» »

Wo habt ihr während des Studiums gejobbt?

Asntig3onxe


Ich habe damals an Schulen Aushänge am schwarzen Brett gemacht.

Einfacher ist es, wenn die Kids zu dir kommen - du sparst dir die Wege.

A5ntig2one


Nachtrag

Ich habe damals an Schulen Aushänge am schwarzen Brett gemacht.

Vorher im Sekretariat/beim Schulleiter gemehmigen lassen!

l}ia0na336


Kommt das nicht komisch wenn ich die zu mir nach Hause bestelle? Kann ich auch fragen ob die Kinder in die Hochschule kommen? Bei so übervorsichtigen Eltern heutzutage lassen die ihr Kind doch nicht zu wildfremden Leuten in die Wohnung.

A]ntigxone


Klavierunterricht findet auch meistens beim Klavierlehrer zu Hause statt. Kommt er ins Haus, wird es teurer.

Und du hast doch sicher viele Unterlagen im Haus für deinen Nachhilfeunterricht. ;-)

Nachilfe wird nicht toll bezahlt und wozu dann noch Zeit für die Wege verschwenden?

"Meine Eltern" hatten keine Problem damit damit, dass die Kids zu mir kamen.

U4omro x3


Ein Aushang am schwarzen Brett einer Schule wird nicht immer gerne gesehen. Darauf weist Antigone schon hin. Außerdem schauen Eltern heutzutage eher ins Internet als an ein schwarzes Brett. Ich hatte eine Nachhilfe für meinen Sohn in dem Kleinanzeigenableger eines bekannten Internet-Auktionshauses gefunden. Aushänge in Supermärkten werden auch beachtet. Da würde ich mir eher einen kleinen teureren SB-Markt in einem besseren Wohngebiet aussuchen ;-) als einen Billigdiscounter.

Wie hast du das damals gemacht? Bist du zu den Familien gekommen oder hast du die Kinder zu dir bestellt?

Ich bin immer zu den Schülern hingefahren, teilweise auch mehr als 10 km. So konnte ich auch mal mit den Eltern reden und sie bitten, die Kinder was abzuhören. Nach meinem Eindruck war den Eltern das sympathischer, immer mal eine Rückmeldung zu bekommen.

j%ust_PlookiGnxg?


Aushang in der Schule ist auch schwer, weil da müssten eigentlich die Schüler nachsehen, Eltern kommen jetzt ja nicht wirklich oft an jedem Aushang in der Schule vorbei.

U/oTmo x3


Und du hast doch sicher viele Unterlagen im Haus für deinen Nachhilfeunterricht.

Das stimmt zwar. Aber umgekehrt fehlt auch mal den Kindern was, was sie zu Hause vergessen haben.

Nachilfe wird nicht toll bezahlt und wozu dann noch Zeit für die Wege verschwenden?

Das ist sehr unterschiedlich. Als ich mich letztes Jahr für mein Söhnchen umgetan habe, hatte ich Angebote von 15 €/Schulstunde (Profi) bis hinunter zu 10 €/Zeitstunde (Schülerin). Die günstigste erwies sich als die beste. Der Preis ist auch ganz stark fachabhängig, Mathe ist teurer als Bio, hängt auch mehr von ab.

Ich habe damals - ewig her - nach einer gewissen Einarbeitungszeit einen ziemlich hohen Preis nehmen können, weil ich in Latein Nachhilfe gab. Da war das Angebot knapp und meistens waren die Eltern solcher Schüler gutsituiert. Da ich sehr engagiert war und meistens gute Erfolge hatte, waren die Eltern trotz des Preises zufrieden. Einen Teil der Nachhilfe sahen die Eltern auch darin, den Schülern ein wenig Vorbild zu geben. Damals war ich Schüler der 11./12. Klasse, Mokick/Motorrad, so gar kein Strebertyp, aber trotzdem ganz gut in der Schule. "Schau mal", sagte eine Mutter zu ihrem pubertierenden Sohn, "das geht auch beides." Als junger Nachhilfelehrer kann man die Schüler ganz gut motivieren.

Ganz wichtig: Ich habe es stetig gemacht, jede Woche, egal ob Klassenarbeit oder nicht, zuverlässig ohne Ausfall.

Xnoch=ipixlli


Beim Lebensmittelhändler verschiedene Arbeiten gemacht

Beim Förster geholfen, Bäume nach der Art gezählt und den Durchmesser mit einer großen Schublehre (Klubbe) bestimmt

Als Aktmodell bei den Kunststudenten gestanden

Firmenfahrer in einer kleinen Fabrik.

lFerechengzuxnge


es wurden ja schon so viele Vorschläge gemacht, dass ich nur kurz zwei Aspekte explizit hervorheben will:

in der Tat ist der Lernaufwand in vielen Fächern sehr hoch und es dürfte der Mehrheit abseits der absoluten Überflieger schwerfallen, einen umfangreicheren Job zu machen, ohne dass das Studium darunter leidet. Der Verlust an Lebenseinkommen, der durch eine Verlängerung des Studiums um auch nur ein Semester entsteht, ist jedoch kaum wettzumachen. Also sollte die Vereinbarkeit von Studium und Nebenjob immer massgebend sein und auch schlechter bezahlte Jobs, die besser mit dem Studium vereinbar sind, können so eine gute Wahl sein.

So sind beispielsweise Hiwi-Jobs an den Instituten oder zentralen Unieinrichtungen (zB. Bibliothek) oft relativ niedrig bezahlt, können aber sehr hilfreich sein. Ich habe beispielsweise zwei Semester als Hiwi für einen Professor gearbeitet, der mich seine handgeschriebenen Skripte für verschiedene Vorlesungen abtippen liess. Die Bezahlung war am unteren Ende und ich konnte nicht alle Arbeitsstunden abrechnen, aber als ich dann selbst in den entsprechenden Vorlesungen saß, kannte ich den Stoff bereits, hatte ich mich doch schon intensiv damit beschäftigt, ich bin also am Ende quasi fürs "Selbststudium" bezahlt worden.

Weiterhin gibt es Jobs, bei denen vorrangig die Anwesenheit bezahlt wird und bei denen viel Zeit bleibt, die man beispielsweise mit Lernen verbringen kann. Ein Kommilitone von mir hat beispielsweise als Nachtpförtner gearbeitet, ein anderer hat quasi seinen Zivijob im Pflegeheim als Nachtwache weitergeführt.

AYntihgone


Ganz wichtig: Ich habe es stetig gemacht, jede Woche, egal ob Klassenarbeit oder nicht, zuverlässig ohne Ausfall.

Ich auch - bei 5er-Kandidaten regelmäßig 2x die Woche.

j-usRt_l?ookixng?


Ich auch, regelmäßig, egal was ansteht, bin dafür mit dem Preis (knapp) unter das ortsübliche Niveau gegangen. Hatte dann meine längste Kandidatin 1-2 Mal die Woche bei mir, vor Schularbeiten teilweise 5 Mal, aber das ist definitiv mehr als üblich.

":/ Andererseits war ich auch meine eigene Konkurrenz, da ich auch in 2 Instituten gearbeitet habe, aber ich wollte einfach nicht so viel "Durchgangsverkehr" bei mir zuhause.

xQ DBiCke


Der Verlust an Lebenseinkommen, der durch eine Verlängerung des Studiums um auch nur ein Semester entsteht, ist jedoch kaum wettzumachen.

Na auf diese Berechnung bin ich jetzt echt gespannt ;-D

U=om]o 03


... dass ich nur kurz zwei Aspekte explizit hervorheben will ...

Die ich völlig teile. Deshalb habe ich meinem großen Sohn lediglich erlaubt, durch Nachhilfe Geld zu verdienen, damit ihn alles andere nicht zu sehr von der Schule ablenkt. Nachhilfe kann aber auch was bringen. Als Student habe ich Nachhilfe am frühen Nachmittag gegeben. Da hatte ich meine schwache Phase, in der ich ohnehin nichts aufnehmen konnte. Im fortgeschrittenen Semester musste ich es einstellen.

lkerchpenzunxge


Der Verlust an Lebenseinkommen, der durch eine Verlängerung des Studiums um auch nur ein Semester entsteht, ist jedoch kaum wettzumachen.

Na auf diese Berechnung bin ich jetzt echt gespannt ;-D

ganz simpel: was man durch ein um ein Jahr/zwei Semester verlängertes Studium verliert, ist nicht das erste Jahr nach dem Studium mit noch geringem Gehalt, vielleicht sogar mit schlechtbezahltem Praktikum, das hat man, egal ob man lange oder kurz studiert hat. Und auch jedes weitere Jahr der Karriere, bis auf das letzte Jahr. Was man verliert, ist das letzte Jahr vor Rente / Berufsunfähigkeit / vorzeitigem Ruhestand, also zumeist das Jahr mit dem höchsten Gehalt des Lebens! Und zumindest bei dem Durchschnittsakademiker ist dieses, das höchste Jahreseinkommen des Lebens um ein Vielfaches höher als das Einkommen auch des bestbezahlten Studentenjobs.

xS D{ike


Das war keine Berechnung, sondern eine Behauptung.

Hast du dir schon mal überlegt, wie das in Praxis aussehen soll?

Deine Behauptung setzt voraus, dass die Personen nach Beendigung des Studiums mit dem gleichen Gehalt eingestellt werden und durch ihre gesamte berufliche Laufbahn hindurch in den gleichen Schritten befördert/höhergruppiert werden. Das gibt es in dieser Form nicht mal mehr in öffentlichen Dienst.

Und deine Behauptung, dass das höchste Jahreseinkommen des Lebens das letzte Gehalt vor der Rente ist, ist auch völlig aus der Luft gegriffen. Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, trifft das schon mal bei ca. 50 % aller Frauen nicht zu, einfach deshalb, weil sehr viele von uns vor der Familiengründung in Vollzeit arbeiteten und danach leidlglich in Teilzeit eingestigen sind. Unser höchstes Jahreseinkommen war höchstwahrscheinlich das Einkommens vor der Babypause.

Was man bei uns dagegen durchaus beobachten konnte war, dass diese Personen, die während des Studiums mehr gearbeitet haben, z.B. als Werkstudent im Industrieunternehmen, danach direkt mit einem höheren Anfangsgehalt eingestiegen sind, einfach deswegen, weil sie bereits während des Studiums viel mehr Berufs- und Lebenserfahrung sammeln konnten. Sie hatten gute Arbeitszeugnisse, hatten bereits erste Kontakte aufgebaut und waren auch bei Vorstellungsgesprächen viel gelassener. All das hat sich ausgezahlt.

Bei uns haben nur die wenigsten in der Regelstudienzeit abgeschlossen, das lag mit Sicherheit auch am Fach und and der Uni.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH