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Einen Kredit aufnehmen....ist das okay?

chlairxet


Ich verstehe absolut, dass man das verdiente Geld auch genießen möchte und sich davon eine schöne Wohnung und Reisen leistet. :)z Immer nur sparen und an die Zukunft denken, davon halte ich auch nichts mehr.

Trotzdem finde ich es seltsam und ja, auch bedenklich, dass du überhaupt keine Rücklagen hast und für läppische (im Verhältnis zum Gehalt) 4k € einen Kredit brauchst. Das Leben kann leider sehr unliebsame Überraschungen bieten und es ist sinnvoll dafür eine Reserve zu haben.

LrilmacLiQnxa


Ah, sehe gerade, dass ihr euch auch ein Kind wünschst - weiterer Punkt, wo Rücklagen dringend notwendig sind, neben Berufsunfähigkeit und steigender privater KV.

CIomraxn


aber die Aussagen dass man keine Lust hat auf 2 Zimmer mit 50qm wenn man es sich leisten kann, finde ich vollkommen legitim.

Natürlich ist das legitim. Es ist aber die Frage, wie man es ausdrückt. Sie hat Lebensumstände herabwürdigend dargestellt, die für andere normal sind. Das muss nicht sein. Es hätte völlig gereicht, zu sagen, dass sie es sich eben gerne leisten, weil sie es können. Man muss es nicht umgekehrt als Ausschluss darstellen, was man nicht will, und damit anderen einen Spiegel vorhalten, auch wenn sie mich damit nicht persönlich trifft.

Und einen solchen Kontext finde ich wenig empathisch:

Abitur,Studium und gutbezahlten Job ausgesucht.

Deswegen muss ich mir nicht täglich vor Augen führen, dass viele Menschen weniger netto haben.

Dass sie zeitgleich eine eigentlich recht naive Frage stellt und offenbar nicht in der Lage ist, diese simple Kreditsituation selbst mit den Konsequenzen zu überblicken, entlockt mir in dem Zusammenhang allerdings ein leichtes Grinsen. ;-)

Odran>geoC'anyoxn


Und ein Konsumverhalten, bei dem 5.800 Euro am Ende des Monats weg sind, ist demgegenüber definitiv nicht verhältnismäßig.

Wie hier schonmal geschrieben wurde, hängt das auch sehr davon ab wie man leben "möchte" und mit einem höheren Einkommen steigen eben zumeist auch die Lebenskosten (auch wenn das dann für viele als Luxus anmuten mag). Die Kosten fürs Wohnen steigen, die der Transportmittel meist auch, Versicherungen werden teurer, weil man sich ganz anders absichert, wenn man die finanziellen Möglichkeiten dazu hat, usw......

Wobei ich das Einkommen der TE jetzt auch nicht als exorbitant hoch ansehen würde, aber durchaus über dem Durchschnitt.

Ich für meinen Teil arbeite um zu leben und lebe nicht um zu arbeiten und bin in der glücklichen Situation, dass mittlerweile auch wirklich so handhaben zu können.....und das dürfte sich bei der TE nicht soviel anders verhalten.

Abgesehen davon hatte die TE doch geschrieben bis vor kurzem noch Rücklagen gehabt zu haben, mit denen sie sich ein neues Auto gekauft hat. Jetzt muss sie halt wieder neu ansparen und die Wohnung ist dazwischen gekommen. So hätte ich es zumindest verstanden.

wZhitAe mDagixc


Abgesehen davon hatte die TE doch geschrieben bis vor kurzem noch Rücklagen gehabt zu haben, mit denen sie sich ein neues Auto gekauft hat. Jetzt muss sie halt wieder neu ansparen und die Wohnung ist dazwischen gekommen. So hätte ich es zumindest verstanden.

So habe ich es auch verstanden. Gebe aber anderern Recht, die sagen, eine gewissen Summe an Rücklagen sollte man haben. Was wäre, wenn jetzt kurz nach der Wohnung eine Krone für die Zähne fällig ist oder eine OP, wo ja privat versicherte erstmal in Vorleistung treten müssen.

Ich habe selbst Beamte im weiteren Beamtenkreis und diese denken ähnlich, nur eine ist immer dabei ein Rücklagenpolster aufzubauen.

H@annaxhWe


Mich wundert aber, dass offenbar nichtmal der Freund mit dem noch besseren Einkommen genug Rücklagen hat, um die 4.000 auszulegen.

Diese Rücklagen hat er sogar.

Aber ich möchte meinen Teil beitragen,sprich, die Hälfte bezahlen.

Wir "schmeißen nicht alles in einen Topf", sondern haben eigene Konten.

Was ich viel interessanter finde als die "warum habt ihr keine Rücklagen bei so viel Nettoeinkommen"-Debatte: Warum ist es dir sooo unangenehm, deinen Partner, mit dem zu anscheinend schon lange zusammen bist, mit dem du bereits seit Jahren (?) zusammenwohnst, darum zu bitten, die Geld zu leihen?

Warum überlegst du sogar, einen Kredit aufzunehmen, der dir ein schlechtes Gefühl macht (was ich verstehen kann, bei einer Mietwohnung!)?

Ich überlege mir grade, was es in mir als Partner auslösen würde, wenn meine Partnerin zu mir sagt: Ich nehme jetzt einen Kredit auf, weil ich MEINEN Anteil zahlen will, aber DICH frage ich nicht um Geld?

Finde das irgendwie unromantisch. Ok- ihr seid nicht verheiratet, aber bedeutet eine Partnerschaft nicht, dass man sich gegenseitig unterstützt, auch finanziell, vor allem, wenn es sich nur um so wenig Geld und so kurze Leihdauer handelt? Es ist ja nicht so als würdest du Jahrelang von seinem Geld leben - es geht um eine Leihgabe von vielleicht 6 Monaten, bis du die Summe von deinem Gehalt zurückgezahlt hast.

Da würde ich mal ansetzen, warum es dir so schwer fällt, Geld anzunehmen.

Auch, dir das Geld von deinen Eltern schenken zu lassen, wie du schreibst, und es dann ein paar Monate später mit einem Augenzwinkern freiwillig zurückzugeben, halte ich für eine normalere Lösung deines "Problems" als einen Bankkredit.

l,erchen7zungxe


Sollen wir denn so leben, als hätten wir weniger zur Verfügung (und den Rest sparen), damit man uns nicht "vorwirft" geradezu verschwenderisch zu sein?

nicht aus diesem Grund.

Aber ganz allgemein lautet ein Grundsatz für ein zufriedenes, sorgenfreies Leben "Living Below Your Means", also just dies

T?aps


Ich wundere mich auch gerade.

Im Vergleich zu wem? In unserem Umfeld stechen wir nicht sonderlich heraus.

Zum Durchschnitt der Bevölkerung vermutlich.

Aber dann ist doch alles Bestens. Zumal man Dir das Geld auch schenken würde, wie Du schreibst.

Wozu also einen Kredit aufnehmen?

Hast Du bei den 9000 EUR eigentlich auch die Umzugs- und evtl. Renovierungskosten für die alte Wohnung mit eingerechnet?

Tgaxps


Wir haben auch Abitur, haben studiert und arbeiten in gut bezahlten Jobs.

ich denke mir immer: jeder so wie er /sie möchte.

kann sie ja aber das was sie tut ist einfach unsensibel und jammern auf hohem Niveau.

Tdapts


das was sie tut

ich meine eigentlich "so wie sie es schreibt", tun kann sie was sie will.

CFomrxan


Aber ganz allgemein lautet ein Grundsatz für ein zufriedenes, sorgenfreies Leben "Living Below Your Means", also just dies

Das Thema sprengt zwar den Faden und hat mit der Fragestellung nichts zu tun, aber da ist was Wahres dran. Man sollte immer von möglichen Veränderungen in einer gesunden Relation ausgehen und seinen Lebensstandard irgendwo in den Tälern dieser Annahmen ansiedeln. Das ist es auch, was ich vermisse - die TE ist fast 40, hat einen gutverdienenden Haushalt, aber lebt von jetzt auf gleich. Eine Investition in mietfreies Wohnen wäre in ihrem Alter eigentlich viel attraktiver, auch im Hinblick auf den gewünschten Nachwuchs. Und finanzielle Einschränkungen ergeben sich durch Nachwuchs ja auch - und in dem Alter dann fast dauerhaft, denn bis das Kind die Ausbildung beendet hat, wird die TE langsam in die Pensionierung rutschen. Da hat man auch nicht mehr das Geld, was man als Doppelverdiener vorher mal hatte.

Ich finde es auch spannender, langfristig zu denken und auf einem sanften Niveau durch das Leben zu gleiten, dafür dieses Niveau auch dauerhaft beibehalten zu können. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Zitruskopeke, ist denn in Richtung Alter nicht irgendein Eigenkapital "etwas fester" angespart? Als Beamte seid ihr ja sesshaft, da wird man ja nicht von räumlichen Änderungen überrascht. Wenn da was ist, könntest du ja das Geld auch da abknapsen, denn momentan braucht ihr es ja nicht. Dann sparst du dir auch den Kredit. Und Bausparkassen sind z.B. angesichts der Finanzmarktlage aktuell eher froh, wenn jemand mal Geld abhebt statt weiter einzuzahlen. Vielleicht geht ja eine vermögenswirksame Leistung deines Dienstherrn irgendwo hin und du hast doch noch ein Sparvermögen, welches du nicht direkt als solches wahrnimmst?

ZxitruLs@kHopeke


Und noch mal so ein "bissiger" Beitrag..

Ich hoffe ihr habt gute Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Haben wir, danke. ;-)

Ansonsten würde ich persönlich noch für die steigenden Kosten der privaten Krankenversicherung im Alter eine Rücklage bilden.

Da wir beide Beihilfe berechtigt sind,wird sich das arg in Grenzen halten..

L ilaLixna


Das bissige ließt nur du raus.

Von mir war nichts davon bissig gemeint. Nur als Hinweis, weil ich selber sehe, wie es Leuten geht, die sich eben nicht durch BU-Versicherung abgesichert haben.

Oder sehe, wie meine Eltern sich für meine chronisch kranke Schwester, die auch privat versichert sein muss, dumm und dämlich zahlen.

Familienversicherung gibt es da einfach nicht.

Daher mein Hinweis.

ZOitr$usko9pPexke


Ah, sehe gerade, dass ihr euch auch ein Kind wünschst - weiterer Punkt, wo Rücklagen dringend notwendig sind, neben Berufsunfähigkeit und steigender privater KV.

Ich habe schon ein Kind groß bekommen - beim zweiten wird das sicher auch klappen.

Ein Beamter wird nicht "Berufsunfähig" sondern "Dienstunfähig" und dann auch vom Dienstherrn (Bund oder Land) weiter versorgt:

"Dienstunfähigkeit ist ein Begriff aus dem deutschen Beamtenrecht. Unter Dienstunfähigkeit versteht man, dass ein Beamter oder Soldat aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund seines körperlichen Zustandes dauerhaft unfähig ist, die dienstlichen Pflichten gegenüber seinem Dienstherrn zu erfüllen.

Der Beamte auf Lebenszeit wird in den Ruhestand versetzt und erhält Leistungen durch den Dienstherrn."

[[http://de.m.wikipedia.org/wiki/Dienstunfähigkeit Quelle]]

Wir haben aber auch noch privat vorgesorgt.

Also diese Sorge braucht ihr wirklich nicht zu haben.

Z]it rushkopekxe


Abitur,Studium und gutbezahlten Job ausgesucht.

Deswegen muss ich mir nicht täglich vor Augen führen, dass viele Menschen weniger netto haben.

Da Du mich zitiert hast: Muss ich das denn in deinen Augen? ":/

Dass sie zeitgleich eine eigentlich recht naive Frage stellt und offenbar nicht in der Lage ist, diese simple Kreditsituation selbst mit den Konsequenzen zu überblicken, entlockt mir in dem Zusammenhang allerdings ein leichtes Grinsen. ;-)

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass es mir vordergründig um das "Gefühl" eines Kredites ging bzw. damit umzugehen etwas "auf Pump" zu kaufen. *:)

Hast Du bei den 9000 EUR eigentlich auch die Umzugs- und evtl. Renovierungskosten für die alte Wohnung mit eingerechnet?

Wir haben bei Einzug reserviert, und Umzugskosten werden keine Nennbaren anfallen.

Eine Investition in mietfreies Wohnen wäre in ihrem Alter eigentlich viel attraktiver, auch im Hinblick auf den gewünschten Nachwuchs.

Wir wollen uns in den nächsten 5 Jahren in den Auslandsschuldienst versetzen lassen, um ein paar Jahre lang in verschiedenen Ländern zu leben.

Wohnungseigentum oder Hausbau steht also nicht an.

Als Altersruhesitz sehe ich eines unserer Elternhäuser.

(Falls sich auch jemand um den Langzeitplab Gedanken macht..)

Ich finde es auch spannender, langfristig zu denken und auf einem sanften Niveau durch das Leben zu gleiten, dafür dieses Niveau auch dauerhaft beibehalten zu können. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Das tun wir, danke! *:)

Vielleicht geht ja eine vermögenswirksame Leistung deines Dienstherrn irgendwo hin und du hast doch noch ein Sparvermögen, welches du nicht direkt als solches wahrnimmst?

Vermögenswirksame Leistungen werden von uns beiden bzw. vom Dienstherren angespart, ja.

Aber die werden nicht angetastet.

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