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Chefin verhält sich merkwürdig. Ich blicke nicht mehr durch.

GGiUnny_Grexen hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe ein echt "irres" Problem mit meiner Vorgesetzten und hoffe hier vielleicht Rat zu finden. Oder zumindest jemanden der mir erklärt was genau denn nun das Problem ist... Ich kapiere das nämlich überhaupt nicht.

Also, kurz zu den Hintergründen: ich arbeiten seit einigen Jahren in einer Abteilung einer großen Firma. Seit ca. 7 Monaten habe ich eine neue Vorgesetzte die allerdings schon wieder "auf dem Sprung" ist da unsere Abteilungen umstrukturiert werden. So wie es aussieht, wird sie mittelfristig in einem anderen Bereich tätig sein. Sie ist dort auch schon - auf eigenen Wunsch, da sie den Posten unbedingt haben will - zu 50% (mit Tendenz nach oben) zur Einarbeitung und somit momentan nur noch zu 50% in "meiner" Abteilung beschäftigt.

Das Komische: seit klar ist dass sie mittelfristig in einen anderen Arbeitsbereich wechseln wird, ihre Einarbeitung dort begonnen hat und sie offiziell nur noch zu 50 % in "meiner" Abteilung tätig ist, kriege ich keine Arbeit mehr! Von ihr kriege ich keine zugewiesen und wenn mal so was kommt (z.B. kam ein Anruf und auf Grund dessen müssen wir was bearbeiten/veranlassen) dann reißt sie es an sich und nimmt mir den Vorgang dann komplett weg und macht alles alleine. Selbst wenn ich mich bisher immer darum gekümmert habe und die Anfrage/der Anruf bei mir war... Wenn Besprechungen in der Firma angesetzt werden wo es u.a. um Vorgänge geht wo ich mitbearbeitet habe, alleine bearbeitet habe und wo ich gerade mitarbeite, dann verbietet sie mir da mit anwesend zu sein! Sie will da dann immer alleine hingehen. Bei Gesprächen mit der Firmenleitung zu Fachthemen darf ich natürlich auch nicht anwesend sein - obwohl unserer Firmenleitung das nicht mal was ausmachen würde und der Firmenleitung in einem Fall sogar mal zu mir meinte dass er mich "nicht ausschließen wollte" als er mit der Vorgesetzten mal ein Fachthema besprochen hatte und mich anscheinend während des Gesprächs draußen vorbeilaufen sah.

Keine Ahnung warum sie partout nicht will dass ich bei Besprechungen auch dabei bin bzw. auch mal eigenständig irgendwas bearbeite. Ich habe den Eindruck dass sie auf allem die Hand drauf haben will und mich einfach nichts machen lassen möchte. Ich kriege von ihr wirklich gar nichts zugewiesen und wenn ich dann mal nach Arbeit frage, dann kriege ich trotzdem nichts... Und wie gesagt: wenn doch mal was kommt, dann macht sie es direkt zur "Chefsache", setzt mich teilweise bei Mails nicht mal cc bzw. sagt mir noch nicht mal Bescheid wenn irgendwas gemacht wird und lässt mich bei allem und jedem außen vor. Ich habe fast den Eindruck als ob sie mich aus der Abteilung drängen oder mich von der Arbeit komplett fernhalten möchte. Das was mich verwirrt ist halt: ich verstehe nicht warum!

Dass sie mich persönlich nicht leiden kann, kann ich mir irgendwie aber auch nicht vorstellen. Sie meinte sogar mal, dass ich ja nach der Umstrukturierung auch in dem Arbeitsbereich arbeiten könnte wo sie dann allem Anschein nach tätig sein wird. Wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht gerade scharf darauf weiter mit der Vorgesetzten zusammenarbeiten zu müssen. Ich denke das würde da dann genauso laufen wie jetzt: sie macht alles allein und will alles selber machen und ich sitze den ganzen Tag nur rum und darf mit meinem absolvierten Studium vielleicht mal den ein oder anderen Ordner bekleben...

Ich verstehe nicht wie man als Vorgesetzte seine Leute so behandeln kann. Warum schließt man jemanden von der Arbeit so aus? Und warum wird jede Kleinigkeit sofort zur Chefsache gemacht selbst wenn a) ich auf die Idee gekommen bin irgendwas zu veranlassen/zu organisieren, b) ich jahrelange Erfahrung in dem Arbeitsbereich habe und somit weiß was ich tue, c) es sich lediglich um die Weiterleitung von Mails oder um die Reservierung von Konferenzräumen handelt? Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie demotivierend es ist wenn man nichts machen darf und einem die Arbeit sogar dann noch weggenommen wird. Ich traue mich auch nicht so wirklich da auf den Tisch zu hauen und was zu sagen denn die Vorgesetzte geht auf sowas erfahrungsgemäß null ein und sieht derartiges sogar sofort als Kritik an sich. Als ich mal meinte dass ich zu einem bestimmten Thema gerne bei der allg. Besprechung dabei wäre, hat sie sich direkt aufgeregt meinte sie ist hier der Chef, es würde reichen wenn sie dabei ist - ich müsse da nicht hin und sie würde es eh nicht wollen dass ich mich da mit einmische; sie würde mir das Wichtigste von der Besprechung schon schließend mitteilen. Als ich mal ihrer Meinung nach einen kleinen Fehler gemacht habe pflaumte sie mich sogar direkt an dass ich nicht mitdenken würde, dass sowas einfach nicht geht, dass ich das total verbockt habe und sie nun die Suppe für mich auslöffeln muss usw. Wie gesagt ging es da nur um eine totale Kleinigkeit und nachdem sie ihre Schimpftirade beendet hatte, stellte sich sogar raus dass ich noch nicht mal einen Fehler gemacht hatte sondern sie nur falsch geguckt hat.

Ich weiß nun echt nicht mehr was ich machen soll. Habt ihr einen Rat für mich? Oder kann mir jemand sagen warum die Vorgesetzte sich so komisch verhält und mich von der Arbeit komplett ausschließen will? Das ist doch völlig sinnfrei, oder?! Ich meine, was ist denn so schlimm daran wenn ich bei Besprechungen zu Themen für die ich auch zuständig bin mitgehe? Oder wenn ich mal E-Mails innerhalb vom Haus weiterleite oder sonst irgendwas mache?! Wenn sie mich insgesamt total "hassen" würde, dann hätte sie doch nicht vorgeschlagen dass ich in der anderen Abteilung auch wieder unter ihr arbeiten könnte... Hä ??? ??? ? Dieses hin und her macht mich noch ganz irre...

Antworten
LjeChat=N/oir


Warum sie konkret so handelt wie sie es aktuell tut, kann ich dir leider nicht beantworten, jedenfalls nicht so einfach. Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel gelesen, in dem es hieß, dass dieses Verhalten am Arbeitsplatz eine Form des Mobbings sein kann (also Leuten keine Informationen/Aufgaben mehr zukommen zu lassen, ihnen die Verantwortung abnehmen und sie von allem ausschließen).

Um der Sache vielleicht etwas näher zu kommen, wäre es wichtig zu wissen, ob sie nur zu dir so ist oder ob es deine Kollegen ähnlich trifft. Denn wenn alle gleichermaßen davon betroffen sind, wäre es ein charakterliches "Problem" der Vorgesetzten und hat mir dir nur insofern zu tun als dass du der darunter Leidende bist.

g>h?os|tablxe


Dass sie mich persönlich nicht leiden kann, kann ich mir irgendwie aber auch nicht vorstellen. Sie meinte sogar mal, dass ich ja nach der Umstrukturierung auch in dem Arbeitsbereich arbeiten könnte wo sie dann allem Anschein nach tätig sein wird. Wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht gerade scharf darauf weiter mit der Vorgesetzten zusammenarbeiten zu müssen. Ich denke das würde da dann genauso laufen wie jetzt: sie macht alles allein und will alles selber machen und ich sitze den ganzen Tag nur rum und darf mit meinem absolvierten Studium vielleicht mal den ein oder anderen Ordner bekleben...

Wenn es Mobbing wäre, würde sie Dich doch nicht unbedingt in die neue Abteilung mitnehmen wollen...es sei denn, Du bist ihr Mobbingliebling. ;-D

Ne mal im Ernst, ich glaube, der Chefin ist das gar nicht so bewußt, sie traut Dir noch nicht zu viel zu oder sonstwas...kannst Du nicht mal mit ihr reden? ":/

dCeviBliBndisxguise


Ich bin mir ziemlich sicher, daß es da nicht um persönliche Ablehnung geht.

Sie hat ein Problem: Sie ist deine Vorgesetzte, aber du hast in dem Bereich viel mehr Erfahrung als sie (du: mehrere Jahre, sie: sieben Monate). Wirklich professionell wäre es natürlich, wenn sie das eingestehen und ganz offen deine Expertise nutzen würde. Dadurch würde sie eigentlich auch besser ihrer Rolle als Vorgesetzte entsprechen: Du wärest für die Einzelheiten zuständig, sie für das Übergeordnete.

Ihr scheint es aber Angst zu machen, daß da jemand mit mehr Erfahrung ist. Ihre Vorstellung von einer Vorgesetzten ist offenbar nicht, daß diese übergeordnete Aufgaben wahrnimmt und DADURCH zur Vorgesetzten wird - sondern, daß die Vorgesetzte einfach die "Bessere" ist und daher von absolut allem die meiste Ahnung haben muß. Daher darfst du nichts mehr machen und schon gar nicht mit auf Besprechungen: Es könnte passieren, daß du die besseren Vorschläge machst, die wichtigeren Fragen stellst. Und bei so einfachen Dingen wie dem Weiterleiten von Mails oder dem Organisieren von Räumen sind es die Beziehungen zu anderen Mitarbeitern, um die sie mit dir (aus ihrer Sicht) konkurriert.

Nun ist sie auch noch zu 50% woanders, also hat sie noch weniger Zeit, sich mit deiner Abteilung zu befassen. Umso mehr hast du ihr (aus ihrer Sicht) voraus, umso mehr "muß" sie dich einschränken, um deinen "Vorteil" zu begrenzen.

UND sie will befördert werden, also "muß" sie erst recht glänzen. Alles können, niemanden brauchen und vor allem darf ihr niemand in irgend einem Bereich überlegen sein.

Mit einem Wort: Sie hat einfach Angst, andere könnten sie für "schlechter" halten als dich. Und sie daher vielleicht doch nicht auf den ersehnten Posten setzen.

Ich würde dir eigentlich raten, das auszusitzen. Irgendwie sehe ich wenig Gestaltungsraum - es anzusprechen, wird die Situation wahrscheinlich noch verschlimmern (da du damit dann wirklich ihre Kompetenz in Frage stellen würdest, also genau das, was sie befürchtet). In absehbarer Zeit ist sie weg.

d"evilin~disgcuise


Ach so: Das alles heißt, daß sie deine Kompetenz als Mitarbeiterin sehr gut wahrnimmt! Genau das macht ihr Angst. Sie nimmt dir also nicht deshalb die Arbeit weg, weil sie dich für unfähig hält. Sonst hätte sie ja auch nicht vorgeschlagen, daß du in ihre neue Abteilung wechselst.

Wenn du das tätest, könnte es sein, daß sie dann dort ganz anders ist: Weil ihr beide (!) neu wäret. (Aber ehrlich: Ich würde es an deiner Stelle nicht ausprobieren wollen.)

g$ho3staRble


Aber da diese Chefin neu ist, kann doch niemand von ihr erwarten, direkt besser zu sein, als die, die schon lange dort sind. Da muß doch jeder Verständnis für haben und dürfte auch nicht ihr Umsatteln in den anderen Bereich behindern.

Ja, mir dem -für unfähig halten- dachte ich, sie könne halt meinen, sie wisse es von vornherein besser, als die, die schon lange dort sind. War nur so eine Idee.

L~o laX5


Vielleicht will sie in der kurzen Zeit, in der sie noch in der Abteilung möglichst viel lernen und will deshalb alles selbst machen? ??? Wäre eine mögliche Erklärung, die mir denkbar erscheint.

Ansonsten finde ich es erstaunlich, dass für dich keine Arbeit übrig bleibt, wenn deine Vorgesetzte nur 50% der Zeit in der Abteilung ist. ":/ Das hieße doch, dass mehr oder weniger die gesamte Arbeit in der Hälfte der Zeit zu schaffen ist.

Vielleicht ist das grundlegende Problem, dass es zur Zeit zu wenig bei euch zu tun gibt? ??? Dann könnte die Strategie der Vorgesetzten ev. damit zu tun haben, das ein Stellenabbau droht und sie nicht betroffen sein will? ":/

dDevilijndisgauise


Aber da diese Chefin neu ist, kann doch niemand von ihr erwarten, direkt besser zu sein, als die, die schon lange dort sind. Da muß doch jeder Verständnis für haben und dürfte auch nicht ihr Umsatteln in den anderen Bereich behindern

Realistisch gesehen, kann das niemand erwarten, da stimme ich dir zu. Aber Ängste haben oft nichts mit Realismus zu tun. Für mich klingt es so, als ob sie übertriebene Ansprüche an sich selbst bzw. falsche Ansprüche an die Rolle einer Vorgesetzten hat. Und natürlich davon ausgeht, daß andere sie an denselben Ansprüchen messen.

Klar kann es sein, daß sie einfach total eingebildet ist und meint, sie kann sowieso alles besser. Ob das ganz allgemein zu ihrer Art paßt, kannst du auf jeden Fall besser beurteilen, du kennst sie ja. Was aber dagegen spricht: Du schreibst, daß ihr Verhalten nicht von Anfang an so war, sondern erst ab dem Zeitpunkt, wo klar wurde, daß sie in die andere Abteilung wechselt. Es ist also sehr wahrscheinlich, daß es damit zu tun hat. Und: Wenn sie dich für unfähig hielte, wäre sie doch froh, dich durch den Wechsel los zu werden und würde dich nicht anregen, mitzuwechseln.

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