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Der nervende Arbeitsalltag

JyohnLDeLuxca hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen, ich möchte gerne mal meine jetzige Arbeitssituation schildern und vielleicht ein paar Meinungen von Euch lesen und vielleicht möchtet Ihr auch Eure Arbeitssituation schildern. Seit Ihr zufrieden oder nicht?

Ich bin seit ca. 10 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen beschäftigt und sitze dort jeden Tag meine ca. 8 Stunden in einem Großraumbüro in der Konstruktion ab. Ich habe einen kurzen Weg zur Arbeit, verdiene eigentlich ganz gut und habe überhaupt keinen Termindruck. Jedoch langweilt mich dieser Alltag dermaßen dass ich seit längerem darüber nachdenke einfach alles hinzuschmeißen ...

Manchmal gibt es tagelang nichts zu tun, da surf ich nur im Netz oder beschäftige mich anderweitig.

Natürlich habe ich schon mit meinem Chef gesprochen dass ich mehr Arbeit bekomme usw. jedoch kann man keine Arbeit vergeben wo es keine gibt. Und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind auch nicht mein Ding.

So ein Großraumbüro ist auch echt nervtötend. Man hört jeden Kollegen telefonieren, weiss nach den Jahren genau wer wann sein Leberwurst Brot ist und wer kurz vorm Einpennen ist :-|

Leider ist man ohne genug Geld auf der Bank nicht Frei genug um sich den "Fuck You" Status zu sichern ;-D

[[https://www.youtube.com/watch?v=X6KhYu9DauE]]

Antworten
I*oretxh


Dann mal gleich die naheliegende Frage: hast du dich schon in anderen Firmen beworben? Hinschmeißen ohne ALternative ist nicht so der Bombenplan :-)

JEohnXDeL=uxca


Nein habe mich nicht in einer anderen Firma beworben, das möchte ich auch nicht. Da ist es dann nach einiger Zeit bestimmt das Gleiche. Wenn ich aufhöre dann möchte ich was ganz anderes machen. Ich denke vielleicht muss man einfach mal einen Schnitt machen um dann was Neues zu beginnen, irgendwie geht's doch immer weiter oder ;-)

IEoreXth


Ich bin Recruiter und ich kenne solche Lebensläufe und sag dir ganz ehrlich- nein, es geht nicht immer irgendwie weiter.

Die meisten Firmen suchen leider jemanden, der das schon kann und nicht jemanden, der gerne mal etwas Neues ausprobieren will. Traurige Realität.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, dich in anderen Firmen zu bewerben, wenn da die AUftragslage besser ist, hast du schon mal mehr zu tun und das ist definitiv spannender, als nur rumzusitzen. Die Strukturen sind da anders, neue Kollegen.. so ein Wechsel kann schon helfen. Und du kannst im Bewerbungsgespräch sagen, dass du gerne noch zusätzliche Aufgaen übernehmen willst, vll gibt es da in einer anderen Firma ja die Möglichkeit noch zusätzlich was zu machen? Ich würde es auf jeden Fall versuchen anstatt es kategorisch gleich auszuschließen. Und wenn du dich nach dem Wechsel immer noch langweilst- die Möglichkeit zur Kündigung besteht immer.

Ntordix84


Ich kann verstehen das man auch Herausforderungen und Aufgaben möchte und nicht nur "Dienst nach Vorschrift" erledigen will, garkeine Frage. Blöd wenn es im Unternehmen echt so garnix zu tun gibt was man übernehmen kann. Man sollte allerdings auch die Vorteile sehen: Du hast nen sicheren Job, verdienst ausreichend viel Geld und hast relativ wenig Stress.

Klar, wenn du damit unzufrieden bist dann ist das so und ein Boreout kann ähnlich schlimm sein wie ein Burnout. Die Frage ist jetzt halt ob du dir einen neuen Job suchen willst in dem du die passende Herausforderung und Anerkennung bekommst oder ob du dir diese Sachen wo anders, z.B. in der Freizeit bei einem Hobby o.ä. holen kannst.

J:ohSnDeLxuca


Oha interessant :-D

Bevor ich als Angestellter angefangen habe war ich selbstständig und fand das echt super, bis die Wirtschaftskrise kam. Ich habe so eine Art inneren Druck was zu verändern, jedoch nicht in eine andere Firma zu wechseln. Klar kündigen kann man immer, aber wenn ich was verändern tue dann so dass es mir auch gefällt und ich zufrieden bin.

Vielleicht geht mir ja bald mal ein Licht auf und ich weiss was zu tun ist.

JNoh{nDeLuxca


Hi Nordi84,

ja genau glaub ich bin schon Boreout gefährdet :-(

Idorexth


Wenn das wirklich nicht für dich in Frage kommt, dann musst du dir Gedanken machen, was du eigentlich willst. "Etwas anderes" ist da doch zu unspezifisch :-) Was stellst du dir denn vor? Wenn du mit deinem Arbeitgeber sprichst und dich kündigen lässt, kannst du dir auch vom Amt eine Weiterbildung finanzieren lassen, aber auch nur in bestimmte Richtungen.

Auf jeden Fall musst du wissen, was du willst, damit du eine Richtung hast, in die du gehen kannst.

J"o_hnDpeLuxca


Nun ja ich bevorzuge definitiv was in der Richtung: Selbständig. Vielleicht probier ich mich mal mit einem Online Shop (Ich weiss davon gibts viele), oder Immobilien kaufen und verkaufen. Es ist schon schwierig aus der Comfort-Zone auszubrechen :=o

IOorebth


Selbständigkeit kannst du aber auch schon mal nebenbei aufbauen, du solltest dich nur gut mit der Materie auskennen

RNafa488


Wäre es für dich eine Option vielleicht verkürzt zu arbeiten, nur auf 80 Prozent ? Dann bist du in der Arbeitszeit vielleicht besser ausgelastet und hättest dann sogar nicht mehr Freizeit !

Du kannst sich ja auch jetzt schon wo anders bewerben und da die Marktlage erst einmal checken. Wenn du eine Zusage hast, kannst du immer noch überlegen was du machen willst.

swportCy128x2


@ john de luca

Ich kann dir zwar nicht helfen, aber ich fühle mit dir. Bis auf das Großraumbüro geht es mir 1:1 wie dir! Habe ebenfalls schon mit meinem Chef gesprochen, ob es zusätzliche Aufgaben gibt, die ich übernehmen kann. Momentan siehts leider schlecht aus diesbezüglich.

Hab mich auch schon für andere Stellen beworben. Fazit war, dass ich zwar überall genommen worden wäre, aber mit längerem Arbeitsweg für mehr Arbeit und weniger Geld. Von daher kommt das für mich nicht infrage. Ich hab 5 min zur Arbeit (mit dem Rad), hab ein tolles Team, wenn Arbeit da ist, gefällt mir mein Job auch echt gut. Aber eben gibts dann wieder Tage, in denen mein Soll schon um 10:00 Vormittags erfüllt ist und ich den restlichen Tag nur rumsitze.

Ich bin ebenfalls schon teilweise Boreout gefährdet, versuch es aber mit viel Sport nach der Arbeit und Aktivitäten die mir Freude bereiten auszugleichen :-D

W=ater}li2


Ich kann nur froh sein, dass ich einen Job gelernt hab, der nicht so öde ist (Lehrer...). Kenne das "normale Arbeitsleben" auch und Boreout kam bei mir immer schon nach nem halben Jahr, OBWOHL man viel zu tun hatte. Das Problem ist, dass ich gerne eine Aufgabe habe, die ich irgendwann abhaken kann, statt jeden Tag das selbe blöde Zeug machen zu müssen, quasi immer die E-Mails abarbeiten und morgen sind wieder neue mit dem gleichen doofen Inhalt da und insgesamt ist es eh sinnlos, die Mails zu beantworten, weil die Deppen mit immer der gleichen Frage halt nie weniger werden. Ich denke mittlerweile, es gibt einfach öde Jobs und nicht so öde Jobs. Der Tipp mit der Herausforderung in der Freizeit ist gut, aber wenn man 8 Stunden im Großraumbüro sitzt, hat man nicht mehr so viel Freizeit. Wann geht das los, 8 Uhr? Dann hat am 16:30 Feierabend, dann ist auch Abend.

Ich habe jetzt z.B. zwischen 13 und 14 Uhr Feierabend und jedes WE frei. Da hab ich auch Freizeit. Klar arbeite ich da noch mehr oder weniger viel, aber eben nicht in diesen festen Strukturen. Wirklich die Pflicht, XY zu machen und an Ort XY zu sein, hab ich 5 Stunden pro Tag. Alles andere kann ich in 1 Stunde oder auch in 5 Stunden erledigen, je nachdem wie perfekt ich es machen will. Es gibt auch manchmal nicht so viel zu tun, nur in meinem Job kann ich dann eben gehen und zuhause sonstwas machen. In so einem nach Stunden bezahlten Job sitzt man dann eben die Stunden sinnlos ab und darf nichts sinnvolles machen und das hat mich immer massiv genervt.

Bei mir ist es so, dass ich quasi immer irgendwie arbeite. Ist vielleicht nichts für Leute, die gerne eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit haben, aber für mich ist es perfekt, da ich mir meine Arbeit irgendwie selbst einteilen und organisieren kann. Es ist irgendwie wie selbständig sein mit Festgehalt und einigen festen Terminen, die man mal einhalten muss. Ich wollte immer gern einen Job, den man von überall aus machen kann und das habe ich jetzt zu einem sehr hohen Grad, aber ohne totale Unsicherheit. Einziger Nachteil ist, dass ich in meiner Urlaubsplanung eher nicht so frei bin. ;-)

Nun ja ich bevorzuge definitiv was in der Richtung: Selbständig.

Das geht auf jeden Fall mehr in die Richtung, die du gern willst. Und dafür müsstest du dich nicht allzusehr fachlich verändern, sondern könntest das auch irgendwie so machen, dass es nicht deinen Lebenslauf völlig zerhackt.

JyohnADeLCuca


Guten Morgen.

Wäre es für dich eine Option vielleicht verkürzt zu arbeiten, nur auf 80 Prozent ? Dann bist du in der Arbeitszeit vielleicht besser ausgelastet und hättest dann sogar nicht mehr Freizeit !

Leider ist dies momentan keine Option weil ich das Geld wirklich brauche. Aber meine "Marktlage" werde ich auf jeden Fall mal checken.

JCohnDe0Lucxa


@ sporty1282

Da hast du Recht, wenn die Konditionen für einen neuen job schlechter sind, warum sollte man sich das antun. :(v

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