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Arbeitsplatz verlassen, wenn man beleidigt wird?

g}rantlenbeiBncxhen hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute!

Meine große Tochter (18) hat einen Nebenjob als Warenverräumungskraft (Aushilfe) auf 400€ Basis in einer bekannten Drogeriekette. Sie arbeitet dort montags und donnerstags vor der Filialöffnung (von 5.30 morgens bis 9:00) und räumt Regale ein, sortiert altes aus usw.

Nun war es heute morgen wohl so, dass sie und die vier anderen Warenveräumungskräfte (alles ebenfalls 400 Eurojobber und Studenten) dort nicht, wie üblich, mit einer fest angestellten Schichtleiterin zusammen waren. Die Chefin und sämtliche in Frage kommenden Schichtleiter hatten heute morgen keinen Dienst, sondern waren unterwegs. Die Chefin hat die Leitung der Filiale in der Zeit in die Hand der 20jährigen Azubi gelegt (2.Lehrjahr).

Diese Azubi ist (außer bei der Chefin) im Team wohl etwas unbeliebt, insbesondere weil sie extrem von oben herab auf die Aushilfskräfte ist, vor der Chefetage aber eher gehorsam und unterwürfig auftritt. Laut meiner Tochter ist sie auch offen ausländerfeindlich und mobbe eine russische Kollegin.

Nun war diese Azubiwie gesagt mit den anderen Kräften alleine und habe sich extrem biestig aufgeführt. Im Befehlston habe sie die anderen Aushilfskräfte angewiesen, dies und das noch zu verräumen, sie provoziert und meinte wohl, als meine Tochter ihrer Meinung nach zu langsam sei "Dann musst du dir einen anderen Arbeitsplatz suchen!". Sie habe auch allen gegenüber gedroht, in der Chefetage anzurufen und sich zu beschweren, dabei mit dem Telefon gewedelt.

Das Klima sei so fürchterlich gewesen, dass meine Tochter während eines Streitgespräch mit dieser Azubi Knall auf Fall aus der Filiale gelaufen, vor ihrem eigentlichen Feierabend.

In der Situation war es wohl das Beste. Nun macht sie sich Gedanken, wie es weitergehen soll und ob ihr Handeln wohl arbeitsrechtliche Folgen hat.

Ich interpretiere das so, dass die Azubi ja selbst noch sehr jung ist und aus Unsicherheit versucht hat, die Chefin heraushängen zu lassen. Was dann aber wirklich nicht okay war von ihr.

Die Frage ist nun:

Wie gehen wir vor?

Beschweren? Aber wo? Bei der Filialleitung? Schriftlich, mündlich?

Sind völlig überfragt. Ich selbst hatte noch nie so einen Fall.

Antworten
D9ieKvruexmi


Im Moment ist die Situation ja die, dass deine Tochter zu früh ihren Arbeitsplatz verlassen hat, d.h. ihrer vertraglichen Pflicht nicht nachgekommen ist. Insofern sollte sie sich gegenüber der Filialeitung erklären- und das heute noch. Wenn sich alle Anwesenden einig sind, können sie auch eine schriftliche Beschwerde einrechen über das Verhalten der jungen Frau, aber das sind 2 paar Schuhe. 1. Beschwerde über Frau X 2. Vertragsverletzung durch deine Tochter.

Bkadzebäxr


Als ob es die "Chefetage" interessieren würde, dass sich eine Auszubildene über die 400-EUR Aushilfskräfte beschwert? Ein einfaches "Grüße sie von mir" und normales Weiterarbeiten genügt doch schon.

Ich würde versuchen, damit deutlich entspannter umzugehen. Wenn es zu fremdenfeindlichen Begebenheiten bekommt: Auf jeden Fall was unternehmen, das geht gar nicht. Wenn es sich aber um eine "Von oben herab"-Attitüde handelt... wen interessierts? Deine Tochter und ihre Kollegen sehen sie doch sowieso selten.

S8taplfyxr


Die hat es wohl genossen, mal rumzukommandieren, weil sie immer rumkommandiert wird.

Eine Beleidigung oder einen Grund, den Arbeitsplatz zu verlassen sehe ich in der obigen Schilderung jetzt allerdings nicht wirklich. ":/

Allerdings sehe ich es äußerst kritisch, die Filialverantwortung einer Azubine zu übertragen. ":/

Im Optimalfall kommt dieser Umstand deiner Tochter zugute. Ich würde erstmal abwarten, was nun auf sie zukommt. Eine Beschwerde kann man erwägen, aber wenn die Chefin mit der Azubine gut kann und ihr vertraut (und so scheint es ja zu sein) wird das nichts bringen. Diesen Schritt würde ich gehen, wenn deine Tochter nun gefeuert würde o.ä.. Falls man sich darüber ausspricht und sich einigt, dass es folgenlos bleibt, würde der Schuss ja nach hinten losgehen.

K%adhCixdya


Eine Beleidigung oder einen Grund, den Arbeitsplatz zu verlassen sehe ich in der obigen Schilderung jetzt allerdings nicht wirklich. ":/

Allerdings sehe ich es äußerst kritisch, die Filialverantwortung einer Azubine zu übertragen. ":/

Soweit ich verstanden habe, war das vor der Öffnung und dem Tagesgeschäft, und es ging nur darum, die Verräumer zu beaufsichtigen.

K/a0dhi5dyxa


Ich würde erstmal abwarten, was nun auf sie zukommt.

Auf keinen Fall. Wer weiß, was die Azubine alles erzählt.

Kmadhixdya


und meinte wohl, als meine Tochter ihrer Meinung nach zu langsam sei "Dann musst du dir einen anderen Arbeitsplatz suchen!".

Das Verhalten der Azubine war nicht okay. Aber da kann man auch souveräner mit umgehen. Die Azubine hat in dem Sinne nichts zu sagen. Da kann sie (falls so was nochmal vorkommt, dass eine nicht autorisierte Person der Aushilfskraft irgendwelche Konsequenzen oder sowas androht) immer noch entgegnen, dass sie (die Aushilfe) das dann mit der Chefin ausmachen wird oder dass sowas (Anweisungen/Verwarnungen, die von der zeitweisen Vertretung ausgesprochen werden) bitte von der Chefin und zwar schriftlich kommen sollen.

FXlam3echen7h9


Ich würde auch raten, das heute noch mit der chefetage zu klären.

DgiemKruexmi


eine Azubi im 2ten Lehrjahr ist erstmals verantwortlich dafür, dass die Regale zur Ladeneröffnung fertig geräumt sind--da stand sie auch unter Stress und Druck nd hat diesen eben weitergegeben--nicht ok, aber auch nicht so ein Riesendrama. Die Ausländerfeindlichkeit sollte jedoch-wenn belegbar mit Zeugen- Thema sein!

S9twalNfxyr


Auf keinen Fall. Wer weiß, was die Azubine alles erzählt.

Ich meinte eher die persönliche Klärung suchen als gleich direkt eine Beschwerde einzureichen. Sehe gerade dass sie ja Donnerstag erst wieder arbeiten muss, da ist eine vorherige Kontaktaufnahme natürlich äußerst ratsam.

JLaalxma


Haben sie keine Mitarbeiter, wenn schon eine Azubine die befehlende Rolle übertragen bekommt. Diese hat sich nicht korrekt verhalten. Aber deine Tochter auch nicht. Bei mir hätte es Konsequenzen, wenn sie einfach wegen so etwas unter der Arbeitszeit die Filiale verlassen würde. Wie wird sie sich dann benehmen, wenn es wirklich mal Krisensituationen gibt? Es wird Zeit, dass sie sich erwachsen verhält.

DOumaxl


grantenbeinchen

Wie gehen wir vor?

Deine Tochter geht zu der Filialleiterin und schildert ihr, was heute morgen vorgefallen ist. Du machst gar nichts.

SYtatuKsQuoVaxdis


Wenn es zu fremdenfeindlichen Begebenheiten bekommt: Auf jeden Fall was unternehmen, das geht gar nicht. Wenn es sich aber um eine "Von oben herab"-Attitüde handelt... wen interessierts?

Ich würde da keinen Unterschied machen (Warum auch? Ist eine Beleidigung weniger schlimm oder ok, nur weil sie nicht fremdenfeindlich ist?), das geht einfach beides gar nicht.

D[ie(Krxuemi


Haben sie keine Mitarbeiter, wenn schon eine Azubine die befehlende Rolle übertragen bekommt.

Das war wohl eine Ausnahmesituation

Die Chefin und sämtliche in Frage kommenden Schichtleiter hatten heute morgen keinen Dienst, sondern waren unterwegs.

und aufgrund der Arbeitszeit

(von 5.30 morgens bis 9:00)

ist es vielleicht schwierig, eine andere Mitarbeiterin der Filiale kurzfristig einzusetzen, insbesondere, wenn die ggf. Kinder haben, die sie zur Schule oder KiGa bringen müssen. Das kenne ich aus meinem Bereich, dass es für Mütter extrem schwer zu organisieren ist, so einen frühen Dienst zu übernehmen.

DDiCeKNru{emi


Ich würde da keinen Unterschied machen (Warum auch? Ist eine Beleidigung weniger schlimm oder ok, nur weil sie nicht fremdenfeindlich ist?), das geht einfach beides gar nicht.

Ich habe bisher keine Beleidigung gelesen. Aber fremdenfeindliches Verhalten, egal ob als Beleidigung oder subtil rübergebracht, geht nicht.

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