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Soll ich wirklich kündigen?

C*orDneljia5x9


Was mich interessieren würde: wie verhältst du dich im Vorstellungsgespräch? Ich denke da insbesondere daran, was du sagst, wenn du gefragt wirst, warum du vom alten Arbeitgeber weg willst. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, daß da ein falsches Wort zuviel sein kann. Außerdem solltest du bei einer Bewerbung "aus ungekündigter Stellung" das auch im Anschreiben bereits in den ersten Sätzen einbauen, aber keine Begründung für deinen Wechselwunsch liefern!

Personalchefs ermutigen dich im Zweifel sogar, dir den Ärger über die bisherige Firma von der Seele zu reden, aber das ist absolut tödlich für deine Bewerbung. Denn wer schlecht über die alte Firma redet, tut das eventuell dann auch über die neue! Notfalls zieh dich auf "darüber kann ich nicht sprechen, das verbietet mir die Loyalität zu meinem jetzigen Arbeitgeber" zurück, auch wenn von Loyalität gar keine Rede sein kann!

Wichtig wäre auch, daß du nicht als "ich suche verzweifelt was neues, bittebittebitte" rüberkommst. Die ungekündigte Stellung ist ein Pfund, mit dem du wuchern kannst, denn die zeigt, daß du dir Zeit lassen und auswählen kannst. Ich habe den Eindruck, daß du da tatsächlich falsch rüberkommst!

c]hi-efolratu


@ holabiene

Weil da immer die Angst mitschwingt, dass du gleich weg bist, wenn was besseres auftaucht.

KSra4bb5axt


Nochmals herzlichen Dank für Eure Antworten.

Ich bin 48 und dachte bisher immer, dass dies noch kein Alter sei, das Probleme machen würde. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Behinderungen habe ich nicht.

Was mich interessieren würde: wie verhältst du dich im Vorstellungsgespräch?

Nun das kommt ganz auf das Vorstellungsgespräch an. Ich versuche natürlich interessiert und professionell rüber zu kommen. Wobei ich bei den letzten Gesprächen schon gemerkt habe, dass ich immer mehr verkrampfe. Die Frage nach dem Grund ist heikel. Da stimme ich zu. Ich weiß, dass es gar nicht gut kommt, über die alte Firma schlecht zu reden und das tue ich auch nicht. Ich versuche, diese Klippe zu umschiffen indem ich sage dass die ausgeschriebene Stelle mich so angesprochen hat, dass ich dies als neue Herausforderung sehe die mich extrem reizt. Oder, wenn es sich um eine Stelle handelt die weniger Qualifikation verlangt und dafür mehr Freizeit verspricht, dass ich aufgrund persönlicher Umstände gern mehr Zeit für mein Privatleben hätte. Wenn dann nachgefragt wird, nenne ich als Grund die zunehmende Pflegebedürftigkeit meiner Mutter.

C!orn(eLlixa59


Oder, wenn es sich um eine Stelle handelt die weniger Qualifikation verlangt und dafür mehr Freizeit verspricht, dass ich aufgrund persönlicher Umstände gern mehr Zeit für mein Privatleben hätte. Wenn dann nachgefragt wird, nenne ich als Grund die zunehmende Pflegebedürftigkeit meiner Mutter.

Keine gute Idee, das zu nennen. Denn kein Arbeitgeber ist sonderlich scharf darauf, daß der Arbeitnehmer vielleicht genau deswegen immer pünktlich den Stift fallenläßt oder sogar öfters mal früher weg will.

Ich weiß, dass es gar nicht gut kommt, über die alte Firma schlecht zu reden und das tue ich auch nicht. Ich versuche, diese Klippe zu umschiffen indem ich sage dass die ausgeschriebene Stelle mich so angesprochen hat, dass ich dies als neue Herausforderung sehe die mich extrem reizt.

Meiner Erfahrung nach kannst du schon sagen, daß es betriebsklimatische Gründe gibt, die dich unter anderem zum Wechsel motiviert haben. Nur in Details darfst du nicht gehen, da mußt du dann die klare Ansage machen "Vertraulich".

Wobei ich bei den letzten Gesprächen schon gemerkt habe, dass ich immer mehr verkrampfe.

Kann ich mir denken. Da könnte dir ein Training bei einem professionellen Berater was bringen, der dich auch auf Körpersprache und sowas hinweist. Nimm das Geld für einen Profi in die Hand, und verlaß dich nicht auf irgendwelche vom Arbeitsamt vermittelte Idioten mit Halbbildung, die Kurse anbieten, die völlig wertlos sind.

_6Parv<atix_


Ich bezweifel, ob die Investition in einen Profi etwas bringt. Im Grunde kann man doch bei einem Verkaufsgesp... äh... Vorstellungsgespräch sagen was man will (na gut, vielleicht nicht ganz) es kann dir immer in irgendeiner Form negativ ausgelegt werden.

g\arto


Was die Alternativen angeht so bin ich auch hier am ausloten. Aber das dauert alles und ist noch nichts, was wirklich kurzfristig eine Lösung bietet.

Sicher, aber es ist gut, dass du da schon mal dran bist.

Und ich bin jetzt schon seit vier Monaten krank geschrieben und die Krankenkasse wird schon ungeduldig. Von daher bleibt mir, glaube ich, nicht mehr allzuviel Zeit für eine Entscheidung. So hatte sich auch gestern der Arzt geäussert.

Die Frage ist, ob du direkt arbeitsfähig bist, wenn du kündigst. Wenn du dich tatsächlich bald entscheiden musst (das wollen sie ja nur, damit jemand anderes die Rechnungen bezahlt), dann wird es sicher auf eine Kündigung hinauslaufen. Daher lass dich mal beraten, wie viel Zeit du tatsächlich hast. Ich weiss aber nicht, wer da ein kompetenter Ansprechpartner ist. Im Zweifel ein Anwalt.

Ich bin 48 und dachte bisher immer, dass dies noch kein Alter sei, das Probleme machen würde.

Hast du denn das Gefühl, dass es am Alter liegt oder dass die Vorstellungsgespräche nicht gut laufen?

Meinst du ein Coaching würde etwas bringen?

a.utu6mnA-/likxe


Versuche bei den Vorstellungsgesprächen selbstbewusst aufzutreten. Ein freundliches Lächeln wirkt Wunder. Auf die Fragen würde ich einfach sagen, dass du dich gerne verändern willst. Das du mehr Freizeit willst, würde ich weglassen. Bei uns stellte sich jemand vor, welche keine Selbstbewusstsein, keine Ausstrahlung hatte. Sie wurde nicht genommen. Zuviel Selbstbewusstsein ist auch nichts. So eine Kandidatin hatten wir auch ;-)

Ich weiß nicht, ob ich es so oft angesprochen hätte, dass ich unzufrieden bin. So wie du es in deiner Firma gesagt hast. Wenn sich nach dem ersten Gespräch nichts ändert, hätte ich angefangen mich wegzubewerben. Aber das hilft dir jetzt nicht weiter. Sei einfach du selbst.

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