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Im Sinne der Gleichbehandlung

E}hemaylig:eAr NuMtzer +(#35365x5)


Ich finde, es kann im Einzelfall gute Gründe geben, warum jemand lieber eine Frau/einen Mann einstellen will.

Welche Gründe wären das? Meinst du jetzt nur die Bedienung bei Hooters, die weiblich sein muss, oder auch Gründe darüberhinaus?

Ich weiß aber aus Erfahrung auch, daß es oft nur einen einzigen Grund gibt, nämlich sexistische Vorurteile bzw. rein gewohnheitsmäßige, sachlich nicht gerechtfertigte Präferenzen.

Das Problem ist ja, dass man den Bewerber nur einen kurzen Augenblick "kennenlernt" und daher auf Vermutungen zurückgreifen muss. Die bekannteste ist die Qualifikation, die wie auch immer zertifiziert sein muss. Das ist soweit auch anerkannt. Und dann kommen eben auch Geschlechtsstereotypen hinzu. Allerdings an dieser Stelle ist wichtig zu betonen, dass sie in der Regel auch zutreffend sind. Natürlich in gewissen Grenzen, aber die Tendenzen sind vorhanden. Nur weil jetzt Frauen tendenziell vielleicht etwas "zickiger" sind, heißt das nicht, dass die Frau, die sich auf die Stelle bewirbt, ebenfalls zickig ist. Aber wie bereits gesagt: Der AG hat nicht die Zeit die Bewerber kennenzulernen und eine falsche Anstellung kostet Geld.

Daher würde ich mir es auch schwer tun Frauen einzustellen, wobei die Männer ja m.E. in dieser Hinsicht die Frauen kräftig einholen. Hinzu kommt noch die "Schwangerschatfsproblematik". Ich würde daher ein 60:40 Verhältnis anstreben. Eigentlich schade, weil Frauen durchschnittlich intelligenter sind und auch meistens fleißiger, aber nur bis die Kinder kommen.

E^hemaliger Niutz5er (#3536x55)


Ich würde daher ein 60:40 Verhältnis anstreben. Eigentlich schade, weil Frauen durchschnittlich intelligenter sind und auch meistens fleißiger, aber nur bis die Kinder kommen.

Wobei das natürlich von Branche, Betriebsgröße und Bewerber abhängt. In einem Kindergarten würde man damit vermutlich auf Granit beißen. Und während man bei 10 Leuten durchaus ein 60:40 Verhältnis rechtfettigen kann, so wird es bei 100 Leuten schwieriger.

hXooyki1


Man kann alles bis gar nichts reinlesen und der AG hat sich bei dieser Formulierung alles bis gar nichts dabei gedacht.

Nicht zerdenken, sondern bewerben, wenn man will.

dNeviTlindisgxuise


abc, mir ist dieses Problem aus dem Zusammenhang "Berufungsverfahren an öffentlichen Hochschulen" bekannt, wo alle deine Argumente ins Leere laufen: Nicht der AG entscheidet, sondern die potentiellen Kollegen, die das Ganze so oder so nichts kostet. Eine C4-Professur erreichen die meisten erst nach der Menopause. Und die beteiligten Männer waren samt und sonders unüberbietbar zickig (außerdem wurde ohnehin nicht im Team, sondern allenfalls gegeneinander gearbeitet). Sie wollten einfach bloß, daß "Mann sein" weiterhin als Qualifikation gelten sollte - einfach um sich selbst aufzuwerten.

d\evilin digsguisxe


Gute Gründe im Einzelfall: Zum Beispiel könnte es einer Beratungsstelle o.Ä. wichtig sein, daß AnsprechpartnerInnen beiderlei Geschlechts vorhanden sind. Das könnte überall da zutreffen, wo Menschen sehr Persönliches von sich preisgeben müssen, wo es um intime Probleme geht. Oder um Körperlichkeit (Arztpraxis, Fitnessstudio - hier könnte es je nachdem aber m.E. auch ganz gute Gründe geben, NUR Männer/Frauen einzustellen). Wenn ich nun schon 7 Männer da habe und noch eine Stelle offen ist, dann würde ich die mit einer Frau besetzen wollen.

Oder einem Kindergarten könnte es wichtig sein, zu all den Frauen auch einen Mann einzustellen.

Wo immer die Mitarbeitenden mit Menschen in Kontakt treten (ob als Klienten, Kunden oder Lernende), könnte man aus je spezifischen, m.E. legitimen Gründen die Absicht haben, ein möglichst "offenes, neutrales" Bild abzugeben und daher Wert darauf legen, daß Männer UND Frauen, außerdem vielleicht auch Menschen mit und ohne "Migrationshintergrund", Menschen mit und ohne Behinderungen etc. als Vertreter der Einrichtung/des Betriebs sichtbar werden und da könnte es eben sein, daß man gezielt noch eine Person mit bestimmten Merkmalen sucht (Stichwort Quote).

Die Grenzen zwischen legitim und illegitim sind in meinen Augen fließend. Vielleicht will der Besitzer einer Autowerkstatt nicht, daß eine Frau bei ihm arbeitet, weil er glaubt, daß Kunden zu einer Frau kein Vertrauen haben. Dafür habe ich persönlich Verständnis und halte ihn nicht für einen bösen, ungerechten Menschen; aber ich denke, daß er sich irrt und eine Mitarbeiterin sich nicht als geschäftsschädigend erweisen würde.

Emhem[alige^r N3utze.r (#p3553655)


Nicht der AG entscheidet, sondern die potentiellen Kollegen, die das Ganze so oder so nichts kostet.

Trotzdem haben sie ein Interesse an gute KollgenInnen, damit die Möglichkeit zusammen zu forschen oder sich gegenseitig auszuhelfen gegeben ist. Selbst wenn man nie mit den Kollegen oder der Kollegin zusammenarbeiten sollte, hat man ein Interesse daran, dass er/sie gut ist, weil seine/ihre Arbeit sich auf die Reputation der Universität auswirkt.

Eine C4-Professur erreichen die meisten erst nach der Menopause.

Das stimmt allerdings.

Und die beteiligten Männer waren samt und sonders unüberbietbar zickig (außerdem wurde ohnehin nicht im Team, sondern allenfalls gegeneinander gearbeitet). Sie wollten einfach bloß, daß "Mann sein" weiterhin als Qualifikation gelten sollte - einfach um sich selbst aufzuwerten.

Im welchen Chauvi-Fach bist du denn unterwegs :-D ? In den Sozialwissenschaften ist ja eher frauenfreundlich. M. E. zu frauenfreundlich, wenn man sich manche "Beiträge" der Women Studies anschaut. Klar gibt's da auch gute ForscherInnen, aber das meiste aus dieser "gewollt aber nicht gekonnt-Sparte" ist Käse. Da werden die Frauen wohl an falscher Stelle rekrutiert..

dqeviliRndiMsguisxe


Nein, es wird absolut und definitiv nicht in Teams gearbeitet, allenfalls mit dem eigenen Assistenten und HiWi, aber nicht mit Gleichrangigen. Dafür sind die Fakultäten nicht groß genug, ein anderer Prof. arbeitet i.d.R. in einem anderen Fachbereich. (Und deshalb sag ich auch das Fach nicht. ;-) )

Was die Reputation angeht: Die gilt eben nur dann als gegeben, wenn es sich um einen Mann handelt. Genau das ist es ja. Eine Kollegin schädigt automatisch die Reputation. Die Qualifikationen der BewerberInnen sind ansonsten gleichrangig, andernfalls fällt man ja ohnehin aus dem Verfahren raus.

Neuerdings haben sie aber wohl doch da und dort mitgekriegt, daß sich die Zeiten wandeln und es inzwischen meistens keinen so guten Eindruck mehr macht, wenn man überhaupt keine Frauen in seinen Reihen hat. Meine Erfahrungen sind inzwischen 15 Jahre alt.

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