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Ist die Leistungsbeurteilung in meinem Praktikum negativ?

MUöptpel4chexn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich mache gerade eine Weiterbildung zur Betreuungsassistentin nach § 87b, um anschließend die Bewohner in einem Altenheim betreuen zu können.

Seit dem 01.06. absolviere ich ein Praktikum in einem Altenheim, das am kommenden Montag endet.

Heute habe ich bereits meine Beurteilung bekommen. Dazu musste ein vom Maßnahmeträger vorgefertigtes Formular ausgefüllt werden.

Ich weiß, dass meine Schwierigkeit teilweise im Arbeitstempo liegt, was schon desöfteren in meinem Berufsleben zu Problemen mit Arbeitgebern und Kollegen geführt hat.

Trotzdem habe ich echt alles drangesetzt, im Praktikum die mir gestellten Aufgaben so schnell und gewissenhaft wie möglich auszuführen. Doch leider war die Beurteilung in einigen Punkten nur mittelmäßig, vor allem aufgrund einiger ergänzender Bemerkungen. :-/

Als "sehr gut" wurde bei mir lediglich die Pünktlichkeit, Ausdauer und die Lernbereitschaft angesehen.

Bei Zuverlässigkeit, Fachwissen und Arbeitsgüte bekam ich die Note "gut".

Bei Arbeitstempo, Selbständigkeit und Auffassungsgabe wurde die Note "befriedigend" vergeben. Dahinter stand in allen 3 Punkten:"Benötigt eine längere Einarbeitungszeit" bzw. "Benötigt Zeit, um die ihr gestellten Aufgaben effizient auszuführen.

Letzteres ist für mich natürlich enttäuschend, weil gerade diese Punkte besonderes Gewicht haben bei einer Beurteilung.

Findet ihr, das ganze sagt über mich aus, dass ich zwar zuverlässig und fleißig bin, aber leider zu langsam und etwas begriffsstutzig?

Liebe Grüße,

Möppelchen

Antworten
M[öppelfchen


Ich würde mich über eine Meinung von euch freuen. :-)

uBnopenyedletxters


Naja, befriedigend ist ja nicht wirklich sooo schlecht, aber es ist schon schade, dass du in allem Fachlichem eher nicht so gut bist wie in den eher 'unwichtigen' Dingen. Natürlich sind Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit auch sehr wichtig, genau wie dein Fachwissen, das als gut bezeichnet wurde, aber die Anwendung ist halt gerade im Beruf sehr wichtig. Allerdings ist es halt auch nur ein Praktikum, das du ja machst, um etwas für dich Neues zu lernen, daher würde ich es nicht so ernst sehen. Du musstest dich ja auch erst mal in dem neuen Bereich einleben. Aber vllt solltest du trotzdem an deinem Arbeitstempo arbeiten

N[amjxa


So wie du es beschreibst, würde ich tatsächlich daraus folgern, dass die Aussage ist:

Ist zwar motiviert und gibt sich Mühe, aber ist ein bisschen langsam (sowohl vom Arbeits- als auch vom Lerntempo).

MNöppelcehexn


Danke für eure Antworten.

Ich habe gerade wieder Zweifel, ob ich beruflich tatsächlich auf dem richtigen Weg bin!

Gestern war ich bei dem Maßnahmeträger, um mein Zertifikat abzuholen. Gleichzeitig habe ich dort meinen Anwesenheitsnachweis vom Praktikum sowie die Beurteilung meiner Leistungen im Praktikum eingereicht.

Die Sekretärin sah sich die Beurteilung sehr genau an und betrachtete sie aufgrund der drei befriedigenden Noten ziemlich abwertend. Kommentierte auch, dass man mehrmals betont habe, dass ich eine längere Einarbeitungszeit benötige.

Sie fragte mich, ob das denn tatsächlich der richtige Beruf für mich sei, was ich in dem Moment sofort bejahte.

Sie empfahl mir, vor einer eventuellen Arbeitsaufnahme in einem Altenheim auf jeden Fall ein paar Probearbeitstage zu absolvieren, auch wenn es eine Probezeit gebe. Doch man wolle ja nicht die Katze im Sack kaufen.

Das klang für mich sehr ernüchternd.

Im Praktikum hat man meine Defizite eben genau erkannt, und ich weiß auch nicht, in welchem Maße ich meine Schwachpunkte beseitigen kann. Freundlichkeit, Empathie und Zuverlässigkeit allein reichen nun mal nicht, um die Anforderungen in diesem Arbeitsfeld zu erfüllen.

Wie Namja schon geschrieben hat, ist mein Lern-und Arbeitstempo wohl ziemlich langsam.

Das könnte mir für den Fall, dass ich bald eine Stelle antreten kann, zum Verhängnis werden. Denn dann wird man ja von mir erwarten, dass so weit alles von Anfang an rund läuft. :-/

Dabei ist es ein Job, den ich wirklich gerne ausüben möchte.

cxhi


Wie lang ging das Praktikum denn? Manche Sachen sind vor allem Routine und wenn man da noch nicht drin ist, dauerts halt länger. Geht es um einen Ausbildungsberuf?

cxhi


Ach bla, da hätt ich mir auch den ersten Beitrag besser durchlesen können. Also ich denke nicht, dass 14 Arbeitstage reichen, um eine fachliche Beurteilung vornehmen zu können und ich würde vermuten, dass die Übung mit der Zeit kommt, so wie in anderen Berufen auch. Die 87b, ist die mit der Hilfe in der Pflege von dementen Personen, oder?

s5uga,rloxve


ganz ehrlich, ich würde den Praktikumsbeleg einer Bewerbung nicht beilegen, denn ich betrachte ihn als negativ. Vor allem, da man als Arbeitgeber ja nicht davon ausgeht, dass die Praktikumsbeurteilung kritisch ist und da ein "befriedigend" nicht dem durchschnitt entspricht.

Mlöppelcahen


@ chi

Klar, zwei Wochen Praktikum sind nicht viel. Doch ich finde, sie reichen, um sich schon mal ein erstes aussagekräftiges Urteil über die Fähigkeiten und Leistungen bilden zu können.

Ich habe den 87b-Schein nur für die Betreuung alter Menschen gemacht, da pflegerische Tätigkeiten für mich ausgeschlossen sind.

@ sugarlove

Ich finde den Praktikumsbeleg insgesamt auch negativ, auch wenn einige wichtige Dinge gut beurteilt worden sind.

Du meinst, ein Arbeitgeber würde davon ausgehen, dass meine Leistungen mit einem "befriedigend" eher wohlwollend beurteilt wurden und eher einem "ausreichend" entsprechen?

sbug/arxlove


ich glaube, dass der Durschnitt eine 2 bekommt, also wenn man normal gearbeitet hat. Alles drunter ist dann eher schwach. Nicht katastrophal und total unmotiviert oder arbeitsverweigernd oder so, aber halt auch nicht gut.

Zumindest wenn ich Praktikanten bei uns beurteile (haben öfter Praktikanten aus der Berufsfachschule, allerdings arbeite ich in der IT) gebe ich im Normalfall eine 2 und wenn sie besser waren als normal ne 1 und schlechter ne 3.

4,5,6 hab ich noch nie gegeben, einfach weil man denen ja, wenn sie nicht ultraschlecht waren auch die Zukunft nicht verbauen will.

N&ord@i8x4


weil man denen ja, wenn sie nicht ultraschlecht waren auch die Zukunft nicht verbauen will.

Genau das wollte ich auch schreiben und ich denke genau so werden viel Chefs denken. Man will denen keine ehrlich schlechte Bewertung verpassen weil die nur zwei Wochen in der Firma waren und man denen die Zukunft nicht verbauen will. Daher ja, eine 3 ist in so nem Fall schlecht.

Bleibt die Frage was man tun kann: Sicherlich dauert die Einarbeitungsphase nicht ewig und wenn die in dem Fall dann vielleicht 4 statt 3 Monaten dauert kann ein Arbeitgeber am Ende sicher damit leben. Trotzdem sollte man fragen wieso das so ist. Musst du gewisse Dinge einfach öfter wiederholen bis sie sich ins Gedächtnis einbrennen, verstehst du die ersten Erklärungen nicht oder fasst du die Sachen einfach langsamer auf und kannst nicht soviel gleichzeitig "verarbeiten" ? Kann ja tausend Gründe geben und je nach Grund kann man versuchen was dagegen zu tun.

MWöpp5el/chen


@ Nordi84

Ich würde sagen, dass Hauptproblem bei mir ist, dass es eine gewisse Zeit braucht bis Aufgaben bei mir zur Routine geworden sind. Ich muss vieles mehrfach ausgeführt haben bis es "sitzt".

Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich oft Anweisungen und Erklärungen zu langsam auffasse. Anweisungen führe ich daher oft nicht korrekt aus und so manches muss mir einige Male erklärt werden bis ich es verstanden habe.

Diese Probleme hatte ich auch in meinem erlernten Beruf als kaufmännische Angestellte.

Es dauerte einigen Arbeitgebern und Kollegen viel zu lange bis ich die Arbeiten zur Zufriedenheit erledigen konnte. Doch selbst dann war ich langsamer als die meisten Kollegen.

Kann man etwas dagegen tun?

N|ordxi84


Naja an den Sachen wie "Anweisungen korrekt ausführen" kann man schon was machen, z.B. indem du die Anweisungen möglichst genau mitschreibst und immer wieder nachlesen kannst was genau du jetzt machen sollst. Dann kannst du bestimmte Aufgaben auch immer und immer wieder wiederholen bis sie zur Routine geworden sind und deine Kollegen oder Chefs bekommen es nicht mal unbedingt mit.

Das ändert aber nichts am eigentlichen Arbeitstempo. Wenn du selbst bei Tätigkeiten, die du gut beherrschst, langsamer bist als die anderen dann ist das ein Problem. Gerade bei monotonen Bürojobs fällt sowas auf, wenn du 10 Aufträge oder Bestellungen am Tag ins System hackst und die Kollegen 15-20 dann ist es als Chef halt schwer sowas zu akzeptieren. Deswegen denke ich es macht Sinn wenn du in einen Bereich wechselst in dem du möglichst wenig "Fließbandarbeit" machen musst und wo man die Leistung schwer objektiv messen kann. Eigentlich ist der Pflege- / Betreuungsbereich dafür wie gemacht, da gibt es nunmal keine Kennzahlen wie "3 Personen pro Stunde betreuen".

In so einem Bereich dürfte die Einarbeitungsphase die größte Hürde darstellen, oder hast du danach auch Probleme dich auf neue Situationen und Sachverhalte einzustellen ?

T\aUbaki


Hallo,

Du bist echt niedlich, würde dich gerne drücken.

Du bist sehr selbstreflektierend, das finde ich super.

In meinem Beruf ist es auch so, dass man am Ende ein langes Praktikum absolvieren muss und die Schüler, die schon damals in der Schule sehr langsam oder so waren, haben sich dann immer nur unglaublich über ihre Bewertungen aufgeregt und der Betrieb war schuld, alle waren böse usw.

Niemand hat da auch nur ansatzweise mal seine Arbeitsweise in Frage gestellt.

Ich selbst bin auch jemand, der etwas länger braucht als der Durchschnitt um eingearbeitet zu werden, danach bin ich meistens allerdings recht flott und sicher.

Aber die Einarbeitung ist bei mir auch immer ganz schön schlimm.. Beobachte auch , dass da andere deutlich schneller als ich sind, bis sie die Aufgaben selbstständig aufführen können.

Immensen Praktikum war das ein großes Problem, dort gab man mir diese Zeit nicht und ich war sofort aussortiert und bekam eine schlechte Bewertung.

Im nächsten Praktikum gab man mir diese Zeit, die ich bräuchte und das war auch kein Problem und es klappte dann alles wunderbar und zur absoluten Zufriedenheit von denen.

Das ist leider ein großes Problem, dass man diese Zeit häufig nicht bekommt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das meistens eher der Fall ist in Betrieben, die ständig Praktikanten haben, dort bleiben eben nur die extrem Guten in Erinnerung und bilden das Maß.

Hast du denn nochmal ein persönliches Gespräch geführt mit der Leitung und dir ein Feedback eingeholt?

MDöppelochen


Ich freue mich gerade! :-)

Gestern habe ich meine ersten beiden Bewerbungen für einen Job als Betreuungskraft verschickt und bekam schon heute nachmittag einen Termin für ein Vorstellungsgespräch am Dienstag.

Ich möchte mich durch meine Beurteilung im Praktikum nicht entmutigen lassen und möchte es auf jeden Fall versuchen, wenn ich eine Chance bekomme!

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