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Wie vergebe ich eine studentische Hausarbeit?

cWriecchaxrlie


In meinem Fach an "meiner" (alten) Uni herrscht auch im Bachelor Anwesenheitspflicht bei vielen Dingen und bei Seminaren auf jeden Fall...

steht aber in keiner bachelor-studienordnung, das war dann ein ding vom lehrstuhl.

wird bei uns im haus auch unterschiedklich gehandhabt.

wir sind da streng und tun so, als ob sie kommen müssen. die pädagogen z.b. meinen, ist ihnen egal, sie reden gerne nur mit interessierten.

cYr'i[echarxlie


bei mir:

2 x unentschuldigt fehlen oder 4 x insgesamt: referat über den verpassten stoff.

ccriEechaxrlie


nachzuholen und das vorzuweisen und wenn das nicht der Fall war, wurde man für die Prüfung nicht zugelassen.

geht über die anwesenheit nicht;

dann muß man halt so vorgehen:

Manche Kollegen bewerten dann in solchen Fällen die Leistungen einfch deutlich schlechter, was mir auch geraten wurde. Da geht es dann gar nicht um schweres Thema oder unmögliche Bearbeitungszeiten, sondern man geht davon aus, dass der Student, weil er ja ein Student ist, das Thema eh nicht passend bearbeiten kann und der Dozent, weil er ein Dozent ist, soviel Wissen und Erfahrung hat, dass er die Mängel an der Hausarbeit erkennt.

Welche das dann sind und wie er das begründet, ist sein Ding, er ist da nie Rechenschaft schuldig, da in seiner Unterrichtsführung vollkommen autark, aber ich schwöre Dir, ich würde jederzeit und immer eben aufgrund meines Wissens- und Erfahrungsvorsprunges fundierte Argumente finden, die jede Hausarbeit eines Studenten inhaltlich auf 4,0 korrigiert, wenn derjenige dann noch die formalen Kriterien nicht einhält, war es das dann.

Das ist für jeden Studenten immer eine reale Gefahr, gegen die er nichts kann, denn nie würde ein zum als Zweitgutachter (nach Klage) herzugezogener Kollege dem ersten Widersprechen, erstens wegen dem Kollegen und zweitens, weil jeder davon ausgeht, dass der Student inhaltlich gegen den Dozenten eh nicht punkten kann.

dann ist derjenige auch draußen.

Akrya x2.0


Das ist ja auch nicht auf meinem Mist oder dem meiner Uni gewachsen, das ist Bologna.

Nein, das ist nicht Bologna. Die Art und Weise, wie ein Studiengang aufgebaut ist, welche Seminare, Übungen und Vorlesungen angeboten werden im besagten Studiengang und wie die Prüfungsleistungen inklusive Anwesenheit geregelt sind, legt das Institut selbst fest und das wird dann akkreditiert. Da ist euer Institut im Grunde selbst Schuld, dass ihr in eurer Prüfungsordnung/Modulhandbuch nicht festgelegt habt, dass eine Anwesenheitspflicht besteht. Könnte man aber im Laufe der nächsten Akkreditierung ändern lassen. So ist zumindest sicher gestellt, dass die nachfolgenden Studenten nicht ebenfalls so ein Theater absolvieren.

cAriechOarlixe


.... ich meinte, dass im rahmen von bologna halt gewechselt wurde und sich dann bestimmungen geändert haben.

habt ihr beispiele für studienordnungen bzw. prüfungsordnungen im bachelor, wo was über die anwesenheit steht?

dann bitte mal hier posten, danke.

ä6pfbelchexn


Kann morgen in meiner PO schauen :)

A%rya '2.0


Ich habe beim Googeln nach beliebigen Unis und Studienfächern innerhalb von 5 Minuten mehrere Beispiele gefunden. Und in sämtlichen stand, dass eine regelmäßige Teilnahme zum Bestehen erforderlich ist. Und weiter wurde dann definiert, was regelmäßige Teilnahme bedeutet. (Also in jeder einzelnen Veranstaltungssitzung muss der Student anwesend sein, in begründeten Ausnahmefällen sind 2 Fehlstunden erlaubt).

s}ch neck.e198Z5


Bei uns (Österreich) gibt es an meiner Uni ganz viele Pflicht-Lehrveranstaltungen im Bachelor. Man darf in der Regel zweimal unentschuldigt fernbleiben, wenn es sich um einen größeren Kurs handelt (5 ECTS) und einmal, wenn es nur ein kleiner Kurs ist (2 - 2,5 ECTS). In manchen Fällen sind die Professoren kultant, wenn man eine gute Begründung für ein drittes Mal angeben kann, aber auch nicht alle. Wer zu oft fehlt, wird von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Anwesenheit ist nämlich eine Voraussetzung für das Bestehen des Kurses. Das steht bei uns auch so in der Prüfungsordnung / Studienplan drin.


Ich studiere an einer echt entspannten geisteswissenschaftlichen Fakultät, aber diverse Richtlinien führen - für alle ganz selbstverständlich - zum Ausschluss. Es wäre hier nicht möglich, einen Vorschlag / Anordnung eines Professors einfach abzulehnen wenn es sich um eine Kulanz-Chance handelt.

Das hat auch nichts mit Draufhauen zu tun, sondern damit, dass es im Leben nun mal gewisse Regeln gibt, die jedem bekannt sind. In der Schule / Arbeitsplatz kann ich ja auch nicht kommen und gehen wie ich will oder einfach sagen: "Nö, keinen Bock, mach' ich nicht.". Das hat meiner Meinung nach nichts mit übertriebener Härte, sondern mit Praktikabilität (bei 30 Studenten Extrawurst-Programm fahren geht nun mal schon rein organisatorisch nicht) und auch mit Reife / Teamgeist zu tun. Gibt ja immerhin reichlich Leute, die sich problemlos an diese Richtlinien halten können.

curiechaMrlie


Fortsetzung:

ohne Anrede kam letzte Woche eine mail von ihm mit rudimentärer Gliederung, zwei online-Quellen und der Bitte um Literaturangabe, da die Fragestellung nicht verstanden wird.

Meine Antwort war ein zeitliches Fenster am nächsten Tag, an dem ich im Büro wäre, könnte gerne vorbei kommen und wir besprechen das.

Antwort (wieder ohne Anrede, Gruß oder sonst was) - nö, bin im Blockseminar.

Anwort meinerseits:

dass ich diesen Rotz nicht so ganz verstehe, ob es ihm denn wichtig wäre, dann sollte er auch die Chancen nutzen.

Inhaltlich folgende Strategie.... Empfehlung der Auseinandersetzung.

Und klar gemacht, dass wenn ich noch mal eine mail ohne erkennbare Höflichkeitsformen bekomme, ich diese nicht mehr beantworte.

Mkorjitmz}27x1


und der Bitte um Literaturangabe, da die Fragestellung nicht verstanden wird.

Ich täte mir nicht weiter auf der Nase herumtanzen lassen.

Wenn ich deine Eingangsfrage und ihre Motivation recht interpretiere, gehe ich doch wohl davon aus, dass du das Thema der Hausarbeit gut und lange überlegt gestellt hast.

Wenn dann die Fragestellung (angeblich) nicht verstanden wird, würde ich nicht weiter diskutieren. Ich kenne es von Schülern, die solange nachfragen, bis man Stück für Stück ihnen das Ergebnis "verrät".

Meine Antwort wäre: "Die Fragestellung geht eindeutig aus der Aufgabe hervor. Bitte genau lesen. Ich erinnmere an den Abgabetermin ......"

Abgesehen davon kann man auch im Blockseminar mal kurz für 30 Minuten Verschwinden.

c~riFecharHlie


Sehe ich auch so.

Ich wollte ja die Gliederung haben, damit ihc sehe, wie es passt.

Die Gliederung ergbit sich auch aus der Fragestellung, darauf habe ich noch mal hingewiesen Aber jetzt hat es sich. Das mit dem Blockseminar sehe ich auch so, gerade Block. Der Typ merkt einfach nicht, dass er mir immer mehr die Hugo-Karte zuschiebt und nun kann er halt auch nichts mehr erwarten.

c[riech{arlixe


Der Student hat sich einfach nicht damit beschäftigt und schreit nun: kann ich nicht.

wQazve_sAeven


Wann wurde denn aus der Studentin plötzlich ein Student?

EKhemaligeUr Nutz^er (#47|90x13)


Welche das dann sind und wie er das begründet, ist sein Ding, er ist da nie Rechenschaft schuldig, da in seiner Unterrichtsführung vollkommen autark, aber ich schwöre Dir, ich würde jederzeit und immer eben aufgrund meines Wissens- und Erfahrungsvorsprunges fundierte Argumente finden, die jede Hausarbeit eines Studenten inhaltlich auf 4,0 korrigiert, wenn derjenige dann noch die formalen Kriterien nicht einhält, war es das dann.

Wie soll das - gerade bei theoretischen Arbeiten über jüngere Themen - funktionieren, wenn sich jemand seine Arbeit als Mosaik aus fundierten Quellen zusammenbaut und dann logische Schlüsse daraus zieht? Eventuell kann man dann noch die Schwerpunktsetzung angreifen, aber reicht das immer für eine 4,0, ohne das es in Willkür ausartet?

Es hat schon immer vereinzelt Diplom- und Masterarbeiten gegeben, die ein höheres Niveau als manche Dissertation hatten, und genauso kann man durch hinreichend Zeit und Sorgfalt gewisse Vorsprünge punktuell ausgleichen. Schließlich kann niemand flächendeckend bis ins kleinste Detail Experte sein und das Prinzip des wissenschaftlichen Arbeitens ist auf allen Niveaustufen vergleichbar.

Der Student hat sich einfach nicht damit beschäftigt und schreit nun: kann ich nicht.

Dann hat er vielleicht einfach nicht das Zeug zum Akademiker oder die Selbstdisziplin, sukzessive was an diesem Umstand zu ändern.

c7rieDcharlxie


naja, Geschlecht kann man sich hier nun schon mal raussuchen, ich finde, es ist eh schon alles sehr detailliert dargestellt.

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