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Verlustangst um meinen Hund macht mich krank

FDrau-eINna hat die Diskussion gestartet


Seit 5 Jahren besitze ich einen Terrier der mir sehr wichtig geworden ist. Schon nach zwei Jahren wurde er sehr krank und eine Tierarztodysee begann.

Schnell hat sich heraus gestellt er hat chronische Probleme. Die kommen immer wieder.

Vor einer Woche sprach mich dann mein Tierarzt zum ersten Mal aufs einschläfern an. Wir fahren schon lange von Arzt zu Arzt und wirklich hat sich noch nichts gebessert.

Seitdem bin ich nicht mehr die gleiche. Ich heule oft, verkrieche mich in meiner Wohnung.

Nun muss ich zugeben der Hund ist mehr als nur ein Hund für mich. Dadurch das ich im Moment wieder Arbeit suche war ich im letzten Jahr auch oft zu Hause und wir verbrachten umso mehr Zeit zusammen.

Allein bei dem Gedanken das der Hund stirbt und ich dann einsam bin bekam ich Panikattacken.

Ich leide an Depressionen und der Hund war mein Grund raus zu gehen, Spaziergänge zu machen und überhaupt einen geregelten Tagesablauf zu haben. Er hat mir wieder ins Leben geholfen.

Hintergrund ist da noch was anderes. Mein Freund mit dem ich zusammen wohne hat sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen je wieder einen Hund zu haben. Ihn nervt das alles sehr und er war nie wirklich der Hundefreund.

Das hat meine Angst vor Lemys Tod umso mehr verstärkt.

Dazu kommt eben auch, dass Lemy sehr krank ist. Jedes Mal wenn es ihm schlecht gegangen ist sind wir zum Tierarzt gefahren. Dann ging es ihm mit Medikamenten kurz besser. Aber kein Tierarzt konnte sagen wie lange das hält. :|N

Im letzten Jahr war es nur noch ein stetiges Auf und Ab. Ich habe mein Leben sehr vernachlässigt und wirklich nur für den Hund gelebt. Ich habe große Angst um seinen Tod. Dieses Tier bedeutet mir unendlich viel. Neben der Angst vor der unendlichen Trauer habe ich Angst vor der Zeit ohne Hund. Ohne Hund, das ist kein Leben für mich.

Da gehe ich kaputt.

Was kann ich machen, um irgendwie von dieser Verlustangst weg zu kommen? Ich gehe jedes Mal schon mit Herzrasen morgens in den Flur, weil ich denke er liegt da tot.

Antworten
H ayJley xM.


Was du versuchst, ist, die Trauer vorwegzunehmen. Ich würde versuchen, lieber jeden einzelnen Moment mit dem geliebten Tierchen zu genießen und den Gedanken an das Nachher auf sich beruhen zu lassen.

Du kannst nicht genau wissen, wie es ohne ihn ist und brauchst nicht die Trauer heute schon zu spüren; damit verlängerst du sie nur unendlich. Sag dir, es ist Zeit genug dafür - später. Es gibt für alles eine Zeit unter der Sonne, Zeit für Liebe und Zeit für Traurigkeit. Zu der gegebenen Zeit wirst du damit fertigwerden; jetzt kannst du es nicht. Genieße die Liebe zu Lemy und lass ihn all deine Liebe fühlen. Das so getan zu haben, wird nachher kostbar sein für dich. Lebe im Augenblick - mit Lemy.

Fkrau8-Inxa


Danke. Das Problem ist, dass wir laut Tierarzt nicht mehr so viel Zeit haben. Es geht ihm auch wieder nicht gut.

Ich weiß nicht ob das bei mir eine Art Trauma ist. Vor Lemmy ist mir Kira förmlich unter den Händen übers Wochenende weg gestorben. Ich konnte nichts machen und sie wurde immer schwächer. Seitdem habe ich nur noch Angst.

MRon9ikga6x5


Ich würde mir nicht verbieten lassen, einen Hund zu halten, wie kommt dein Freund denn dazu?

Zugegeben, deine Bindung an den Hund ist extrem, du wirkst, als ob du sehr einsam wärst und der Hund dein ein und alles ist. Was ist mit den Menschen (deinen Freund ???) um dich herum?

F$rau-CInxa


Ich habe nur meine Mutter und meinen Freund. Andere Freunde habe ich nicht. Bin auch nicht der super soziale Typ. Durch die Depressionen bin ich eher vereinsamt und habe Angst auf andere zuzugehen.

Die einzigen neuen Kontakte habe ich über und durch den Hund geknüpft.

Ffrau3-Ixna


Mein Freund ist die Woche über lange arbeiten.

M_oniaka6x5


Wie gesagt, ich würde mir die Hundehaltung nicht verbieten lassen, sie ist anscheinend sehr wichtig für dich. Ich kenne jemanden, der jeden Verlust eines Tieres sofort dadurch in den Griff bekommt, dass ein neues geholt wird. Das Jungtier ist dann voll Leben und er kommt schneller über den Verlust des vorherigen kranken Tiers hinweg. Bei mir ist es nicht immer so gewesen, da tickt jeder ein bisschen anders, aber wenn deine Angst auch davon angefeuert wird, dass du dir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen kannst, dann würde ich mir das auch nicht vorstellen. Und dem Freund das auch sagen, dass es dich ohne Hund nicht geben wird. Vielleicht ist er jetzt auch nur abgeschreckt, aber nicht jeder Hund ist chronisch krank.

Aber Verlust gehört zur Tierhaltung, das ist auch etwas, was man aushalten können muss. Das ist einfach so, wenn du so sehr unter diesem Verlust leidest, ist die Frage, womit du besser dran bist.

FOroau-Ixna


Ich glaube ich habe einfach zu viel in diesen Hund hinein transferiert. Trotzdem und besonders weil er mir in einer schlimmen Phase des Lebens geholfen hat ist er so wichtig.

Mein Freund sieht diesen Hund über allem. Dass man mit jedem Hund solche Rennereien hat und es mit jedem Hund so schlimm wird und man Kosten hat und alles. Er ist da auch sehr stur.

cori.echarRlixe


hi,

mic wundert es ehrlich gesagt auch, dass der hund für deine einsamkeit wichtiger erscheint als dein freund.

mit dem würde ich reden und zwar dergestalt, dass du ihn in die planung mit ein beziehst. welche rasse könnte er sich vorstellen? was will er machen mit dem hund, will er was machen? will er eher ienen ruhigen ode reinen quirrligen - das ganze programm halt. mach ihm klar, dass es ohne hund nicht geht für dich, du aber ihn gerne entscheiden läßt, welcher hund zu euch kommt.

ansonsten klingt es ehrlich gesagt aber schon etwas auffällig, was du in das tier alles hinein interpretierst.

cpr|iechQa'rlixe


Ich leide an Depressionen und der Hund war mein Grund raus zu gehen, Spaziergänge zu machen und überhaupt einen geregelten Tagesablauf zu haben. Er hat mir wieder ins Leben geholfen.

sag es dem freund so.

dass ein hund für dich was tut, was er nicht machen kann, wegen arbeit. dass er da froh drüber sein soll.

und ernsthaft: ich glaube dir, dass du an DEM hund hängst, aber kann es nicht sein, dass es nicht DER hund ist und ein anderer hund später, der niht so krank ist, dir auch helfen könnte? wäre es hilfreich wenn du wüßtest, okay, ich kann ihn gehen lassen und dann wird mir sein nachfolger auch helfen?

ich hoffe nicht, dass du dich langfristig zwischen freund und hund entscheiden mußt - rede mit dem freund noch mal.

F*rau-xIna


Mir ist der Hund nicht wichtiger. Aber mein Freund ist in der Woche kaum da. Der Hund eben schon.

Bei meinem Freund stoße ich bezüglich Hund weitgehend auf Granit. Er ist total genervt vom Hundethema.

Das Problem ist eben auch, dass sich die Krankheit des Hundes so sehr zieht. Darunter leide ich auch sehr, weil es ein stetiges auf und ab ist. Mal geht es ihm gut, dann liegt er in der Ecke als ob er stirbt.

S*a\pixent


tut mir leid, wenn ich das jetzt so sage. aber ich lese in deinem beitrag immer nur "ich, ich, ich"... was ist denn mit dem hund ??? du sagst, dir wurde bereits mal geraten, ihn einschläfern zu lassen. es geht im anscheinend sehr sehr schlecht. hältst du jetzt diesen hund am leben, damit es DIR besser geht? :-/

lieben heisst auch LOSLASSEN und nicht aus egoismus und sorge um die eigene person ein tier am leben zu erhalten, welchem es schon so schlecht geht, dass ein TA bereits mal sagte, man solle sich um das einschläfern gedanken machen :|N

und ja, ich weiss, wovon ich spreche. ich habe vor kurzem meinen hund gehen lassen müssen, der mich 17 jahre lang begleitet hat. und auch ich hatte angst, dass es mir das genick brechen würde, wenn er nicht mehr da ist. und ja, die trauer war hart und auch jetzt ist sie, nach 2,5 monaten, noch vorhanden. ABER!!!! ich kann guten gewissens sagen, dass mein tier nicht leiden musste und ich den richtigen punkt gewählt habe, ihn zu erlösen. und sorry, genau darum mache ich mir bei deinem beitrag gedanken.

c rieQchDarlixe


ich glaube, das kann sie nicht.

chriegcharxlie


Bei meinem Freund stoße ich bezüglich Hund weitgehend auf Granit. Er ist total genervt vom Hundethema.

das war ja meine frage. ist er vom hundethema genervt oder nur von deinem speziellen hund?

S7apigent


dann wird es zeit, das zu lernen. ganz einfach.

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