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Energiesparlampen sind oft hoch giftig aufgrund von Quecksilber

AxH. hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin Chemiker und möchte auf ein schwerwiegendes Problem der EU-Gesetzgebung aufmerksam machen: Den Fortfall der konventionellen Glühbirnen (sog. Planck'sche schwarze Strahler) und deren Ersatz durch Energiesparlampen.

Energiesparlampen sind oft als Quecksilberniederdrucklampen ausgeführt (Röhrenform oder gewundene Röhrenform, auch gewundene Röhrenform in "Birnen"-Gehäuse). Sie emittieren vor allem eine Quecksilberlinie von 254 nm Lichtwellenlänge, die durch fluoreszierende oder phosphoreszierende Beschichtungen in sichtbares Licht umgewandelt werden.

Diese Lampen sind bei unsachgemäßer Entsorgung hoch gefährlich, da dann hoch giftiges Quecksilber freigesetzt wird. Das Risiko dieser Lampen ist weitaus höher, als ihr Nutzen.

Das Licht ist aufgrund des Linienspektrums auch nicht angenehm, selbst, wenn die Energiesparlampen mit "warmweiß" beworben werden. Ich habe solchen Lampen mit einem Diodenarrayspektrometer von Dr. Gröbel UV Elektronik gemessen und das Ergebnis ist ein Spektrum mit sehr wenigen Linien. Hier das Nachfolgerät:

[[http://www.uv-groebel.de/produkte/spektrometer/spektrometer-sr600/]]

Planck'sche schwarze Strahler wie die Glühbirne erzeugen ein kontinuierliches Spektrum, was wir von der Sonne her gewöhnt sind. Sie sind daher angenehm.

Generell muß nach dem Nutzen von Energiesparlampen gefragt werden. Die Haupt-Energieverbraucher sind der Hausbrand (Heizung) und der Indiviualverkehr (PkW, LkW). Licht spielt beim Energieverbrauch eine nur untergeordnete Rolle. Man spart also an etwas ohnehin relativ vernachlässigbar geringem.

Die Isolierung von Häusern bringt viel.

Sparsame Autos bringen viel.

Sparsame Lampen sind relativ egal!

Normale Glühbirnen erzeugen neben Licht nur noch Wärme als Energieform, die zumindest in der Heizperiode zur Einsparung von Heizkosten führt, da weniger geheizt werden muß. Zumindest im Winter ist es daher energetisch egal, ob man Energiesparlampen oder Glühbirnen verwendet.

Vom Standpunkt des Naturwissenschaftlers ist es allein aufgrund der daraus resultierenden Vergiftung der Umwelt mit Quecksilber (man muß vermuten, daß Energiesparlampen auch in den Hausmüll gelangen) sehr wichtig, die Verbreitung von Energiesparlampen zu verhindern.

Glühlampen sind ungefährlich und der Energiemehrverbrauch ist weitgehend egal, da für Licht ohnehin nur wenig Energie verbraucht wird. Man baut ein paar Windräder mehr oder einige Photovoltaik-Anlagen und das Problem ist gelöst.

Liebe Grüße

Dr. rer. nat. Andreas Haeger (Diplom-Chemiker)

Antworten
_zPar vatix_


Ach, ist doch ein alter Hut und die Thematik wurde auch hier im Forum schon mal durchgekaut. Ich persönlich habe zwar Energiesparlampen aber ich habe sie bisher nur als Übergangslösung angesehen. Durchsetzen wird sie sich die Energiesparlampe eh nie richtig. Außerdem wird sie jetzt eh nach und nach von LED-Lampen abgelöst.

Das Licht ist aufgrund des Linienspektrums auch nicht angenehm, selbst, wenn die Energiesparlampen mit "warmweiß" beworben werden.

Ist wahrscheinlich Geschmackssache. Ich bin mit dem Licht von Energiesparlampen immer zufrieden gewesen. Zudem nutze ich gerade das kalte Lichtspektrum von Energiesparlampe und LED sehr gerne, vor allem, wenn ich in der Küche koche oder an meinem Arbeitsplatz zeichne. Das Licht wirkt anregend buw. macht mich persönlich munter (gerade an dunklen Wintertagen).

s_ensikbelman


Das Licht ist aufgrund des Linienspektrums auch nicht angenehm, selbst, wenn die Energiesparlampen mit "warmweiß" beworben werden.

Es gab mal Energiesparlampen, deren Lichtspektrum dem der Sonne angenähert waren.

Aber Enrgiesparlampen sind ein alter Hut. Wer in heutige Baumärkte oder Elektroläden geht, wird überwiegend LED-s im Angebot finden.

Energiesparlampen sind seit ca. 2 Jahren ein Auslaufmodell- es lohnt eine Diskussion darüber nicht- LED kaufen, Thema erledigt. Wir haben bei uns im Hausahlt so gut wie keine mehr- defekte Energiesparlampen wurden durch LED-s ausgetauscht.

LED-Lampen haben zudem den Vorteil, dass sie wesentlich länger halten und noch effizienter und energiesparender als Sparlampen sind.

Es wäre sogar überlegenswert, Elektroinstallationen zukünftig so zu gestalten, dass 12 V- Leitungen in den Wohnungen verlegt werden- zumindestens sämtliche Leitungen für Beleuchtung- gleichzeitig ließen sich die Schalter einfacher bauen, da 12 V geringere Sicherheitsanforderungen hat und es ließen sich sämtliche Netzteile einsparen.

AIHx.


Hallo,

das LED Licht empfinde ich auch als sehr unangenehm. LED's emittieren nur ein schmales Frequenzspektrum und sind auch phosphoreszierend oder fluoreszierend beschichtet (man könnte weiß vielleicht auch aus verschiedenfarbigen LED's zusammensetzen), haben also ein ähnliches Problem, wie die beschichteten Quecksilberniederdrucklampen.

Die LED, die ich kenne, haben zudem einen begrenzten Öffnungswinkel und sind mir auch von daher unangenehm und lästig - genau wie die Halogenlampen im Reflektor mit begrenztem Öffnungswinkel. Im Wohnraum angenehm ist mir der "Kugelstrahler", wie er durch eine Glühbirne realisiert wird.

Fazit: LED-Licht ist subjektiv auch lästig - kein Kontinuum wie beim Planck'schen schwarzen Strahler (Glühbirne)

Liebe Grüße

Andreas

j>ust_loo`kingx?


Lieber Chemiker, da ist wohl jemand um Jahrzehnte zu spät dran.

Energiesparlampen gibt es seit Jahrzehnten (wenn auch nicht so verbreitet wie jetzt), Leuchtstoffröhren (gleiche Problematik) gibt es ebenfalls schon Ewigkeiten.

A=H.


Hallo,

noch eine Ergänzung: Energiesparlampen mit einem dem Sonnespektrum angenäherten Spektrum halte ich nach meinem besten Wissen für eine einfache Werbelüge.

Durch meine Tätigkeit als Chemiker im Bereich der Photokatalyse (Katalysator wird mit Licht aktiviert) verfüge ich über recht gute Kenntnisse im Bereich der Lichterzeugung.

Liebe Grüße

Dr. rer. nat. Andreas Haeger

kzatixluv


@ AH

Wie sehen Energiesparlampen denn aus? Kann man die sofort erkennen? Worauf muss man achten? Haben die dann innen einfach keinen Draht?

Übrigens, kann es sein, dass alte Birnen absichtlich geschrottet werden sollen durch Spannungsspitzen? Meine alten Birnen gehen am laufenden Band kaputt.

j=ust_Llooxking?


@ Katiluv

[[http://lmgtfy.com/?q=energiesparlampe klick]]

ASH.


Noch eine Ergänzung, warum ein kontinuierliches Spektrum eines Planck'schen schwarzen Strahlers keine "Energiesparlampe" ist:

Je höher die Temperatur eines schwarzen Körpers, um so weißer leuchtet er.

Beispiel: Glühendes Hufeisen hat eine niedrige "Farbtemperatur" (rötlich)

Sonne ist heißer, als ein glühendes Hufeisen, hat eine höhere "Farbtemperatur" (weiß)

Wolframdraht einer Glühbirne ist irgendwo dazwischen von der Farbtemperatur (rötlicher, als die Sonne, aber weißer, als ein glühendes Hufeisen).

Farbtemperatur sagt es dann auch: Der Planck'sche schwarze Strahler ist heiß, muß heiß sein und erzeugt daher auch reichlich Wärme. Das macht seinen geringen Wirkungsgrad aus: Er erzeugt neben Licht auch Wärme-Energie.

Liebe Grüße

Andreas

P.S. Wenn man Fehler erkennt, muß man sie beseitigen - egal wie spät es ist. Wir können uns ja nicht weiter mit Quecksilber vergiften, nur weil wir das schon seit Jahren tun. Das ist nicht folgerichtig (logisch).

s)en=sib!elmaxn


LED's emittieren nur ein schmales Frequenzspektrum und sind auch phosphoreszierend oder fluoreszierend beschichtet (man könnte weiß vielleicht auch aus verschiedenfarbigen LED's zusammensetzen), haben also ein ähnliches Problem, wie die beschichteten Quecksilberniederdrucklampen.

Du hast keine Ahnung von LED-s. Beschäftige dich erst einmal damit. Zum Einstieg empfehle ich [[http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode#LED-Leuchtmittel das]]

Die Glühbirne ist im Prinzip tot und wird höchstens noch rudimentär genutzt werden (für Nostalgiefreunde)

AxH.


Wie sehen Energiesparlampen denn aus? Kann man die sofort erkennen? Worauf muss man achten? Haben die dann innen einfach keinen Draht?

Hallo,

es gibt verschiedene Typen von Energiesparlampen. Am gefährlichsten sind die Quecksilber-Niederdrucklampen in Röhrenform, gewundener Röhrenform oder gewundener Röhrenform im Birnengehäuse (letztere schwer zu erkennen). Sie haben keinen Draht im inneren, sondern Elektroden.

Zu Spannungsspitzen kann ich nichts sagen, die muß man messen.

Liebe Grüße

Andreas

k%arabxina


just_looking, coooooooool - wie geht das denn ? ;-D

MDarieC^urie


Du bist wirklich etwas spät dran ;-D

Das meiste ist der Mehrheit sicherlich schon bekannt ":/

A^H.


Hallo Sensibleman,

Wikipedia ist keine zuverlässig Quelle, da kann jeder schreiben. Ich zitiere trotzdem aus dem von Dir verlinkten wörtlich:

Um die emittierte Farbe einer LED zu beeinflussen, werden die Halbleiterkristalle in lumineszensierende Stoffe eingebettet oder eingekapselt. Das primäre Licht aus dem p-n-Übergang wird in diesen Stoffen durch Fluoreszenz oder Phosphoreszenz in andersfarbiges Licht umgewandelt.

Das ist genau das, was ich geschrieben habe. LED's erzeugen kein kontunierliches Spektrum und sind daher unangenehm. Fluoreszenz und Phosphoreszenz ergeben Linienspektren, das basiert auf diskreten Elektronen-Übergängen in Atomen.

Ohne Chemie- oder Physikstudium kann man sich dazu fachlich sehr wahrscheinlich nicht hinreichend äußern.

Liebe Grüße

Dr. rer. nat. Andreas Haeger

P.S. "Du hast keine Ahnung von LED's" finde ich unhöflich.

_!Paur9vatMix_


Die LED, die ich kenne, haben zudem einen begrenzten Öffnungswinkel und sind mir auch von daher unangenehm und lästig - genau wie die Halogenlampen im Reflektor mit begrenztem Öffnungswinkel. Im Wohnraum angenehm ist mir der "Kugelstrahler", wie er durch eine Glühbirne realisiert wird.

Fazit: LED-Licht ist subjektiv auch lästig - kein Kontinuum wie beim Planck'schen schwarzen Strahler (Glühbirne)

Jetzt mal ohne Fachchinesisch: Was genau stört dich an LEDs, wenn du diese im Alltag nutzt (sofern du welche nutzt)? Bereiten sie dir Kopfschmerzen? Leuchten sie nicht richtig deinen Arbeitsplatz aus? Wirst du durch das Licht müde? Oder schränken sie dich anderweitig ein? Werde doch mal etwas genauer. Lästig und unangenehm ist etwas zu schwammig formuliert.

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