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Ich soll zum Amtsarzt, wie verhalte ich mich da?

Krein5Nerbvmexhr hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich fange am besten mal von Vorne an:

Ich hatte irgendwann mal sehr sehr starke Kopfschmerzen. Seitdem leide ich an Hypersomnie. Damals wurde ich komplett auf den Kopf gestellt, aber es wurde nie eine Ursache gefunden.

Also habe ich mein Leben meiner Hypersomnie angepasst und seitdem führe ich eigentlich nur noch ein Leben auf Zeit, wobei ich nun schon 7 Jahre geschafft habe, was ich mir nie hätte träumen lassen.. Ich habe dann mehr schlecht als recht irgendwie ein Studium absolviert. Dann bin ich in die private Krankenversicherung gegangen, habe die Hypersomnie aber nicht erwähnt.

Irgendwann musste ich aber arbeiten gehen, auch wenn mir klar war, dass ich das nicht kann. Jedenfalls habe ich dann aus Geldmangel eine Arbeitsstelle angenommen und bin offiziell Beamter auf Wiederruf. (Passte ja irgendwie zur Hypersomnie ]:D )

Natürlich hat es nicht lange gedauert und meine Fehltage häuften sich. Mittlerweile bin ich nur noch krank geschrieben, da ich mich selbst für untragbar halte, wenn ich 1-2 Tage jede Woche fehle.

Folglich soll ich nun zum Amtsarzt.

Nun weiß ich aber nicht, zu was ich dort verpflichtet bin und zu was nicht. Mir geht es jetzt eigentlich nur noch darum mein Leben von Woche zu Woche zu verlängern, sprich weiterhin Geld zum Leben zu bekommen, solange es eben irgendwie geht.

Kann mir jemand was zu solchen Terminen beim Amtsarzt sagen? Ist man verpflichtet da hin zu gehen oder da irgendwas zu sagen? Aber vermutlich werde ich gleich rausgeschmissen, wenn ich mich verweigere oder?

Über Infos wäre ich sehr dankbar.

Gruß

Antworten
pGaVps4tgxolf


Wie Du es Dir sicherlich schon gedacht hast, musst Du der Vorladung zum Amtsarzt folgen.

Das ergibt sich aus dem jeweiligen LBG. Als Bea aW kannst Du jederzeit (auch ohne Gründe) aussortiert werden. Zu Stellungnhamen beim AA bist Du natürlich nicht verpflichtet. Es hilft Dir allerdings recht wenig, Dein Problem (Mittlerweiel auch das Problem Deines Dienstherrn) zu lösen.

Das Verschweigen einer solchen, beieinflussenden, Krnakheit bei der Einstellung und auch gegenüber der KK wird Dir große Schwierigkeiten bereiten.

Denk mal ganz genau darüber nach, ob Du Dein Leiden nicht erst seit nach der Einstellung und Aufnahme in der KK bekommen hast....

cBhaoxt


Hast du schon eine Vorladung oder erst eine Stellungnahme. Ich musste nie persönlich hin. Wurde schon per Aktenlage wegen der Befunde entschieden. Musste jetzt auch erst was für den Amtsarzt ausfüllen. Einfach alle Ärzte der Schweigepflicht entbunden. Mal sehen ob ich noch hin muss. Bekomme vorrübergehend Grundsicherung bis alles steht. Habe Rente beantragt. Ich hoffe das beste.

K$einNte(r{vmehrr


@ Papstgolf:

Welche Krankheit habe ich denn verschwiegen? Hypersomnie ist ja erstmal keine Krankheit, sondern ein Symptom. Und das ich das schon vor Arbeitsbeginn hatte kann mir ja so erstmal keiner nachweisen.

Und große Schwierigkeiten hat man so oder so, wenn man nicht arbeiten gehen kann.

@ Chaot:

Ich habe vor 3 Wochen einen Brief erhalten, dass sich "in den nächsten Tagen" der zuständige Amtsarzt postalisch bei mir melden wird um meine Dienstfähigkeit zu überprüfen.

Irgendeinen Arzt von der Schweigepflicht entbinden käme für mich nie in Frage.

Slunf*lLowerx_73


Amtsarzt ist für einen Beamten auf Widerruf aber was anderes als das, worauf Chaot sich (vermutlich) beruft...

Und "Symptome" zu verschweigen: Es wurde immerhin etwas verschwiegen, was aktenkundig ist. Und ob nun Symptom oder Diagnose, darüber lässt sich streiten. Pfiffig war weder PKV mit den Symptomen und der offensichtlich drohenden Arbeitsunfähigkeit noch das Verschweigen. Könnte noch ungemütlich werden.

Zum Amtsarzt musst Du auf jeden Fall. Was dort auf Dich zukommt, wird sich herausstellen. Auf jeden Fall wird man wissen wollen, was los ist.

Und was das "möglichst lange Geld bekommen" angeht: Tritt bei bestehender Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosigkeit ein, bekommt man erstmal Krankengeld basierend auf dem Gehalt. Also 18 Monate Zeit, sich zu orientieren. Danach dann Arbeitslosengeld, wenn Anspruch besteht.

Bei unklarer Hypersomnie schießt mir übrigens "Depression" ins Bewusstsein...

LKian-Jfill


Als Beamter auf Widerruf befindest du dich ja offenbar noch in Ausbildung. Wie lange dauert diese Ausbildung noch?

Mit diesen vielen Fehltagen wirst du natürlich nicht ins Beamtenverhältnis auf Probe übernommen, und das weißt du ja offensichtlich selbst.

L0ian`-Jilxl


Amtsarzt ist für einen Beamten auf Widerruf aber was anderes als das, worauf Chaot sich (vermutlich) beruft...

Klar, das hat sie wohl verwechselt.

KjeinNVeryvxmehr


@ Sunflower:

Erstens habe ich nichts verschwiegen, weil ich danach überhaupt nicht gefragt wurde und zweitens ist da auch nichts aktenkundig.

PKV war in sofern pfiffig, dass ich mir die GKV gar nicht leisten kann. Und ob das irgendwann nochmal Konsequenzen für mich haben wird kann mir doch eh egal sein, wenn man nicht mehr lange zu leben hat.

@ Lian-Jill:

Die Ausbildung dauert insgesamt 1,5 Jahre und wenn ich wieder gesund werde, dann soll ich nochmal von vorne anfangen. Offiziell wäre ich aber im Oktober fertig. Allerdings habe ich vor im Juli zu kündigen, falls ich bis dahin noch nicht gekündigt wurde.

SDunf{low$er_7x3


Klar, Deine ganzen Arztbesuche diesbzgl. sind nicht aktenkundig... Da reicht eine Anfrage in entsprechender Situationskonstellation (d.h. entsprechender Grund und Schweigepflichtsentbindung Deinerseits) und Deine Ärzte werden angeben, wann Du wegen der Beschwerden Untersuchungen hast machen lassen.

"Nicht erwähnen" nur wiel man nicht gefragt wurde: Du bist also einfach so in die PKV aufgenommen worden. Ohne Gesundheitsfragebogen, wo um Angabe von Arztbesuchen der letzten x Jahre gebeten wird. ALLES explizit abfragen ist kaum möglich, aber entsprechende Angaben werden gefordert und Verschweigen kann zum Problem werden.

Und ob das irgendwann nochmal Konsequenzen für mich haben wird kann mir doch eh egal sein, wenn man nicht mehr lange zu leben hat.

Du hast Hypersomnie ohne organische Ursache und noch eine todbringende Krankheit?!

mjaripxosa


Dann bin ich in die private Krankenversicherung gegangen, habe die Hypersomnie aber nicht erwähnt.

Erstens habe ich nichts verschwiegen, weil ich danach überhaupt nicht gefragt wurde

Du bist auskunftspflichtig!

bin offiziell Beamter auf Wiederruf. (Passte ja irgendwie zur Hypersomnie ]:D )

Ich hoffe, dass diese Klischees endlich mal ihr Ende finden - was natürlich bedeutet, dass Du nicht Beamte sein solltest.

K3ein=Nerdvmehxr


Zu dem Zeitpunkt wo ich in die PKV gegangen bin war ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr beim Arzt. Konnte somit also ganz ehrlich sein.

Du hast Hypersomnie ohne organische Ursache und noch eine todbringende Krankheit?!

Nein, Hypersomnie ist die todbringende Krankheit.

mfarip"osxa


Welche Krankheit habe ich denn verschwiegen? Hypersomnie ist ja erstmal keine Krankheit, sondern ein Symptom. Und das ich das schon vor Arbeitsbeginn hatte kann mir ja so erstmal keiner nachweisen.

Nein, Hypersomnie ist die todbringende Krankheit.

Aha.

Dir ist langweilig, nicht wahr?

tdhDope


@KeinNervMehr

Zu dem Zeitpunkt wo ich in die PKV gegangen bin war ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr beim Arzt. Konnte somit also ganz ehrlich sein.

Häufig wird bei Risikoversicherungen im Vorfeld gefragt, ob man in den letzten 5 Jahren ärztliche Besuche gemacht hat. Was davor war, musst du in der Tat nicht erwähnen.

Ob das allerdings bei dir der Fall ist (5 Jahre, oder 10 Jahre oder 3), oder ob du überhaupt Gesundheitsfragen beantworten musstest, wirst du wissen.

TQhis /Twil^ight tGarden


Seitdem leide ich an Hypersomnie

hast du dir das selbst so zusammenergoogelt oder eine schriftliche Diagnose vom Arzt?

Denn nur wegen Dauermüdigkeit und deren Folgen wirst du wohl kaum vom Amt in Ruhe gelassen. Vlt hast du ja auch einen Mangel, Schilddrüse etc.

Von Kopfschmerzen auf Hypersomnie zu schließen... ":/

Und wieso totbringend?

T'hisk Twil;ight Garxden


Und zu deiner Frage:

geh halt zu dem Amtsarzt und lass dich untersuchen und beantworte seine Fragen. Der wird dann schon eine Diagnose stellen.

Und ich kenne es auch so, dass man seine Ärzte von der Schweigepflicht entbindet, damit der Amtsarzt schnell eine Diagnose/Aussage machen kann.

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