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Wie vergebe ich eine studentische Hausarbeit?

EChemaligejr Nuitzer ~(#875x46)


Hat sie sich in deinem Seminar daneben benommen oder "nur" die Arbeit verweigert?

cZrie"chearlixe


Wenn dann jemand ständig diskutiert, inhaltlich nicht mitarbeitet, Aufgaben nicht abliefert und grundsätzlich gegen Pflichtaufgaben vorgeht, dann war in dem Fall Ende. Und es war noch im weniger verschulten Diplom-Studiengang, wo ich mir jede Woche irgendeine Aktion aus Protest gegen die Anwesenheitspflicht anschauen musste. Zu spät kommen. Nach Abliefern der Unterschrift auf Anwesenheitsliste direkt gehen. IM Seminar telefonieren und betonen, dass man ja gerade leider nicht telefonieren könnte, da man "seiner Freiheit beraubt im Seminar sitze". Also Dreistigkeiten, die auch die anderen Studenten genervt haben. Das Lernklima gestört haben.

:-X :-o :-o

cNrieqchaxrlie


Hier an der Uni arbeien viele Kollegen oft ein Semester umsonst (ich auch)- da hat man dann au so etwas erst recht keine Lust,

weil letztendlich geht es doch darum, dass die Studenten ihr Ziel schaffen, als Dozent hat man es ja schon.....

wow, bin ganz fertig. :-|

was für eine Arroganz der Anwesenenden.

c\r+iecDharxlie


Hat sie sich in deinem Seminar daneben benommen oder "nur" die Arbeit verweigert?

Das ist dasselbe, vor allem, wenn es öffentlich wird. Dann muß man handeln. Sonst kommt es zu so Situationen, wie Kollegein sunflower geschildert hat. Zumal es gerade in "unseren" Disziplinen auch sehr darauf ankommt, dass man zu denken und diskutieren lernt und nicht zu labern - und das lernt man am besten in Seminaren im Austausch und vor allem vom und mit dem Dozenten.

Sonst muß man iwann verschriftlichen und wundert sich über schlechte Noten.

A|ntiDgonxe


wow, bin ganz fertig. :-|

was für eine Arroganz der Anwesenenden.

(criecharlie)

Wie meinst du das?

Nur weil hier einige meinen, dass man sich (gute) Noten durch eigene Leistung erarbeiten und als Student eine gewisse Reife und Selbständigkeit zeigen sollte?

E,hemaOliger `Nut-zer (#8v75x46)


Das ist dasselbe, vor allem, wenn es öffentlich wird.

Darauf zielte meine Frage ja ab, mich wundert nämlich ein bisschen, dass sie überhaupt diese Chance für die Note von Dir bekommt.

Deswegen hatte mich interessiert, ob sie einfach verpeilt ist oder nicht da war oder auch frech war.

Nachdem Du aber das gar nicht so trennst wie Sunflower, wundert es mich, dass sie den Schein überhaupt machen darf und Du sie so mitziehst. So einer Studentin müsste man radikal die Leistungsbescheinigung verweigern, wenn sie zu faul war etwas zu machen, dann muss sie im Folge-Semester eben mehr leisten, wenn sie in der passenden Zeit mit Bachelor rauskommen will.

Und wenn es eines dieser Aufbauseminare ist, dann hat sie eben Pech gemacht, wer da nicht Einsatz Zeit, bleibt auf der Stufe hängen und muss den Grundkurs (oder Teil 2 des Grundkurses) eben nochmal machen.

EAhema|liger N2utzerS (#V87x546)


Huch, entschuldigung. Jedes Wort richtig geschrieben, aber in dieser Reihenfolge dann doch nicht ganz richtig getippt :-D

Euhemaluiger Nut|zer (L#87x546)


Das ist doch auch eine richtig schlechte soziale Vorbereitung auf das Arbeitsleben, der Chef hätschelt seinen Mitarbeiter auch nicht, wenn der keinen Bock hat. Da muss man einfach präsent sein, Einsatz zeigen und seinen Job machen, und wenn jemand aus einem behüteten Umfeld kommt und dem im Studium aus falsch verstandener Hilfeleistung der Arsch nachgetragen wurde, dann fliegt der im Berufsleben richtig auf die Schnauze.

Ich finde, in einem Studium ist es auch die Aufgabe des Dozenten, Studenten solche (eigentlich selbstverständlichen) Skills fürs Arbeitsleben mitzugeben, wenn Elternhaus und Gymnasium da versagt haben. Wenn niemand dem Blag bisher Grenzen aufgezeigt hat, muss der Dozent eben demonstrieren, dass schlechtes/leistungsverweigerndes Verhalten entsprechende Konsequenzen hat.

cKr`iech>arlxie


@ antigone

das bezog sich auf sunflowers Schilderungen des Verhaltens ihrer Studenten.

cdriecmharli&e


Darauf zielte meine Frage ja ab, mich wundert nämlich ein bisschen, dass sie überhaupt diese Chance für die Note von Dir bekommt.

Deswegen hatte mich interessiert, ob sie einfach verpeilt ist oder nicht da war oder auch frech war.

Nachdem Du aber das gar nicht so trennst wie Sunflower, wundert es mich, dass sie den Schein überhaupt machen darf und Du sie so mitziehst. So einer Studentin müsste man radikal die Leistungsbescheinigung verweigern, wenn sie zu faul war etwas zu machen, dann muss sie im Folge-Semester eben mehr leisten, wenn sie in der passenden Zeit mit Bachelor rauskommen will.

Euch fehlen da immer ein paar Informationen über Hochschulbestimmungen.

1. es gibt im Bachelor keine Anwesenheitspflicht im Seminar, die Lehrstühle gehen damit unterschiedlich um.

Die Studentin hat wiederholt gefehlt und ihre Teambuddies sitzen lassen. Aufgrund meiner Seminarregeln, die ich und nicht das System aufgestellt haben, sollte sie den verpassten Stof als Referat halten,

was sie verweigert hat bzw. das erste Referat war eine totale Arbeitsverweigerung, ich meinte: das machen wir noch mal - öffentlich. Und sie meinte: nö (per mail).

Sie bot mir dann an, dass sie das Referat vorbereitet, aber es nicht hält, aber ich DARF dann ihren Fortschrit korrigieren, genauso, wie sie eine von mir mal aufgegeben Hausaufgabe schriftlich beabeiten wird und das DARF ich dann auch korrigieren. Das würde sie mir anbieten.

Klar wollte ich sie raus werfen, aber

da diese Maßnahme auf der Anwesenheit basiert hat, kann ich sie nicht raus werfen, das würde rechtlich nirgendwo Bestand halten.

Also wurde das Kollegenkreis besprochen und da wir Angst hatten, dass sie ihre Teambuddies mitreißt, haben wir sie aus dem notenbildenden Projektprozess heraus genommen und eine Hausarbeit verpasst.

2. Es gibt die Regelung (Kultusministerium), dass einem Studenten keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen, mal salopp gesagt. Wenn ich also die Bedingungen in's Unmögliche schraube, so, dass sie nicht besteht, ist das schwierig (und es entspricht mir auch nicht).

3. Manche Kollegen bewerten dann in solchen Fällen die Leistungen einfch deutlich schlechter, was mir auch geraten wurde. Da geht es dann gar nicht um schweres Thema oder unmögliche Bearbeitungszeiten, sondern man geht davon aus, dass der Student, weil er ja ein Student ist, das Thema eh nicht passend bearbeiten kann und der Dozent, weil er ein Dozent ist, soviel Wissen und Erfahrung hat, dass er die Mängel an der Hausarbeit erkennt.

Welche das dann sind und wie er das begründet, ist sein Ding, er ist da nie Rechenschaft schuldig, da in seiner Unterrichtsführung vollkommen autark, aber ich schwöre Dir, ich würde jederzeit und immer eben aufgrund meines Wissens- und Erfahrungsvorsprunges fundierte Argumente finden, die jede Hausarbeit eines Studenten inhaltlich auf 4,0 korrigiert, wenn derjenige dann noch die formalen Kriterien nicht einhält, war es das dann.

Das ist für jeden Studenten immer eine reale Gefahr, gegen die er nichts kann, denn nie würde ein zum als Zweitgutachter (nach Klage) herzugezogener Kollege dem ersten Widersprechen, erstens wegen dem Kollegen und zweitens, weil jeder davon ausgeht, dass der Student inhaltlich gegen den Dozenten eh nicht punkten kann.

Diese Vorgehensweise lehne ich ab, da ich keinen Zusammenhang zwischen Disziplin und Note sehe.

Insofern habe ich für die Studierende die Hausarbeit genommen, damit sie merkt:

so geht es nicht. Mehr konnte ich nicht machen.

cFriechaOrlixe


sollte heißen:

die Hausarbeit genommen, die ich nun ordentlich mit ihr durchziehe. Aber ich komme nicht durch die Hintertür und erschwere das ganze so, dass sie doch noch durch fällt. Wenn die Arbeit dann schlecht ist, kann ich nichts machen, aber ich erledige meinen Job ordentlich.

cXrieTchar6lie


und dem im Studium aus falsch verstandener Hilfeleistung der Arsch nachgetragen wurde, dann fliegt der im Berufsleben richtig auf die Schnauze

ich schwöre Dir, das ist bestimmt das letzte Gefühl, was sie beherrscht. Für sie bin ich der Arsch mit den blöden Bestimmungen, der sie zu einer Hausarbeit verdonnert.

M<owriqtxz271


Wenn ich recht verstanden habe, hat die Studentin sich schlecht im Seminar benommen, ihr Vortrag war unter aller Sau, und eine Wiederholung lehnte sie ab.

Normalerweise wäre sie wohl durchgefallen.

Wenn sie jetzt eine letzte Chance bekommt, dann muss ihre Leistung aber so sein, dass es die gemachten Fehler wettmacht. Es darf nicht so sein, dass sie ohne großen Aufwand ihren Schein bekommt. Sonst macht das der nächste auch und sagt: ich arbeite nicht mit, verpatze meinen Vortrag ...Und dann bekomme ich eine Hausarbeit die schaffe ich dann mit weniger Arbeit als im Seminar. Die Hausarbeit sollte, um zu bestehen, schon mindestens den gleichen Arbeitseinsatz erfordern wie im Seminar.

So ganz passen für mich solche Zitate dann nicht so ganz:

Ich will das Thema vorgeben, da die Studentin sehr schlecht ist und ich mit ihr sonst ewig durchkauen muß, damit sie auf ein halbwegs passables Ergebnis kommt Würde ich das nicht machen, würde die Arbeit wohl Richtung "ungenügend" gehen und das will ich für sie nicht.

und

Okay, also ich suche ein Thema, welches ich für tragfähig halte, tue ihr einen Gefallen, indem ich es sehr eng stecke, so dass sie es nur noch abarbeiten muß

c"r|iec$harlixe


Ich glaube, manche hier können sich nicht mehr erinnern, wie schwer eine Hausarbeit für viele ist.

Sxunf5lo.we}rH_7x3


So hart es ist (und so hart es mir bspw. im Beisitz mündlicher Prüfungen immer fiel):

Wenn jemand die geforderte Leistung nicht bringt, dann bringt er sie nicht. Punkt. In simplen Azubi-Prüfungen können Leute durchfallenm warum nicht an der Uni?

Dieses "jeden durchboxen" bringt nix. Klar muss man schauen, ob da jemand bockt, es nicht kann oder eine schwere Phase hat. Gratwanderung. Aber Nichtbestehen MUSS eine Option an der Uni bleiben.

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