenheit neben einem Job zu koordinieren, wo man nur die Lernzeit frei planen kann, ist ja was völlig anderes. Ich weiß auch nicht, womit der Chef hier angeben will, aber BA-Arbeit neben dem Job schreiben beeindruckt mich nicht... wenns ne Promotion wär, ok, aber generell halte ich nichts von so Leuten "ich hatte 2 Kinder und hab XY geschafft" etc., weil es mich nicht juckt, was andere schaffen.

80-Stunden-Woche ist 80-Stunden-Woche. Wer das "schaffbar und leicht" findet, soll mich in 5 Jahren nicht vollheulen, wenn er berentet zuhause hockt, weil er mit dem Herzen oder Burnout oder Rücken hat. ]:D

SDunfl'ower_x73


BA-Arbeit neben Job & Studium? Ja das ist doch Studium, was ist daran spektakulär?

Habe mich da wohl blöd ausgedrückt. Meinte halt, dass es machbar ist, eben weil ein Semester nur für die BA-Arbeit vorgesehen ist. Das ist dann halt auch Studium... ;-)

E.lafRemicWh0815


Tja...

Das du neben dem Studium arbeiten musst, weil sonst die Kohle nicht reicht, geht vielen so. Das dir speziell dein Job nicht wirklich zu liegen scheintm ist zwar kein Weltuntergang, wenn es dich aber derart stört, dann denke doch über einen Wechsel nach.

Ob du dich von Mr. Doppelkraftbrühe mit Ei beeindrucken lässt oder nicht ist allerdings deine persönliche Entscheidung. Ich würde ihn gepflegt ignorieren. Eine Bachelor- oder Masterarbeit scheibt man nicht "nebenbei". Das solltest du als Studentin aber wissen...

Stell dir unabhängig von der Kohle mal die Frage wie sehr die Arbeit dein Studium beeinträchtigt. Kannst du vielleicht deine laufenden Kosten noch weiter reduzieren? Reicht eine halbe Stelle nicht auch aus oder ähnliches? Vielleichtwäre auch ein Wechsel der Uni eine Option.

Egal wie und was, wenn du zusammenbrichst weil du dem Leistungs- und Erwartungsdruck der Gesellschaft nicht gewachsen bist, dann nützt das niemandem. Allerdings ist das Leben nun mal hart und unfair. Schule bis zum Abi ist Kindergarten dagegen.

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