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Lebt mein Freund sein Leben lang mit einer Lüge?

mCi7ni_c789 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich habe ja schon einige Male über die Familie meines Freundes berichtet.

Nun gibt es ein neues "Problem", das aber diesmal nicht in erster Linie mich sondern meinen Freund betrifft.

Also wo fange ich an? Mein Freund hat noch einen Bruder, der so ca. 1 1/2 Jahre älter ist als er. Ein absolutes Wunschkind. Mein Freund dagegen war (und so hat man ihm das auch immer gesagt), ein Urlaubs-Unfall. Sie hatten sich zwar schon irgendwann ein zweites Kind gewünscht, aber nicht in so kurzem Abstand zum ersten Kind.

Gestern hatten wir Besuch von unserer Vermieterin, zur selben Zeit war auch der Papa meines Freundes bei uns. Beiläufig erwähnte sie dann vor der Tür "ihr Bekannter...", worauf ich dann sagte, dass das der Papa meines Freundes sei. Das hat sie sehr überrascht und sie meinte sofort, dass die beiden sich aber gar nicht ähnlichen sehen würden.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass sie sich wirklich kaum ähneln, im Gegensatz zu dem anderen Sohn. Insgeheim habe ich mir die Frage auch schon oft gestellt, ob mein Freund wirklich das Kind seines Vaters ist. Ich mein, mir ist das relativ egal, solange mein Freund damit kein Problem hat. Allerdings meinte er letzte Woche auch, dass es schon sehr komisch sein, dass sein Bruder dem Vater so ähnlich ist und er mehr nach seinem Onkel kommt.

Es sind aber nicht nur die Äußerlichkeiten, die sich so unterscheiden, sondern auch folgende Tatsache: Sein Vater ist Diabetiker und das seit dem Kleinkindalter, er hat es auch an seinen ersten Sohn weiter vererbt, mein Freund hat allerdings gar nichts (darüber bin ich ja auch mehr als froh, nicht dass das jetzt falsch rüberkommt), außerdem sind sie sich charakterlich sehr ähnlich, mein Freund dagegen kommt mehr nach seinem Onkel.

Wie bereits gesagt: Mir ist es egal, ob mein Freund der Sohn seines Vaters ist oder nicht, aber ich bemerke schon, dass er sich mittlerweile auch die Frage stellt. Er zeigt es zwar nicht so und belächelt das Thema auch, aber ich kenne ihn ja schon etwas länger und merke, dass es in ihm arbeitet und er sich schon so seine Gedanken macht.

Seine Mutter können wir leider nicht fragen, denn zu der besteht schon seit Jahren kein Kontakt mehr und sein Onkel ist auch vor einigen Jahren verstorben. Was sollen wir denn jetzt tun? Das Thema einfach verdrängen?

Antworten
E#hemWaliger ENutze%r (#4167193)


mein Freund hat allerdings gar nichts

Das ist doch bei Diabetes typ 1 nicht wirklich ein Kriterium... DM1 kann genetisch Utsachen haben, muss aber nicht. Liegt auch daran, weil man da nicht ein einzelnes Gen dafür verantwortlich machen kann.

Dazu folgendes gefunden:

The risk of a child developing type 1 diabetes is about 10% if the father has it, about 10% if a sibling has it

Was sollen wir denn jetzt tun

"Ihr" solltet meines Erachtens nach gar nichts tun. Das ist sicher einer der persönlichsten Dinge überhaupt, sprich sollte dein Freund zu dor kommen und dich um Hilfe/Unterstützung bitten, sei für ihn da. Ansonsten würd ich mich da tunlichst raushalten...

mWini_l789


Wie gesagt, das habe ich bisher ja auch gemacht. Es ist natürlich ganz allein seine Sache, aber ich merke schon, dass es ihn beschäftigt und das Thema in immer kürzeren Abständen bei uns auf den Tisch kommt. Und nicht, weil ich damit anfange, sondern von ihm aus!!

Allerdings kann er seinen Vater ja nicht einfach damit konfrontieren.

Wegen der Diabetes-Krankheit: Wie ich ja bereits sagte, hat sein Vater es seit dem Kleinkindalter und bei seinem Bruder ist die Krankheit erst mit Mitte 20 ausgebrochen.

Aupyrexna


Es gibt Kinder, die ihren Eltern nicht, aber überhaupt gar nicht ein bisschen ähnlich sind oder ähnlich sehen, obwohl sie genetisch eindeutig deren Kinder sind! Habt ihr das auch schon mal in Betracht gezogen?

LXive>rpool


Gene können aber auch einfach "unregelmäßig" weitergegeben werden bzw. Generationen überspringen.

Ich hatte vor allem als Kind kaum Ähnlichkeit zu meinen Eltern. Weder charakterlich noch optisch. (Im Erwachsenenalter zeigt sich jetzt aber doch, dass ich Kind meiner Eltern bin....) Dafür war ich schon immer ein Abbild meines Onkels. Vor allem charakterlich komme ich sehr nach ihm. Und wenn man heute seinen Sohn sieht (18 Jahre jünger als ich) ist es so als würde man mich nochmal aufwachsen sehen.

Mein Onkel ist allerdings der Bruder meiner Mutter und damit ganz sicher nicht mein Vater sondern eben nur mein Onkel. Dennoch habe ich definitiv mehr von ihm als von meiner Mutter und denke/handele auch heute noch oft genau wie mein Onkel es tun würde. Auch körperlich/optisch hab ich einiges von meinem Onkel, was zum Beispiel bei meiner Mutter nicht ausgeprägt ist.

Ist also durchaus möglich mehr nach dem Onkel als nach den eigenen Eltern zu kommen. Solange dein Freund es nicht selbst hinterfragt würde ich das Thema einfach Ruhe lassen.

dyezep b~lue xsea


Also das mit dem Diabetes ist ja wohl überhaupt kein Kriterium. Das kann Generationen überspringen, garkeine Vererbung oder verschiedenste Varianten.

Und das mit den äußerlichen Ähnlichkeiten ist auch kein Kriterium. Ich seh auch wenigen aus meiner Familie nur ein bisschen ähnlich.

Setz deinem Freund da ja keinen Floh ins Ohr.

W$ateqrlix2


Ich würde sagen solange derjenige, nach dem dein Freund kommt, in der Familie ist, lässt sich da nichts sagen.

Ich komme auch nach meiner Oma und überhaupt nicht nach meiner Mutter... ;-)

B+ambJienxe


Ganz einfach. @:) :)*

Wenn es deinen Freund so sehr beschäftigt kann er einen Gen-Test machen lassen.

Alles andere ist Spekuliation.

e]lamWaxr


meine tochter sieht auch meinem bruder als er klein war ähnlich. meine schwester hat als einzige die haarstruktur meiner mutter geerbt. wir haben alle eine andere haarfarbe als unsere eltern... innerhalb der familie kommt das halt vor. vielleicht nochmal ins biobuch bzgl. vererbung schauen? ;-)

eylamxar


Ganz einfach. @:) :)*

Wenn es deinen Freund so sehr beschäftigt kann er einen Gen-Test machen lassen.

Alles andere ist Spekuliation.

... oder das :-)

A>pyrOena


... noch was: in der Klasse meines Sohnes ist ein Zwillingspärchen, zwei Buben. Die beiden sind so dermaßen unterschiedlich - in allem - dass niemand auf die Idee kommen würde, dass sie Brüder sind, geschweige denn Zwillinge. Das Thema ist ziemlich heiß, finde ich, und solange es keine Beweise für irgendetwas gibt, würde ich mich da niemals so hineinsteigern. Am ehesten würde ich den Vater fragen. Warum soll er ihn nicht damit konfrontieren können ??? Schließlich ist es erst mal noch sein Vater!!! Ihr könnte mit komischen Gedanken ziemlich viel kaputt machen...

T[heBlSack'Widow


Also ich sehe keinem in meiner Familie ähnlich. Mein Bruder auch nicht. Nur meine Schwester ist ein Abklatsch meiner Mutter. Und ehrlich gesagt, bin ich auch echt froh darüber. ;-)

Ich würde schlafende Hunde nicht wecken. :-X

N(a6mbja


Meine Schwester und ich sehen auch völlig unterschiedlich aus (und sind es auch von der Persönlichkeit her). Ich komme nach meiner Mutter, meine Schwester und mein jüngerer Bruder haben von beiden Eltern etwas, aber eine gesunde Mischung, so dass sie keinem der beiden wirklich ähneln - dafür einander sehr - und mein älterer Bruder kommt nach meinem Vater. Geschwister können so unterschiedlich sein, ich glaube nicht, dass man da wirklich was sagen kann. Insbesondere wenn eine Ähnlichkeit zum Onkel besteht würde ich doch eher auf eine "übersprungene" Generation bei den Genen tippen als mir Böses zu denken.

Aber wenn es deinen Freund (und nicht dich) tatsächlich beschäftigt wäre vielleicht ein Gentest gut. Würde ich eher machen als die Eltern darauf anzusprechen. Meine zumindest wären da (zu Recht) sehr verletzt.

L4otcteb0407


Diabetes gibt es auch in unserer Familie (Eltern- und Großelterngeneration), bis jetzt sind weder ich noch meine vier Geschwister oder etliche Cousinen/Cousin daran erkrankt.

crlairxet


Meine Cousine sieht auch der Tante ähnlicher als ihrer Mutter und da ist nun wirklich ganz sicher, wer sie zur Welt gebracht hat. ;-)

Solche Familienähnlichkeiten sind einfach nicht immer linear und mit dem Onkel bzw. der Tante ist man ja genetisch auch sehr nah verwandt.

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