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Keine Chance auf Arbeit durch Kind?

Iosabxell


Bei mir war es sogar vor ca. 20 Jahren noch besser: Das Arbeitsamt wollte mich nicht vermitteln, bevor ich keine Betreuung habe - doch solange ich keine Arbeit hatte, konnte ich eine Betreuung nicht bezahlen....das war denen egal. Ging noch weiter: Habe dann sogar meine Mutter mitgeschleppt, die sagte, dass sie dann für die Übergangszeit bis ich einen KiTa-Platz gefunden hätte meine Tochter betreuen würde - das Arbeitsamt "Verwandte zählen da nicht".

Ich glaube, die wollten mich einfach nicht vermitteln weil sie die Jobs die sie zur Verfügung haben lieber an die weitergeben, die auch Arbeitslosgengeld, bzw. (damals) Arbeitslosenhilfe bekommen.

Zum Glück habe ich dann kurze Zeit später eine Ausbildungsstelle (auf eigene Faust) ergattert.

Was das mit dem WE-arbeiten angeht: Ich verstehe nicht, warum man einen Mitarbeiter nicht unter der Prämisse einstellen kann? Ich meine, ungerecht ist es doch nur dann, wenn für alle die gleichen Bedingungen bestehen und Einer immer Extrawürste bekommt. Wenn das aber von Anfang an so geregelt ist weil es eben anders partout nicht geht? Warum sollten sich die Anderen dann benachteiligt fühlen? Denen ist es doch auch lieber überhaupt eine Unterstützung zu haben als gar Niemanden?

Ich habe mal bei der bekannten Ex-Drogeriemarktkette mit "S" gearbeitet und selbst DA - obwohl die ja recht streng waren - wurde bei einer Mitarbeiterin die Ausnahme gemacht, nur Mo-Fr Vormittags, weil sie ein Kind hatte. Und normalerweise mußte man beim Schlecker sehr flexibel sein, sonst wurdest Du gar nicht eingestellt. Und wir als Kollegen hatten da auch kein Problem mit - ist eben so, was soll's?

Ich finde, die Arbeitgeber sind da einfach zu unflexibel. Man könnte doch auch z.B. eine Besprechung mit den anderen Mitarbeitern abhalten wie die das sehen, ob das für sie ok wäre?

b[ellargia


Hast du schon mal über eine Leihoma oder ähnliches nachgedacht?

Da es in Deutschland nicht gerade vor Pflegekräften wimmelt, wäre es sinnvoll das Problem auf der Betreuungsseite zu lösen.

Wobei ich bei so einem kleinen Säugling grundsätzlich eher zu einer Tagesmutter tendieren würde. ( Schlechte Erfahrungen)

EQndl*ichx Ella


Warum sollten sich die Anderen dann benachteiligt fühlen?

Vielleicht weil bereits dort Angestellte auch das Problem mit der Betreuung haben und dies dann anderweitig gelöst haben. Beispielsweise indem zusätzlich eine Tagesmutter engagiert wurde oder dann die Oma/Tante/Onkel die Betreuung übernimmt. Das man dann als "Bestandspersonal" wenig begeistert über so eine Sonderregelung einer neuen Kollegin ist, kann ich mir gut vorstellen. Man selbst muss eine Tagesmutter bezahlen oder Familienmitglieder oder Freunde müssen zwangsweise die Betreuung übernehmen und "die Neue" bekommt eine Extrawurst.

Auch geht es bestimmt vielen Mitarbeitern, die keine Kinder oder bereits etwas ältere Kinder haben auch mal darum, gemeinsame freie Tage mit der Familie zu verbringen, die zumeist am Wochenende frei haben. Wenn diese Mitarbeiter nun aber öfters am Wochenende arbeiten müssen, weil eine Mitarbeiterin eine Sonderregel hat, kann das schon Unmut unter den Kollegen schüren.

Oder, wie schon angesprochen, müsste eine weitere Mitarbeiter/in angestellt werden, um die Lücke zu schließen. Was für den Arbeitgeber wieder ein größeres Risiko zwecks Ausfall ist. Da ist es einfacher direkt jemand einzustellen, bei dem man keine Extrawürste braten muss, sondern den genau wie alle anderen behandeln kann.

Blöd ist es allemal. Ich würde auch versuchen zu schauen, ob eine (günstige) Betreuungsmöglichkeit zu finden ist oder ob es möglich wäre auf einen anderen Bereich umzulernen. Vielleicht gibt es ja eine Sonderregelung bei der Kinderbetreuung von Angestellten, die auch am Wochenende arbeiten müssen? Aber das wäre vermutlich zu schön um wahr zu sein. ":/

I;sabnelxl


EndlichElla

Haste auch wieder recht...sind doch schon viele Komponenten die da bedacht werden müssen... :-/

N{ordxi84


Wenn diese Mitarbeiter nun aber öfters am Wochenende arbeiten müssen, weil eine Mitarbeiterin eine Sonderregel hat, kann das schon Unmut unter den Kollegen schüren.

Genau das passiert im Moment bei meiner Freundin. Da soll möglicherweise jemand fest eingestellt werden der nur an drei Werktagen die Woche und nur zu ganz bestimmten Zeiten kann. Meine Freundin (und auch die übrigen Kollegen) müssen aber 7 Tage die Woche können und Früh- bzw. Spätschicht machen. Den Stress die Mitarbeiter dann irgendwie zu beruhigen würde ich mir als Chef auch nicht antun wollen, man bringt einfach viel zuviel Unruhe in den Betrieb.

b=el^lQagia


... Und ich meine damit, nur eine flexible Tagesmutter, aber keine Krippe.

In der Krippe werden ja Stunden zur Verfügung gestellt, die man bei flexibler Arbeitszeit gar nicht benötigt.

Unser Krippenplatz hatte 300 Euro gekostet. Dafür bekommt man etwa 50 Tagesmutter Stunden.

Wenn man einrechnet, dass der Koch sicher während der Woche mal frei hat und Betreuung übernehmen kann, könnte das doch fast hinkommen.

aJkmaf


Es gibt doch auch z.B. Tagesstätten für alte Menschen. Versuch doch mal, Dich bei so einer Einrichtung (oder ähnliches) zu bewerben, das müsste doch mit den Arbeitszeiten dann passen.

M@rs ]Voice


Öhm, was ist das denn für eine Arbeitsvermittlung, die dir Stellen zuschickt, die du gar nicht annehmen kannst. Wenn die Arbeitgeber eine Stelle aufgeben, geben die doch an, welche Arbeitszeiten gefordert sind.

Gibt es wirklich Stellen für den reinen Frühdienst? Ich dachte in der Pflege ist immer flexible Schicht gefordert.

Ich hoffe deine Arbeitsvermittlerin kommt bald selbst darauf, dass das was sie macht nicht zielführend ist.

b1ell@agixa


Ich kenne eine Krankenschwester, die lange ausschließlich Nachtdienst gemacht hat. Einfach weil sie ihr Geld mit weniger Stunden zusammen bekam und die Kinder nachts vom Vater betreut waren. Es gibt schon flexible Arbeitgeber, man muss sie nur finden.

D'aKfSena


Das mit dem ungerecht behandelt fühlen kann ich nur teilweise verstehen, denn die verdienen ja dann mehr als ich, da bei mir die WE-Zuschläge weg fallen. Sie bekommen ja was für ihre Arbeit.

In meinem letzten Job in der Altenplege gab es keine WE Zuschläge mehr, nur noch Feiertagszuschläge vorrausgesetzt der Feiertag war kein Sonntag. Insofern ist mir die Freizeit wichtiger.

Ich hätte mich ungerecht behandelt gefühlt, und das habe ich auch da wir auch eine Kollegin im Team hatten die WE nicht arbeiten konnte. Mir sind alle meine Sozialen Kontakte kaputtgegangen dadurch, da in meinem Freundes/Bekanntenkreis niemand verständnis hatte, das ich jedes WE ran musste. Die Beziehung zu meinem Mann hat darunter arg gelitten, da wir uns kaum noch zu gesicht bekommen haben durch unsere verschiedenen Arbeitszeiten. War er zu hause war ich weg und umgekehrt...

Ergo: Ich für mein Teil sitze auch am WE lieber zu Hause und da sollen auch die mit Kind zusehen, das sie das auf die Reihe bekommen mit der Betreuung und wenigstens jedes 2 oder 3 WE auch mal arbeiten können.

Versteh mich bitte nicht falsch, aber es ist ein Berufszweig in dem die Wochenendarbeit nun mal dazu gehört, Kind hin oder her!

B%a-mvbiwednxe


@ kunstlicht *:)

ich hätte eine andere Idee. Seit Anfang des Jahres werden vermehrt Betreuungkräfte/Allatagsassistenz für Demenzkranke nach § 87 gesucht. Meist in Teilzeit. Meine Schwester (füher auch Altenpflegerin) macht das und ist mit viel Begeisterung dabei. Und die arbeitet NUR unter der Woche.

[[http://www.deutsches-pflegeportal.de/betreuungskraft-nach-paragraph87b-abs-3-sgb-xi]]

Wäre das was für dich? Frag deine Betreuerin. Solche Schulungen gibt es zur Zeit vermehrt und du könntest evtl. einen Bildungsgutschein bekommen. Natürlich kannst du dich weiter in deinem Beruf bewerben.

Alles Gute @:)

D,iscedxere


Nein, als Koch wird er am WE IMMER gebraucht.. Dafür hat er halt unter der Woche mal frei.

kunstlicht

Dann könntest du doch aber an zumindest 2 Tagen in der Woche flexibel eingesetzt werden?

Daß man jedes WE arbeiten muß, kann ich mir nicht vorstellen, das widerspricht, zumindest in Deutschland, den geltenden gesetzlichen Bestimmungen...

k}unstlTichxt


Danke für eure Antworten!

Wenn man einrechnet, dass der Koch sicher während der Woche mal frei hat und Betreuung übernehmen kann, könnte das doch fast hinkommen.

Ja, er hat statt am WE unter der Woche 1 oder 2 Tage frei, je nachdem, wie viel bei ihnen angemeldet sind. Aber das bringt mir ja fürs WE nichts. Dass ich von Mo-Fr arbeite, ist ja so geplant. Allerdings sind die Arbeitgeber auch nicht soo begeistert, wenn man da nicht einfach so eingeteilt werden kann, sondern das alles eher spontan gemacht werden müsste (evtl. Spätdienst oder so). Mein Freund bekommt zB Ende der Woche erst den Plan für die nächste Woche. Das klappt in der Altenpflege eher weniger..

Es gibt doch auch z.B. Tagesstätten für alte Menschen. Versuch doch mal, Dich bei so einer Einrichtung (oder ähnliches) zu bewerben, das müsste doch mit den Arbeitszeiten dann passen.

Da weiss ich hier in der Gegend nur von einer, und dort habe ich nachgefragt. Aktuell keine freien Stellen..

Betreuungkräfte/Allatagsassistenz für Demenzkranke nach § 87

Ja! Solche Stellenangebote hab ich auch schon bekommen, aber noch gezögert, weil diese Weiterbildung zwingend erforderlich ist. Ich habe die letzten zwei Jahre in ner geriatrischen Reha gearbeitet und davor auf einer beschützenden Station. Das wäre also genau das, was ich mir vorstellen könnte (neben Tagespflege). Nur habe ich diese Weiterbildung eben nicht..

N.asxcshkaxtze88


Hallo Kunstlicht,

ich weiß nicht, ob dir das zu weit von deinem eigentlichen Beruf entfernt ist, aber ich schreibe einfach trotzdem mal... Also ich habe ursprünglich Heilerziehungspflegerin gelernt und war dann in stationären Wohneinrichtungen und für Praktika auch in einer Tagesförderstätte und in einem Bbw mit Internatgruppe für pflegebedürftige Rehabilitanden beschäftigt- in allen Einrichtungen haben auch AltenpflegerInnen gearbeitet. Im stationären Wohnbereich allerdings im Nachtdienst :-/.

vEiKvidxa


bei 20h dürften doch eh nicht so viele wochenendzeiten anfallen. kräfte mit einer vollzeitstelle müssten da ja logischerweise auch anteilig ihrer stunden mehr an wochenenden arbeiten - außer man ist zB mit teilzeit extra für wochenenden eingestellt.

vielleicht ginge ja ein kompromiss: du bietest zB 1 wochenende im monat an. das kann dann ja vielleicht auch ein festes wochenende sein (1. wochenende im monat oder), dann kannst du das vielleicht auch mit deinen verwandten abklären, wenn die eine zuverlässige, langfristige dienstplanung haben.

bei guter dienstplanung weißt du lange im vorraus welche zeiten du eingeplant bist. eine gute, strukturierte dienstplanung bezieht zu einem gewissen anteil auch die möglichkeit durch krankheitsbedingte ausfälle, urlaube usw ein.

du kannst bei 20h ja auch nicht ständig einspringen.

ansonsten: könntest du dir vorstellen mit menschen mit behinderung zu arbeiten? da gibt es bspw. auch tagesstätten für ältere und in den werkstätten auch gruppen mit schwerstbehinderten menschen, bei dem der schwerpunkt auch eher beim pflegerischen ist. dort hättest du als altenpflegerin dann auch gute chancen. werkstätten würde zumindest das arbeitszeitproblem lösen.

ansonsten:

wenn dein mann immer jedes wochenende arbeitet, ist es rechtlich nicht nur daneben. ich finde sowas mindert die lebensqualität schon so sehr, dass ich schon ernsthaft drüber nachdenken würde, ob es mir das wert ist.

nervt und belastet es deinen mann denn gar nicht ???

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