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Wieso wird Abitur angeblich nachgeschmissen?

b#eetlefjuicex21


Gymnasium 6. Klasse ist doch quatsch... da geht's höchstens um : wenn ich 6 mal Würfel wie oft kommt die 6. ;-D

Damals 2000 War stochastik im lk schon ne Wahl der Lehrer. ..

Wir haben es 0 gemacht. Dafür Matrizen etc wo hinterher in der Uni raus kam das hatten auch viele nicht gelernt.

_4Par=vaxti_


Und als Anschlussfrage: diejenigen von Euch, die kein Abitur haben: würdet Ihr wirklich sagen, dass Ihr nur nicht gewollt habt (ob selbst oder es war den Eltern nicht so wichtig)? Oder hat Euch nicht doch vielleicht etwas anderes gehindert?

Also ich habe weder Fachabi noch Abi. Warum? Der Abschluss war mir tatsächlich nicht wichtig. Nach der Grundschule hatte ich zwar eine Empfehlung für das Gymnasium bekommen - ich war auch eine der besten Schülerinnen - aber ich wollte nicht. In der 7. Klasse wurde mir dann noch mal empfohlen, auf ein Gymnasium zu wechseln. Die Lehrer waren der Meinung, ich könne mehr. Aber ich wollte auch hier nicht. Mir war eben schon zeitig klar, dass ich nicht studieren will. Das hat sich bis heute nicht geändert. Notfalls hätte ich auch noch auf dem 2. Bildungsweg, das (Fach)abitur nachholen können.

Meinen Realschulabschluss absolvierte ich übrigens 2001. Ich bin glücklich damit und würde mich immer wieder so entscheiden.

Ob einem das Abitur hinterher geworfen wird, kann ich nicht beurteilen, da ich es weder selbst versucht habe noch jemanden kenne, der in den letzten Jahren ein Abitur absolviert hat. Einzig meine Schwägerin hat vor 5 Jahren ihr Fachabi nachgeholt. Da hatte ich ein wenig Einblick in die Aufgaben und Themengebiete... Hohes Niveau war das nicht gerade. Ich habe allerding auch schon einen Niveauabfall in den Abschlussprüfungen für meine mittlere Reife bemerkt. Die Prüfungen waren im Vergleich zu den anderen Jahren totaler Kindergarten. Gerade bei der schriftlichen Biologieprüfung fühlte ich mich total verarscht. Da war auch jeder, der die Prüfung schrieb, schon sehr zeitig mit den Aufgaben fertig und keine Prüfung war am Ende schlechter als Note 2.

F5e.


1. Für die ganz schweren Aufgaben (im Verhältnis zur Gesamtaufgabe) gibt es proportional gesehen nicht mehr Punkte, weil sie eben schwer sind. Sonst hätte man dem schwachen Schüler gleich alle Chancen genommen. Das ist in allen Bundeländern die Parole.

Wenn das bedeutet, dass man die Aufgaben und die Bepunktungen so macht, dass jeder ne 4 Kriegt, egal, ob er den Stoff beherrscht oder nicht, dann ist das nicht in Ordnung und wirklich ein Fall von "Das Abitur den Leuten hinterherschmeißen".

2. Schwere Aufgaben werden nicht weg gelassen, die Lehrer ersellen Aufgaben, diese werden im KM nach bestimmten Kriterien geprüft, durchlaufen Probeläufe und werden dann (Jahre später) als Abi-Aufgabe gestellt.

Und im Laufe der Prüfung wird offenbar penibel drauf geachtet, dass auch der schwache Schüler, der weder den Mittel- noch den Oberstufenstoff kann, das Abitur bekommt. Ja toll - was ist das dann noch wert?

Die Leute können nicht einmal Punkt- vor Strichrechnung, halten (a+b)² für a²+b² und kriegen nicht einmal bei einem Polynom 3. Grades den Hoch- und den Tiefpunkt raus. Aber mit diesen (Un-)Kenntnissen kriegen sie reihenweise Abitur - was soll der Quatsch? Es darf doch nicht das Ziel der Angelegenheit sein, dass jeder schwache Schüler ohne irgendeine Ahnung Abitur bekommt und anschließend die Professoren an der Uni gar nicht mehr wissen, wie sie der Lage noch Herr werden sollen.

Alias 703816


Gymnasium 6. Klasse ist doch quatsch... da geht's höchstens um : wenn ich 6 mal Würfel wie oft kommt die 6. ;-D

Bissl'mehr machen sie schon ;-)

Es ging ja auch nicht um die Ausprägung, sondern darum, dass es "früher" eben kein Basiswissen war und gerade dieser Bereich sehr vom Wandel betroffen war/ist.

sjensibeKlmsaan


Die Frage ist am Ende für die Politik: Was will sie mit einer höheren Abiturientenquote, ohne dass es die Lernentwicklung vorantreibt (eher zurückdrängt). Ja, man kann es wie die Schweden machen, wo im Prinzip alle die "gymnasiale Oberstufe" besuchen- dort hat das aber auch einen anderen Anspruch.

Viele Probleme beginnen schon mit dem einfachen freien Elternwillen in zahlreichen Bundesländern. Zumindestens sollten, wenn die Kinder alt genug sind und selbstbewusster und selbstkritischer sind, mitentscheiden, ob sie das Gymnasium (erweiterte Oberstufe) besuchen wollen- neben den Zeugnisnoten (ca. nach der 8. Klasse),die mitentscheiden sollten. Wer in Deutsch, Mathematik, Englisch, einer Naturwissenschaft und einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach nicht wenigstens die Note 2 hat, sollte jedenfalls nicht die Chance haben, das Abitur auf direktem Weg zu erreichen (mit Ausgleich einer oder zwei Dreien durch eine oder zwei Einsen in einem anderen Fach). Ich denke, dass ein guter Schulabschluss der 10. Klasse mit nachfolgender Berufsausbildung auch gute Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten eröffnet. Man vergisst allzuoft, dass Berufsausbildung heute auch nicht so im Vorbeigehen zu machen ist- gute Theorie- und Praxiskenntnisse und Fähigkeiten sind dort auch oft gefragt.

Ich fand diesbezüglich das DDR-Schulsystem (abgesehen von den ideologielastigen Dingen) gar nicht so schlecht- das hätte Deutschland bundesweit übernehmen können (mit einigen wenigen Korrekturen) und Deutschland würde vermutlich heute bildungsmäßig da stehen, wo Südkorea steht (und Finnland mal stand). Vor allem wären auch die Abiturienten umfassender gebildet- sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht- das ermöglicht den Schülern eine größere Flexibilität auf ihrem Lebensweg. Zudem wäre die soziale Abhängigkeit weniger gravierend.

Alias 703816


Die Leute können nicht einmal Punkt- vor Strichrechnung, halten (a+b)² für a²+b² und kriegen nicht einmal bei einem Polynom 3. Grades den Hoch- und den Tiefpunkt raus. Aber mit diesen (Un-)Kenntnissen kriegen sie reihenweise Abitur - was soll der Quatsch?

Es kann doch nicht jeder immer alles -und man muß auch nicht alles können, nur mal so nebenbei. Fachspezifische Sachen für einen Hinweis auf "Abitur nachschmeißen" her zu ziehen, spricht aber auch nicht von großer Kenntnis.

Wer bestimmt, was man können muß ujnd was nicht? Das Spektrum ist ein Weites. Und es gibt genug Leute, die z.B. in Mathe die gnaze Schulzeit eine 5 schieben, wieso soll das dann für' das Abi klappen?

Die Frage ist nu, ob im Gesamten alles leicht gemacht wird - und wie ausgeführt:

den Eindruck habe ich persönlich, der wirklich auf vielen Gebieten in der Materie drin ist, überhaupt nicht,

deswegen ja auch meine Frage,

woran GENAU man das fest macht?

Da kam leider bis jetzt noch nicht viel dazu außer Polemik.

Alias 703816


Wer in Deutsch, Mathematik, Englisch, einer Naturwissenschaft und einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach nicht wenigstens die Note 2 hat, sollte jedenfalls nicht die Chance haben, das Abitur auf direktem Weg zu erreichen

Was würde Dir eine solche Notenkonstellation dann sagen? Dass derjenige schlau ist, gut lernen kann oder ienen guten Nachhilfelehrer hat?

s(ensibCelmaxn


Dass derjenige schlau ist, gut lernen kann oder einen guten Nachhilfelehrer hat?

Es ist letztendlich nicht wesentlich ob er schlau oder besonders fleißig oder beides ist (im Übrigen ist da in Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaft- dort zumindestens in Informatik, Physik und Chemie nicht so einfach mit Auswendiglernen- Ausnahme Biologie und Geografie- wobei das Fach auch gesellschaftswissenschaftliche Anteile hat). Und mit dem Nachhilfelehrer stößt das in der 8. Klasse auch oft an die Grenzen- zumindestens in mehreren Fächern Note 2 zu erreichen.

Cpocmr[an


Es kann doch nicht jeder immer alles -und man muß auch nicht alles können, nur mal so nebenbei. Fachspezifische Sachen für einen Hinweis auf "Abitur nachschmeißen" her zu ziehen, spricht aber auch nicht von großer Kenntnis.

Deine Haltung zu diesem Punkt ist symptomatisch für das ganze Problem. Was braucht man überhaupt noch? So wird alles kleingeredet und abgestuft. Das ist genau die Misere.

Ich habe mich extra auf Deutsch/Mathe und allgemeine Lernbegierigkeit beschränkt. Weil das Grundlagen sind. Wie kannst du Fe.'s Beispiele als "fachspezifische Sachen" und "es kann nicht jeder immer alles" abtun? Darauf baut die Welt auf - nicht nur MINT-Fächer. Und ein nachfolgendes Studium ist erst fachspezifisch und setzt solche Dinge voraus. So wie du aber argumentierst, könnte man auch einen Hauptschulabschluss ab Note 2 nehmen und das Prädikat "Abitur" draufpappen.

Wer bestimmt, was man können muß ujnd was nicht?

Das finde ich polemisch. Die Hochschulreife soll attestieren, dass man in der Lage ist, selbständig zu lernen und zu verstehen. Und dann darf das Fach keine Rolle spielen. Man muss es einfach beherrschen.

slen`si;belmKan


Im Übrigen halte ich auch eine leistungsmäßige Vorauswahl auch im Sinne der Kinder, um sie vor späteren Überforderungen zu bewahren. Nicht umsonst versuchen zahlreiche Studenten ihre erheblichen kognitiven und methodischen Schwächen durch unwahrscheinlichen Zeitaufwand zu korrigieren- das gelingt nur teilweise. Wer für eine Arbeit einen deutlich höheren Zeitaufwand hat, ist diesbezüglich einfach leistungsschwächer- diese Leistungsschwäche muss man ja nicht noch durch Überforderungen unterstreichen. Jeder sollte das tun, was seinen Fähigkeiten entspricht (und nicht nur seinen Interessen- das ist nicht immer gleichlaufend).

Fuef.


Die Leute können nicht einmal Punkt- vor Strichrechnung, halten (a+b)² für a²+b² und kriegen nicht einmal bei einem Polynom 3. Grades den Hoch- und den Tiefpunkt raus. Aber mit diesen (Un-)Kenntnissen kriegen sie reihenweise Abitur - was soll der Quatsch?

Es kann doch nicht jeder immer alles -und man muß auch nicht alles können, nur mal so nebenbei. Fachspezifische Sachen für einen Hinweis auf "Abitur nachschmeißen" her zu ziehen, spricht aber auch nicht von großer Kenntnis.

Wer Mathe gar nicht kann, dem steht es ja (in NRW, und davon hab ich geredet) völlig frei, andere Abiturfächer zu wählen. Wenn er dann doch Mathe wählt, aber total keine Ahnung hat, dann sieht es wohl in anderen Fächern (zumindest des MINT-Bereichs) auch zappenduster aus.

Im Übrigen darf er das Abitur dann ja auch in Mathe mit 0 Punkten machen, er kann das Abitur trotzdem schaffen (Englisch 4+, Deutsch 4+, Mathe 6, Religion 3 reicht vollkommen). Das Problem ist nur, dass die Anforderungen nicht nur in Mathematik, sondern auch in anderen Fächern ins Bodenlose gefallen sind.

Also von mir aus sollen Leute ohne Ahnung in Mathe Abitur bekommen (MINT-Fächer, Wirtschaft oder Medizin sollten sie damit aber nicht studieren), nur dann sollen sie was anderes als Mathematik als Abiturfach wählen oder mit der 5 oder 6 im Mathe-Abitur leben und das durch was anderes ausgleichen.

Es besteht echt keine Notwendigkeit, ihm die Mathematik-Abiturprüfung (wie andere Fächer wohl auch) für fast lau hinterherzuwerfen. Wer (a+b)²=a²+b² für normal hält, der wählt bitte entweder ein anderes Abiturfach oder er sollte die folgerichtige 6 bitte mit besseren Noten in anderen Abiturfächern ausgleichen.

s9en5sibe"lman


Wenn ich manchmal beobachte, welche jungen Leute z.B. ein Medizinstudium versuchen (nach etlichen Wartesemestern) dann bin ich froh, dass ich noch nicht krank geworden bin- denn ich habe da kein Vertrauen darin.

Ich kenne Jugendliche, die Medizinstudium aufnehmen wollen, obwohl sie ein geringes naturwissenschaftliches Interesse haben (und z.B. von Physik kaum ein ausreichendes Verständnis mitbringen- und da spielt ja auch die Mathematik mit rein). Einen Arzt z.B. ohne physikalisch-chemisches und technisches Grundverständnis halte ich für untauglich. Auch einen Politiker oder Journalisten mit diesem Mangel halte ich für untauglich- mag ja gut als rhetorischer Schwätzer sein, aber nicht als Mensch, der die Sache logisch und kausal durchdringen kann.

DEis cendere


Die Aussage "Das Abi wird einem ja heute hinterhergeschmissenn" ist ja nicht immer von Fakten belegt, sondern wird meist eher aus dem Bauch heraus getroffen.

Und da kommt es sehr auf das subjektive Empfinden an - jemand wie ich, der 13 Jahre in der Schule keinen Handschlag gemacht hat und Hausaufgaben auch nur, wenn bei Nichterledigung Konsequenzen "drohten", für den ist das Abi ein Spaziergang und nun wirklich nichts, worauf man sich vor Stolz ein Ei backen könnte.

Jemand anderes, für den das Abi mit Arbeit, lernen usw zu tun hatte und trotzdem mit Müh und not gerade mal ein gut oder befriedigend bekommt, der sieht es dann wieder anders.

S}unfleowevr_7x3


Wenn ich manchmal beobachte, welche jungen Leute z.B. ein Medizinstudium versuchen (nach etlichen Wartesemestern) dann bin ich froh, dass ich noch nicht krank geworden bin- denn ich habe da kein Vertrauen darin.

Eine gute Freundin von mir hatte in Abi von 2,7. Sie war so ein dicklicher Mütterchen-Typ, der gerne Babysitter spielte. Aber sie wollte Ärztin werden (Kinderärztin, haben wir gemunkelt). Naturwissenschaftlich veranlagt, alle anderen Bereiche nicht so gut. Schüchtern, Prüfungsangst. Sie hat dann ein Praktikum nach dem Abi gemacht. Rettungssanitäterin, dann Rettungsassistentin. Sich in der Zeit super weiterentwickelt. Dann Medizinstudienplatz. Studium in Regelstudienzeit, durchschnittliche Leistungen. Viele nebenbei gearbeitet und nicht nur gelernt. Soeben hat sie an einer renommierten dt. Uniklinik ihre Assistenzarztzeit beendet, ist frisch promoviert - und frisch gebackene Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin. Fliegt gerne mal im Rettungshubschrauber. Aufgrund ihrer ruhigen Art ein Glück für jeden Patienten. Und fachlich definitiv fit. Stapelt eher tief als hoch mi ihrem Wissen und geht auf Nummer Sicher.

Das ist etwas, womit niemand gerechnet hätte. Trotz des "schlechten" Abis. Ich hatte ein TopAbi, habe aber mein Biochemie-Studium nach 2 Semestern abgebrochen, weil ich es nicht gepackt habe.

Das zeigt, dass eine Abinote allein z.T. wenig aussagekräftig ist. Wird ja auch beim Lehramt deutlich: Man studiere einfach interessante Fächer. Ob man dann für's Unterrichten taugt...

s2ensi8belxman


Naturwissenschaftlich veranlagt, alle anderen Bereiche nicht so gut.

Das halte ich aber für ein Medizinstudium für eine wichtige und gute Voraussetzung. Vermutlich hat sie infolge der anderen Bereiche eine so befriedigende Abinote.

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