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Wie vergebe ich eine studentische Hausarbeit?

c^riechHarlxie


naja, wenn Du nur diesen Satz zitierst, ist es wertneutral, da hast Du Recht.

Ich habe allmählich nur den Eindruck, dass ich hier schreiben kann, was ich will, es läuft immer darauf hinaus, dass die Mitdiskutierer finden, ich hätte die Dame in die Pfanne hauen sollen.

Aber ich wede da mal darüber nachdenken. Das meine ich ernst.

Aintigxone


Ich (und andere vielleicht auch) möchte nur nicht, dass du "zu weich" bist und sich das rumspricht und folgende Generationen von Studenten das ausnutzen.

Weil ein gewisser Anspruch während eines Studiums besteht, sollen Studenten auch die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen.

:)_

M{or0itzx271


An criecharlie

Im Prinzip sind wir wohl nicht soweit auseinander.

Kein Referat kann m.A. nach eine Jahresnote aufwiegen.... das ist m.A. nach zu wenig.

Es sei denn, ich kann aus dem Referat erkennen, da hat wirklich einer erkannt, dass es brennt und eine Superleistung hingelegt. Aber echt, wie man aus dem anschließendem Kolloqium erkennen kann. Der Vorschlag kommt meistens (wenn auch überhaupt selten) von Schülern, die denken, so ein kleines Referat hingedonnert und das war es. Hat bei mir nie funktioniert.

Ich komme aus BaWü, also aus dem Süden. Aber (ist zwar etwas offtopic) ich bin seit 2 Jahren raus, meine Erinnerung sagt dazu:

so was gibt es bei uns im Süden ganz offiziell und heißt Nachprüfung.

Eine 5 = Antrag auf Nachprüfung bei der Schulleitung nach Ende der Sommerferien.

1. Ich glaube, die Klassenkonferenz muss zustimmen. (nicht sicher, kommt so selten vor, denn meist sind es mehr als zwei Fünfen)

2.

Stoff:

in etwa der der letzten Schulaufgabe, Nebenfächer Halbjahresstoff.

Auch da gewisse Zweifel. Ein Schüler schreibt das ganze Jahr Fünfen oder Sechs (Analysis), die letzte Arbeit (Geometrie eine Drei.

Es wäre widersinnig, in der Nachprüfung dann nur den Stoff der letzten Arbeit zu prüfen. (wo er eh nicht schlecht war)

habe die Bestimmungen nicht parat, aber so kann es meiner Meinung nach nicht sein.

2.

curie6chaxrlie


Hi Du,

also hier noch südlicher ist es so.

Zwei Fünfer bedeutet im Gym ab der 6. Klasse, dass man einen durch die sog. Nachprüfung weg bekommen kann (natürlich fragt man vorher beim Lehrer zum Zwecke der Notenverbesserung nach Referaten.....).

Dies kann von den Eltern beantragt werden und bedarf keiner Zustimmung,

ein Vorrücken auf Probe jedoch schon!

Rest wie ausgeführt.

Man geht halt davon aus, dass wenn einer 6 Wochen brav lernt und dann den Stoff der letzten großen Schulaufgabe mit mind. 4 besteht, er das Jahr passend verstanden hat.

c7rie$ch ar=lie


Habe kids im Gym, die haben das schon mehrfach ausprobiert..... ;-D

Svunflomwexr_73


Ich habe allmählich nur den Eindruck, dass ich hier schreiben kann, was ich will, es läuft immer darauf hinaus, dass die Mitdiskutierer finden, ich hätte die Dame in die Pfanne hauen sollen.

Aber ich wede da mal darüber nachdenken. Das meine ich ernst.

Ich bin ja immer relativ weich gewesen... v.a. "Mitleidsbonus" gab es bei mir. Dafür wusste ich dann quasi auch vor den Erzeugern, wenn eine Studentin schwanger war o.ä. Irgendwie halt Mitleidsbonus vs. Vertrauesnverhältnis.

Die Diskussion, Leute wirklich mal auflaufen zu lassen (ist ja nicht so, dass sie keine Sonderchance bekommen hätte; sie hätte sie nur nutzen ODER halt Rücksprache halten müssen mit Dir), hat bei uns am Institut echt die Gemüter hochkochen lassen. Mir fiel es superschwer, aber letztlich hatte mein damaliger Chef gute Argumente und: Man tut niemandem einen Gefallen, immer alles durchgehen zu lassen. Klar, mit einem Nichtbestehen macht man sich angreifbar (es gab bei uns auch eine Klage), v.a. in der heutigen "Klagegesellschaft". Passt was nicht, dfroht man mit Anwalt... %-|

Aber ws ist im Studium anders als in der Schule oder eine Ausbildung? Quasi überall kann man durchfallen, nicht bestehen, Anforderungen nicht erfüllen. Wenn ein Azubi zu oft fehlt oder in der Abschlussprüfung durchfällt, ist das so. Verlängerung der Ausbildung. Warum müssen Studenten überall durchkommen, wenn die Leistung nicht stimmt? Ich bin definitiv nicht für das verschulte, bevormundende und allen Mist prüfende Bachelorsystem. Absolut nicht. Aber einen Mindestanspruch muss es geben.

Ich muste selber ein Seminar 3x machen. Der Dozent räumte nur einen Fehltermin ein; ich hatte 2 bzw. 3 wg. Krankenhausaufenthalt. Er bot nicht mal die Option einer Ersatzleistung an. Klar war es bitter und es macht mich sauer, daher finde ich ja das Angebot einer Ersatzleistung so wichtig und habe es bei meinen Studenten auch so gehandhabt. Das Lened von 2 Semestern zusätzlich, nur weil man ein Mal zu viel gefehlt hat und es das SEmianr immer nur im Sommersemester gibt: Das wollte ich niemandem antun. Ich musste damals deswegen einen Kredit aufnehmen, weil ich ein Jahr dranhängen musste.

Aber gerade deshalb erwarte ich auch, dass die Leute diese Chance nutzen. Oder sich melden, wenn es nicht geht bzw. der Verhinderungesgrund länger andauert. Mir bei eingeräumter Zusatzchance einen hingerotzten Schrott in die Hand zu drücken, hätte mich sehr sauer gemacht. Ja, ich erwarte für ein Entgegenkommen meinerseits einen gewissen Respekt und die Erkenntnis, dass man da gerade echt eine Chance bekommt und die schätzen sollte.

Beliebt macht man sich nicht damit, das stimmt...

A3ntOigoxne


Nachprüfungen gab es in Niedersachen zu meiner Schulzeit nicht. Keine Ahnung, wie das heutztage ist - meine Kids hatten nie das Problem.

Asnti4gonxe


Oops....reiche ein "s" für Niedersachsen nach.

EShemaliger zNutzery (#87x546)


Genau das meinte ich doch.

Ich würde die nicht mehr mitziehen.

Zum einen hat sie durch die fehlende Leistungserbringung im Seminar (spätestens, wenn sie etwas machen soll, muss sie ja dasein) schonmal theoretisch gesehen nicht bestanden.

Dann kommt von dem Dozenten ein Angebot, also die zweite Chance

Aufgrund meiner Seminarregeln, die ich und nicht das System aufgestellt haben, sollte sie den verpassten Stof als Referat halten, was sie verweigert hat bzw. das erste Referat war eine totale Arbeitsverweigerung,

wo sie eine so vollkommen schlechte Darbietung liefert, dass sie durchfallen müsste.

Der meiner Ansicht nach zu empathische und kümmernde Dozent bietet ihr eine weitere Möglichkeit an - die dritte Chance

ich meinte: das machen wir noch mal - öffentlich.

was sie aber verweigert.

Und sie meinte: nö (per mail).

Da hätte ich dann knallhart gesagt: okay. Das war Deine dritte Chance. Mach es oder du kriegst den Schein nicht.

E'he3mal@iger ^Nutyzer H(#8n7546x)


ich schwöre Dir, das ist bestimmt das letzte Gefühl, was sie beherrscht. Für sie bin ich der Arsch mit den blöden Bestimmungen, der sie zu einer Hausarbeit verdonnert.

Eben, die hat absolut kein Gefühl für die Realität. Meinst Du denn, dass es ihr im Berufsleben viel bringt, wen sie gelernt hat, dass sie x Chancen kriegt, es nach ihrer Nase geht und man ihr immer wieder entgegen kommt?

Das wird kein Chef der Welt machen.

Und wenn sie auf einen Beruf hin studiert, in dem selbstständige Arbeit erforderlich ist (Projektdurchführung oder sonstwas), dann wird sie die Fristen, die ihr vorgegeben sind, Null ernst nehmen und da ordentlich auf die Schnauze fallen, womit evt auch Forschungsgelder vergeudet sind.

Ich denke, man würde ihr einen Gefallen tun, indem man mal ne eindeutige Grenze zeigt und sie durchfallen lässt.

corivechar?lie


Nimm bitte das:

Da hätte ich dann knallhart gesagt: okay. Das war Deine dritte Chance. Mach es oder du kriegst den Schein nicht.

und wende es auf folgendes an:

Euch fehlen da immer ein paar Informationen über Hochschulbestimmungen.

1. es gibt im Bachelor keine Anwesenheitspflicht im Seminar, die Lehrstühle gehen damit unterschiedlich um.

Die Studentin hat wiederholt gefehlt und ihre Teambuddies sitzen lassen. Aufgrund meiner Seminarregeln, die ich und nicht das System aufgestellt haben, sollte sie den verpassten Stof als Referat halten,

was sie verweigert hat bzw. das erste Referat war eine totale Arbeitsverweigerung, ich meinte: das machen wir noch mal - öffentlich. Und sie meinte: nö (per mail).

Sie bot mir dann an, dass sie das Referat vorbereitet, aber es nicht hält, aber ich DARF dann ihren Fortschrit korrigieren, genauso, wie sie eine von mir mal aufgegeben Hausaufgabe schriftlich beabeiten wird und das DARF ich dann auch korrigieren. Das würde sie mir anbieten.

Klar wollte ich sie raus werfen, aber

da diese Maßnahme auf der Anwesenheit basiert hat, kann ich sie nicht raus werfen, das würde rechtlich nirgendwo Bestand halten.

Also wurde das Kollegenkreis besprochen und da wir Angst hatten, dass sie ihre Teambuddies mitreißt, haben wir sie aus dem notenbildenden Projektprozess heraus genommen und eine Hausarbeit verpasst.

2. Es gibt die Regelung (Kultusministerium), dass einem Studenten keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen, mal salopp gesagt. Wenn ich also die Bedingungen in's Unmögliche schraube, so, dass sie nicht besteht, ist das schwierig (und es entspricht mir auch nicht).

3. Manche Kollegen bewerten dann in solchen Fällen die Leistungen einfch deutlich schlechter, was mir auch geraten wurde. Da geht es dann gar nicht um schweres Thema oder unmögliche Bearbeitungszeiten, sondern man geht davon aus, dass der Student, weil er ja ein Student ist, das Thema eh nicht passend bearbeiten kann und der Dozent, weil er ein Dozent ist, soviel Wissen und Erfahrung hat, dass er die Mängel an der Hausarbeit erkennt.

Welche das dann sind und wie er das begründet, ist sein Ding, er ist da nie Rechenschaft schuldig, da in seiner Unterrichtsführung vollkommen autark, aber ich schwöre Dir, ich würde jederzeit und immer eben aufgrund meines Wissens- und Erfahrungsvorsprunges fundierte Argumente finden, die jede Hausarbeit eines Studenten inhaltlich auf 4,0 korrigiert, wenn derjenige dann noch die formalen Kriterien nicht einhält, war es das dann.

Das ist für jeden Studenten immer eine reale Gefahr, gegen die er nichts kann, denn nie würde ein zum als Zweitgutachter (nach Klage) herzugezogener Kollege dem ersten Widersprechen, erstens wegen dem Kollegen und zweitens, weil jeder davon ausgeht, dass der Student inhaltlich gegen den Dozenten eh nicht punkten kann.

Diese Vorgehensweise lehne ich ab, da ich keinen Zusammenhang zwischen Disziplin und Note sehe.

Insofern habe ich für die Studierende die Hausarbeit genommen, damit sie merkt:

so geht es nicht. Mehr konnte ich nicht machen.

MNoritxz271


Hallo criecharlie

Ich denke, dein faden geht inzwischen über etwas anderes als im Eingangsbeitrag vorgesehen. Aber du scheinst ja nichst dagegen zu haben.

Was ich nicht verstehe, ist, was bei euch ein Seminar ist. Bei uns (Physik) war ein Seminar, das ich z.B. mitbetreute, eines über alternative Energieerzeugung. da hatte unter meiner Anleitung jeder Teilnehmer ein Referat zu halten. Wenn das ok war, bekam er seinen Schein.

Bei euch scheint das anders zu sein. Wie ich herauslese, ist ein Referat nur bei dir als "Notlösung" für schwierige Fälle gedacht.

Dann lese ich, Anwesenheitspflicht gibt es nicht. Dass du darauf bestehst und mit Sanktionen belegst, ist das eine. Aber das mußt du ja nicht.

Und dann verstehe ich so gar nicht das hier:

Klar wollte ich sie raus werfen, aber da diese Maßnahme auf der Anwesenheit basiert hat, kann ich sie nicht raus werfen, das würde rechtlich nirgendwo Bestand halten.

Wozu rauswerfen? Wenn sie die Leistung nicht bringt (worin besteht die denn bei den anderen) bekommt sie eben keinen Schein. Oder hat sie die, wenn auch gerade so, erbracht, und es geht dir um ihr Verhalten auf deine Sanktion.

Anders gefragt: wenn sie nie gefehlt hätte, aber sonst wenig bis nichts beigetragen, hätte sie dann den Schein?

Oder noch anders: wenn offiziell keine Anwesenheitspflicht besteht, wie kann man dann den Schein erhalten. Widerspricht sich in meinen Augen.

cxrieJchaxrlie


Hi Du,

schon verwirrend, klar.

Also im neuen Bachelor-System haben die Studis keine Anwesenheitspflicht mehr. Das heißt, wenn ich eine Maßnahme verhänge, die auf diese beruht, weil ICH will, dass sie kommen, kann ich das zwar durchziehen, solange es im Seminarrahmen bleibt. Aber wenn sie nun klagen würde, hätte ich keine Chance.

Ich muß keine Referate als Prüfungsleistung während des Semsters verlangen. Auch keine Hausarbeit als Prüfungsleistung. Das ist alleine dem Dozenten überlassen. Die meisten machen es, weil wie will man sonst soviele Leute benoten, aber in diesem speziellen Seminar habe ihc mich entschlossen, es nicht zu machen. Sie ziehen ein Projekt durch und für Präsentation und Dokumentation am Ende des Semesters gibt es die Note.

Nun war dieses Studenten mehrmals nicht da, es gab also, nach MEINEN Seminarregeln, ein Referat über den verlorenen Stoff, damit sie es halt nachholt. Sie machte es nicht gescheit, ich meinte, noch mal, sie meinte: nein.

Daraufhin haben wir sie aus ihrer Projektgruppe, die langfristig zu ihrer Prüfungsleistung geführt hätte, heraus genommen und ihr eine Hausarbeit gegeben.

wenn offiziell keine Anwesenheitspflicht besteht, wie kann man dann den Schein erhalten. Widerspricht sich in meinen Augen.

Theoretisch müssen die Studenten nur zur vorgeschriebenen Prüfungsform kommen, d.h. entweder Referat (wenn sie sich vorher dafür eingetragen haben) oder zur Klausur. Das ist ja auch nicht auf meinem Mist oder dem meiner Uni gewachsen, das ist Bologna.

Srunflo!wer_7x3


In meinem Fach an "meiner" (alten) Uni herrscht auch im Bachelor Anwesenheitspflicht bei vielen Dingen und bei Seminaren auf jeden Fall...

ä"pfvelchxen


Bei uns ist in bestimmten Seminaren Anwesenheitspflicht. Es heißt zwar, dass diese nicht besteht, aber wenn der Dozent der Meinung ist, dass die einzelnen Stunden aufeinander aufbauen, kann man das wohl durchsetzen.

Bei Sprachen wars bei mir so, da durfte ich zweimal fehlen, ansonsten gab es die Möglichkeit, die Stunden am PC im Sprachzentrum mit so Programmen nachzuholen und das vorzuweisen und wenn das nicht der Fall war, wurde man für die Prüfung nicht zugelassen.

Einer meiner Dozenten hat sich aber auch nicht davon beeindrucken lassen, dass man in einer Vorlesung nicht anwesend sein muss und zwischendurch immer mal wieder eine Liste durchgegeben. So insgesamt 4 oder 5 Mal und man musste auf mindestens 3 stehen, um die KP zu erlangen.

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