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Keine Ausbildung mit Anfang 30 - Was tun?

mPond+Lstexrne


Wenn Dein guter Freund keinen Ausbildungsplatz in der freien Wirtschaft findet, kann er auch versuchen, eine [[https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferbetriebliche_Ausbildung außerbetriebliche Ausbildung]] beispielsweise zum Bürokaufmann zu machen.

Weil die Angebote regionalspezifisch sind, muss man sich da vor Ort informieren. Eventuell kann man sich bei der ortsansässigen IHK erkundigen.

Wenn er weiterhin einen großen Bogen um die Bundesagentur für Arbeit macht, wird er es allerdings schwer haben, weil sie häufig der Kostenträger ist.

Ethemaligerk NutzWer (#x502711)


@ screwball:

Ich weiß nicht was daran lustig ist. Ich weiß das beim Amt viele Idioten sitzen aber genauso auch viele kompetente Leute.

Ich mache momentan das gleiche wie eine andere Userin hier im Thread: Eine Umschulung vom Arbeitsamt aus. Der Betrieb zahlt mir mein Azubigehalt und bekommt vom Amt Zuschüsse und der Rest der mir fehlt an Lebensunterhalt und Miete bekomme ich auch noch gezahlt.

Ich habe auch einen ziemlich durchwachsenen Lebenslauf aber ich hab ne richtig gute Perspektive vor Augen dank des Arbeitsamtes.

s"crHew4balxl


Es gibt doch auch schulische Ausbildungen in dem Bereicht. Informationstechnischer Assistent ging mir da gerade durch den Kopf, wenn es das heute noch gibt.

Das gilt es ja eben herauszufinden, was es an schulischen Ausbildungen gibt, mit denen man auch wirklich hinter her was anfangen kann.

@ mond+sterne

danke, da werden wir uns mal umgucken.

@ RightNow

soweit wir wissen kann man nur eine Umschulung nur machen, wenn man bereits eine Ausbildung hat. Dann gibt es vom Arbeitsamt Hilfsprogramme auch ohne Ausbildung, klar- aber man sagte ihm, dass er dazu eine EGV abschließen muss, und das macht er nicht, weil dort Dinge drin stehen, die Sanktionen gewährleisten. und damit hatte er schon zuviel Pech.

Ich finde auch er müsste auf die Hilfe vom Amt bestehen.

AuufDer&Arbexit


aber man sagte ihm, dass er dazu eine EGV abschließen muss, und das macht er nicht, weil dort Dinge drin stehen, die Sanktionen gewährleisten. und damit hatte er schon zuviel Pech.

Offenbar nimmt er das ganze doch nicht so ernst, wenn er Angst hat die Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben.

Kann das Amt ihn nicht Sanktionieren, wenn er das Ding nicht unterschreibt?

Ich denke dein Freund braucht einen Tritt in den Hintern und kein Tätscheln. Die Frage wovon er lebt hast du damit dann auch beantwortet.

Schön das die Gemeinschaft für ihn aufkommen darf, weil eine EGV für ihn zu "Anstrengend" ist.

EZhemaligerK NutzerR k(#5027x11)


Nein man muss keine Ausbildung abgeschlossen haben um eine Umschulung bezaht zu bekommen.

Ich habe ein abgebrochenes Studium sowie eine angebrochene Ausbildung vor zu weisen. Das erste selbst herbei geführt, bei zweiterem war der AG der mich in der Probezeit dann wieder loswerden wollte.

sqcrew@baxll


@ AufDerArbeit

Er bewirbt sich am laufenden Band, aber das Amt sanktioniert ihn, weil er sich auf Stellen nicht bewirbt, die die ihm zukommen lassen. Er will sich eben nicht vorschreiben lassen, wo er zu arbeiten hat. Und mit abgeschlossener EGV unterschreibt man, dass man sich auf die Stellen bewerben muss, die zugesendet wurden. Er hat auch mehrere Klagen am laufen, weil er für Kündigungen aus der Vergangenheit sanktioniert wurde. Aber wie gesagt, dass er sogar mehr Bewerbungen schreibt, als in der EGV gefordert ist, interessiert dort nicht.

@ RightNow

Ok, danke für die Info. Musstest du denn eine EGV dafür abschließen?

Ich finde auch es sollte nicht an den schlechten Erfahrungen mit dem Arbeitsamt scheitern, er ist in der Hinsicht zu verbittert.

nUulli`&priJese@mut


Die meisten Ausbildungsplätze für dieses Jahr sind schlicht vergeben, wenn er JETZT noch etwas will, muss er auf Nachrückerplätze oder unbesetzte Stellen hoffen. Da kommt's halt drauf an, wo er wohnt. Generell würde ich vorschlagen, sich bei seiner Stadt nach den Ausbildungsplätzen im Öffentlichen Dienst umzuschauen. Als ich meine Ausbildung gemacht habe (ja, ist schon Anno Schnuffel her, aber trotzdem) gab es dort auch Auszubildende über 30, das war gar nicht so selten. Das Problem ist halt, dass die Büro- und IT-Jobs natürlich zu den begehrteren gehören. Es gibt schon immer noch freie Ausbildungsstellen - im Handwerk, bei den Berufen, die nicht sooo beliebt sind.

E!hemaeligmer NdutzeIr (#5G02711x)


@ screwball:

Ja ich musste eine EVG dafür unterschreiben. Und das finde ich auch vollkommen verständlich. Schließlich will ich was vom Arbeitsamt bzw. Jobcenter und im Gegenzug dafür bemühe ich mich so bald wie möglich wieder aus dem ALGII-Bezug raus zu kommen.

Ich kann deinen Bekannten da deshalb absolut nicht verstehen. Vielleicht Mal ein wenig den Stolz runter schlucken. Denn offensichtlich kommt er allein nicht voran und braucht Unterstützung, die er sich selbst aber verwehrt.

e*xper#te356


"was man sich erheiratet, braucht man sich nicht zu erarbeiten" Der gute Mann sollte sich nach einer wohlhabenden Partnerin umsehen. Wenn das keine Früchte trägt, sollte er eine Ausbildung machen. Er hat noch 30 Jahre bis zur Rente. Da kann er doch nicht jeden Tag zuhause sitzen und den ganzen Tag Richterin Salesch schauen.

A{ufDer|Arbe6it


Ich finde es verständlich, das das Arbeitsamt keine Maßnahmen bewilligt die >10.000 Euro kosten ohne sich auch der Mitarbeit deines Freundes über eine EGV zu versichern.

Wenn er eine Ausbildung bewilligt bekommt, wird ihn das Arbeitsamt auch nicht zwingen sich irgendwo anders zu bewerben um die Ausbildung abzubrechen.

Die letzten Jahre zeigen ja nun auch nicht gerade, das er Dinge auch mal durchgezogen hat. Einen Realschulabschluss bekommt man in der Regel mit 16. Er hat ihn mit 25 erhalten und dann die nächsten 5 Jahre auch mehr oder weniger nichts gemacht. Wir kennen deinen Freund nicht, aber von aussen betrachtet hat er gut 15 Jahre nur das gemacht, wozu er gerade Bock hatte, die Verfahren die da offensichtlich laufen, deuten in die gleiche Richtung.

Ich weiss nicht, was das Problem deines Freundes ist. Vielleicht kann er sich gererell nicht Integrieren? Ist er Faul oder gibts vielleicht irgendwelche Behinderungen?

Grundsätzlich hab ich das Gefühl das er auch recht hohe Ansprüche hat. Kann er eine solche Ausbildung zum Bürokaufmann eigentlich überhaupt bewältigen? Dazu gehört eben auch, das man sich 3 Jahre bindet - auch mal Sachen macht worauf man keinen Bock hat. Neben der Schule, die er ja auch absolvieren muss. Wenn der verzögerte Realschulabschluss auch mit einer Lernschwäche verbunden ist, könnte da schon das nächste Problem lauern.

Egal was für ein toller Mensch dein Freund ist, von aussen betrachtet ist er auf jedenfall ein problematischer Fall. Und wenn er wirklich etwas verstanden hat als er Vater geworden ist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt seinen Stolz mal runterzuschlucken und das durchzuziehen. Dann bekommt er auch kein Problem mit den Sanktionen. Aber ich glaube es ist eine enorme Umstellung vom Leben in der sozialen Hängematte (tut mir leid, so stellt es sich bei dir da) und dem Komfort, nur das zu machen was einem gerade so Spaß macht, in ein Leben mit Verantwortung und Regeln zu wechseln.

Wenn es nur an der EGV scheitert, will dein Freund offensichtlich seine "Freiheit" nicht aufgeben und lebt lieber weiter in den Tag hinein als Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

s+creqwbfal/l


@ RightNow

Ich denke diese EGV, die man bei einer Berufsausbildung unterschreiben muss, enthält andere Punkte, als die EGV, die man erhält, wenn man arbeitslos ist. Deswegen sollte er sich die erstmal angucken.

Danke dir, wegen dir wissen wir überhaupt, dass man eine Umschulung ohne bereits abgeschlossene Berufsausbildung machen kann.

Ich habe nun mit ihm gesprochen und ihm wurde bis dato vom Arbeitsamt aus gesagt, er könne keine Umschulung machen. Natürlich können sich in den letzten Jahren die Gesetze auch dahingehend geändert haben. Könnt ihr glauben oder was ich eher denke es lassen.

@ AufDerArbeit

Ja, die letzten Jahre zeigen objektiv, dass er Dinge nicht durchgezogen hat. Natürlich sind da individuelle Probleme der Grund aber auch welche, die dem Umgang in der Branche geschuldet sind, in der er tätig war. Würdest du nicht einen Job kündigen, bei dem du dein Gehalt nicht bekommst? Oder einen bei dem dein Chef abfällig mit den Mitarbeitern redet, sie beleidigt? Einen Job von dem du nur überleben kannst, weil du regelmäßig Überstunden machst und deine Arbeitsstunden nicht aufgestockt werden, nach jahrelangen Versprechungen?

Und dann noch dabei bedenken, dass du jeder Zeit durch eine ungelernte Kraft ausgetauscht werden kannst, die sich das alles gefallen lässt?

Ich werde aus Gründen der Wiedererkennbarkeit nicht ins Detail gehen, warum die Klagen laufen, aber schön, dass du genau weißt in welche Richtung das deutet, dass er auf sein Recht besteht.

Die Ansprüche von ihm an einen Job erstrecken sich darauf, dass er nicht mehr in die Bereiche rein will, wo er schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Er sucht was mit Perspektive, Mindeslohn lässt er sich gefallen, nur ein Wochenende im Monat frei lässt er sich gefallen, Nachtschicht usw das kommt alles in Frage.

Nicht in Frage kommt sich wie Dreck behandeln zu lassen, aber ich befürchte du meinst er sollte das einfach tun.

Sanktionen ehrlich gesagt, finde ich eine Schande, dass es sowas überhaupt gibt in Deutschland.

Hartz 4 als soziale Hängematte zu bezeichnen finde ich auch :(v

Aber ich danke trotzdem für die Gedanken und Voschläge von allen.

Ich melde mich nochmal, wenn sich was getan hat.

NCocrNdi`84


Sanktionen ehrlich gesagt, finde ich eine Schande, dass es sowas überhaupt gibt in Deutschland.

Wenn es die nicht gäbe hätte ich, als jemand der in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, ein Problem damit. Immerhin dienen diese Sanktionen bloß dazu insofern Druck auszuüben als das sich jemand an die lächerlichen EGV halten soll. Ich hab das im letzten Jahr erst bei meiner Freundin gesehen und die sind ehrlich gesagt nen Witz, die paar Bewerbungen schreiben, mal nen Praktikum machen oder an ner Maßnahme teilnehmen. Gäbe es keine Sanktionen dann gäbe es wirklich Menschen die ihren Arsch ihr ganzes Leben über nicht hoch bekommen würden und unerfüllbar sind die Forderungen des Amtes da auch nicht.

Sieh es so: Andere bekommen Geld dafür das sie das tun was in ihrem Arbeitsvertrag steht. H4 oder ALG Empfänger bekommen Geld dafür das sie das tun was in den EGV steht.

Vor einiger Zeit wurde hier das Thema "schulische Ausbildung zum informationstechnischen Assistent" angesprochen: Das ist eine absolute Grundlagenausbildung mit der man in der Praxis nix anfangen kann. Sowas kann man gut nach der 10. Klasse machen um Fachabi und Grundlagen in der Fachrichtung zu bekommen und bessere Chance auf der Suche nach ner Ausbildung (z.B. Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker oder Informatikkaufmann) zu haben. Allein mit diesem schulischen Abschluss hat man absolut keine Chance auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

a`bcy`xxz


Sanktionen ehrlich gesagt, finde ich eine Schande, dass es sowas überhaupt gibt in Deutschland.

Warum?

Natürlich dürfen Sanktionen nicht willkürlich verhängt werden, um Menschen, die sich ehrlich bemühen, zu schikanieren. Aber selbstverständlich muss es Mittel geben, zu verhindern, dass manche Menschen Hartz4 eben doch als "soziale Hängematte" missbrauchen, obwohl sie in der Lage wären, ihr Geld selbst zu verdienen.

Was soll daran falsch sein? Zum Sozialstaat gehört es nicht, ein Recht auf staatlich bezahlte (selbstgewählte) Faulheit zu beanspruchen.

EFhemalliger NuRtzer y(j#H50271x1)


@ screwball:

Ich kenne auch die anderen EVGs und habe diese trotzdem immer unterschrieben.

Die Kooperation in Sachen Umschulung des Sachbearbeiters ist im Übrigen häufig davon abhängig ob man ein mehr oder weniger vorbildlicher Kunde ist. Ich glaube allein deswegen hat er wahrscheinlich eher schlechtere Karten.

Ich wünsche deinem Bekannten jedenfalls viel Glück. @:)

A9ufDe@rArwbeift


Oder einen bei dem dein Chef abfällig mit den Mitarbeitern redet, sie beleidigt? Einen Job von dem du nur überleben kannst, weil du regelmäßig Überstunden machst und deine Arbeitsstunden nicht aufgestockt werden, nach jahrelangen Versprechungen?

Alles schon erlebt. Auch schon Jahre gehabt in denen 500 Überstunden einfach mal gestrichen wurden - kein Lohn, kein Ausgleich nichts.

Und dann habe ich nicht einfach alles hingeschmissen und H4 kassiert sondern hab in Ruhe eine neue Beschäftigung gesucht, gefunden und den Job gewechselt. Das ganze wirkt sich auch sehr positiv auf den Lebenslauf aus, so hab ich nie eine Lücke gehabt.

Manchmal muss man Sachen auch mal runterschlucken.

Es gibt sicherlich Branchen, in denen ein rauer Umgangston üblich ist. Und ja: ich hätte damit auch ein Problem und würde mich da nicht wohlfühlen. Das erklärt aber nicht, warum er keine EGV unterschreibt für eine Bildungsmaßnahme die er machen will. Das kann nur einen Grund haben: er will sich offen lassen, ob er die Maßnahme durchzieht oder nicht.

Und das ist NICHT im Sinne der Steuerzahler. Ich bin ein Befürworter unseres Sozialsystems, habe hier auch schon einigen Tips gegeben um ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen. Aber wenn ich hier die Geschichte deines Freundes lese sehe ich genau den Fall von Mißbrauch, von dem immer wieder berichtet wird. Er bekommt eine Menge Geld vom Staat und damit von unserer Solidargemeinschaft, die diese Maßnahme bezahlen. Und er muss als Gegenleistung nur versichern, die Maßnahme nicht aus Langeweile oder weil ihm der neue Chef nicht passt, abzubrechen.

Wo ist denn jetzt bitte das Problem? Wie du hier im Faden gelesen hast, gibt es viele Menschen die diese Chance dankbar annehmen und sehr gut damit fahren. Weil diese Menschen was ändern wollen!

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