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Beleidigungen vom Vater- wo finde ich Hilfe?

D(schsung3el+kind2x34 hat die Diskussion gestartet


Ich denke, dass es Zeit ist, dass ich mir Hilfe suche.

Zum Problem:

Ich habe meinen Vater nie kennen gelernt und von klein auf hat meine Mutter Beleidigungen per Post erhalten, da er nicht zahlen will.

Ab dem 16. Lebensjahr gingen die Briefe direkt an mich.

Hintergrund ist, dass er noch für meine 1. Ausbildung aufkommen muss, dies aber nicht möchte und mich obwohl ich ihn nie kennen gelernt habe per Post bedrängt.

Momentan läuft schon ein Verfahren über den Rechtsanwalt wegen Beleidigung. Nur macht er unbeirrt weiter und schickt mir beleidigende Briefe.

Er unterstellt mir ich wäre faul (ich hab 2 Nebenjobs neben dem Studium)

Arrogant und zu dumm zum studieren und viele weitere Sachen.

Nun merke ich, dass mich das derart fertig macht, dass ich regelrechten Selbsthass auf mich entwickle.

Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich mir professionelle Hilfe suche und mit jemandem über das rede, was er regelmäßig in seinen Briefen schreibt.

Nur, wer kann mir da weiter helfen? Pro Familia? Oder eine andere Beratungsstelle? Ich habe es schon bei Therapeuten versucht. Nur läuft da unter 6 Monaten Wartezeit nichts. Vielleicht wäre es mit einem Gespräch schon getan. Ich bräuchte einfach eine neutrale Person zum anvertrauen.

Antworten
JBuSlexy


Da das ja auch eine Art von Gewalt ist, könntest du dich an den Frauennotruf (oder Frauenberatung) wenden, wenn es sowas in deiner Stadt gibt. Oder gibt es bei dir ne Beratungsstelle an der Uni?

A:nni+DAaxmian


Die Briefe entweder ungeöffnet verbrennen oder zurückschicken/ nicht annehmen. Über Polizei eine einstweilige Verfügung. Briefe dem Anwalt übergeben, dieser darf sie öffnen und für die Verhandlung als Beweis nutzen

D,sc{hungBelk2ind2x34


Ich war einmal bei der Uniberatungsstelle. Danach gings mir kurzfrisitg besser, bis zum nächsten Brief.

A-nnNi+sDtaSmian


Warum liest du es noch? Du weißt doch eh ungefähr, was drin steht

J~ulexy


Hmm... Und was sagen die dazu??

Dfschdungelzkind234


Ich kann die Briefe nicht ignorieren, weil ich das Geld brauche und sonst unter der Brpcke schlafen würde.

Der Mann an der Uni hat mir Mut gemacht, dass mich mein Vater doch gar nicht kennt und die Beleidigunen haltlos sind. Leider merke ich, dass diese Erkenntnis von nur kurzer Dauer ist und mich die Briefe schon soweit verletzen, dass ich vermutlich professionelle Hilfe brauche, um damit umzugehen.

ANnni+Ddami'an


Na antwortest du ihm jedesmal? Legt er das Geld in die Briefe? Dann Brief auf,Geld raus,Brief ins Feuer. Ansonsten ist er zu Unterhalt verpflichtet bis zu einem bestimmten alter,ob er will oder nicht

Hbolg0er69


Briefe ungeöffnet dem Anwalt übergeben. Er soll sie öffnen. Wenn Beleidigungen drin stehen, kann er sie gegen deinen Erzeuger verwenden. Wenn etwas konstruktives zu Unterhaltsfragen drinsteht, lasse dich von deinem Anwalt beraten, wie du reagieren sollst.

EHhemalligmer N'utzer (#5x44761)


Hallo Dschungelkind234,

ich kenne die Odyssee, erstmal die richtige Stelle für sein Anliegen zu finden. Hier meine Erfahrungen.

Nur, wer kann mir da weiter helfen? Pro Familia?

ProFamilia bringe ich mehr mit Fragen Familienplanung und Sexualität in Verbindung. Aber ein Anruf dort mit einer kurzen Frage sollte das schnell klären, ob sie sich dessen annehmen. Ansonsten gibt's sicherlich einen Ratschlag, wo du dich sonst hinwenden kannst.

Oder eine andere Beratungsstelle? Ich habe es schon bei Therapeuten versucht. Nur läuft da unter 6 Monaten Wartezeit nichts. Vielleicht wäre es mit einem Gespräch schon getan. Ich bräuchte einfach eine neutrale Person zum anvertrauen.

Ja, die Wartezeiten kenne ich. Mögliche Anlaufstellen mit niedriger Einstiegshürde (also: man macht es dem Patienten leicht, schon mal eine erste Ahnung zu bekommen):

Psychosoziale Beratung der Uni - da warst du schon. Gab es da keien Hinweise zu weiteren Schritten?

Akutsprechstunde (oder so ähnlich heißt das) von Psychotherapeuten. Nur manche PT haben das: es sind quasi reservierte Slots im Wochenkalender, wo neue Patienten ohne Termin und ohne wochenlange Wartezeit mit ihrem Anliegen hinkommen können, oft 1x pro Woche. Z.B. Mo 8-12 Uhr. Dort dann auf laaaange Wartezeiten vorbereiten (halt hier bis zu 3-4 Stunden, im Mittel 2) und eine eher kurze Sitzungslänge von eher so maximal 30 min. Und eher einmalig. Wo man im Termin zusammen überlegt, wie es weitergehen könnte. Vorher solltest du wissen, was dein Therapieziel/ziele ist/sind. Z.B. "Ich möchte mir die Beleidigungen meines Vaters nicht immer so zu Herzen nehmen, sondern einen Weg finden, gelassener und selbstbewusster damit umgehen." Wichtig: Psychotherapeuten arbeiten immer nur mit den Personen, die zu Ihnen kommen.

Sozialpsychatrischer Dienst (einfach mal für deine Stadt suchen), die hören sich auch deinen Sachverhalt an, sind aber in der Regel Laien (arbeiten ehrenamtlich). Manchmal legen diese ein Wort ein für die Vermittlung zu einem Psychotherapeuten, wo es dann etwas schneller geht. Oder unter unter dem Stichwort "Familienberatung + deine Stadt" suchen, dort findest du ggf. noch Angebote.

Und sonst kannst du die Frage an sich, also wo du ohne große Hürden Hilfe bzgl. deiner psychischen Gesundheit bekommst, bei deinem Hausarzt stellen oder bei einer Beratungsstelle des Gesundheitsamtes. Oder beim Beratungstelefon deiner Krankenkasse (manche Krankenkassen haben wie Art vertraglich gebundene Plätze bei Psychologen, wo es schneller geht). Diese alle dienen aber eher als Vermittler an andere, wo du dann dein eigentliches Anliegen wirklich besprechen kannst. Und immer nur deine psych. Gesundheit betreffend, nicht das rechtliche dahinter.

Auch möglich: Telefonseelsorge. Von ehrenamltichen Laien betrieben. Teilweise kirchliche Träger. Aber dann halt immer mit anderen Personen. Ist eher was für einmalige akute Situationen mit geringem Gefährdungspotenzial.

Für das rechtliche: Anwalt. Dessen Aufgabe ist, dich rechtlich zu beraten, dabei das Recht maximal zu deinen Gunsten zu beugen/interpretieren und ggf. dich ein einem potenziellen Rechtsstreit zu vertreten. Aber nicht deine psych. Gesundheit. Das hast du schon gut selbst erkannt. Stichworte beim Anwalt gegen die Beleidigungen: Unterlassungsklage, einstweilige Verfügung.

s}lài%nte smhaxth


Mit den Beleidigungen meint dein Vater nicht dich, sondern deine Mutter. Gib ihr doch diese Briefe. Was sagt sie denn dazu? Und wie ist es zu dieser Situation gekommen?

Jtulney


@ Silom

Sozialpsychatrischer Dienst (einfach mal für deine Stadt suchen), die hören sich auch deinen Sachverhalt an, sind aber in der Regel Laien (arbeiten ehrenamtlich).

Also ich kenne mehrere SPDis und da arbeiten nur Sozialpädagogen. ;-) Keine Laien.

AJnLtig:one


Ich kann die Briefe nicht ignorieren, weil ich das Geld brauche und sonst unter der Brpcke schlafen würde.

Wieso musst du die Briefe lesen?

Er ist dir Unterhalt für deine erste Berufsausbildung schuldig - fertig. Dafür kannst du ihn verklagen, ohne dass du irgendwelche beleidigenden Briefe lesen musst.

@:)

c:haxot


Der ist doof je früher du eine Ausbildung abheschlossen hast und eigenes Geld verdienst. Braucht er nicht mehr zu zahlen, wenn du dich selbst versorgen kannst. Zu doof zum Studieren. Ich kenne das Genöle eigentlich andersrum. Die meisten schnauzen rum, wenn die Kinder Abitur machen. Sollden sie doch mit 16 eine Lehre machen. Brauchen sie die Kinder mit 19 Jahren nicht mehr versorgen. Das steht dir zu. Ja such dir auch psychologische Hilfe, wegen der Schuldgefühle. Denke liebera dich. :)* :)* :)*

Wkate)rl}i2


Du solltest vielleicht zu deinem Anwalt eher gehen, um den Unterhalt einzuklagen und diese Briefe als "Beweismittel" abgeben, damit man eindeutig sieht, mit welchen Methoden man sich da gegen die Zahlung sträubt. Durch Leistungsnachweise etc. erbringst du ausreichend Gegenbeweise, wenn das überhaupt notwendig ist. Der Unterhalt müsste sich bestimmt einklagen lassen, wenn der Vater grundsätzlich auffindbar ist, was er ja anscheinend ist.

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