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Muss ich jetzt mit Sanktionen vom Jobcenter rechnen?

DMisceodere


Infrastruktur auf dem Land: Mit Sicherheit sind 70km mit dem Fahrrad völliger Unsinn. Selbst wenn man die Strecke mit nem Durchschnitt von 20km/h fahren könnte (was schon sehr sehr sportlich ist) dann wäre man immer noch 3,5 Stunden unterwegs.

Nordi84

Immer noch besser, als 7,5 mit dem ÖPNV.

Mal eben 2 Stunden vor und nach der Arbeit Fahrrad fahren mag zwar ein guter Ausgleich für nen Bürojob sein, schränkt die Leistungsfähigkeit dabei allerdings stark ein. Und wie hier schon gesagt wurde, auf Busse / Züge kann man sich auf dem Land nicht verlassen, erstrecht nicht wenn die Arbeitszeiten außerhalb der 9-17 Uhr Zeiten liegen oder Flexibilität nötig ist.

Dann stellt sich mir natürlich die Frage, warum man unbedingt ins letzte Dorf ziehen muß, wenn man weder Auto noch günstig angebundenen ÖPNV hat.

Und das war jetzt allgemein gefragt und nicht auf devil_w bezogen.

Oh je, Hirn einschalten wäre mal angebracht.

devil_w

Grandiose Argumentation. :)=

N_ordiC8x4


Sagt ja keiner das man in so ein Dorf gezogen ist, vielleicht leben die Eltern dort, man ist dort aufgewachsen und möchte wegen Freunden und Umfeld nicht wegziehen. Bliebe übrig das man nen Führerschein macht. Ist allerdings nicht ganz billig (man braucht ja auch ein einfaches Auto) und das Amt dürfte längst nicht jedem Arbeitslosen sowas finanzieren.

Wegziehen kostet ebenfalls Geld und auch da schießt das Amt nicht bei jedem sofort was zu. Von dem Punkt, das man sein Umfeld nicht aufgeben mag, mal ganz abgesehen. Das ist für mich durchaus ein legitimer Grund um in so nem Dorf zu bleiben. Außerdem mag nicht jeder Städte, für mich gibts nix schlimmeres.

DXisc_ede]re


Auch als gesunder Mensch sind 35km einfache Strecke mit dem Fahrrad zur Arbeit nicht machtbar. Da ist man locker 2 Stunden unterwegs.

LilaLina

auch für einen gesunden Menschen ist diese Fahrstrecke Horror. Aber komm her, ich lade Dich ein und Du zeigst mir, dass DIESE Fahrstrecke, Berg rauf, Berg runter (ich rede hier nicht von norddeutschen HÜgeln, sondern von bayerischen Bergen) für DICH kein Problem darstellt.

Aktuell haben wir leichten Schneefall und Straßenglätte. Also das perfekte Wetter für Dich.

devil_w

Ihr redet von euch, verallgemeinern kann man das aber nicht. Es gibt durchaus gesunde Menschen, die diese Strecke jeden Tag ins Büro fahren. Normale, gesunde Kollegen. Die wohnen allerdings trotzdem nicht am Arsch der Welt und fahren mit Rad, weil sie es müssen - sondern weil sie es können. Und Spaß daran haben.

Und nochmal - devil_w: ich kenne weder deine Krankenakte noch deinen Wohnort noch sonstwas von dir, setze also bitte nicht voraus, daß ich in deinen persönlichen Lebensgegebenheiten firm bin.

N:ordpix84


Aber ja, einen Tod muss man sterben. Entweder man bekommt Führerschein plus Auto hin, man zieht um oder sucht sich nen Job der in dem Ort bzw. der direkten Umgebung vorhanden ist.

EwhemaliAger Nu@tzer (#39Q3910x)


Ich wohne z.B. nicht im letzten Dorf, sondern in einer Kleinstadt mit ca 12 000 Einwohnern.

Und Fakt ist, dass in ganz Deutschland die Öffis auf dem Land zunehmend reduziert werden.

Als gesunder Mensch in der Großstadt, in den Ballungsgebieten dürfte es nicht schwer sein, Arbeit zu finden.

Aber sobald körperliche Einschränkungen vorhanden sind, ist man FAST chancenlos.

Discedere, hättest Du meinen ersten Beitrag ordentlich gelesen, hätte ich Dir garnicht einen Auszug meiner Krankenakte schreiben müssen.

D=is?cedexre


Wegziehen kostet ebenfalls Geld und auch da schießt das Amt nicht bei jedem sofort was zu. Von dem Punkt, das man sein Umfeld nicht aufgeben mag, mal ganz abgesehen. Das ist für mich durchaus ein legitimer Grund um in so nem Dorf zu bleiben. Außerdem mag nicht jeder Städte, für mich gibts nix schlimmeres.

Nordi84

Sind natürlich dann alles schöne Gründe, nicht arbeiten zu können und sich das Leben von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen.

N5ordxi84


Du wolltest Gründe hören. Natürlich kann man alles direkt mit "deine Gründe sind nicht legitim" abschmettern, dann kann man sich die Frage "Wieso wohnt man in so nem Dorf ?" allerdings auch direkt sparen.

EuhemaLligefr Nutrzer ](#393910)


Selbst wenn man umziehen würde stellt sich ja noch ein weiteres Kostenproblem dar. Für die alte Wohnung hat man eine Kündigungsfrist. Man braucht aber am neuen Wohnort erstmal eine Wohnung um die alte kündigen zu können. So entstehen dann oft hohe Doppelbelastungen die nicht finanzierbar sind.

Dann musst Du außerdem auch am zukünftigen Wohnort recht schnell eine bezahlbare Wohnung finden, damit Du dort schon wohnst, wenn die neue Arbeit beginnt.

Viele reden sich leicht, sehen aber den Tatsachen nicht ins Auge.

DFiscedxere


Ich wohne z.B. nicht im letzten Dorf, sondern in einer Kleinstadt mit ca 12 000 Einwohnern.

devil_w

dann würde mich echt mal interessieren, wie man dann für einen Besuch beim Jobcenter darauf kommt, 7,5 Std unterwegs zu sein.

Und das ist jetzt nicht böse gemeint, sondern wirkliches Interesse. Gerne auch per PN. @:)

EDheZmal3ipger Nutzer ?(#39391x0)


Das ist ganz einfach.

Der erste Bus fährt in der Früh um 6:35 Uhr. Ankunft am Zielort ca 7:45

Termin beim Jobcenter 9:30. Somit ist der Rückbus um 10:00 Uhr nicht erreichbar. Nächster Bus fährt um 13:10 Uhr. Ankunft am Heimatort ca 2 Stunden später, da der Bus nicht durchfährt.

Dxisce!derxe


Ah ok, danke. Dachte erst, du bist mit Umsteigen usw so lange unterwegs.

Kann man nicht mit der SB absprechen, daß man erst gegen 10 da sein kann? Oder machen die das nicht mit?

E9hemali*ger NvuUtzer ([#3939g10)


Ich hab meinen SB schon so oft darum gebeten, den Termin auf eine Zeit zwischen 8 und 9 Uhr zu legen. Aber der bekommt das nicht auf die Reihe. Ich darf jedesmal anrufen um den Termin zu verschieben und das ist dann jedesmal ein riesen Gemecker seitens des SB.

Letztes Mal meinte er, ich solle halt dann kommen, wenn der Bus da ist und er zieht mich dann vor, falls der eine oder Andere mal wieder später kommt.

Gesagt, getan. Und was macht mein SB? Wollt mich tatsächlich übergehen und jemanden komplett ohne Termin vorziehen, da mein Termin ja erst um 10:00 Uhr sei.

Boa, da bin ich aber auf die Barrikaden. Konnte mich dann auch durchsetzen. Aber jemand, der sich Nichts sagen traut, ist da dann echt aufgeschmissen.

Ich würde liebend gern arbeiten, denn die ganze Zeit nur rumhocken ist wirklich ätzend. Man verblödet total.

Ich habe zwei Nachhilfekinder aus sozial schwachen Familien. Von denen nehme ich kein Geld. Das Mädel kommt zweimal und der Bub kommt dreimal pro Woche.

So bleibe ich geistig fit, tu etwas Gutes und freue mich, wenn die Nachhilfe Früchte trägt.

Bkam@bienbe


:|N :|N :|N :|N :|N

Mannmannmann hier ufert das ja wieder mal aus. Ich hab so meine Zweifel, dass jede Arbeit besser als Arbeitssuchend ist. Aber gut :-X War schon immer einfacher Leuten in deren Situation man selber nicht steckt "kluge" aber leider nicht immer ganz realistische Ratschläge zu geben.

@ Möppelchen

Vielleicht findet sich bei dieser Leihfirma doch was für dich, wo deine Leistungsfähigkeit ausreicht.

Wäre denn eine Teilzeitstelle für dich machbar? Was meinst du warum bist du bei der Arbeit so langsam?

Ich bin auch nicht die Schnellste. Vor allem beim Tippen |-o Dafür punkte ich dann mit Ausdauer, Zuverlässigkeit und niedrigem Krankenstand.

Alles gute für deinen morgigen Termin :)^ Versuch das Beste draus zu machen.

:)* :)* :)*

HZyVbri+dX9x9


Zu der ganzen Fahrraddiskussion: Ich habe das Rad immer dem Auto vorgezogen. Ich musste in einem früheren Job mal in einen ca 40km entfernten Standort für 2 Monate. Mit dem Auto stand ich morgens nur im Stau (was für mich der schlimmste start in einen Tag ist). Wenn man regelmäßig fährt sind 40km keine Strecke. Es dauert, klar. Ich hab ca 2 Stunden zur arbeit gebraucht (mit dem Auto im Stau ca 1h - 1,5h) und auch wieder heim, aber ich war fit und gut gelaunt (bei mir zumindest wirkt sport sehr euphorisch). Im geschäft hatten wir duschen. Also gings morgens los, kurz was zu futtern reingehauen, Tee in eine Thermoskanne (bei kaltem Wetter, sonst Wasser) und ab gehts. Dort duschen, gemütlich was beim Bäcker holen und arbeiten.

Ich will jetzt nicht sagen, dass das jeder zu machen hat, das muss jeder selbst wissen (und ja, für kranke oder untrainierte Menschen ist das nicht wirklich zumutbar, das zu verlangen! Das muss man aus Spaß machen, nicht weil man "muss"). Mich nervt nur die verallgemeinerung.

T7en{ochti|tlan


HybridX99, sicher kann man das machen Aber wenn man darauf angewiesen ist es jeden Tag zutun, ist es hart . Was ist bei Glaette, sehr schlechtem Wetter oder wenn man mal eine leichte Erkaeltung hat? Oder wenn man spontan zur Arbeit muss?

Nicht jeder Langzeitarbeitsloser kann einfach in eine Grossstadt ziehen. Die gehoeren in einem engen Wohnungsmarkt nicht gerade zu den begehrtesten Mieter.

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