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Wieso wird Abitur angeblich nachgeschmissen?

Mairsanxmir


Zur Kommasetzung möchte ich noch sagen, ja, sie kann entscheidend sein.

Auch in der Mathematik, Physik, Chemie, das Komma nach der falschen Zahl (0,1 oder 1,0?) kann verheerende Auswirkungen haben.

Und dann gibt es die berühmten witzigen Beispiele:

Professoren sagen, Studenten haben es gut.

Professoren, sagen Studenten, haben es gut.

Es ist schwierig, für Männer eine Lösung zu finden.

Es ist schwierig für Männer, eine Lösung zu finden.

Wir empfehlen ihm, zu folgen.

Wir empfehlen, ihm zu folgen.

Mein Mann erzählte mir vor kurzem, in seinem Betrieb habe man jemanden eingestellt, der sich für eine Ausbildung zum Scheißer beworben hatte. Sie suchten eben keinen Rechtschreibspezialisten, sondern einen Schweißer. ;-D

Von einem Abiturienten würde die Firma aber erwarten, dass er sich sein Bewerbungsschreiben noch einmal gut durchliest.

Alias 703816


Gehen wir mal davon aus, dass ich es erkennen würde... ;-D

ich kenne solche Artikel zur Genüge - aber in der Praxis ist mir das noch nie untergekommen;

was öfter passiert und mich dann sehr ärgert, ist, dass sie fachliche Begriffe oft falsch schreiben. Das deutet auf schlampiges und vor allem nicht-schriftliches Arbeiten hin.

m<nxef


Und dann gibt es die berühmten witzigen Beispiele:

Wir essen jetzt (.) Opa ;-D

Alias 703816


@ mnef

Das stimmt so nicht.

Wir haben ganz genaue Vorlagen, wie wir so eine Arbeit bewerten sollen und da spielt Form durchaus eine Rolle. Am Schluss sollen wir auch immer noch beurteilen, ob die Arbeit es wert ist archiviert zu werden. Also man freut sich über Positivbeispiele, erwartet die als Korrektur nur nicht unbedingt immer. Bei manchen ist man froh, wenn das Gerüst passt.

mEnef


ich kenne solche Artikel zur Genüge - aber in der Praxis ist mir das noch nie untergekommen;

??? Der Artikel entspringt aber der Praxis, es ist ein Gastbeitrag einer Dozentin.

Ich weiß ja nicht, ob Alias 703816 aus dem Internetforum da aussagekräftiger ist.

M.ir$sanmixr


Gehen wir mal davon aus, dass ich es erkennen würde... ;-D

Ok @:)

Fachliche Begriffe falsch schreiben, oweh... %:|

mKnexf


Das stimmt so nicht.

Wir haben ganz genaue Vorlagen, wie wir so eine Arbeit bewerten sollen und da spielt Form durchaus eine Rolle.

Nochmal: ???

Natürlich spielt Form auch eine Rolle, ich habe nichts anderes geschrieben. Deshalb sagte ich ja, dass ich das Komplettpaket meine und gerade nicht nur inhaltliche Aspekte.

Alias 703816


Der Artikel entspringt aber der Praxis, es ist ein Gastbeitrag einer Dozentin.

Ich glaube es Dir ja. Aber ich BIN Dozent an de Uni, seit etwa 10 Jahren und ernsthaft: ich kenne so etwas nicht. Sorry. :)_

m$nxef


Brauchst du mir nicht glauben, es steht da ja.

Aber ich BIN Dozent an de Uni, seit etwa 10 Jahren und ernsthaft: ich kenne so etwas nicht. Sorry. :)_

Ja, das habe ich gelesen. Und darauf bin ich hiermit eingegangen:

Ich weiß ja nicht, ob Alias 703816 aus dem Internetforum da aussagekräftiger ist.

Alias 703816


???

Du meinst, dass meine eigene Erfahrung als einzeln zu betrachten ist? Naja, dem ist ja auch so...

ICH sage, ICH habe es noch nie gesehen.

Der Artikel ließ sich leider nicht öffnen,

war es eine größere Untersuchung? Wieviele, welcher Zeitraum? Aus der Beobachtung + Messung?

mVnexf


ICH sage, ICH habe es noch nie gesehen.

Ja. Und es klingt bei dir so wie "... und deshalb glaube ich auch nicht, dass das so ist".

war es eine größere Untersuchung? Wieviele, welcher Zeitraum? Aus der Beobachtung + Messung?

Willst du mich veräppeln? Ich habe doch längst hier geschrieben:

??? Der Artikel entspringt aber der Praxis, es ist ein Gastbeitrag einer Dozentin.

MTiRrsa{nmir


mnef, der Artikel ist prima, ich werde mir den abspeichern zur späteren Verwendung. :)^

Auch einige Leserbriefe dazu lassen tief blicken, einer z.B. bezeichnet dort Rechtschreibung als "Schickane" :-X

Kkle*tte]rpf\lanze8x0


Mühe und Disziplin sind Voraussetzung für das Bestehen eines hochwertigen Abschlusses. Wenn man ein Abitur auch ohne Mühe und Disziplin besteht, kann der Abschluss so hochwertig nicht sein, oder man ist besonders begabt (und sollte wiederum mit der Sprache kein Problem haben). Womit wir bei der Ausgangsfrage wären. %-|

Äh nein? Warum sollte denn jetzt rechtschreibung an eine besondere Begabung gekoppelt sein? Mal ganz davon abgesehen, dass Mathegenies oder Helgelversteher sicherlich nicht eine gute Rechtschreibung besitzen müssen, ist es mir nicht ersichtlich, wieso man besonders diszipliniert sein muss um das Abitur zu bestehen bzw. besonders begabt sein an Rechtschreibung geknüpft sein muss. Wenn ich mir beispielsweise Sachen leicht merken kann, heißt das noch lange nicht, dass ich eine gute Rechtschreibung aufs papier bringe. Da vermischst du eine fragwürdige Definition mit einer anderen bzw begründest sie. Gerade beim Abi kenne ich genug leute mich eingeschlossen die da ohne Disziplin und Mühe das geschafft haben. Ob das jetzt heißt Abitur sie nicht hochwertig, keine Ahnung. ich bezweifle aber, dass man für ein Abitur besonders begabt sein muss, wenn man sich dafür nicht aufreiben muss.

Zur Kommasetzung möchte ich noch sagen, ja, sie kann entscheidend sein.

Die Betonung liegt auf kann, erstens sind da skonstruierte Sätze und zweitens sind wissenschaftliche Arbeiten keine einzelnen Sätze, da ist der Kontext Trumpf sprich es ergibt sich dann schnell aus den Sätzen davor und danach

Genau diese Haltung meine ich! Dieses "ist doch egal, Hauptsache, man kann erraten, was ich meine", es drückt für mich einfach aus, dass mir der Empfänger der Nachrichten egal ist, ich möchte bei ihm keinen guten Eindruck machen, möchte nicht, dass der Empfänger sich bei meinem Anschreiben wohl fühlt, nein, nur die Botschaft ist wichtig.

Comran hat sehr gut ausgedrückt, was ich auch denke.

Zu Rechtschreibung gehört auch Disziplin, das ist sicher und dabei ist es egal, ob ich Muttersprachler bin oder die Sprache erst lerne. Ich spreche 5 Sprachen und bei jeder bemühe ich mich um korrekte Orthographie.

Disziplin ist nämlich auch eine der Tugenden, die ich von einem Abiturienten erwarte. Natürlich nicht diese sture Disziplin, sondern eine gewisse Disziplin wenn es darum geht, Termine einzuhalten, den Stoff zu lernen, sich durch Sachen zu beißen, die man nicht auf Anhieb versteht und die Grundregeln der Kommunikation, auch der schriftlichen, einzuhalten.

Nun da erwarten wir dann andere Dinge von Abiturienten, also bei terminen einhalten bin ich ganz bei dir, aber das kriegen genug Wissenschaftler nicht hin und andere tun sich eben schwerer mit der rechtschreibung, wenn man da deine Maßstäbe anlegen würde, würden einige Wissenschaftler plötzlich ihre Qualifikationen verlieren. Form ist ein Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selber, der ist Erkentnis und Wissen. Und ich spreche gerade nicht von nachrichten und empfängern, sondern von wissenschaftlichen texten. Und mir ist es weitaus wichtiger, dass der INhalt stimmt und der Autor sich lieber darauf konzentriert als auf jedes Komma oder jeden Buchstaben. Da shat nichts mit ist doch egal solange es jemand erraten kann, sondern wie schwierig einem sowas fällt und wieviel Energie man da reininvestiert. Und wie gesagt, wenn jemand in der Wissenschaft damit Schwierigkeiten hat sagt das ziemlich gar nichts über den Inhalt und seinen Fähigkeiten aus, es kann zig verschiedene Gründe haben und man muss eben prioritäten setzen. Da shat wie gesagt vor Jahrhunderten auch geklappt, grundregeln der Kommunikation auf einzelne Buchstaben zu begrenzen ... wir reden hier ja nicht davon, dass jemand alles durchgehend komplett falsch schreibt.

E%hemali.gerz NyutzRer (b#47901x3)


@ Fe.

Genau das wollte ich deutlich machen.

Ich denke, dieser Fakt ist hinlänglich bekannt. Ihn wieder und wieder zu wiederholen ist meines Erachtens unnötiges Herumgestresse, da ein akademischer Abschluss in jedem Falle zumindest eine überdurchschnittliche Bildungsleistung voraussetzt und nicht jeder den Anspruch hat, diese noch auf die Spitze zu treiben. Offenbar hattest du noch nie mit wirklich dummen Menschen zu tun, denn sonst würdest du das Spektrum vielleicht anders beurteilen.

Bitte was? Versteh ich nicht. Was hat das mit irgendeiner Form von Wahllosigkeit zu tun?

Wenn du behauptest, ein BWLer hätte es mit einem naturwissenschaftlichen Studium ausnahmslos schwerer, dann setzt du voraus, dass die Fähigkeiten desjenigen derart eingeschränkt sind, dass es eigentlich nur für BWL reicht. Es gibt aber auch Leute, die beispielsweise aus beruflichen Zwängen heraus entgegen ihrer eigentlichen Interessengebiete und Fähigkeiten studieren. Und es lässt sich - eben aufgrund des unterschiedlichen Niveaus - sowieso nicht jedes Studium so gut wie BWL in Teilzeit absolvieren, aber ich muss mich damit nicht vor einem Naturwissenschaftler verstecken, wenn ich nebenher noch eine 40-Stunden-Woche schiebe. Das hat auch was mit natürlichen Aufnahmekapazitäten zu tun und man darf bezweifle, dass umgekehrt jeder Naturwissenschaftler dieser Belastung standhalten würde.

Efhemaliger Nu'tzer4 (#479x013)


*bezweifeln

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