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Arbeiten für 3,60 € die Stunde?

DCieKtruxemi


eben, das ist Ausbeutung. eine Schande, Arbeit muss gefälligst schwer sein und einen so richtig ankotzen!

AoufDersArbueixt


Also losgelöst von dem Fall der TE: Woher kommt dieses Rumhacken von den Kleinen auf den noch Kleineren? Diese Neiderei? Dieses Diffamieren?

Schön immer von unten nach ganz unten treten, dann muss man sich wenigstens nicht damit befassen, wie viel Kohle oben drüber verbraten und verbrannt wird!

ÄTZEND! >:(

Weil es genug kleine sind, die völlig fertig von ihrer Arbeit sind und denen die Luft langsam ausgeht und die es einfach ärgern könnte, wenn sie von "den noch kleineren" hören, das sie für das Geld niemals arbeiten gehen würden.

Und wenn die Kleineren genauso denken würden wie die noch kleineren, die nicht arbeiten gehen wollen (und nur von denen rede ich gerade, nicht von kranken oder aus anderen Gründen arbeitslos gewordenen Menschen) und auch nicht mehr arbeiten gehen würden, gäbe es nur noch Lebensmittelgutscheine und das Feldbett in der Turnhalle. Nur weil die Kleinen noch fleissig arbeiten ist überhaupt Geld für die noch kleineren da.

DEieKrguemxi


@ auf der Arbeit

so darfst du das nicht sehen, "Die da oben" haben soooo viel Geld, dass sie es als Klopapier nutzen können, "die da oben" finden es doch toll, dass die "da unten" so schön arbeiten. Und die haben bestimmt ne Gelddruckmaschine, wenn die nur einer mal anstellen würde, hätten alle Geld als Klopapier! ups, ist das jetzt etwa

Diese Neiderei? Dieses Diffamieren?

*Ironieoff*

A<ufDerAirbeixt


Die da oben... ja in der Tat wird leider von der Oberschicht viel Geld verbrannt.

Gibt es noch eine Mittelschicht? Wie war das früher... als Ingenieur hast du mit 35 dein eigenes Haus gehabt... und heute kämpft selbst der Ingenier entweder um seine Mietwohnung oder hat direkt nen Mehrfamilienhaus. Nicht umsonst wird der Anteil der Menschen mit Wohneigentum immer niedriger in Deutschland, in vielen Ländern ist die Quote viel höher.

Aber man darf auch diese ganze Weltwirtschaftskiste nicht vergessen... schaut euch doch mal die Texitindustrie in Deutschland an? Tot. Warum? Weil die Leute lieber den billigeren Kram aus dem Ausland kaufen. Das die Näherin da für 1 Euro / Woche arbeitet interessiert doch keinen. Und das Spiel geht doch weiter. Deutsche Autos? zu teuer. Deutsche Unterhaltungselektronik? Zu Teuer. Deutsches Porzelan? Zu Teuer.

Und so geht das Geld, was hier noch verdient wird, ins Ausland. Aber auch da nicht zu den armen Leuten die von der Hand in den Mund leben sondern auch zu der dortigen Oberschicht damit die Herren sich das vierte Privatflugzeug kaufen können.

Aber hilft es jetzt, sich zu Hause hinzusetzen und zu schmollen? Nein. Die kleinen sollten sich mit den noch kleineren Solidarisieren und dann ZUSAMMEN versuchen etwas zu ändern. Aber schau dir das in Deutschland doch mal an? Stell dir vor, es ist ne Demo und keiner geht hin. Genau das ist Deutschland. Der Kleine ist zu kaputt, um sich zur Demo aufzuraffen und der noch kleinere ist am schmollen "ich kann ja nichts verändern" und geht deshalb nicht hin. Und die Oberschicht schaut sich die 3 Leute auf der Demo an, trinkt mit denen einen heissen Kakao und stellt dann fest: Wir haben gar kein Problem, sind doch alle zufrieden.

Und auch unser Rechtsystem tut sein übriges den kleinen klein zu halten. Warum gibt es keine Sammelklagen in unserem Rechtssystem? Weil damit Waffengleichheit zwischen Ober und Unterschicht erreichbar wäre. Aber so hast du als kleiner Mann kaum ne Chance gegen ein Unternehmen oder einen reichen zu prozessieren. Du kommst mit deinem süssen kleinen Anwalt, der sich 3 Stunden für deinen Fall Zeit genommen hat zum Prozess und der Gegner sitzt dort mit 10 Anwälten die 200 Manntage investiert haben, um dem Richter genau zu erklären warum du unrecht hast. Chancengleichheit? Nicht gewollt.

Jetzt hab ich mich auch ausgeheult... aber ändert das was?

E#hemalqiger NGut]zer (t#47q9013x)


@ AufDerArbeit

Im übrigen glaub ich nicht, das es ewig so weiter gehen kann wie heute... irgendwann bricht das System zusammen. Und wer bleibt dann auf der Strecke? Der der Arbeit oder der, der die letzten Jahre von Sozialleistungen gelebt hat, die es dann nicht mehr geben wird?

Dafür haben die doch auch wieder 'ne Ausrede. Wir blasen denen schließlich dem sozialen Frieden wegen das Geld in den Allerwertesten, weil der gemeine Pöbel sonst auf uns losgehen würde :=o

deanaex87


AufderArbeit

Die kleinen sollten sich mit den noch kleineren Solidarisieren und dann ZUSAMMEN versuchen etwas zu ändern. Aber schau dir das in Deutschland doch mal an? Stell dir vor, es ist ne Demo und keiner geht hin. Genau das ist Deutschland.

Und wenn sie es tun heißt es sie üben Streikterror aus. :=o :=o

dYe@spentxes


wie kommst du darauf, dass diejenigen, die sich hier kritisch äußern, "klein" wären und "unten" stehen? Das ist auch Diffamierung.

Verzeih meinen Jargon. Ersetze "klein" und "unten" bitte durch Begriffe deiner Wahl! @:)

Und wenn die Kleineren genauso denken würden wie die noch kleineren, die nicht arbeiten gehen wollen (und nur von denen rede ich gerade, nicht von kranken oder aus anderen Gründen arbeitslos gewordenen Menschen) und auch nicht mehr arbeiten gehen würden, gäbe es nur noch Lebensmittelgutscheine und das Feldbett in der Turnhalle. Nur weil die Kleinen noch fleissig arbeiten ist überhaupt Geld für die noch kleineren da.

Ja, das macht Sinn! Und die Arbeit, die vorher von den Kleinen verrichtet wurde, erledigt dann wer? Die geht dann ins Ausland? Zusammen mit den Kranken und Alten, die gepflegt werden, zusammen mit den Straßen, die gereinigt werden, zusammen mit den Hotelzimmern, die vermietet und gereinigt werden, zusammen mit den Lebensmitteln, die verkauft werden? Ok, das könnte natürlich passieren.

Ich denke aber viel mehr, dass Solidarität uns weiterhilft. Jobs anzunehmen, die würdelos bezahlt werden, ist unsolidarisch! Das sollte kein Kleiner und kein ganz Kleiner machen. Unternehmer, die solch eine Bezahlung anbieten, sind entweder Ausbeuter oder haben ihr Unternehmen auf Sand gebaut.

so darfst du das nicht sehen, "Die da oben" haben soooo viel Geld, dass sie es als Klopapier nutzen können, "die da oben" finden es doch toll, dass die "da unten" so schön arbeiten. Und die haben bestimmt ne Gelddruckmaschine, wenn die nur einer mal anstellen würde, hätten alle Geld als Klopapier!

Wie süß und charmant. Danke für das *Ironie off*. Hätte ich sonst gar nicht verstanden. |-o

A%ufHDe:rArbetiEt


Zusammen mit den Kranken und Alten, die gepflegt werden

Das immer mehr Pflegekräfte aus Polen nach Deutschland kommen, die für das halbe Gehalt einer deutschen Fachkraft (die dann maximal 8h am Tag da ist) eine 24h Pflege gewährleisten und im Haushalt der Kranken und Alten wohnen, hast du schon mitbekommen?

Und ich habe immer noch nicht verstanden, warum 1500 Euro Netto im Monat für eine Vollzeitbeschäftigung würdelos sind.

d4espWentes


Das immer mehr Pflegekräfte aus Polen nach Deutschland kommen, die für das halbe Gehalt einer deutschen Fachkraft (die dann maximal 8h am Tag da ist) eine 24h Pflege gewährleisten und im Haushalt der Kranken und Alten wohnen, hast du schon mitbekommen?

Ja durchaus.

Da ist der Staat gefragt. So lange angemessen bezahlt wird, spricht nichts dagegen, Wenn nicht angemessen (also demnächst nach Mindestlohn) bezahlt wird, muss eben eingeschritten werden.

Und ich habe immer noch nicht verstanden, warum 1500 Euro Netto im Monat für eine Vollzeitbeschäftigung würdelos sind.

Es geht mir doch nicht um Jobs, bei denen am Ende 1,5k im Monat rauskommen. Ich schreibe gegen diejenigen, die laut tröten: "Scheiß egal, wie schlecht bezahlt. Sieh zu, dass du einen Job annimmst und dir nicht mehr unsere sauer vierdiente Kohle in den Arsch schieben lässt!"

spen?sibelxman


zu niedrige Löhne führen [[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wie-arm-die-deutschen-wirklich-sind-a-873632.html dazu]]

A=ntcig_one


zu niedrige Löhne führen [[http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wie-arm-die-deutschen-wirklich-sind-a-873632.html dazu]]

Der Artikel ist fast zwei Jahre alt. Inzwischen gibt es ein Gesetz zum Mindestlohn, welches zum Sterben einiger Unternehmen führen wird. ":/

T`imbkatukxu


welches zum Sterben einiger Unternehmen führen wird. ":/

;-D ;-D Ja, nee, ist klar! Die ewige Leier vom Mindestlohn als Jobkiller. Was für'n Quatsch!! Falls überhaupt eine Bude wegen dem Mindestlohn kaputt geht, dann besser heute als morgen. Eine Arbeit, von der man nicht leben kann, braucht kein Mensch!

dea&na e8x7


Ich fürchte mein alter Chef wird sich kein viertes Haus kaufen können und eventuell muss der Porsche dran glauben und nur der Mercedes bleibt. Irgendwie hält sich mein Mitleid echt in Grenzen wenn ich dann an meine Kollegen denke die bis auf zwei Mann alle aufstocken. :=o :=o

dMespWentes


Ach und du denkst, dass der Mindestlohn ein Mittel gegen die Altersarmut ist? Um die ging es nämlich. Da wird von einem Niedriglohn von 9,53 € (im Westen) gesprochen. Mit seinen 8,50 € liegt der Mindestlohn da doch noch deutlich drunter! Inwiefern hilft der dann gegen Altersarmut?

welches zum Sterben einiger Unternehmen führen wird

Ist der Mindestlohn dafür verantwortlich oder die falsche Unternehmensführung bzw, -planung?

Da kann man sicher gut drüber diskutieren...

Ein kleines Zitat aus dem Artikel, den Sensibelman postete:

Fazit: Die Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnsektor sind schlechter als von der Regierung dargestellt.

EBhemFalPiger N6utzer (#47x9013)


Mir wäre es ehrlich gesagt ziemlich egal, ob ich durch mein Verhalten auf dem Arbeitsmarkt irgendein Unternehmen bzw. dessen Geschäftsführer übervorteilen würde, solange das Sozialsystem im gleichen Zuge für die entlastet wird, denen das Wasser tatsächlich bis zum Hals steht - und damit meine ich sicherlich nicht irgendwelche lethargischen Hartz-IV-Familien, die für's Nichtstun Gelder in Höhe eines soliden Monatsgehalts beziehen und nicht im Traum daran denken, dass das nicht nur bunte Scheine aus 'nem Automaten sind, sondern bemessene Arbeitsleistung anderer.

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