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Arbeiten für 3,60 € die Stunde?

SgünAtDjxe


würdest du auschließlich im Nachtdienst arbeiten oder im 3-Schichtsystem?

Ich habe das mit den Stunden auch noch nicht ganz verstanden, wenn du 160 Stunden arbeitest, dann hast du eine volle Stelle für 850€, niemals würde ich in der Pflege dafür arbeiten

Hfyb4ridxX99


Ich habe das mit den Stunden auch noch nicht ganz verstanden, wenn du 160 Stunden arbeitest, dann hast du eine volle Stelle für 850€, niemals würde ich in der Pflege dafür arbeiten

Netto! Also grob übern Daumen 1700€ Brutto...

Dcespexro


Netto! Also grob übern Daumen 1700€ Brutto...

Also ich habe fast 1300 Euro raus bei 1750 Euro Brutto. Wie kommst du bloß auf diese irdische Zahl? ;-D

Ich muss zugeben, ich arbeite auch nicht viel. Faulheit siegte. ]:D

Suüntjxe


das habe ich auch überlegt, sie hat 2 Kinder, ist dann eher nicht Steuerklasse eins, wie kommst du auf so ein Brutto?

HAybri*dX9x9


Ich mache immer wieder den fehler, von mir auszugehen ^^. Und da sinds knapp 50% steuern

Dwesperxo


Nennt sich das nicht Steuerklasse 6? ;-D

EBhemal'iger NButzer 1(#479(013x)


@ kiarani

aber ich will mich halt nicht ausbeuten lassen...

Das spielt eigentlich keine Rolle, denn in deiner Situation bist du verpflichtet, jede zumutbare Arbeitsgelegenheit anzunehmen. Mit 850 € netto hättest du nach Abzug der Fahrtkosten noch 100 € mehr Einkommen im Monat. Natürlich ist das im Verhältnis zur erbrachten Arbeitsleistung wenig, aber letztendlich musst du von eurem monatlichen Gesamteinkommen inklusive Arbeitslosengeld II ausgehen und das ist für eine arbeitende Person ein durchaus vernünftiges Einstiegsgehalt. Jeder, der argumentiert, die 100 € mehr würden sich für ihn nicht lohnen, ist per definitionem ein Schmarotzer - so hart das auch klingen mag. Und ich verstehe in dem Punkt auch absolut keinen Spaß, weil diese völlig falsche Anspruchshaltung anderen Niedrigverdienern über kurz oder lang die Existenzgrundlage zerstört.

Bnamb,ax 1


Guten Abend,

Kiarani, deine Informationen über besagte Stelle,

Sind diese Informationen direkt vom Arbeitgeber innerhalb eines Gesprächs oder sind das Informationen, welche dir in schriftlicher Form als Arbeitsangebot der Arge vorliegen ?

B axm\bxa 1


Ok. sie ist abgemeldet.

D%ieK'ruexmi


Was haben "Sozialabgaben der Arbeitenden" und Hartz 4 miteinander zu tun?

sorry, Denkfehler, war beim ALG. Ok, dann steigen eben die Steuern....auch nicht besser.

Spmabragdaxuge


Wenn ich schon überlegen muss, ob es sich lohnt zu arbeiten, ist am System was falsch.

Richtig, dann sind nämlich die Löhne zu niedrig.

Selbstverständlich sollte niemand arbeiten gehen, wenn er seine finanzielle Lage dadurch verschlechtert.

Es macht auch kein Unternehmer eine Firma auf, wenn er dadurch nur Verluste einfährt.

Genauso ist es! Wenn es Löhne gibt, die noch unter H4-Niveau liegen, heißt das nicht, dass H4 zu hoch sondern der Lohn zu niedrig ist.

Anstelle, dass der kleine Mann sich solidarisiert gegen Ausbeuterei, lässt er sich lieber auf seinesgleichen hetzen. Teile und herrsche funktioniert doch immer wieder.... :-(

Zur speziellen Situation der TE:

Nimm den Job an. Es ist richtig, er ist schlecht bezahlt, daran gibt es nichts zu rütteln, und ich hoffe, dass Du rechnen kannst, so dass Du feststellen kannst, ob Du mit dem Job finanziell schlechter dastehst oder nicht. Falls es so sein sollte, dass Du ungefähr gleich dastehst wie mit H4, dann stelle nicht das Geld in den Vordergrund sondern die Chancen, die sich daraus ergeben können. Vielleicht kannst Du Dich fortbilden und über Qualifizierungsmaßnahmen in der Hierarchie hochklettern, was auch mit mehr Geld verbunden wäre. Du kommst unter Leute. Du nimmst wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teil und bekommst ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Als H4 bist Du für alle der Fußabtreter, jeder, der mit seinem Job unzufrieden ist, wird sich über Dich aufregen und seinen Jobfrust an Dir auslassen, sieht man ja. Du bist noch jung, und ich wünsche es Dir, dass Du in die Pötte kommst und die Sackgasse H4 in umgekehrte Richtung wieder verlassen kannst. Nimm den Job, wenn Du finanziell nicht gravierende Einbußen hast und fange an, darauf Deine berufliche Zukunft aufzubauen.

a9nders_4als_andexre


Ich trete dagegen an, dass Menschen als "Schmarotzer" diskreditiert werden.

Und wenn, dann doch wohl zuerst die, die hier "legal" keine Steuern zahlen, weil sie die Gewinne an eine Firmen-Mutter oder -Tochter ins Ausland abführen, wo keine oder lächerlich geringe Steuern anfallen.

Der deutsche Staat kann z.Z. nur existieren, wenn die Arbeitslosen hier bleiben und konsumieren. Wir hätten die schönste Wirtschaftskrise, wenn die Mehrzahl der "Schmarotzer" auswandern würde.

Zum Thema: Ich würde ähnlich rechnen. Die 160 Std. Nichtstun (ohne Fahrtkosten) zuhause würde ich gegenüberstellen gegen - wieviel jetzt genau? - Stunden ausser Haus, abzüglich entstehende Kosten.

Wenn untern Strich 3.60 € die Stunde mehr bleibt, würde ich es machen.

P{-schbixest


@ Fruchtalarm

in vielen Mietverträge findet sich die Klausel Kleinstreparaturen bis zu 100 Euro sind vom Mieter zu übernehmen

aJnd^ers_rals_and"ere


Vielleicht kannst Du Dich fortbilden und über Qualifizierungsmaßnahmen in der Hierarchie hochklettern, was auch mit mehr Geld verbunden wäre. Du kommst unter Leute.

Smaragdauge

Fortbilden wann - wenn man Schichtdienst hat? Und dass man in einer Hirarchie vom Tellerwäscher zum Konzernchef "hochklettern" kann, gibt's nur in amerikanischen Märchen. Na gut, mancher Konzernchef hat als Kind zuhause beim Geschirr mitgeholfen, das zählt dann mit.

Und unter Leute kommen, wenn man die windeln, wenden und waschen muss?

Ich habe ja nichts dagegen, jemandem Mut zu machen, aber doch nicht so praxis-untauglich.

Und ob man als bezahlter Underdog wirklich seine Selbstsicherheit trainieren kann ...

S/ma.rag$d@aug2e


Fortbilden wann - wenn man Schichtdienst hat? Und dass man in einer Hirarchie vom Tellerwäscher zum Konzernchef "hochklettern" kann, gibt's nur in amerikanischen Märchen. Na gut, mancher Konzernchef hat als Kind zuhause beim Geschirr mitgeholfen, das zählt dann mit.

Warum nicht? Der Freund ist zu Hause und kann den Haushalt machen. Sie kann diesen Job machen und nebenbei z.B. einen Schulabschluß nachholen, vielleicht, wenn ihr der Job vom Arbeitsumfeld gefällt, auch einen Pflegeberuf erlernen, so dass es nicht bei Hilfskraft bleibt.

Und unter Leute kommen, wenn man die windeln, wenden und waschen muss?

Klar, man hat Kollegen, das wäre ein erster Schritt, auch mal wieder mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen, dann steht da vielleicht auch mal eine Weihnachtsfeier an oder Geburtstage, wo man zusammensitzen und reden kann.

Ich habe ja nichts dagegen, jemandem Mut zu machen, aber doch nicht so praxis-untauglich.

Finde ich nicht.

Und ob man als bezahlter Underdog wirklich seine Selbstsicherheit trainieren kann ...

Ich habe mit 20 mal - trotz kaufmännischer Ausbildung - eine Zeitlang im Dreischichtsystem in einer Produktionshalle gearbeitet. Später dann wieder im Büro, zu meinen besten Zeiten auf einer Bank. Die Zeit in der Produktionshalle war für einen Personaler einer Rechtsanwaltskanzlei später DER Grund, mich zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen, er sagte mir, anhand meiner Entwicklung hätte er sehen können, dass ich eine Kämpfernatur bin (leider fiel die Wahl dann auf einen Bewerber, dennoch hat mich der Personaler noch mal eingeladen, er wollte unbedingt, dass ich dort unterkomme, aber auch beim zweiten Anlauf wurde es nichts, die Entscheidungen treffen halt die jeweiligen Anwälte, die eine Sekretärin suchen. Dennoch hat es mir gezeigt, worauf Personaler wirklich achten)

Ja, ich denke tatsächlich, dass der Lebenslauf einiges über die Persönlichkeit aussagt. Wenn man zeigen kann, dass man sich aus H4 herausgezogen hat, wenn man anfängt, sich bilden, dann hat man definitiv bessere Chancen als wenn man zu Hause sitzenbleibt.

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