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Arbeit, aber unter allen Umständen?

CCoPrnelixa59


Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es grundsätzlich keine.

Noch was. Das Interessante bei sowas ist ja, daß der AN das perfekt dokumentiert nachweisen kann. Und zwar durch die vorhandenen AUs (evtl. ne Kopie machen, aber sind auf jeden Fall bei der Krankenkasse des AN vorhanden!), und durch seine Gehaltsabrechnungen, die für die Krankheitszeiträume dann ja Unterbrechungen in Form von "Krankheit ohne Lohnfortzahlung" aufweisen müßten. Denn einfach Stunden kürzen ist nicht mehr, spätestens seit dem Mindestlohngesetz muß es einen Stundennachweis geben! Und da müssen auch Krankheits- und Urlaubstage aufgeführt sein!

Dieselbe Dokumentation gilt für Urlaub. Da gibt's zwar keine AUs, aber die AN müßte ihren Urlaub nachweisen können, und auch, daß sie den mit dem AG abgestimmt hat.

WSat7erlWi2


Ich würde mich in diesem hypothetischen Fall (so hypothetisch ist der nicht, auch ich habe das in niedrigqualifizierten Jobs schon zu Hauf erlebt...)

a) erkundigen, wie ich mir am besten Urlaub und Lohnfortzahlung einklage

b) mich über die rechtliche Lage zum Trinkgeld schlau machen > wenn ein Passus im Arbeitsvertrag, dass das an den Chef geht, hinfällig ist, dann würde das Geld in meine und nur meine Tasche wandern... ich hab halt keine Ahnung, was Trinkgeld ist... vielleicht ist das ja auch eine Schenkung an mich persönlich? ":/ Dann wärs meins und fertig...

c) mich aus ungekündigtem Arbeitsverhältnis schnellstens auf einen vernünftigen Job bewerben, auch mit 50...

Wenn man nun wegen all dem gekündigt werden sollte, dann kriegt man bestimmt keine Sperre beim Arbeitsamt bzw. man könnte sich sicherlich auch dagegen zur Wehr setzen, da "will Urlaub" ein ziemlich bescheuerter Kündigungsgrund ist. ;-)

Alias 705726


passt nicht zusammen.

sozialversicherung gibt's? ist das arbeitsverhältnis überhaupt offiziell angemeldet?

ansonsten: rückwirkend alle forderungen (unbezahlte urlaubstage und krankheitsfälle) einklagen und sich nach etwas anderem umsehen.

Ja, alles legal und offiziell und auf vertraglicher Basis. Und es passt nicht, weil es ganz offen gegen geltendes Recht verstößt.

Man kann sowas auch rückwirkend einklagen? Wusste ich nicht, danke.

Alias 705726


Waterli

c) mich aus ungekündigtem Arbeitsverhältnis schnellstens auf einen vernünftigen Job bewerben, auch mit 50...

Das wäre wohl der beste Weg. Und parallel seine Rechte anwaltlich einklagen oder eben rückwirkend.

Cornelia

Danke für den Input :-)

Cvornjeli~a59


Klagren ist auch eine finanzielle Frage. Recht haben und bekommen sind ja bekanntlich zwei paar Schuhe.

Arbeitsgerichte haben einen großen Vorteil. Sie sollen zwar genauso unparteiisch sein wie jedes Gericht, in der Praxis sieht es jedoch so aus, daß die Arbeitnehmer dort im allgemeinen sehr gute Karten haben. Im übrigen läßt sich das mit den Kosten evtl. wunderbar in einem Vergleich klären. Vor Arbeitsgerichten gibt es in jedem solchen Fall erstmal einen sogenannten Gütetermin, in dem der Richter versucht, die beiden Parteien und ihre Anwälte zu einer gütlichen Einigung zu bekommen, was duchaus auch schon mal dadurch sein kann, daß der Richter kurz mal Tacheles mit der Arbeitgeberseite redet und der klarmacht, wie ihre Chancen stehen, wenn es zu einem richtigen Verfahren käme. Das reicht im allgemeinen schon, daß der Anwalt des AG sich seinen Mandanten zur Seite nimmt... und 3 Minuten später kommen sie wieder rein und wollen sich doch friedlich einigen.

Und was aus den Gerichts- und Anwaltskosten des AN wird, läßt sich bei der Gelegenheit auch gleich klären. Die kann AN evtl. auch dem AG aufdrücken oder aus einer Abfindung bzw. den Nachzahlungen der Lohnfortzahlung für Krankheit und Urlaub bezahlen! ]:D

m,nxef


passt nicht zusammen.

Doch, passt schon. Es ist zwar z.B. ein Urlaubsanspruch natürlich vorhanden. Der nutzt einem aber nichts, wenn man ihn einfach nicht bewilligt bekommt und sich nicht wehren will.

CTornel%ia59


Danke für den Input :-)

Herzlich gerne. Ich freue mich, mein Fachwissen und meine Erfahrungen aus diesem Gebiet nutzbringend weitergeben zu können! *:)

Alias 705726


Herzlich gerne. Ich freue mich, mein Fachwissen und meine Erfahrungen aus diesem Gebiet nutzbringend weitergeben zu können! *:)

@:)

mnef

Der nutzt einem aber nichts, wenn man ihn einfach nicht bewilligt bekommt und sich nicht wehren will.

Wenn der Wille da ist, aber dafür das restliche, sonst eigentlich gute, Betriebsklima derart leidet, dass auch ein Urlaub das nicht rausholen kann, dann hilft das nur wenig.

Aber ich weiß, was du meinst. Ist eine Prioritätenfrage.

m}n2exf


Ich meinte nur, dass ein gesetzlicher Anspruch erstmal nichts heißt, solange sich jemand darüber hinweg setzt :)

CWornVelbiax59


Deswegen braucht es in so einem Fall einfach mal den Brief vom Anwalt oder den vor der Tür stehenden Zoll.

mKnef


Genau

Alias 705726


Danke nochmal an alle für die Antworten.

Da war jede Menge guter Input dabei. :)^ Viel gelernt habe ich auch nebenbei.

Polüscchbiest


Arbeitet die Dame in einem Hotel als Zimmermädchen?

Egal,was sie arbeitet, die Schwarzarbeit könnte sie wenn sie wollte ganz bequem und anonym online anzeigen. Gibt da extra eine Seite für.

s[c0hnec~ke198x5


[[https://www.youtube.com/watch?v=u8-4n9yxZ_s]]

PQkschPbihest


Es gibt für Leute die wenig verdienen auch die Möglichkeit sich für 10 Euro einen Beratungsschein oder wie das heißt vom Amtsgericht zu holen. Man muss dort schildern, warum man klagen möchte und wenn die der Meinung sind eine Klage hätte Aussicht auf Erfolg gibt es den. Schein.

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