» »

Wieso wird Abitur angeblich nachgeschmissen?

F_e.


Ich stimme mirsanmir zu, was die Rechtschreibproblematik angeht.

Mein Fokus liegt zwar auf der Mathematik, aber das Problem ist, das es in den anderen Fächrn ja auch nicht anders aussieht.

Da gibt es dann Schüler, die in einer Deutscharbeit fast alles klein schreiben, nicht einen graden Satz zustande bringen und die Satzzeichen komplett weglassen. Den schwachen Inhalt muss der Deutschlehrer dank der Vorgaben der Landesregierung dann noch befriedigend nennen und für sprachliche Mängel darf er nur zwei Notenpunkte abziehen. Den Deutschlehrer packt also das kalte Grausen, aber er schreibt "ausreichend+" drunter, gezwungenermaßen.

Da braucht man sich dann natürlich nicht zu wundern, dass die Schüler es nicht mehr lernen. Abitur gibt es ja auch so, weil einem das "ausreichend" in allen Fächern auch für den letzten Müll noch zuerkannt wird.

@ Alias

Sei froh, wenn dir der Mist noch nicht untergekommen ist. Aber vergiss nicht: Du bist in Bayern. Und die schlimmsten Abiturienten sehen glücklicherweise oft ein, dass sie nicht studieren sollte.

Alias 703816


Also ich schreibe mal aus meiner Sicht (und aus der meiner Kollegen, mit denen ich Besprechungen habe),

was in meinen Augen als Student gar nicht geht:

- Formfehler bei Literaturangaben, mangelnde Zitattechnik (und in dessen Zuge die Uneinsichtigkeit, dieses zu beherrschen = keine passende Veranstaltung nutzen)

- Pro Leistungspunkt rechnet man lt. Prüfungsordnung 30 Arbeitsstunden, d.h. 210 pro bestandenem Modul.

Ein paar dieser Arbeitsstunden hätte ich auch gerne während des Semesters.

- Infos nur aus dem I-Net, nie aus Büchern.

- im 4. Semester keine Ahnung haben, wie man ein Buch ausleiht.

- Kein Plan von der Uni-Infrastruktur oder der sich darin abbildenden Institutionen (also nicht nur nicht die Bib finden, sondern auch nicht zu wissen, dass ich darin einen Semsterappat (was ist das?) mit Literatur habe

- allgemeine Höflichkeitsregeln wie Grüßen, pünktlich kommen, sich rechtzeitig abmelden etc...

Essen und Trinken finde ich auch blöd ;-D

- nur arbeiten, wenn es Punkte gibt.

Alias 703816


- Selbstständiges Beschäftigen mit den Vorgaben,

- Aneignung von Fachtermini

- ich hasse es, wenn ich am Ende des Semsters eine Frage stelle und es wird nicht argumentiert, sondern geschwafelt. Lasse ich auch nicht mehr zu und unterbreche denjenigen sofort.

Er soll sich gefälligst auf das beziehen, was wir während des Semsters geübt haben - meine Frage bezieht sich ja auch darauf

- Rechtschreibfehler sind für mich nun nicht sooo das Kriterium, wenn alles andere passt, aber natürlich sollten sie bei Leuten mit Abitur .....

Alias 703816


Das letzte Posting war der Anfang einer langen Wunschliste... keine Fehlerdarstellung ]:D

Alias 703816


Willst du mich veräppeln? Ich habe doch längst hier geschrieben:

??? Der Artikel entspringt aber der Praxis, es ist ein Gastbeitrag einer Dozentin.

Noch mal:

ich kann ihn nicht lesen. Der link geht mir nicht passend. Und ich habe höflich gefragt, was drin steht. Dass ihn eine Dozentin geschrieben hat, hast Du ja schon gesagt.

j/azckrMabbixt


Nach meiner Erfahrung spricht die Naturwissenschaft den lernenden Intellekt an, die Geisteswissenschaften eher den empathischen Intellekt. Was man gemeinhin als "Intelligenz" interpretiert ist der Verständnis-Intellekt, der einem das Erlernen von naturwissenschaftlichen Fächern erleichtert. Der empathische Intellekt ist mehr oder weniger eher angeboren und lässt sich - vergleichbar mit kreativen Talenten aus Musik und Kunst - nicht einfach erlernen, sondern um richtig gut zu sein muss man erfühlen können.

Was ist ein Verständnis-Intellekt? Man kann Naturwissenschaften nicht auswendig lernen. Kinder haben verschiedene Anlagen. Je nachdem, ob Kinder ein mehr akustisches, räumlich-bildliches oder motorisches Gedächtnis haben, werden sie in den verschiedenen Fächern gut vorankommen. Wer von seinen Anlagen her, ein bildhaftes Gedächtnis hat, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, gut logisch und abstrakt denken kann, hat es in den NT einfacher. Es ist Aufgabe der Lehrer das zu fördern, wenn ein Kind da Nachteile hat. Genauso ist Empathie nicht angeboren. Beispiel? Ämter und Behörden stellen oft Geistes- und Sozialwissenschaftler ein, jedoch keine Naturwissenschaftler. Bei dem Umgang der Angestellten kann von Empathie keine Rede sein. Dennoch ist auch hier Aufgabe der gesellschaftlichen Bildungseinrichtungen, Schülern, die Probleme im Umgang mit anderen haben zu lehren. Auch ist es nicht verkehrt einem künstlerisch begabten Kind Naturwissenschaften zu lehren. Sollte das Kind später einmal Künstler werden, wäre ein naturwissenschaftliches Basiswissen über die eingesetzten Materialien nur hilfreich um sich künstlerisch auszudrücken.

jDack=r[abbxit


Nun da erwarten wir dann andere Dinge von Abiturienten, also bei terminen einhalten bin ich ganz bei dir, aber das kriegen genug Wissenschaftler nicht hin und andere tun sich eben schwerer mit der rechtschreibung, wenn man da deine Maßstäbe anlegen würde, würden einige Wissenschaftler plötzlich ihre Qualifikationen verlieren. Form ist ein Mittel zum Zweck, nicht der Zweck selber, der ist Erkentnis und Wissen. Und ich spreche gerade nicht von nachrichten und empfängern, sondern von wissenschaftlichen texten. Und mir ist es weitaus wichtiger, dass der INhalt stimmt und der Autor sich lieber darauf konzentriert als auf jedes Komma oder jeden Buchstaben.

Nicht jeder Wissenschaftler hat seine eigene Sekretärin, so dass er schon Berichte und Publikationen fehlerfrei schreiben sollte. Alles andere ist schon peinlich und nicht gerade förderlich für die Karriere.

jhackr0aVbbixt


einige klassenkameraden, die einfach nur stupide auswendig gelernt haben, aber keinen selbstständigen gedanken fassen konnten, sind dann später auch im studium bereich MINT gut ausgekommen (beruflich weiß ich nicht, aber spätestens da wirds vermutlich haken).

Du magst zwar einige Klassenkameraden nicht leiden können, die Schlussfolgerung, die du daraus ziehst ist dennoch falsch. Mit Auswendiglernen schafft man kein naturwissenschaftliches Studium.

1. wird anwendungsbereites Wissen abgefragt, nicht das was du auswendig lernst. Das widerspricht wissenschaftlichem Arbeiten.

2. stehen Naturwissenschaftler im Labor. Ohne handwerklich-praktische Fähigkeiten läuft da nichts.

Alias 703816


Ich war mal Aufsicht in einem Staatsexamen und es gab ein Debakel. Ich sollte dann eine Vorgangsbeschreibung für den Dekan schreiben und das Schreiben wurde sowohl vom betroffenen Lehrstuhlinhaber (Germanistik-Bereich) als auch der Sekretärin noch mal angesehen.

Nur, weil ich einen Abschluss hatte /der Lehrer war, wurde es als eine Sache der Höflichkeit angesehen, dass alles korrekt ist, auch, wenn man mir das per se natürlich schon unterstellt.

Ich reiße mich sogar bei Kollegen in emails zusammen.

Bei Studenten ist es oft so,

dass die erste mail an mich noch passend ist, also Anrede etc...ABER sobald man in Dialog tritt, wird es gruselig :-/

F1ex.


@ DoN:

ok, nun verstehe ich, was du gemeint hast.

Aber das er nur BWL studieren könne, habe ich weder gesagt noch gemeint. Es gibt ja nun auch viele andere Sudienfächer.

Und große Dummheit ist mir leider durchaus bekannt, ich schätze bis zu einem IQ von etwa 50 hinunter. Und auch wenn Physik anspruchsvoller ist, sehe ich BWL durchaus als anspruchsvolles und auch sinnvolles Studium an, mit dem man sich nicht verstecken muss. Schon gar nicht, wenn man die gesamte Skala menschlicher Bildung betrachtet, aber auch dann nicht, wenn man sich auf den akademischen Bereich beschränkt.

C,omgran


Gerade beim Abi kenne ich genug leute mich eingeschlossen die da ohne Disziplin und Mühe das geschafft haben.

Der beste Beweis, dass das Abitur nicht mehr den Wert von früher hat. Darf ich dich fragen, was deine Leistungskurse waren und wie viele Punkte du in Deutsch hattest? Ich meine, in deinem Beitrag ist kein Satz ohne Fehler. In den 80ern hättest du unabhängig vom Inhalt maximal 4 Punkte bekommen.

Wenn ich mir beispielsweise Sachen leicht merken kann

Du hast echt Abitur? Mit Merken und Auswendiglernen kommt man bis zur 10. Klasse. Danach sollten Verstehen und Transferleistung im Vordergrund stehen. Wenn du sagst, dass man sich mit "Sachen-Merken" durch das Abitur jubeln kann, unterstreichst du noch einmal, wie niedrig die Ansprüche heute sind.

Kol{etterp~fl:anzex80


Nicht jeder Wissenschaftler hat seine eigene Sekretärin, so dass er schon Berichte und Publikationen fehlerfrei schreiben sollte. Alles andere ist schon peinlich und nicht gerade förderlich für die Karriere.

Äh dafür gibt es Lektoren? Also ich bezweifle stark das irgendeine Sekretärin die die Berichte und Publikationen von Wissenschaftlern auf rechtschreibung überprüft. Jeder anständige Verlag hat Lektoren und andere Leute die vor Druck die texte lesen und auf Rechtschreibung etc korrigieren. Und selbst danach ist kaum eine Publikation fehlerfrei, irgendwas findet sich immer, das ist alles andere als peinlich. Es gibt ja auch noch was zwischen Perfektion und jedes zweite Wort ist falsch oder gar nicht zu erkennen.

j~ackrDabbi+t


Äh dafür gibt es Lektoren? Also ich bezweifle stark das irgendeine Sekretärin die die Berichte und Publikationen von Wissenschaftlern auf rechtschreibung überprüft. Jeder anständige Verlag hat Lektoren und andere Leute die vor Druck die texte lesen und auf Rechtschreibung etc korrigieren.

Welche Biotech-Firma oder Pharma-Firma hat Lektoren? Die Chemie-Industrie oder eine Firma im Bereich Life-Science hat Lektoren? Auch Wissenschaftler arbeiten für Kunden und schreiben Berichte. Diese Berichte, deren Inhalt die Ergebnisse Wissenschaftlicher Arbeiten sind, sollten fehlerfrei sein. Sonst bekommt der Kunde einen schlechten Eindruck von der Firma und wechselt lieber gleich als zu spät, da er Rückschlüsse auf den Firmeninternen Arbeitsstil zieht.

j(ackrgabWbivt


Vielleicht weil viele MINTler Männer sind? Und die Geistes- und Sozialwissenschaften oftmals von Frauen studiert werden?

In Chemie liegt der Anteil der Frauen inzwischen bei 50 % und in Medizin steigt der Anteil auch. Ich schätz auch hier den Frauenanteil auf ca. 60 %. Im Fach Gynäkologie gibt es inzwischen mehr Frauen als Männer. Es gibt kaum noch männliche Gynäkologen.

Kelette+rpflTanzex80


Der beste Beweis, dass das Abitur nicht mehr den Wert von früher hat. Darf ich dich fragen, was deine Leistungskurse waren und wie viele Punkte du in Deutsch hattest? Ich meine, in deinem Beitrag ist kein Satz ohne Fehler. In den 80ern hättest du unabhängig vom Inhalt maximal 4 Punkte bekommen.

Du hast echt Abitur? Mit Merken und Auswendiglernen kommt man bis zur 10. Klasse. Danach sollten Verstehen und Transferleistung im Vordergrund stehen. Wenn du sagst, dass man sich mit "Sachen-Merken" durch das Abitur jubeln kann, unterstreichst du noch einmal, wie niedrig die Ansprüche heute sind.

Wieso wußte ich, dass es hier irgendwann persönlich wird. Von forenbeiträgen (hat da nicht vorhin sogar jemand gesagt, dass man bitte nicht von ihren forenbeiträgen ausgehen sollte) auf die Fähigkeiten zu schließen ist naja, nicht jeder misst einem Forum da soviel Wert bei, ein Forum ist keine wissenschaftliche Publikation, da Rechtschreibung als Maßstab anzulegen finde ich arg daneben, aber wenns dir gut tut mich dadurch in ne Schublade stecken zu können. Die Rechtschreibung von Forenbeiträgen auf Klausuren zu transferien meine Güte... . Und die 80er müssen übrigens sehr traurig gewesen sein, wenn die Form und die Rechtschreibung so über den Inhalt gestellt wurden, das erklärt leider einiges und dann können wir froh sein nicht mehr in so einer Welt zu leben wo es nur ums drum rum geht nech.

Nun was haben Transferleistungen mit Rechtschreibung zu tun? Also da scheinst du die Transferleistung nicht hinbekommen zu haben, das rechtschreibung eher was mit auswendiglernen und nicht soviel mit Transfer und eigenständigem Denken zu tun hat. Habe ich übrigens irgendwo geschrieben, dass bei den personen dann die Fähigkeiten nicht vorhanden waren das auch anzuwenden? Wobei ich dir da widersprechen muss, das merkt man am Anfang des Studiums, es gibt einige gerade unter den 1er Abiturienten die viel mit Auswendig lernen gemacht haben. Und ich verstehe immernoch nicht wieso man rechtschreibung an Bildungsabschlüsse oder Bildung knüpft.

Und darf ich dich fragen wie du es mit reiner Rechtschreibkenntnis bis zum Abi geschafft hast, du sagst ja selber ab 10er Klasse sind die transferleistungen wichtig.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH