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Masterstudium Abschlussnote - wichtig oder unwichtig?

S<arZah8x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

ich quäle mich gerade durchs Masterstudium Psychologie und frage mich, inwieweit die Abschlussnote letztendlich noch eine Rolle spielt bei der Arbeitssuche nach dem Studium?

Ich habe jetzt zwei 3er kassiert (teilweise fiese Prüfungsfragen, teilweise zu wenig gelernt) und frage mich, ob es Sinn macht, meine Studienzeit zu verlängern, in dem ich die Prüfungen wiederhole und damit (hoffentlich) einen 'perfekten' (oder zumindest semi-perfekten) Abschluss zu basteln. Ich mache mir dadurch gerade so Druck und weiß nicht ob es notwendig ist. %:|

Was würdet ihr sagen?

Antworten
Wwa?nderf alke07


Hallo, ich denke die Abschlussnote ist nicht weniger als Entscheidend. Wenn du dich später bewirbst und mit anderen Konkurrenten von deinen potentiellen Arbeitgeber verglichen wirst, dann wirst du es mit einer 3 vor dem Komma wirklich schwer haben.

Ich selbst bin Diplom Ökonom mit einer 3 vor dem Komma. Habe es auch sehr schwer, nen qualifizierten Job zu finden.

Habe auch mein Bestes gegeben und mein Studium aus Geldgründen zügig abgeschlossen. Bafög gab es damals nur 8 Semester.

Ich suche heute einen Job mit Personalführungsverantwortung. Kriege leider kaum Einladungen zu einem persönlichen Gespräch.

Muss halt das Beste draus machen und weiter daran glauben, das ich meine Chancen schon noch bekomme.

Früher oder später werde ich schon meinen Traumjob finden;

und du auch.

Herzliche Grüße! :)z

Aqhorn]bxlatt


Wie naiv muß man eigentlich mit einem Psychologiestudium ein, um anzunehmen, dass die Abschlußnote keine Rolle spielt?

Wenn da auf eine Stelle z. Bsp. 46 Bewerber sind mit besserem Abschluß, würde man das psychologisch anreizend finden, dann jemanden einzustellen, der von sich aus schon schreibt, dass man selbst nicht richtig gelernt hat und sowieso haben die blöden Prüfungsfragen Schuld....

Denke mal, man hat psychologisch noch nicht alles verstanden.... :)D

aXnnJal-ida


Denke mal, man hat psychologisch noch nicht alles verstanden....

Gehts noch unfreundlicher?

Liebe TE,

ich studiere selbst im Master und denke, dass es wichtiger war, eine gute Bachelornote zu haben, damit man überhaupt die Chance auf einen Masterplatz hat. Ich habe einige Zeit als Werkstudentin in einem globalen Unternehmen in zwei verschiedenen Bereichen (Personal) gearbeitet, u.a. auch im Recruiting. Was da wirklich gezählt hat, war:

- Wie sich der Bewerber verkauft

- Erfahrungen durch Praktika

- Auslandserfahrung

Versuch einfach dein bestes mit der Note, aber glaub mir, später zählen auch noch andere Dinge mit rein @:)

Zzimte3rellxa


Hallo Sarah,

ich kenne dieses Problem nur zu gut, da ich selbst grade im Masterstudium stecke. Anders als bei dir läuft es allerdings so mittelmäßig, weil mir die Inhalte und superneuen und superinnovativen Studiengangs häufig einfach nix bringen (interdisziplinär ausgelegter Studiengang, der jedoch nur von einer Disziplin - nicht meine ^^ - gelehrt wird). Daher baue ich eher darauf, neben dem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich arbeite in der Forschung, engagiere mich ehrenamtlich in einer Gruppe, bin ehrenamtlich im städtischen Kontext unterwegs, treibe viel Sport (mEn spielt auch das Äußere eine Rolle, denn mit 140kg habe ich seinerzeit nicht einmal eine Ausbildungsstelle gefunden)... Schafft auch einen gut gefüllten Tag, trotz dass ich die Anwesenheitszeit in Uni auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt habe. Aber ich denke einfach, dass ich in meinem Bereich mit der Erfahrung und dem Engagement viel mehr anfangen kann, als mit der grauen Theorie aus der Hochschule. Mein Ziel ist "Hauptsache den Schein in der Tasche in der Regelstudienzeit". (Mit 1ern und 2ern fahre ich allerdings auch recht bequem akzeptable Noten ein.) Allerdings studiere ich auch nicht Psychologie sondern bin jetzt im Fachbereich der angewandten Sozialwissenschaften unterwegs ;-)

Ich fürchte, das ist für jedes Fachgebiet anders, was mehr zählt - oder ob man schlechtere Noten kassiert, weil man auf der faulen Haut liegt oder... oder... oder...

Liebe Grüße

Zimti

d2uVmmis@chmarrexr74


Wie naiv muß man eigentlich mit einem Psychologiestudium ein, um anzunehmen, dass die Abschlußnote keine Rolle spielt?

was soll das? die frage ist völlig valide, denn z.b. die abinote spielt nach dem studium keine rolle mehr, und die abschlussnote einer promotion auch eigentlich wenig.

aber: in meinem bereich und "meiner" firma spielen die master-noten eine große rolle. jemand mit schlechten noten im zeugnis wird nicht eingeladen.

SEarahd8x7


ja, das ist richtig - bei der bachelornote ist später ja auch nur noch wichtig, dass sie nicht grottenschlecht war.

mir ist schon klar, dass ich auch mit anderen bewerbern konkurieren muss, aber das ist ja genau der punkt. es gibt genügend arbeitgeber, die eher auf berufserfahrung, praktika, schwerpunkte usw usf schauen als auf die masternote und das ist von branche zu branche echt unterschiedlich.

und zumal wenn es wirklich darum geht, länger studieren oder nicht so glanzvolle note... ? ist dann schon die frage, ob mir das 1, was bringt, wenn ich dafür 2 semester länger gebraucht habe. ???

w~hatbatraagedy


Ein Arbeitgeber hat eigentlich nur Beschäftigungsrelevante Kritierien in einer Bewerbung. Abschluss(note) und Vorerfahrungen.

Beides würde ich als gleichrangig wichtig einschätzen, also ja, die Note ist sehr entscheidend.

c7hnopxf


Meiner Erfahrung nach spielen vor allem Arbeitserfahrungen inkl. Praktika eine Rolle. Dann folgen aber auch schon die Noten. Wenn du also bis jetzt noch kaum Arbeitserfahrung hast in dem Gebiet in dem du später arbeiten möchtest, dann ist die Note umso wichtiger. Eine weitere Rolle spielt das Gebiet in dem du dich bewerben möchtest. Ich habe das Gefühl dass im HR/Recruiting eher auf die Noten geschaut wird als in anderen Gebieten. Und es ist halt so: Es hat soooo viele Psychologen, da wird die Note zu einem einfachen Kriterium, das man anwenden kann. Wenn man 5 gleichwertige Bewerber hat, dann sortiert man mal nach Noten.

In welchen Bereich möchtest du denn gehen? Hast du da schon Arbeitserfahrung?

A^nBt#itgmonxe


@ Sarah87

Was meinst du denn, wo du mit den beiden "schlechteren" Prüfungsergebnissen landest?

Eine 1 vor dem Komma ist natürlich toll (strebe ich auch an ;-D ) und ist auch mit zwei 3ern noch zu ereichen, oder?

S#arNah87


@chnopf

Naja, ich möchte schon die Psychotherapieausbildung machen nach dem Studium. Allerdings war der Plan nach dem Studium teilzeit im klinischen Bereich (Klinik, Beratungsstelle, etc. was sich halt findet) zu arbeiten eventuell auch langfristig und eine eigene Praxis nur teilzeit zu führen. Bis ich in Deutschland eine Kassenzulassung hätte (falls das überhaupt klappt) oder falls ich ganz in Österreich bleibe (was momentan auch möglich wäre), könnte ich nur Selbstzahler behandeln und muss ja mit irgendwas Geld verdienen, bzw. auch die Ausbildungskosten reinholen.

Arbeitserfahrung ist da so "naja". Therapeutisch arbeiten darf man ja nicht nur mit dem Master. 1-2 Praktika könnte ich noch machen.

@Antigone

Naja, im Master gibt es ja nicht mehr allzu viele Fächer (und CP). Jede 2 zieht pro CP die Abschlussnote um 0,01 nach unten, jede 3 pro CP um 0,2. Das bedeutet ein Fach mit 4 CP (was die beiden haben) und einer 3 verschlechtern die Note um 0,08, zwei Fächer schon um 0,16. Ich habe das alles bereits mit einer Exceltabelle durchgerechnet.

Es gibt noch genug andere Fächer, aber letztendlich steht und fällt dann alles mit der Note für die Masterarbeit + die Prüfung. Wenn ich da eine 2 statt einer 1 kriege, verschlechtert das die Note bereits um 0,31. Bei einer 3 für die Masterarbeit wäre eine 1,xx sowieso nicht mehr möglich.

ich weiß halt wirklich nicht, ob die Sorge begründet ist oder ob mir da nur mein eigener Perfektionismus (und Druck durch die Eltern) im Weg steht. Ich befürchte halt, wenn ich das Studium nicht optimal abschließe, dass es sich dann anfühlt als hätte ich versagt und als wäre es nichts wert. %:|

Andererseits befürchte ich halt wirklich durhc nicht optimale Noten schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben.

c/rieOcharlqie


hmh...

also ich habe schon einige Abschlüsse hinter mir, da zweiter Bildungsweg,

von der Mittleren Reife bis zum Hochschulzeugnis und es gibt IMMER Leute, die sich dafür interessieren.

Zum Beispiel arbeite ich seit Jahren an der Uni in der Forschung, wollte eine Dissertation schreiben und habe mich bei diversene Profs vorgestellt.

Und die 2,x waren ihnen zu schlecht.

Für Weiterführendes ist alles über 2,0 nicht zielführend - ich kenne z.B. zumindest für die Uni die neuen Einstellungs - bzw. Promotionsbestimmungen und teilweise wird explizit erwähnt, dass man mind. 2,0 braucht - früher hieß es:

gut.

c-riecha!rlixe


Ich selbst bin allerdings auch das Positivbeispiel, ich bin durch mein Studium einfach durch (da parallel Kinder) und habe nich aufdie Note geachtet und da ich an der Uni geblieben bin,

habe ich irgendwann einfach die Leute kennen gelernt, denen die Note egal war und die eher auf meine Forschungsideen abgefahren sind.

Mußt du aber ernsthaft finden und in der Wirtschaft ist halt das Problem, dass sie dich aufgrund der Note und dann Aussieben erst mal gar nicht kennen lernen....

Meine Studenten bringen sich um, wenn es keine 1,x wird, die Leistung ist aber nicht immer passend.

Das setzt uns Lehrende auch ganz nett unter Druck, weil eigentlich können sie oft nicht besonders viel (was aber am System liegt ) und trotzdem sollen wir sie passend rausschicken.

BC + Master..... :(v

EBhemalifger 'Nutzer (#x540992)


Für Weiterführendes ist alles über 2,0 nicht zielführend - ich kenne z.B. zumindest für die Uni die neuen Einstellungs - bzw. Promotionsbestimmungen und teilweise wird explizit erwähnt, dass man mind. 2,0 braucht - früher hieß es:

gut.

Kommt drauf an - die Möglichkeit eines Dispens gibt es immer. Aber dann muss man natürlich auch ein gutes Thema vorweisen können....

d,evilin6d=i"sgui]sxe


Hallo Sarah,

ich denke, dieses Forum ist eher nicht der geeignete Ort für deine Frage, da die meisten hier einfach von ihrem eigenen Studienfach ausgehen. Wie wichtig die Abschlußnote ist, variiert aber sehr (!) stark von Fach zu Fach. Ebenso, welche Note noch als "gute Note" gilt (in meinem Fach ist eine 3,5 eine völlig solide Note, mit der man nirgendwo Schwierigkeiten haben wird, solange man nicht in einem ganz anderen Bereich arbeiten will, wo dies nicht bekannt ist und man mit Absolventen von Fächern verglichen wird,wo eine 2,0 schon als Versagen gilt).

Nicht alle potentiellen Arbeitgeber schauen überhaupt auf die Note. Ich bin mit meiner Abschlußnote von einigen ausdrücklich aus formalen Gründen (zu schlecht) abgelehnt worden. Wo ich dann schließlich angenommen wurde, zählte nur das Bewerbungsgespräch und es wurden auch Leute mit Supernoten abgelehnt.

Auch jünger zu sein ist nicht immer besser. Es kommt wirklich darauf an, wie das in dem Bereich gesehen wird, wo du arbeiten willst, und dort müßtest du dich ganz spezifisch erkundigen.

Was oft nicht gut ankommt: Wenn rauskommt, daß man das gute Endergebnis erst im zweiten Versuch erzielt hat. Erkundige dich mal, ob das in deinem Bereich auch so ist.

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