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Ausbildung in Teilzeit als junger Mensch ohne Grund

Fleta hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Ich bin 22 Jahre alt und irgendwie zwischen Abi (2012) und Start ins Berufsleben gescheitert. Ich hab Vieles angefangen (Studium, Ausbildung, viele Praktika und Nebenjobs), aber nichts zu Ende gebracht und bis heute keinen Abschluss :°( . Manches lag an mir, manches an äußeren Einflüssen.

So langsam gerate ich in Panik, weil ich nicht weiß, was aus mir werden soll. Ich weiß nicht, was mich interessiert und ich verliere schnell das Interesse an allem. Wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, gefällt es mir so, wie es ist, ganz gut, ich habe einen netten Nebenjob und verdiene da etwas Geld und habe vor allem viel Zeit für mich, was mir sehr wichtig ist. Es ist komfortabel so. Aber ich weiß natürlich genau, dass das keine Lösung ist, so kann es nicht weitergehen.

Eigentlich würde ich im August wieder mal eine Ausbildung anfangen, doch schon jetzt merke ich, dass mir die Motivation dafür völlig fehlt, es ist nichts, was mich interessiert, es war nur eine Notlösung. Ich befürchte, dass ich das wieder nicht zu Ende bringen werde %:|

Ich habe durch Missbrauch ausgelöste massive psychische Probleme und bin deswegen auch in Therapie, die mir sehr guttut. Nur beim Thema Zukunft und Ausbildung komme ich nicht weiter. Nun hat mir mein Therapeut vorgeschlagen, die Ausbildung, die ich eigene Leih dieses Jahr anfangen wollte, nicht anzufangen, weil es ziemlich wahrscheinlich ist, wieder abzubrechen und mir stattdessen eine Ausbildung in Teilzeit zu suchen. Dann würde es zwar länger dauern, aber ich hätte nicht ganz so viel Druck und weiterhin Zeit für mich, die so wichtig ist.

Ich muss sagen, ich finde diese Idee gar nicht so verkehrt und könnte mir gut vorstellen, dass es mir dann leichter fallen würde. Aber mal im Ernst, ich bin 22, augenscheinlich gesund, habe keine Kinder und keine Angehörigen, die ich pflege. Und ich habe eh schon keinen guten Lebenslauf. Nimmt einen dann überhaupt jemand und dann auch noch in Teilzeit? Wie soll ich das begründen? Wenn ich die Wahrheit (psychische Probleme) sage, nimmt mich doch eh niemand.

Was würdet ihr tun?

Antworten
LCittl=e-mZit-LoTtte


Hallo Feta,

von was lebst du denn, kommst du mit deinem Nebenjob über die Runden? Und wenn ja - wäre es eine Möglichkeit diesen in Vollzeit oder gar eine Ausbildung in der Richtung zu machen?

Ich verstehe das Problem grundsätzlich, die Möglichkeiten heute nach dem Abi sind riesig, der Druck massiv. Viele gehen deshalb ja erstmal ein Jahr reisen oder machen Praktika.

Hast du denn schonmal ein Praktikum gemacht?

Was sind denn deine Hobbies, was machst du den ganzen Tag? Du sagst du weißt nicht was dich interessiert - oft weiß man es, aber es ist zu offensichtlich!! Ich habe während dem Studium mal eine Weile eine Peer-Group geleitet wo es um ein ganz ähnliches Thema bei jungen Menschen ging. Es geht vielen so wie Dir und man kann da raus kommen.

Wenn du tatsächlich gesundheitlich nicht in der Lage bist Vollzeit zu arbeiten musst du den Grund nicht angeben, es reicht ein Attest.

E#lafReQmich0x815


Auch wenn das jetzt vielleicht etwas doof klingt - und damit will ich deine Erlebnisse keineswegs verharmlosen! - musst du dir selber die Frage stellen und hoffentlich auch beantworten ob du dir durch dieses Arschloch in der Vergangenheit dein restliches Leben verbauen willst. Du sagst das dir die momentane sehr bequeme Lage ganz recht ist. Aber wo siehst du dich in 10 Jahren?

Möchtest du dein Leben und deine Zukunft in die eigene Hand nehmen oder weiter den lieben Gott einen guten Mann sein lassen?

Dich interessiert nichts, du bist schnell gelangweilt und eine Therapie machst du auch. Klingt schon ein wenig nach... Ausrede.

E'lafReFminch0x815


@ Little-mit-Lotte

Sie hat wohl u.a. Studium, Ausbildung, Praktika und Nebenjobs angefangen, aber nie was bis zum Ende durchgezogen.

S[unfloDwer_x73


Wichtigster Punkt überhaupt: Du bist NICHT gesund!

Wenn Du Dir die Ausbildung nicht zutraust und auch keinen weiteren Versuch damit, dann bliebe evtl. die Option über eine berufliche Reha oder ein Berufsförderungswerk. Praktika, reinschnuppern in div. Bereiche. Klar, es sind nicht die tollsten Jobs, aber vielleicht ist eine erträgliche Ausbildung mit guter Begleitung halt doch besser als kein Abschluss.

Kenne (beruflich) etliche junge Leute in Deinem Alter, denen nur der Weg blieb.

Oder halt weiterhin abwarten, Therapie machen - und weitersehen. Das Sicherste dann wäre vermutlich ein Studium, weil das Alter da doch relativ egal ist und man selbst bei Studienbeginn mit 30 noch BaföG bekommt.

cqrie&ch^arlixe


... ":/

du mußt es mal so sehen- Du willst Zeit für Dich, was okay ist. Will jeder. Nur:

es gibt da halt verschiedene Arten. Die eine ist, dass Du einen qualifizierten Job erlernst und Dir mit Geld langfristig Freiheit erschaffst.

Die andere ist, dass Du Dich aus allem raus hälst und die Freiheit in jungen Jahren schon einforderst.

Langfristig gesehen wird Dir diese Freiheit das Genick brechen, weil in spätestens 10 Jahrne kommst Du in eine Sinnkrise, dass Du nichts geschafft hast.

Auch in Jobs kann man "Freiheit" finden, es gibt nicht nur 9 - 5 Jobs sondern auch welche, bei denen man sich seine Zeit frei einteilen kann, sei es, weil man besonders qualifiziert ist oder weil man einfach unabhängig arbeitet, z.B. Außerndienst. Ich würde den Focus darauf legen und mich dann für eine Ausblidung/Studium entscheiden.

t~he s'haQdowgirl


Bei mir sieht es ähnlich aus. Ich bin 27, seit 11 Jahren aus der Schule raus bzw. danach eine weitere Schule abgebrochen, jahrelang Fernabitur versucht und dann abgebrochen, 2012 eine Ausbildung begonnen und 2014 abgebrochen - und nun muss es irgendwie weitergehen.

Erstmal: Du HAST einen Grund für eine Ausbildung in Teilzeit! Ich bin während meiner Ausbildung auf Teilzeit runtergangen. Da ich ein Attest meines Psychotherapeuten hatte, stellte dies auch kein Problem dar und wurde von der IHK problemlos genehmigt.

Ansonsten schließe ich mich dem an, was Sunflower schreibt: Erkundige dich mal bezüglich einer Ausbildung im Berufsförderungswerk oder Ähnlichem.

Ich war letztens beim Berufspsychologischen Service der Arbeitsagentur und dank des Gutachtens der Psychologin dort werde ich jetzt bei der Arbeitsagentur von der Reha-Abteilung betreut und kann ggf. eine Ausbildung über's BFW machen. Oder auch eine "normale" Ausbildung, aber trotzdem begleitet.

Also es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten!

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