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Einen Kredit aufnehmen....ist das okay?

AEntigo~ne


z.B. hier:

[[https://kredit.check24.de/kredit/]]

Kredit für Möbel habe ich mal genommen - 4000 Ruro - Laufzeit 24 Monate -> 3 Anbieter unter 3% gefunden

Bei einer Laufzeit von nur 12 Monaten sieht es nicht so toll aus.

Rechne dir ein paar Möglichkeiten durch und entscheide, was du monatlich wie lange zahlen wollen würdest.

Und damit dann zur Hausarbeit als Vergleichsangebot(e).

l3erichen#zuxnge


Irgendwie - und das sage ich mit Verlaub und allem nötigen Respekt - schwingt bei Deinen Beiträgen Neid mit.

nein, das sicher nicht.

Wenn Du so glücklich bist, ist doch alles in Ordnung.

Aber Du hast hier gefragt, und da kann ich nur aus meiner Sicht antworten, und die ist eben, nie und niemals, never ever, für Konsum einen Kredit aufzunehmen.

Ich hatte dies an anderer Stelle schonmal geschrieben, ich bin so aufgewachsen und geprägt:

[...] mag extrem sein, war aber keine rhetorische Übertreibung. Just so haben es meine Eltern gemacht und so bin ich aufgewachsen. Meine Eltern haben 1975/76 gebaut (Grundstück war vorhanden), 1977 wurde ich geboren. Meine Eltern sind in das Haus eingezogen in dem Moment, als im EG Fenster und Türen drin waren, haben es just vor dem ersten Winter geschafft, eine Heizung zu installieren, bis 1981 war das Badezimmer die Waschküche im Keller, die Küche waren einzelne Baumarktmöbel, die sonstige Einrichtung bestand aus Gebrauchtmöbeln, zT. auch vom Sperrmüll, im Garten lag noch Bauschutt als ich schon vier Jahre alt war, das DG war unausgebaut, Urlaub haben wir zuhause oder ich bei meinen Großeltern oder anderen Anverwandten verbracht, aber sie haben es geschafft, bis 1985 nicht nur den Kredit zu bedienen, sondern soviel zu sparen, dass sie den Rest auf einen Schlag bezahlen konnten und keinen Anschlußkredit brauchten. Und erst zu dem Zeitpunkt haben sie dann angefangen, nicht mehr aus dem Soll, sondern aus dem Haben, das Haus auszubauen, als erstes kam das Wohnzimmer mit neuen Möbeln dran, 1987 kam eine Einbauküche, 1989 sind wir das erste Mal "richtig" in Urlaub gefahren, 1991 wurde das DG ausgebaut.

Vielleicht waren meine Eltern da extrem, aber ich bin so aufgewachsen, ohne Schaden zu nehmen. Und wir waren die ersten in der Straße mit echtem Eigentum und ohne Bankschulden, viel früher als andere, die deutlich mehr Einkommen hatten...

Z5it+rus[kopxeke


Danke für Deine Geschichte! :-)

Aber Du hast hier gefragt, und da kann ich nur aus meiner Sicht antworten, und die ist eben, nie und niemals, never ever, für Konsum einen Kredit aufzunehmen.

Diese Einstellung schützt natürlich effektiv davor in sogenannte "Kreditfallen" zu tappen,klar.

Diese kann man allerdings auch durch Vernünftigen Umgang mit Krediten vermeiden.

Die Herangehensweie und Durchführung des Hausbaus Deiner Eltern in allen Ehren - aber mir wäre diese zu radikal und mit zu vielen Einschränkungen verbunden.

All dies:

[...] bis 1981 war das Badezimmer die Waschküche im Keller, die Küche waren einzelne Baumarktmöbel, die sonstige Einrichtung bestand aus Gebrauchtmöbeln, zT. auch vom Sperrmüll, im Garten lag noch Bauschutt als ich schon vier Jahre alt war, das DG war unausgebaut, Urlaub haben wir zuhause oder ich bei meinen Großeltern oder anderen Anverwandten verbracht,[...]

..wären für mich Umstände gewesen, die meine Lebensqualität so extrem einschränken - das wäre mir der Hausbau nicht Wert gewesen. Und das hätte ich meinen Kindern nicht zugemutet.

Und erst zu dem Zeitpunkt haben sie dann angefangen, nicht mehr aus dem Soll, sondern aus dem Haben, das Haus auszubauen,[...]

Falls Du mit "aus dem Soll" meinst, dass das Konto grundsätzlich im Minus war, dann haben sie ja auch von einem Kredit - dem sehr teuren Dispokredit (~14%) gelebt bzw. gewirtschaftet.

Ob dies günstiger und cleverer war, als einen Kredit zu annehmbaren Konditionen aufzunehmen, wage ich zu bezweifeln. :-/

Aber jeder wie er mag.

Für mich wäre Bauschutt im Garten und Keller im Bad, Verzicht auf Reisen etc. pp. wie gesagt, nicht mit einem ausgefüllten und glücklichen Leben vereinbar.

Aber auch Die danke ich natürlich für Deinen Beitrag! @:)

Er hat mir zwei Dinge vor Augen geführt:

1) Wie gut es mir finanziell eigentlich geht.

2) Dass die Aufnahme des Kredites völlig in Ordnung ist.

Ich freue mich so auf die neue Wohnung!

@ Alle:

Habe noch einen Faden aufgemacht - vielleicht hat ja jemand [[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/704274/ Inspirationen für die neue Wohnung]] für mich?

lnercWhexnNzungxe


Falls Du mit "aus dem Soll" meinst, dass das Konto grundsätzlich im Minus war, dann haben sie ja auch von einem Kredit - dem sehr teuren Dispokredit (~14%) gelebt bzw. gewirtschaftet.

das habe ich missverständlich geschrieben. Gemeint war natürlich, dass vorher der Baukredit das Soll war, das Girokonto war im Plus, aber eben nur auf niedrigem Niveau, alle Einkünfte dienten der Schuldentilgung.

Man muss dazu natürlich sagen, dass damals Hochzinszeiten (Baukredite hatten damals auch durchweg zweistellige Zinssätze) waren und daher Kredite insgesamt "gefährlicher", jedenfalls sehr teuer waren. Darin unterscheidet sich die Situation heute.

Geprägt hat mich dabei sicher auch, dass ich als Kind miterlebt habe, was bei Überschuldung passiert. Wir haben in einem Neubaugebiet gewohnt, alle etwa zeitgleich gebaut und in etwa gleiche groß und teuer. Von den 20 Häusern gingen im ersten Jahrzehnt dann zwei in die Zwangsversteigerung und eines wurde notverkauft zur Abwendung einer Zwangsversteigerung... Die Einkommensverhältnisse in den drei betroffenen Fällen waren auch nicht schlecht, daran hat es nicht gelegen.

Einer der Zwangsversteigerungsfälle betraf unsere direkten Nachbarn, mit deren Sohn ich oft gespielt hatte. Mein Fazit damals war, dass es im Zweifelsfall auf jeden Fall besser ist, unterm Gartenschlauch zu duschen und in Sperrmüllmöbeln zu leben, als von der Bank aus dem Heim vertrieben zu werden...

wären für mich Umstände gewesen, die meine Lebensqualität so extrem einschränken - das wäre mir der Hausbau nicht Wert gewesen

ich habe nicht darunter gelitten, für mich war es ja normal und manchmal auch ganz abenteuerlich, aber ganz richtig, ich für meine eigene Person würde es so heute auch nicht machen, mir wäre Hausbau das auch nicht wert.

Aber schuldenfrei zu sein und zu bleiben, dafür würde ich auch heute mich einschränken, notfalls bis hin zu gleichen extremen Massnahmen...

Meeis&ter_Gla/nz


Ich habe einmal einen Kredit aufgenommen. Mir war nicht wohl dabei, aber es war die einzige Möglichkeit. Kurz nach Beendigung meiner Ausbildung wollte/musste ich einen Englischkurs machen, um auf ein Niveau zu gelangen, das für die geplante Weiterbildung nötig war. Der Spass hat ungefähr einen Monatslohn gekostet, so viel hatte ich halt nicht grad parat.

Die Sprachschule hat den ganzen Deal mit der Bank eingefädelt, ich konnte es bequem abzahlen. Und hab dies dann schneller geschafft, als geplant war. Also in 8 Monaten statt 12 oder so. Ich habs gemacht, weil die Kreditsumme überschaubar war. Einen grossen Kredit würde ich ohne dringenden Grund (den ich mir im Moment nicht ausmalen kann) sicher nicht abschliessen, da ich nicht gerne Schulden habe. Egal bei wem.

Da es aber Situationen geben kann, die kurzfristig Summen erfordern, die man nicht zwingend grad hat, find ich das ok. Kredite für einen neuen Fernseher, eine Weltreise oder derlei Spässe find ich aber fragwürdig. Spass soll man meiner Meinung nach aus Erspartem finanzieren.

D:reaM3I6


hm... unsere finanzielle Lage ist etwa so wie die der TE, allerdings freie Wirtschaft, keine geschützten Beamtengehälter...

Für uns kam und kommt es aus Prinzip nie in Frage Kredite aufzunehmen... einzige Ausnahme war und ist WohnEIGENTUM.

Sicher kann man mit >5k€ netto einen 4k€ Kredit aufnehmen..

Die Hauptfrage ist für mich noch nicht geklärt... bei >5k€ netto keine Ersparnisse um die 4k€ zu zahlen ? da liegt glaub ich eine für mich übertriebene Konsum-Haltung in der Luft.... alle Ausgeben.... hm...

ICH würds nicht machen, aber das muss jeder selbst am Ende entscheiden...

Evtl wollen die TE ja mal Hauseigentum haben ?... dann sollte man aber schon einiges an Eigenkapital vorher ansparen...

Das hätte längst begonnen werden sollen, falls das mal ein Ziel sein sollte....

Nwordix84


Die Hauptfrage ist für mich noch nicht geklärt... bei >5k€ netto keine Ersparnisse um die 4k€ zu zahlen ? da liegt glaub ich eine für mich übertriebene Konsum-Haltung in der Luft.... alle Ausgeben.... hm...

Mein Eindruck ist das sich hier sehr stark auf die Verbeamtung verlassen wird, so in Richtung "das Geld kommt zuverlässig jeden Monat, bis wir in die Kiste springen". Daher auch keine Rücklagen fürs Alter o.ä. Wenn das funktioniert ist natürlich alles ok, es kann aber auch mal anders aussehen. Aber gut, am Ende bleibt es jedem selbst überlassen ob man jetzt Rücklagen (egal ob fürs Alter oder für Konsum) bildet oder am Ende des Monats Null auf Null raus kommt.

cIompyAfrxeak


Die Haltung kenne ich auch von (einem) anderen Beamten.

Naja, ich würde in der Situation auch einen Kredit aufnehmen. Erst noch x Monate warten und sparen bringt ja das Problem mit sich, dass die Wohnung dann vermutlich weg ist.

Mich wundert aber, dass offenbar nichtmal der Freund mit dem noch besseren Einkommen genug Rücklagen hat, um die 4.000 auszulegen. Mit 2.600 Netto würden wir sogar zu zweit deutlich bequemer über die Runden kommen als jetzt. ;-D

Jeden Monat 1000 Euro zu tilgen sollte doch drin sein. Falls das dann doch nicht klappen sollte, wird doch hoffentlich der Freund mit ein paar Hundertern aushelfen können. Man kann doch gar nicht zu zweit jeden Monat so viele zwingende Ausgaben haben, dass man mit 4800 Euro nicht auskommt.

t{he re'al nokxi


DreaM

Die Hauptfrage ist für mich noch nicht geklärt... bei >5k€ netto keine Ersparnisse um die 4k€ zu zahlen ? da liegt glaub ich eine für mich übertriebene Konsum-Haltung in der Luft.... alle Ausgeben.... hm...

Im Grunde gebe ich dir recht, aber die 4000 € sind ja nur IHR Anteil, also auch von "nur" 2600 € zu bezahlen.

DVreaMh36


die Beiden wohnen jetzt wohl schon zusammen...

also ein Haushalt mit 5800 netto... jeden Monat...

Davon wird für 2-3 urlaube jedes Jahr gespart , 3x 3000 Euro (nehm ich jetzt einfach mal so an...)

Und dann keine 9000 für den Wohnungswechsel ? hm..... passt für mich alles nicht zusammen...

Dann greift man einfach mal in die Urlaubskasse und zweigt dort zeitweise 4000 ab ..

Keine Rücklagen zu bilden ist Hochrisiko.... 2-3 Netto-Gehälter sollte man immer schnell verfügbar haben...

Z8itrzuskopxeke


hm..... passt für mich alles nicht zusammen...

Aha. ":/

Was muss denn Deiner Meinung nach "zusammenpassen"?

Vermutest Du eine Verschwörungstheorie? ;-)

Keine Rücklagen zu bilden ist Hochrisiko.... 2-3 Netto-Gehälter sollte man immer schnell verfügbar haben...

Ein Umzug kommt ja nun auch nicht so oft vor...

Also wofür stetig 15000 Euro auf der "hohen Kante" haben?

So viel?

Autoreparaturen gehen von den Laufenden Kosten locker sollten sie Vorkommen(haben auch beide neue Autos, sodass da nicht zu schnell mit hohen Kosten zu rechnen ist), und ansonsten kommen da auch keine unvermutet hohen Ausgaben plötzlich auf uns zu...

Vielleicht leben hier viele aber auch sehr sparsam, und mit viel weniger monatlichen Einkünften als wir...

Sodass sie vermuten unser gemeinsames Einkommen sei viel bzw "ein Vermögen"?

So ist das für uns nicht.

A`lex3andrxaT


Rücklagen würde ich Dir empfehlen.... meistens kommt beides zusammen wie Zahnarzt und sonstige Arztrechnungen, ev.noch eine teure Reparatur und dann ist die Waschmaschine am A..... Zwei Monatsgehälter sollte man schon haben wenn man soviel verdient.

Zyit|rusknopeke


Hallo Alexandra,

bis jetzt haben wir das ja auch nicht - außer jetzt beim Umzug - gebraucht?

Wir haben ganz normale Lehrergehälter.

Hier klingt dieses "Hervorheben" immer so, als würden wir quasi im Geld "schwimmen" .... ;-)

E#hemaliger ?Nutzer (#K543915)


Wie wäre es, sich eine günstigere Wohnung zu suchen? Oder eine ohne Courtage?

MQeistQer_Gilanxz


Rücklagen in vernünftiger Höhe find ich auch wichtig. 2–3 Gehälter find ich auch etwas viel, kann aber sinnvoll sein, wenn "unerwartete" Kosten in dieser Höhe möglich sind. Wir haben kein Auto, kaputte Haushaltsgrossgeräte sind das Problem des Vermieters und für den Zahnarzt hab ich eine Versicherung, die das Gröbste abfedern.

Aber es wäre kein riesiger Luxus, etwas mehr zur Seite gelegt zu haben. Bei der letzten Steuerrechnung hab ich auch eine unruhige Nacht verbracht, dann aber nochmals gerechnet und gemerkt, dass es doch irgendwie geht. Die zwei Monate etwas magerere Kost sind dann halt der Preis für zu kleine Rücklagen. ;-)

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