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Muss ich jetzt mit Sanktionen vom Jobcenter rechnen?

N0ordxi84


Das muss man aus Spaß machen, nicht weil man "muss"

Eben, und dann müssen auch noch die Rahmenbedingungen passen. Wenn ich z.B. in ner Bank arbeite und dort keine Dusche habe dann fällt die Möglichkeit flach. Klar, ist jetzt konstruiert, aber ich denke man versteht was ich meine.

Außerdem muss es in den Tagesablauf passen. Wenn um 8 Uhr Arbeitsbeginn ist muss ich spätestens um 5 Uhr aufstehn damit ich dann noch ne halbe Stunde / Stunde hab um mich fertig zu machen. Dann arbeite ich 8 Stunden, mach eine Stunde Pause und dann noch ne Überstunde dann ist es schon 18 Uhr bis ich aus der Firma raus komme. Anschließend 2 Stunden Heimfahrt, macht 20 Uhr. Großartig Freizeit bleibt dann nicht mehr bis ich um 23 Uhr ins Bett muss um am nächsten Morgen wieder fit zu sein. Klar geht das wenn Radfahren ein Hobby ist aber eben auch nur in dem ganz speziellen Fall und wenn alle Rahmenbedingungen passen.

TZimbaKtuku


6 Bewerbungen infrage stellen, ob dies rechtens sei, ist für jeden normalen Arbeitnehmer ein Schlag ins Gesicht, und der blanke Hohn.

stkrie

Dann nimm bitte zur Kenntnis, dass auch deutsche Gerichte dir armen normalen Arbeitgeber kräftig ins Gesicht schlagen. So hat z.B. das Sozialgericht Stuttgart unter dem Aktenzeichen S 18 AS 3697/08 ER entschieden, dass 10 Bewerbungen je Monat ausreichend und höhere Anforderungen an Arbeitslose unzulässig sind. Im Fall der TE ging es um 6 Bewerbungen in der Woche.

Jetzt weiss ich auch, wozu Hartz 4-Empfänger einen Internetzugang brauchen!

stkrie

Lass uns an deinem Wissen teilhaben! Wozu brauchen sie den denn?


Rein theoretisch kann sie sich als Bankkauffrau und gleichermaßen als Fleischerfachverkäuferin bewerben.

Rajani

Rein theoretisch kann sich auch ein Beinamputierter als Raumfahrer bewerben. Aber eben nur rein theoretisch. Hier geht es um die Praxis. Und da ist es eben Quatsch, sich auf Stellen zu bewerben, für die man nicht taugt.

Ob sie dafür qualifiziert ist ist erstmal eine ganz andere Frage.

Rajani

Das ist keine ganz andere, sondern die alles entscheidende Frage! Wenn man bereits selbst erkennen kann, für einen Job nicht ausreichend qualifiziert zu sein, dann ist es Unfug, sich darauf zu bewerben und dabei sich und anderen die Zeit zu stehlen. Im Übrigen ist es fraglich, ob solche Bewerbungen überhaupt mitzählen. Arbeitsvermittler verlangen ausdrücklich nach ernsthaften Bewerbungen und solche, für die man von vornherein unqualifiziert ist, kann man kaum als ernsthaft bezeichnen.

Aber entweder hat man einen Grund warum man nicht arbeiten kann, der wird dann auch als Entschuldigung akzeptiert oder eben nicht. Und wenn es keinen Grund gibt, seh ich das Problem nicht warum man nicht arbeiten geht, wenn man eine Stelle angeboten bekommt.

Rajani

Einen Grund hat vermutlich jeder. Es reduziert sich folglich auf die Frage, ob er akzeptiert wird oder nicht. Das wiederum ist eine Frage des Standpunkts und der Sichtweise. Wenn also der eine (beispielsweise du) sagt, es gäbe keinen Grund, heißt das längst nicht, dass es wirklich keinen gibt.

Und Geld sollte heute definitiv nicht mehr der Grund sein seine 4 Buchstaben hochzubekommen.

Rajani

Ach? Was denn sonst sollte der Grund sein, arbeiten zu gehen, wenn nicht das Geld?


Vater Staat bezahlt dir im Moment dein AG weil Du "Arbeitsuchend" bist, dass heißt wir Steuerzahler bezahlen dein AG. Warum sollen wir das machen, wenn Du dich dann nicht wirklich bemühst, von Vorstellungsgesprächen weg bleibst, und ein Job aufgibt weil Du dich überfordert fühlst, weil Du vorher Arbeitslos warst?

zwetschge 1

Bei "wir Steuerzahler" fühle ich mich einbezogen und darum verbitte ich mir, dass du dir anmaßt, für mich Entscheidungen zu treffen. Im Gegensatz zu dir habe ich nichts dagegen, dass dieser Arbeitsuchenden Arbeitslosengeld gezahlt wird, unabhängig davon, ob sie den teils überzogenen Forderungen der Behörde folgt oder diese umgeht.

Dass es sich nicht um ein Traumjob handelt, wenn man sich nicht um eine Ausbildung bemüht hat oder in die Schule nicht aufgepasst hat ist klar, aber da hat derjenige doch eigentlich selber Schuld..

zwetschge 1

Aber was ist mit dem, der sich um eine Ausbildung redlich bemüht hat? Was mit dem, der in der Schule gut aufgepasst hat? Wer hat da Schuld, wenn es nicht mit dem Traumjob klappt? Oder kommt das in deiner Idealwelt nicht vor? Du müsstest selbst erkennen, dieses gleichgültige "selbst Schuld" ist nicht tragfähig.

Alles eine reine Einstellungssache, mehr nicht..

zwetschge 1

Wohl wahr. Jetzt müssen wir uns nur noch mit der Frage beschäftigen, wessen Einstellung die richtige ist. Eigentlich machen wir das schon 10 Seiten lang. ;-)

TIimbaOtukxu


Sind natürlich dann alles schöne Gründe, nicht arbeiten zu können und sich das Leben von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen.

Discedere

Und ob das schöne Gründe sind! Eigentlich muss sich auch überhaupt niemand dafür rechtfertigen, wo er wohnt. Wir haben nämlich Freizügigkeit, d.h., jeder darf leben wo er will. Davon abgesehen verstehe ich sowieso nicht, warum viele so wie du dem Argument unzumutbarer Arbeitsweglänge immer wieder mit Umzugsforderungen begegnen. Warum forderst du nicht mit demselben Engagement, dass die Firmen dorthin gehen, wo die Menschen sind, statt dass die Menschen den Fabriken hinterherlaufen. Ich meine, die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht die Menschen für die Wirtschaft. Denk mal drüber nach.

w@ho__madex_who


Vater Staat bezahlt dir im Moment dein AG weil Du "Arbeitsuchend" bist, dass heißt wir Steuerzahler bezahlen dein AG. Warum sollen wir das machen

Vielleicht bin ich nicht richtig informiert, aber auf Arbeitslosengeld erwirbt sich der Arbeitnehmer doch aufgrund seiner Beiträge einen Anspruch, so dass das den Steuerzahler in der Form ja gar nicht trifft? Oder geht es um Unterstützung nach Ablauf des Arbeitslosengeldes?

kDeinzekipOpxen


Es geht um H4.

Aber das ist eh nur eine Formalität. Eine Grenze die willkürlich festgelegt wurde.

Wie manche hier gegen Arbeitslose hetzen das ist wirklich nicht mehr schön.

Lest euch mal in diesem Forum um und dann denkt mal darüber nach ob es sich lohnt so rumzuhetzen!

wqho_madQe_whxo


keinekippen

Ja, das stelle ich auch immer wieder fest, dass bei einigen eine sehr neoliberale Einstellung mitschwingt.

k$einiekipOp en


@ stkrie

Eh also wirklich du fragst dich wozu H4 Empfänger einen Internetzugang brauchen ?

Das ist schon zuviel ja?

Man, man man................... :|N

H)ybriXdXK99


Davon abgesehen verstehe ich sowieso nicht, warum viele so wie du dem Argument unzumutbarer Arbeitsweglänge immer wieder mit Umzugsforderungen begegnen

Ich würde eher mal unterschriften sammeln. Damit mal euer ÖPNV System ausgebessert wird. Die Busfahrzeiten sind unter aller sau. Ich hab selber früher auf dem Land gewohnt, dort war das Bussystem aber super (alle 15 minuten zu Stoßzeiten, sonst alle 30 Minuten, direkt zum nächsten Bahnhof mit S-Bahn anschluss).

B.ambi2ene


Eh also wirklich du fragst dich wozu H4 Empfänger einen Internetzugang brauchen ?

Damit sie von jetzt auf morgen zum nächsten Vorstellungsgespräch bei ner Leihfirma beordert werden können! %-|

ohne Möppelchens AB und Internetzugang gäbe es diesen Faden nicht. ;-D :-p

Rdajalnxi


Und Geld sollte heute definitiv nicht mehr der Grund sein seine 4 Buchstaben hochzubekommen.

**Rajani

Den Satz nehm ich zurück, der war definitiv dämlich.

Was ich aber gerne noch erwähnen möchte: Wenn der ein oder andere meint, er müsse mir die Beteiligung am Faden absprechen, da ich selbst von Stütze lebe und meint eine Depression ist kein Grund nicht arbeiten zu gehn, dem sei gesagt:

-erstmal alles lesen: es ist nicht "nur" eine Depression

-Depression ist nicht gleich Depression

-ich bin nicht einfach arbeitsunfähig, ich bin berufsunfähig

Davon abgesehn gehts hier um die TE, die ja nun offensichtlich den Ar*** in der Hose hatte das Problem zunächst zu lösen. Wegen der Menge der zu tätigen Bewerbungen sollte sie definitiv das Gespräch mir ihrem Sachbearbeiter suchen. Wenn das nicht fruchtet dann eben eine Stufe weiter gehn.

Es ist halt immer erstmal eine schlechte Idee zu versuchen sich da irgendwie durchzuschummeln. Das kann nur nach hinten losgehn. Ich denke die meisten von uns wissen durch Medien oder Betroffene im Bekantenkreis oder aus eigener Erfahrung wie weit manche Sachbearbeiter gehn.

Was mir hier bitter aufstieß war einfach, dass die TE zum einen absichtlich ein Vorstellungsgespräch nicht wahrgenommen hat und darauf hin reihenweise Vorschläge kommen wie man das unter den Teppich kehren kann. Das Verhalten der TE war nicht optimal. Um das Problem zu lösen aus dem es entstanden ist, muss sie Rücksprache mit dem JobCenter halten. Das aber viele erstmal sagen wie sie eine mögliche Sanktion umgehen können find ich absolut daneben. Wenn man Fehler macht muss man mit den möglichen Konsequenzen leben.

Toimba3tuku


Ich würde eher mal unterschriften sammeln. Damit mal euer ÖPNV System ausgebessert wird. Die Busfahrzeiten sind unter aller sau. Ich hab selber früher auf dem Land gewohnt, dort war das Bussystem aber super (alle 15 minuten zu Stoßzeiten, sonst alle 30 Minuten, direkt zum nächsten Bahnhof mit S-Bahn anschluss).

HybridX99

Da hast du schon recht. Das Problem ist, dass der ÖPNV weitestgehend privatisiert wurde. Private Unternehmen müssen allerdings Gewinne erwirtschaften und ÖPNV zu erschwinglichen Preisen scheint nicht rentabel zu sein. Das heißt, entweder müssen die Kommunen zuschießen (subventionieren) oder selbst den ÖPNV bereitstellen und unterhalten inklusive der anfallenden Verluste. Der chronische Geldmangel deutscher Kommunen steht dem diametral entgegen. Nicht ganz einfach, das Ganze.

T}imbatcuxku


Das Verhalten der TE war nicht optimal.

Rajani

Aus deiner Sicht. Aus meiner handelt das Jobcenter nicht optimal (allgemein gesprochen). Ich finde, wenn man nicht optimales Handeln mit nicht optimalem Verhalten begegnet, ist das schon irgendwie wieder optimal. Wie jemand hier schrieb: Es kommt auf die Einstellung an ...

;-)

kve\in+ekippxen


@ Rajani

Es geht nur darum das es bei dir so rüber kommt als hieltest du Möppelchen für so eine Art

Dauerschmarotzerin immerhin ist sie ja auch erst seit Oktober letzten Jahres arbeitslos.

Jemand der 27 Bewerbungen im Monat schreibt und das schon seit mehreren Monaten der kann sich auch schon mal mit einer Bewerbung vertun ohne das dass gleich schlimme Konsequenzen haben muß.

HoybridAX9x9


@ Nordi

Eben, und dann müssen auch noch die Rahmenbedingungen passen. Wenn ich z.B. in ner Bank arbeite und dort keine Dusche habe dann fällt die Möglichkeit flach. Klar, ist jetzt konstruiert, aber ich denke man versteht was ich meine.

Das ist keinesfalls konstruiert. Ich hatte einen Arbeitgeber, der hatte einfach keine Mitarbeiterdusche. Und ich mute es sicherlich nicht den anderen zu, dass ich verschwitzt im Büro hocke. Und bei einer Bank schon zweimal nicht, da brauch ich ja für meine Anzüge dort ein Ankleidezimmer...

H%ybr)idTXx99


Das Verhalten der TE war nicht optimal.

Rajani

Aus deiner Sicht. Aus meiner handelt das Jobcenter nicht optimal (allgemein gesprochen).

Aus meiner Sicht handeln beide nicht optimal

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