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Brauche Hilfe bei der Jobauswahl, dingend. Morgen geht es los!

Exde1lixnd hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Medler,

bei mir brennt die Hütte, ich mach das ganze Pfingstwochenende damit schon um, leider komme ich auf keinen grünen Zweig.

Ich bräuchte ganz dringend neutrale, fremde Meinungen was ihr an meiner Stelle tun würdet.

Also, es ist so, dass ich nach langer Suche und vielen Niederlagen endlich einen Platz im Berufsleben gefunden habe. Der absoute Nachteil, es ist nur ein geringfügiger Minijob. Und ausgemacht war von Anfang an, dass ich flexibel abrufbar in einer gewissen Zeit sein muss. Das heißt, ich arbeite nicht täglich, muss aber jeden Tag damit rechnen bis zu einer gewissen Uhrzeit angerufen zu werden. Dafür weiß ich aber, wenn ich arbeiten war, hab ich vom Rest der Woche meine Ruhe.

Ich bezahle keine Soazialversicherung, kann mich aber nicht erinnern, dass ich eine Befreiung beantragt habe. Angemeldet bin ich aber ganz normal und hab auch meine Post von der Zentrale. Ich versteh nur einfach diese Rechnung nicht und warum ich nicht wenigstens einen geringen freiwilligen Beitrag bezahle, dass ich wenigstens etwas habe.

Nun ist es so gekommen, dass ich ganz spontag am Samstag einen sozialversicherungspflichten Halbtagsjob angeboten bekommen habe, den ich morgen antreten könnte bzw. soll

Also rief ich am Samstag meinen AG an und teilte ihm das mit und dass ich nun nicht weiter so flexibel wäre wie ursprünglich. Und evt. in einem Jahr ganz aufhören würde (da ich dort noch später hinaus andere Arbeiten machen kann). Das gab sehr viel Knatsch. Mein AG ist schwierig, baucht eher eine Art "Lebenshilfe" und hat in mir einen Vertrauten gefunden, was mich sehr freut und ich arbeite auch wirklich gern dort. Wenn auch nicht für das Geld, was ich gern haben würde ;-D aber man kann nicht alles haben und ich bin froh überhaupt Arbeit zu haben, es klappt prima mit den Kindern (was der Halbtagsjob nicht so wäre) und ich bin wenn ich mal irgendwo Fuß gefasst habe oder etwas/ jemand ins Herz geschlossen habe absolut treu und loyal.

Aber ich muss auch an mich denken und an meine Zukunft und ich denke, ich bin nicht unverschämt, wenn ich mir wünsche auch meine Beitäge zu bezahlen wie jeder normale Arbeitnehmer auch.

So, nun ist mein AG sehr enttäuscht und wütend, hat sich aber bereit erklärt, mir eine Anpassung zu ermöglichen. Das heißt, ich würde wohl umgemeldet werden, sodass ich freiwillig in die Rentenkasse einbezahlen werde, aber das Gehalt bleibt totzdem wenig. Mein AG sieht das aber als Treuebeweis, dass er nun Abgaben für mich bezahlen will, natürlich die billigste Variante, was wir zusammen noch beim Steuerberater ausmachen werden. Aber dafür soll ich eben so flexibel bleiben wie ich jetzt bin. Und keinen anderen Job annehmen soll, der so umfangreich wäre wie dieser.

So, jetzt sehe ich die Bemühungen, ein bisschen in die Kasse ist besser als gar nichts, denn von meinem jetztigen Gehalt geht nichts ab. Ich habe netto das auf dem Konto, was ich auch brutto habe.

Es ist also so, dass ich:

- bei meinem jetztigen Arbeitgeber, eine längere Arbeitszeit bekomme und ein wenig mehr Gehalt

- den geringsten Sozialversicherungsbeitrag

- weiterhin super kinderfreundliche Arbeitszeiten

- hänge sehr an meinem Arbeitsplatz, Tätigkeit und Personen

- mir wird vollstes Vetrtrauen entgegen gebracht und ich hab die Stelle unbefristet

- AG ist sehr zufrieden

Bei dem neuen AG hätte ich:

- sozialversicherungspflichtig

- schlechtere Arbeitszeiten, teilweise sehr mies wegen der Kinder

- aber die Möglichkeit in einem Jahr zurück in meinen Beruf zu können

- hätte wieder eine Probezeit

- müsste andere Kinderbetreuung organisieren

- Gehalt wäre zwar mehr als jetzt, aber dem Aufwand + Abzüge entsprechend wenig.

- Tätigkeit ist nicht so toll, aber bringt mich nicht um ;-D

- aber er ist ein Halbtagsjob und ich hätte eine Arbeitslosenversicherung, wenn etwas wäre, würde ich nicht gleich ohne einen Pfennig dastehen.

So, das war jetzt lang, aber wie gesagt, morgen beginnt der neue Job, ich hab unter Vorbehalt zugesagt, soll eh nochmal anrufen. Aber ich bin mir sehr unsicher.

Was würdet ihr also an meiner Stelle machen?

Danke schon mal von der sehr verzweifelten Edelind @:)

Antworten
C6houpettze_0Finnnian


Bis auf die kinderfreundlichen Arbeitszeiten sehe ich beim ersten AG nichts, das dich nach vorne bringt.

Ich würde den zweiten wählen, vor allem mit der Möglichkeit auf deinen eigentlichen Job und mehr Geld. Oder ist es ziemlich unmöglich eine bessere Betreuung für deine Kinder zu organisieren?

E>de*linwd


Unmöglich nicht, aber sie würden auf mich mehr verzichten müssen. Fremdbetreut sein, was sie bis jetzt nicht kannten.

Ja, weiter komme ich beim ersten AG nicht, das stimmt. Dafür ist es ein sicherer Platz.

NKordli84


Ein paar Fragen stellen sich mir hier:

Kommst du mit dem Geld aus deinem jetzigen Job hin ? Sprich kannst du vernünftig davon leben oder währe der eine oder andere Euro mehr gut ? Wie weit gehen die zukünftigen Sozialversicherungsbeiträge ? Bist du voll versichert was Rente, Krankheit und Arbeitslosigkeit angeht oder wie sehr ist das die "Sparversion" ? Wie stellst du dir deine Zukunft vor wenn du in dem bisherigen Job bleibst ? Was wird in 2, 5 oder 10 Jahren sein ?

v_ivirda


wozu freiwillig in die rentenkasse einzahlen? das bisschen, was bei minijob geht, macht den kohl später eh nicht fett.

je nachdem, was du sonst so eingezahlt hast, wird deine rente vielleicht so oder so unterm grundsicherungssatz liegen und du bräuchtest im alter dann vielleicht so oder so grundsicher (wenn das system so bestehen bleibt, wie gerade eben)

für mich selbst bestünde keinen zweifel und ich würde den neuen job annehmen. wenn man langfristig plant ist es doch viel schlauer: du kommst wieder in deinen beruf, machst weiter berufserfahrungen und kann dann ggf. später auch wieder vollzeit arbeiten. du zahlst in die rentenversicherung langfristig mehr ein.

dein jetztiger job scheint eine einbahnstraße mit wenig entwicklungsmöglichkeiten zu ein.

Evdelixnd


Kommst du mit dem Geld aus deinem jetzigen Job hin ? Sprich kannst du vernünftig davon leben oder währe der eine oder andere Euro mehr gut ? Wie weit gehen die zukünftigen Sozialversicherungsbeiträge ? Bist du voll versichert was Rente, Krankheit und Arbeitslosigkeit angeht oder wie sehr ist das die "Sparversion" ? Wie stellst du dir deine Zukunft vor wenn du in dem bisherigen Job bleibst ? Was wird in 2, 5 oder 10 Jahren sein ?

Wäre ich alleinerziehend käme ich mit beiden Jobs nicht weit.

Da mein Mann aber gut verdient muss ich nicht sehr viel arbeiten, dass es uns gut geht.

Natürlich ist mehr Geld immer gut ;-D aber aktuell brauch ich es jetzt nicht. Und ob ich voll versichert wäre oder nur das Minimum in die Rentenkasse einbezahle weiß ich nicht, das muss ich abwarten bis wir beim Steuerbratet waren. Aktuell weiß ich, dass mein AG mich nicht sozialversicherungspflichtig für einen Halbtagsjob einstellen will. Das ist ihm zu teuer.

Meine Zukunft wird so aussehen wie jetzt. Meine Kinder sind noch klein, sodass die nächsten 10 Jahre dieses Modell ideal wäre für die Betreuung.

Aber weiterkommen in Form von neuen Aufgaben, Bildung werde ich so nicht.

wozu freiwillig in die rentenkasse einzahlen? das bisschen, was bei minijob geht, macht den kohl später eh nicht fett.

Das stimmt, aber ich fühle mich dazu einfach verpflichtet.

je nachdem, was du sonst so eingezahlt hast, wird deine rente vielleicht so oder so unterm grundsicherungssatz liegen und du bräuchtest im alter dann vielleicht so oder so grundsicher (wenn das system so bestehen bleibt, wie gerade eben)

Mein aktueller Stand ist sehr niedrig, sodass es zum leben nicht reichen wird. Aber mein Mann und ich sorgen sehr gut vor. Sodass wir nicht abhängig sein werden vom Staat. (Wenn alles glatt läuft, was man heute ja nie weiß :=o )

für mich selbst bestünde keinen zweifel und ich würde den neuen job annehmen

Selbst dann, wenn dein jetztiger AG sehr, sehr, sehr zufrieden mit dir wäre, du genug Anerkennung haben würdest und du weißt, dass du gebraucht und geschätzt wirst?

Czho8upette_~Finxnian


Unmöglich nicht, aber sie würden auf mich mehr verzichten müssen. Fremdbetreut sein, was sie bis jetzt nicht kannten.

Ah, okay! @:) Das hatte ich bei deinem ersten Text falsch rausgelesen, ich dachte sie kennen das schon, nur eben in "abgespeckter Version" und jetzt wären es eben andere Zeiten.

Gut, nachdem du das so ausgeführt hast würde ich danach gehen, ob du bei deinem jetzigen AG zufrieden bist und ob das Geld reicht. Ich persönlich würde eher für die Kinder da sein wollen, sofern das finanziell eben machbar ist.

Eddelixnd


Der neue AG hat doofe Arbeitszeiten, die reguläre Arbeit würde ich abends machen. Und müsste zwei Mal die Woche nachmittags anfangen, sodass ich da eine Betreuung bräuchte und zu der Zeit spontan, wenn mein Mann länger arbeiten muss oder auf Geschäftsreise müsste.

v iHvidxa


Selbst dann, wenn dein jetztiger AG sehr, sehr, sehr zufrieden mit dir wäre, du genug Anerkennung haben würdest und du weißt, dass du gebraucht und geschätzt wirst?

ich habe keine kinder, deswegen ist es schwierig zu sagen, wie ich letztlich mit kindern entscheiden würde. mir wären meine kinder auch wichtiger und es wäre mir auch schon wichtig sie nicht zu früh zu viel fremd betreuen zu lassen, aber mir wäre es auch sehr wichtig in meinem beruf zu bleiben. die kinder werden ja auch älter und sind irgendwann aus dem haus und dann könnte es sehr schwierig sein wieder in deinen beruf zu kommen.

ICH wäre mir einem job als einbahnstraße nicht zufrieden, aber da ist ja auch jeder anders.

N]ordix84


Meine Zukunft wird so aussehen wie jetzt. Meine Kinder sind noch klein, sodass die nächsten 10 Jahre dieses Modell ideal wäre für die Betreuung.

Nagut, dir muss halt klar sein das es dann in 10 Jahren extrem schwer wird nochmal richtig Fuß zu fassen. Je nach Job mag das gehen, aber wenn du so lange aus ner "normalen" Beschäftigung raus bist wirds schwer. Wenn du mit den jetzigen, eher geringen, Arbeitszeiten aber zufrieden bist, das Geld reicht und du auch ohne Kinderbetreuung was mit dir anzufangen weißt dann kannst du ruhig bei deinem jetzigen Arbeitgeber bleiben.

Ich hab auch das Gefühl das andere Dinge für dich wichtiger sind als Karriere und Gehalt, siehe hier:

Selbst dann, wenn dein jetztiger AG sehr, sehr, sehr zufrieden mit dir wäre, du genug Anerkennung haben würdest und du weißt, dass du gebraucht und geschätzt wirst?

Wenn du in deiner jetzigen Stelle glücklich bist und ihr keine finanziellen Gründe habt wieso mehr Geld reinkommen muss dann bleib in dem Job.

lPoveab3le<x3


Puh schwierige Frage. Letzendlich würde ich das machen, was du als wichtig empfindest. Lieber für die Kinder so weiter da sein können, wie es eben ist. Mit dem Hintergedanke, dass sie auch älter werden und vllt deine alte Arbeit in 5-10 Jahre nicht mehr besteht, womit du dann mit der neuen Arbeit einen guten Standpunkt hättest, wenn deine Kinder mal aus dem Haus sind.

Ich würde dich sehr gut verstehen, wenn du das Angebot abschlägst und bei deinem alten AG bleibst. Ich hatte seit ich 11 Jahre alt war leider davon betroffen, dass meine Mutter Alleinerziehend geworden ist und uns mit mehreren Jobs über Wasser halten musste. Resultat war, dass ich sie mittags meist 2 h gesehen habe und am Abend mal kurz für 1-2 h. Das soll jetzt nicht das Thema hier werden @:) nur ich würde dich sehr verstehen!!!

EldeliSnxd


Naja, bis vor Samstag war ich mir sicher glücklich zu sein. Ich bin zwar nur irgendjemandes Sklave, wenn man das mal so sieht. Aber meine Stelle hilft meinem AG wirklich weiter. Es ist also wirklich so, dass ich geschätzt werde. Was mir wichtiger ist als Gehalt, da ich schon viel unschönes erlebt habe. Egal auf welcher Ebene.

Bildung kann ich mir auch selbst aneignen, dazu brauch ich keine Stelle.

Ja, es wird schwer, sollte ich aus welchen Gründen auch immer wieder umsatteln müssen.

Der andere Job stachelt doch so meine inneren verdrängten Sehnsüchte an, aber er bedeutet mehr Stress. Ich müsste mein komplettes Leben umkremplen und hätte das Risiko, dass ich in der Probezeit wieder gehen müsste.

Zeitweise dachte ich, ich wuppe beides, aber das kann ich sicher vergessen. Mein jetziger AG ist damit nicht einverstanden. Ich würde damit meine sichere Stelle gefährden. Denn da weiß ich, dass ich nicht einfach ersetzt werde.

EJdelixnd


loveable<3,

Ja, das kann ich verstehen. Meine Eltern hatten früher selbst so gearbeitet. Ab und an empfand ich das als schlimm. Meine Kinder sehen ihren Papa nicht so lang, manchmal nur morgens. Da denke ich, wäre es sicher besser bleib ich beim alten AG, denn da weiß ich, werde ich nur von 7-8 angerufen und wäre mittags wieder zu Hause. Beim neuen AG fange ich dann an, wenn die Kinder ins Bett gehen. Dazu ist oft der Papa nicht zu Hause, sodass ich eine Fremdbetreuung brauche. Dazu kommt, dass ich zwei Mal in der Woche nachmittags anfangen muss. Das wäre sicher eine enorme, stressige Umstellung für die Kinder.

vbivi0da


deine stelle hört sich ja sehr ominös an ??? für mich hört es sich so an als wärst du irgendwie bei einem herren angestellt, der assistenz im alltag benötigt. scheint ja alles irgendwie auf sehr persönlicher ebene usw. zu sein, habe ich den eindruck. lass dich auch nicht zu sehr einlullen, du scheinst dich ja sehr verpflichtet und verantwortlich zu fühlen...du betonst immer wieder, dass du sehr wichtig für deinen arbeitgeber bist, hast aber "nur" einen minijob...pass auf, dass dein arbeitgeber dich auf dieser "du-bist-so-wichtig-ohne-dich-geht-nichts-schiene" nicht zu sehr "einfängt".

EvdelNinxd


Ja, so kann man es sehen. Ich werde sehr "gebraucht". Und da ich eine absolute Helferader hab, hab ich natürlich ein schlechtes Gewissen.

Ich werde zwar nicht ausgenutzt, dass ich mehr arbeite als ich verdiene, oder extra arbeiten muss. Aber ich werde schon sehr eingespannt. Aber, es wird gewürdigt.

Es ist schon so, dass ich viel Lob höre und es wird mir auch gezeigt, dass ich gute Arbeit mache, ich bekomme auch mal Geschenke. Und immerhin ist mein AG bereit, etwas zu ändern, damit es mir besser geht. Das zeigt mir ja doch, dass ich gute Arbeit leiste.

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